Kommentare für Bad Blog Of Musick https://blogs.nmz.de/badblog Klassik-Blog und das bedeutendste Blog zur zeitgenössischen Musikkultur Tue, 02 Oct 2018 21:22:41 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 Kommentar zu Jetzt ist der Moment zu sprechen von k. https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/20/jetzt-ist-der-moment-zu-sprechen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=jetzt-ist-der-moment-zu-sprechen/#comment-27485 Tue, 02 Oct 2018 21:22:41 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=18006#comment-27485 Die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung in der Medien- & Kulturbranche hat ihre Arbeit aufgenommen.

https://themis-vertrauensstelle.de/

Zwar sind Hochschulstudenten, freiberufliche Musiker usw. hier noch nicht gemeint, weil die Stelle nur in Bereichen hilft, wo die Arbeitgeberseite sich auch für das Thema interessiert (und zwar so weit, dass sie die Beratungsstelle mitfinanziert).

Solche Stellen führen aber meist auch Statistiken über Anfragen. Um den Bedarf und den Ausmaß deutlich zu machen, hilft es, sich dort zu melden, auch wenn die Stelle (noch) nicht zuständig ist.

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Kommentar zu Mauser in Kuratorien bei Mozartfest Würzburg, ARD-Wettbewerb, Strauss-Gesellschaft, Reger-Institut, Henze-Stiftung – das verbindet! von k. https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/26/mauser-in-kuratorien-bei-mozartfest-wuerzburg-ard-wettbewerb-strauss-gesellschaft-reger-institut-henze-stiftung-das-verbindet/?pk_campaign=feed&pk_kwd=mauser-in-kuratorien-bei-mozartfest-wuerzburg-ard-wettbewerb-strauss-gesellschaft-reger-institut-henze-stiftung-das-verbindet/#comment-27483 Fri, 28 Sep 2018 20:52:46 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=18093#comment-27483 Ich fürchte, die Komponistengesellschaften und Kulturstiftungen sind ein Baustein für sich, wenn es um Macht und Machtmissbrauch geht. An einer Hochschule geht es um Machtmissbrauch durch Musiker/Musikwissenschaftler in Autoritätspositionen auf Kosten der jüngeren Nachwuchskollegen. In Gesellschaften sind nicht nur musikalische Fachleute beteiligt sondern auch Funktionäre, Mäzenen, alteingessene Großbürger, Erben. Damit möchte ich nicht die positiven Verdienste der Akteure klein reden, zumal viele Konzerte und musikwissenschaftliche Forschungen ohne die finanziellen Förderungen und Netzwerk dieser Gesellschaften und Stiftungen gar nicht möglich wären. Die negative Kehrseite ist aber, dass es dort gerade deshalb zu Vetternwirtschaft und Klüngel kommt. Neue müssen einen Riecher für solche Strukturen haben und mitmachen, um „einer von uns“ akzeptiert zu werden. Fachqualifikation ist egal.

Gerade in der Klassik kommt es dadurch zu einer Mischung, die bisweilen ziemlich ungesund werden kann: Sinn für die Tradition und Machtbestreben.

Ich war eine Zeit lang bei einem Komponistenmuseum ehrenamtlich tätig, welches von mehreren Komponistengesellschaften und Stiftungen getragen wird. Eigentlich ein nettes Projekt, es geht darum, die Lebensläufe der Komponisten im Kontext der Stadtgeschichte zu zeigen. Jetzt wo das Museum fertig ist, es also um Konsolidierung der Machtstruktur geht, passieren aber unglaubliche Dinge. Museale Musik ist eine Sache, musealer Führungsstil eine andere. Ich habe da aufgehört, nachdem mir explizit gesagt wurde, dass die Anweisungen der Geschäftsstelle widerspruchlos und bedingungslos zu befolgen seien. Kritik, auch berechtigte, dürfe nicht geäußert werden. Ein Austausch untereinander über Probleme sei verboten. In welchem Jahrhundert leben wir denn?

Überhaupt:

Natürlich zeigt man in so einem Museum, was für tolle Menschen diese Komponisten waren. Denn, ohne Sympathie ist eine Einlassung nicht möglich. Muss man aber alles gutheißen oder gar glorifizieren, nur weil die Musik genial ist?

Mir ist klar, dass es zu anderen Zeiten andere Sitten gab. Mir geht es auch nicht darum, Musikwerke aus heutiger Sicht moralisch zu beurteilen. Auch die Beschäftigung mit den Sitten und Werten von „anno dazumal“ gehört zur Bildung. Wenn man aber z.B. den Museumsbesuchern das Handlungsschema einer Barockoper erklären soll, sollte man sich aber nicht gleichzeitig bewußt machen, dass das Schema in der heutigen Welt eigentlich gar nicht geht? (… und wie es heute aussieht bzw. aussehen könntet? Interessant ist, dass die meisten Leute denken, dass „moderne Oper“ Rigoletto mit Sängern im Müllsack wäre, und dass der Müllsack die schöne heile Oper verschandeln würde…) Und warum werden die Leute plötzlich lebhaft, wenn die Frage auftaucht, wo Mahler sich mit von Mildenburg heimlich getroffen hätte und was da wohl passierte?

Die Frage ist für die Problematik sexuelle Gewalt und Machtmissbrauch in der Klassik auch deshalb relevant, weil in diesem Metier (etwas plakativ ausgedrückt) Musiker in der Gegenwart sich mit Werken aus der Vergangenheit beschäftigen. Notentreue, Stilgerechtigkeit, usw. sind alles wichtig. Aber leben wir noch im 18./19. Jahrhundert mit Sitten von damals?

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Kommentar zu Jetzt ist der Moment zu sprechen von k. https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/20/jetzt-ist-der-moment-zu-sprechen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=jetzt-ist-der-moment-zu-sprechen/#comment-27481 Fri, 28 Sep 2018 02:24:03 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=18006#comment-27481 Wie wichtig die individuellen Geschichten sind, habe ich vor paar Tagen verstanden.

Ich habe eine Veranstaltung besucht – philosophisches Podiumgespräch als Rahmenprogramm zur Konzertreihe eines Kammerorchesters. Das Thema: die Stimme erheben. Nun, ich schätze dieses Orchester sehr, nicht nur wegen der künstlerischen Qualität und der innovativen Konzertprogramme, sondern weil es einen sehr kreativen Umgang mit der Schnittstelle zwischen der Musik und der Gesellschaft gibt. Progressiver geht es kaum in der Mainstream-Musikbetrieb-Landschaft. Umso mehr hatte ich mich gewundert, warum ausgerechnet bei diesem Thema eine ausgewiesene #metoo Kritikerin als Podiumsgast eingeladen wurde. Die philosophische Abhandlung über die Stimme war interessant, bei der geäußerten #metoo-Kritik hatte ich so meine Schwierigkeiten.

Nach der Veranstaltung bin ich noch mit der Referentin und dem Management ins Gespräch gekommen. Vorweg: das sind garantiert keine Menschen, die sexuelle Gewalt gutheißen würden, dieses Orchester würde auch niemals seine Musikerinnen oder Gastsolistinnen nach dem Motto „Hauptsache jung, hübsch und sexy“ auswählen. Ich will damit sagen: hier geht es nicht um Sexisten oder Täterschützer.

Und trotzdem gehen die Argumente in die Richtung: Ein Mensch ist erst dann schuldig, wenn er rechtskräftig verurteilt wurde. Man dürfe kein neues Unrecht schaffen. Man müsse differenzieren. Diese Argumente sind natürlich 100% richtig. Die abstrakt-theoretische Diskussion wäre hier zu Ende.

Und dennoch muss ich sagen: „Ja, und? “

Die Realität ist vielschichtiger und komplexer.

Auch wer öffentlich und abstrakt den Standpunkt vertritt, dass ein Mensch erst dann schuldig ist, wenn er verurteilt wurde, und dass Karrieren nicht aufgrund von bloßen Vorwürfen zerstört werden dürfen, würde man sein Kind zum Klavierlehrer schicken, der übergriffig ist aber noch nicht verurteilt werden konnte? Würde er sogar lieber von den Vorwürfen nichts wissen wollen, bis der Lehrer verurteilt wurde?

Wenn man von Übergriffen in seinem eigenen Umfeld hört, wenn man gar die Personen persönlich kennt, wie würde man reagieren?

Auch wenn man den Standpunkt vertritt, dass man zwischen verbalen Belästigungen und körperlicher sexueller Gewalt differenzieren müsste, wäre man nach einer Gewalttat nicht doch dankbar, wenn andere, die „nur“ Belästigung durch dieselbe Person erfahren haben, auch von ihren Erlebnissen berichten würden?

Wenn es konkret wird, steckt man plötzlich in einem Dilemma und beginnt nachzudenken.

Mein Eindruck aus dem Austausch nach dieser Veranstaltung war, dass bisher eher Menschen nachgedacht hatten, die bereits in irgendeiner Form mit Übergriffen im eigenen Umfeld konfrontiert worden waren. Die anderen hatten nur diskutiert, ohne sich mit der Situation der Betroffenen näher zu beschäftigen. So kommt es vielleicht zu Debatten aber nicht wirklich zum Austausch.

Daher sind individuelle Geschichten wichtig. Dabei geht es nicht darum, konkrete Personen öffentlich an den Pranger zu stellen, sondern dass man realisiert, wie es zu solchen Übergriffen kommt, wie es den Betroffenen dabei und danach ergeht, welche Schwierigkeiten es im Umgang mit der Situation gibt. Es geht nicht um voyeuristische Details über die übergriffigen Handlungen, sondern um Dynamiken, Gedanken, Gefühle.

Es dient der Verständigung.

In diesem Sinne, viele Grüße!

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Kommentar zu DAS PODCAST UFO – Die E-Musik-Transkripte 2 von Hat Jarecht https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/25/das-podcast-ufo-die-e-musik-transkripte-2/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-podcast-ufo-die-e-musik-transkripte-2/#comment-27480 Tue, 25 Sep 2018 22:44:05 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=18011#comment-27480 So siehts aues. Danke und schönen Einkauf!

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Kommentar zu op. 111 – Eine Analyse in 335 Teilen – Takt 161 von Robert https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/13/op-111-eine-analyse-in-335-teilen-takt-161/?pk_campaign=feed&pk_kwd=op-111-eine-analyse-in-335-teilen-takt-161/#comment-27478 Fri, 14 Sep 2018 21:16:57 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17826#comment-27478 Wow, ein voll schönes Blog. Ich werde mich weiter umsehen :) Vielen Dank

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Kommentar zu Anleitung zur Tomatenzucht von Julia Mihály https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/13/anleitung-zur-tomatenzucht/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anleitung-zur-tomatenzucht/#comment-27477 Thu, 13 Sep 2018 19:37:06 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17982#comment-27477 Mit Humor hat das übrigens rein gar nichts zu tun. Es ist ein Rückbezug auf ein Ereignis, dessen Jahrestag heute ist, verbunden mit der Aussage, dass die Thematik immer noch von Relevanz in unserer Gesellschaft ist. Daher steht die Tomate symbolisch. Schade, dass man das den Herren noch extra erklären muss.

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Kommentar zu Anleitung zur Tomatenzucht von Thomas https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/13/anleitung-zur-tomatenzucht/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anleitung-zur-tomatenzucht/#comment-27476 Thu, 13 Sep 2018 17:30:37 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17982#comment-27476 Sorry, aber von wegen Schubladen sprengen. Das ist genau derselbe mit Gesellschaftskritik vermengte Humor von spätpubertierenden Jugendlichen, der hier permanent von Eggert, Rabauka und Co. geboten wird.

Ist leider weder komisch noch interessant geschweige denn gesellschaftskritisch.

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Kommentar zu Anleitung zur Tomatenzucht von Ulrich Ludat https://blogs.nmz.de/badblog/2018/09/13/anleitung-zur-tomatenzucht/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anleitung-zur-tomatenzucht/#comment-27475 Thu, 13 Sep 2018 17:03:53 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17982#comment-27475 Äh … zu viel Tomaten gegessen?

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Kommentar zu Kompositionswettbewerb für „Bahn atonal“ von Alexander Strauch https://blogs.nmz.de/badblog/2018/08/25/kompositionswettbewerb-fuer-bahn-atonal/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kompositionswettbewerb-fuer-bahn-atonal/#comment-27473 Sun, 26 Aug 2018 14:34:38 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17886#comment-27473 Sehr gut! Ich denke ja, die Sache hätte kultig werden können. Angeblich ist die Sache abgeblasen (Tagesspiegel/BZ) bzw. wird irgendein (ggf. gemeinfreies) Allerweltssounddesign eingesetzt.
Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-neukoelln-opus-s42-am-bahnhof-hermannstrasse/22950910.html
BZ: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/s-bahnhof-hermannstrasse-statt-schraeger-musik-gibt-s-jetzt-dschungellaute-31167128

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Kommentar zu Zur Hoban/Gottstein Kontroverse und dem Streit um den Begriff „Zensur“ von Alexander Strauch https://blogs.nmz.de/badblog/2018/08/24/zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/#comment-27472 Sun, 26 Aug 2018 14:22:14 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17881#comment-27472 Danke für Deinen Kommentar. Nur eines: das Beispiel zur Gefährlichkeit für bzw. Unmöglichkeit eines offenen LGBTI*-Lebens in palästinensisch verwalteten führte ich als einen der Gründe an, um meine Haltung zu Teilen des Nahostkonflikts zu schildern. Homophobie Wieland & den Unterzeichnenden zu unterstellen käme mir im Traume nicht. BDS riss ich an, weil das Beispiel Ruhrtriennale in Wielands offenen Brief auftaucht, weil aktuell das Pop Kultur Festival Berlin mit Boykottaufrufen seitens BDS-Aktivisten zu tun hat. Es wäre schade, wenn in die Neue Musik Szene Ähnliches Einzug halten würde & Komponistinnen & Komponisten, Ensembles, Musiker*innen davon betroffen wären, wenn sie konkret für ihre Reisen hierher o. für wichtige Phasen ihrer Arbeit durch israelische Stellen direkt o. indirekt (z.B. durch Räume) unterstützt werden. Nikel z.B. veranstaltet ein Festival dort, das in einem vom Staat geförderten Zentrum stattfindet, was ihre Arbeit co-fördert. Ganz konkret spielen sie einige Unterzeichnende, oft allerdings eher im Ausland als dort. Und es wäre fatal, wenn da BDS-Boykotte Einzug hielten. Ein hervorragendes Ensemble, weltoffen, avanciert, mutmasslich links orientiert: es ist super, dass sie so global unterwegs sind und die Künstler & Zuhörer zusammenbringen, so eine musikalische Widerständigkeit des Künstlerischen & Denkerischen & vllt. mehr erzeugen. Und das würde Alles in Gefahr geraten, wenn hier in unserer Szene angelsächsische Pop-Kultur-Festival Usancen Einzug halten würden.

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Kommentar zu Zur Hoban/Gottstein Kontroverse und dem Streit um den Begriff „Zensur“ von Erik Janson https://blogs.nmz.de/badblog/2018/08/24/zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/#comment-27471 Sat, 25 Aug 2018 20:17:57 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17881#comment-27471 Lieber Alexander Strauch, teilweilse brilliant geschrieben Dein Kommentar. Dennoch muss ich in Teilen Herrn Ulrich Ludat Recht geben.: Es ging bei der Aktion von Wieland Hoban primär auch um die Tatsache des No Go von Zensur generell. Es geht m.E. nicht nur um das Thema Israelkritik! Zudem: Ich habe viele Repliken nun zu der Unterschrifenaktion (offener Brief) an den ich selbst auch mit unterzeichnet habe, durch gelesen. Die meisten reden den Aspekt, dass das (selbst (erst) „private“ NEIN) eines Fetstivalleiters zu Israel-kritischen Werken [das sich ja damit nicht nur auf Hobans Werke bezieht] de facto sehr wohl „Zensur-„Eigenschaften hat, klein. Zum Beispiel: Was hindert Björn Gottstein daran (wenn er z.B. argumentiert, es sei ein falsches Signal. wenn in Donaueschingen NUR Israel kritisiert werde, sollte er ein Israelkritischsches Werk von Hoban auswählen) – auch andere Werke zu zu lassen oder in Auftrag zu geben von Komponisten, die z.B. die HAMAS, den Terror auf Israel oder Putin oder sonst wen kritisieren? Es gibt doch viele kritische Werke – nehmen wir nur z.B, DEINE kritischen Werke, die auf Putins homophobe Politik (nach Deiner Meinung) anspielen… Also, zusammenfassend finde ich: Die Diskussion die Wieland Hoban angestoßen hat, dass es KEINE vorgefertigten Meinungen bzgl. Tabus geben dürfe, das ist was m.E. uneingeschränkt Gutes. 2. Viele Verbindungen oder thematische Exkurse in Deinem Artikel, lieber Alexander, kann ich nicht so recht nachvollzieren: Es ging und geht Wieland Hoben und der ganzen Aktion z.B. bestimmt nicht um uneingeschränkte Unterstützung der BDS-Kampagne noch um Themen wie „Homophobie“ oder Anti-Haltungen gegenüber Homosexuellen, die in Teilen der Pro-Palestina-Bewegung eine Rolle spielen mögen (ich kenne mich da nicht recht aus). Aber dies dann einfach – durch Kontextualisierungen – implizit dem Initiator oder auch den Unterzeichnern des Briefes zu „unterstellen“, das finde ich recht absurd.

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Kommentar zu Kompositionswettbewerb für „Bahn atonal“ von Christoph Theiler https://blogs.nmz.de/badblog/2018/08/25/kompositionswettbewerb-fuer-bahn-atonal/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kompositionswettbewerb-fuer-bahn-atonal/#comment-27470 Sat, 25 Aug 2018 17:42:36 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17886#comment-27470 Vor meiner Galerie steht oft die Polizei und zieht Autofahrer heraus, um abzukassieren.
Für mich in gewisser Weise geschäftsschädigend. Ich lasse dann immer bei gekipptem Fenster meine eigene Musik laufen (Stilmerkmale: atonal, Elektroschrott, Tinitus) und die Polizei zieht ab. Manch Sandler (Obdachloser) ist schon stehen geblieben und hörte eine Weile zu.

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Kommentar zu Zur Hoban/Gottstein Kontroverse und dem Streit um den Begriff „Zensur“ von Alexander Strauch https://blogs.nmz.de/badblog/2018/08/24/zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/#comment-27469 Fri, 24 Aug 2018 21:18:31 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17881#comment-27469 Dann schreiben’s doch selbst was dazu. Ja, das Nahost-Thema ist ein schwerer Brocken, dazu positioniere ich mich durchaus, Ihnen ggf. zu wenig radikal, zu rustikal. Sei’s drum. Wichtiger ist mir, Wege aufzuzeigen, Kurator & Künstler wieder zusammenzubekommen. Oder ein Vorgehen zu skizzieren, falls Andere Werkideen zum Komplex Israel/Palästina bei den Musiktagen vorschlagen wollen. Wenn Mitte Konsenssuche bedeutet, die auch umstrittene Komplexe aus Randbereichen und in deren Sichtweise für diese Mitte künstlerisch erschliessbar macht, dann stehe ich voll dazu. Ich meine sehr wohl, dass eine fast fertige Partitur eine zuvor nur als Werkidee durchaus in ein anderes Licht rücken kann und stärker künstlerische Durchdringung und Dringlichkeit offenbart als eben eine nur verbal, schriftlich formulierte Idee. Wenn Sie das nicht teilen, mir egal! Dann vertonen’s halt Ihren saarländischen LG-Richter.

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Kommentar zu Zur Hoban/Gottstein Kontroverse und dem Streit um den Begriff „Zensur“ von Ulrich Ludat https://blogs.nmz.de/badblog/2018/08/24/zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zur-hobangottstein-kontroverse-und-dem-streit-um-den-begriff-zensur/#comment-27468 Fri, 24 Aug 2018 07:08:14 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=17881#comment-27468 Ich finde, dass diese Ausführungen zwar informativ sind, weil mehr oder weniger gründlich recherchiert und die Sachverhalte umfassend darstellend, allerdings ganz schön um den heißen Brei herum wabern (inhaltlich … verbal). Es wird Neutralität vorgegaukelt in einer wahrlich schwierigen Frage für das Gegenwartsdeutschland („Wie stehen wir zu Israel?“). V. a. die Vorschläge für ein im Sinne des Autors „kluges“ Verhalten, indem man sich im Vorfeld schon seine Idee weichspült, finde ich – gelinde gesagt – skandalös und einer Ideologie der Mitte“ folgend, die unhaltbar bis unerträglich ist in einer künstlerischen Sphäre. Dieses Zerlegen des Zensurbegriffs hier und anderswo erinnert mich an den Richter des Saarländischen Landgerichts gestern, der sich über die in der Verhandlung relevante „Freiheit der Kunst“ vs. „grober Unfug“ auszulassen hatte … im Gegensatz zu den Ausführungen hier allerdings live argumentierte und dabei auch noch schnell und brillant war. Genau das fehlt dem Artikel … grundsätzlich. Peinlich … peinlich.

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