op. 111 – Eine Analyse in 335 Teilen – Takt 78

Jeder einzelne Takt von Ludwig van Beethovens Sonate für Klavier c-Moll op. 111 aus dem Jahr 1822 wird an dieser Stelle von Bad-Blogger Arno Lücker unter die Lupe genommen. Ein Versuch, dieser Musik irgendwie „gerecht“ zu werden, was natürlich, dafür aber fröhlich, scheitern muss.

Die bisherigen Folgen:
Takt 1 Takt 2 Takt 3 Takt 4 Takt 5 Takt 6 Takt 7 Takt 8 Takt 9 Takt 10 Takt 11 Takt 12 Takt 13 Takt 14 Takt 15 Takt 16 Takt 17 Takt 18 Takt 19 Takt 20 Takt 21 Takt 22 Takt 23 Takt 24 Takt 25 Takt 26 Takt 27 Takt 28 Takt 29 Takt 30 Takt 31 Takt 32 Takt 33 Takt 34 Takt 35 Takt 36 Takt 37 Takt 38 Takt 39 Takt 40 Takt 41 Takt 42 Takt 43 Takt 44 Takt 45 Takt 46 Takt 47 Takt 48 Takt 49 Takt 50 Takt 51 Takt 52 Takt 53 Takt 54 Takt 55 Takt 56 Takt 57 Takt 58 Takt 59 Takt 60 Takt 61 Takt 62 Takt 63 Takt 64 Takt 65 Takt 66 Takt 67 Takt 68 Takt 69 Takt 70 Takt 71 Takt 72 Takt 73 Takt 74 Takt 75 Takt 76 Takt 77

beethoven-op-111-seite-01Beethoven-op.-111-Seite-02Beethoven-op.-111-Seite-03beethoven-op-111-1-satz-takt-78

Das Erstaunen geht weiter.

Die Töne d1 und es1 aus Takt 76 erscheinen heute in der untersten Stimme als g und as. Wie in einer Fuge!

Darüber tauchen nun erstmals hier 16tel auf – und wieder gibt es einen Zusammenhang zum Hauptthema, nämlich in Form der herabschreitenden Töne g1 – f1 – es1 – d1 – und c1.

Auf den Zählzeiten „drei“ und „vier“ in der Oberstimme erklingen sogar die ersten zwei „Originaltöne“ des Hauptthemas: c1 und es1. Ja, sogar mit den charakteristischen Staccato-Tüpfeln oben drübber!

Toll!

Arno

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet Arno Lücker als Musiktheater- und Konzert-Dramaturg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.