Kommentare für Bad Blog Of Musick https://blogs.nmz.de/badblog Klassik-Blog und das bedeutendste Blog zur zeitgenössischen Musikkultur Wed, 17 Apr 2019 06:04:23 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 Kommentar zu Kommentar zum gutachterlichen Bericht der Holzheid-Kommission von k. https://blogs.nmz.de/badblog/2019/04/10/kommentar-zum-gutachterlichen-bericht-der-holzheid-kommission/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kommentar-zum-gutachterlichen-bericht-der-holzheid-kommission/#comment-27576 Wed, 17 Apr 2019 06:04:23 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19639#comment-27576 Gedanken dazu in Form eines Offenen Briefes. Wenn hier nicht passend, bitte verschieben.

Offener Brief an die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und an das Netzwerk Musikhochschulen
mit der Bitte um
1. Ernennung eines Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Machtmissbrauchs an Musikhochschulen (als externe Zentralanlaufstelle für alle aktuellen und ehemaligen Hochschulangehörigen)
2. Beteiligung der (ehemaligen) Opfer bei der Entwicklung der Präventions-, Opferschutz- und Opferhilfemaßnahmen bzw. Einrichtung eines Runden Tisches
3. Rehabilitierung der (ehemaligen) Opfer sexuellen Machtmissbrauchs an Musikhochschulen

Sehr geehrte Damen und Herren,

An deutschen Musikhochschulen gibt es aktuell gute und wichtige Bestrebungen zur Bekämpfung des sexuellen Machtmissbrauchs.

In München hat am 5.4.2019 die Holzheid-Kommission ihr Gutachten vorgelegt ( https://website.musikhochschule-muenchen.de/de/images/PDFs/Meldungen/Bericht-Gutachterkommission-Hochschule-fuer-Musik-und-Theater-Muenchen-042019.pdf ), in Berlin ist für den 24.5.2019 ein Aktionstag „Nähe und Distanz“ geplant ( https://www.hfm-berlin.de/fileadmin/user_upload/PDF/Frauenbeauftragte/Naehe_und_Distanz_Aktionstag.pdf ). Das ist sehr erfreulich.
Wie können aber Hochschulen wirksame Konzepte gegen Missbrauch entwickeln, wenn man nicht weiß, was in der Vergangenheit an Musikhochschulen passiert ist, wie die Vorfälle aussahen, was die Täter heute machen, und wie es den Opfern heute geht?

Sexueller Machtmissbrauch hat viele Gesichter: verbale Belästigungen, pornifizierte Unterrichtsform, manipulativ-ausbeuterische Beziehungen und sexuelle Kontakte, sexuelle Nötigung bis hin zur Vergewaltigung. Die schwerwiegenderen Fälle werden aber i.d.R. aber nur dann thematisiert, wenn sie in die mediale Öffentlichkeit kommen, wie in München geschehen. In der Sendung „Missbrauch an Musikhochschulen?“ (Dagmar Penzlin, Deutschlandfunk, 29.1.19, https://www.deutschlandfunk.de/metoo-und-die-klassikbranche-missbrauch-an-musikhochschulen.1992.de.html?dram:article_id=434401 ) wird vorwiegend über verbale Belästigungen, Missverständnisse und Kommunikationsprobleme gesprochen. Auch die Frauenbeauftragte der Hanns Eisler Musikhochschule Berlin, Frau Antje Kirschning – die ansonsten mehrere lesenswerte Artikel über das Thema veröffentlicht hat – sagte im Interview mit dem VAN-Magazin (Marle Krafeld, 20.2.2019, https://van.atavist.com/naehe-distanz )
„VAN: Sie haben eben von ›Skandal-Geschichten‹ gesprochen. Ich habe das Gefühl, dass sie in der Debatte, wie sie in den Medien, gerade in Deutschland, geführt wird, noch immer im Zentrum stehen. Ich habe auf meinen Artikel hin auch Zuschriften bekommen, in denen es in etwa hieß: ›Jetzt lassen wir sie alle hochgehen!‹ Das schreckt dann wahrscheinlich eher davon ab, sich im Alltag mit Grenzen und Grenzüberschreitung auseinanderzusetzen, bei denen es ja meist um ganz andere Größenordnungen geht. Wie erleben Sie das?
Kirschning: Das geht mir ganz genauso. Ich habe für das Deutschlandradio mal einen kurzen Beitrag gemacht und war danach ganz unzufrieden, weil der Journalist immer nur in diese Skandal-Richtung gefragt hat. Das ist nicht mein Interesse.“

Es ist richtig, dass die vergleichsweise ‚kleineren‘ absichtlichen und unbeabsichtigten Grenzverletzungen zahlenmäßig weitaus häufiger vorkommen als Gewalt, und es einen höheren Bedarf an Fortbildungen und Maßnahmen bezüglich ‚Alltagsprobleme‘ gibt. Es ist auch sicherlich richtig, dass es kontraproduktiv wäre, die Dozenten übermäßig zu verunsichern, denn Verunsicherung und Angst können in Abwehrhaltung und Verkrampfung resultieren.

„Skandal-Geschichten“ zu ignorieren ist aber auch keine Lösung, zumal die Opfer in der Vergangenheit darunter gelitten haben, dass das, was heute als Skandal bezeichnet wird, lange als Bagatelle abgetan wurde.

Im Artikel des Bayerischen Nordkuriers (Michael Weiser, 18.07.2017, https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.der-komplizierte-fall-mauser.a2790bf0-bcd2-45ec-a623-b6a96de40af9.html ) wird Udo Steingräber – der hervorragende Flügel baut aber auch Siegfried Mauser immer noch engagiert – zitiert: „Ein so reiches Künstlerleben für so eine banal erscheinende Angelegenheit kaputt zu machen, ist nicht gerecht. Man kann ruhig mal draufhauen, das hat er sich wohl verdient, aber man darf ihn nicht seiner künstlerischen Seele berauben.“

Siegfried Mauser selber sagte im WDR-Dokumentationsfilm „Die Hand am Po“ (Nicola Graef, 22.10.2018, https://classic.ardmediathek.de/subtitle/262752 ): „Ich glaube, dass vor 10 Jahren, dessen was ich tatsächlich gemacht haben soll, wenn das der Fall gewesen wäre, dass da kaum ein Hahn danach gekräht hätte.“
Mit dieser Einschätzung hat Mauser leider tatsächlich recht. Kaum ein Hahn hatte danach gekräht.

In der Vergangenheit waren es eher die Opfer, die ins Abseits gestellt wurden. Bestenfalls wurden sie mit ihren Erlebnissen alleine gelassen. Eine Aufarbeitung des sexuellen Machtmissbrauchs an Musikhochschulen ist nicht vollständig, solange diese „Skandale“ weiterhin unter den Teppich gekehrt werden, diesmal mit der Begründung, dass die Altfälle für die heutigen Diskussionen nicht mehr relevant seien oder dass die „Skandale“ die Lehrenden und die Studierenden vor einer Auseinandersetzung mit Alltagsgrenzverletzungen abschrecken würden.

In der Stellungnahme des Präsidenten der Münchner Musikhochschule Prof. Dr. Redmann vom 5.4.2019 ( https://website.musikhochschule-muenchen.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=14996&Itemid=1 ) steht:
„Eine interne Arbeitsgruppe entwickelt seit Juli 2018 ein Veranstaltungsangebot zur weiteren Sensibilisierung, Aufklärung und Fortbildung und fördert die offene und kontinuierliche Diskussion innerhalb unserer Hochschule. (…) Es ist unser Anspruch, unter den Musikhochschulen in Deutschland eine Vorreiterrolle zu übernehmen.“

Das Vorhaben ist lobenswert und verlangt Respekt. In seiner Funktion als Hochschulpräsident muss Prof. Dr. Redmann sich auch zu allererst an seine Hochschule denken.

Das reicht aber noch nicht.

Wie finden Betroffene Gehör, wenn sie nicht mehr an der Hochschule sind? Was ist, wenn ein Täter zwar an einer Hochschule nicht mehr unterrichten darf, aber an anderen Hochschulen, Musikschulen, Konservatorien, Akademien usw. weiter macht? Welche Lösungen sind hier möglich?

Helfen Maßnahmen wie Unterrichtsverbot in Privaträumen oder Fensterschlitz in Türen im Ernstfall wirklich? Wie will man einem Studenten vermitteln, dass sein Professor ihn zwar nicht bei sich zu Hause unterrichten darf, der Student aber weiterhin zu seinen Schülern ins Haus gehen kann? Belästigt der Dozent tatsächlich weniger, wenn der Unterrichtsraum von außen einsehbar ist, und wird der Späher am Überaumfenster nicht auch als übergriffig wahrgenommen?

Die Problematik des sexuellen Machtmissbrauchs im Musikstudium kann nicht alleine gelöst werden, indem jede Musikhochschule eigene interne Maßnahmen ergreift und sich dadurch letztendlich von anderen Hochschulen, Musikausbildungsinstituten und der freien Musikszene abgrenzt.

Das Ausmaß des Missbrauchs an Minderjährige an Institutionen wurde erst durch die Einrichtung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs offiziell bekannt. Erst durch die Betroffenenberichte an die Kommission wurde auch deutlich, welche Parallelen es an Täterstrategien gab, warum der Missbrauch vom Umfeld so lange geduldet wurde, und welche Unterstützung die Betroffenen gebraucht hätten.

Bei der Problematik Missbrauch an Musikhochschulen wird es ähnlich sein. Konkrete Berichte, auch von Ehemaligen, sind notwendig, und es wäre eine wichtige Aufgabe der Hochschulleitungen, die Rahmenbedingung zu schaffen, dass die Betroffenen auf Augenhöhe begegnet und gehört werden können.

Im offenen Brief vom 22.11.2018 an Frau Prof. Dr. Nike Wagner schreibt Prof. Dr. Redmann: „Betroffene, die sich trauen, von ihren Erlebnissen zu berichten, müssen wir ermutigen“ ( https://www.nmz.de/kiz/nachrichten/hochschule-fuer-musik-und-theater-muenchen-offener-brief-von-praesident-bernd-redman ).

Wenn alle so denken würden und zusammen arbeiten würden, wäre sehr viel gewonnen.

Mit freundlichen Grüßen.

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Kommentar zu Überkommene Strategien der Neuen Musik, Teil 5 (letzter Teil): Selbstverständnis von Wouter Steenbeek https://blogs.nmz.de/badblog/2019/04/13/ueberkommene-strategien-der-neuen-musik-teil-5-letzter-teil-selbstverstaendnis/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ueberkommene-strategien-der-neuen-musik-teil-5-letzter-teil-selbstverstaendnis/#comment-27575 Sat, 13 Apr 2019 19:59:45 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19673#comment-27575 Was Sie genau sagen wollen, habe ich nicht ganz verstanden. Ihr Bericht kommt mir etwas chaotisch vor.

Nur eines kann ich dazu sagen. Komponisten, sagt einfach dass ihr »zeitgenössische klassische Musik« schreibt. Das wollt ihr vielleicht nicht, da sonst Laien etwas Einaudi-artiges erwarten. Aber vergisst nicht das solche Musik auch von abenteuerlichen Hörern aus der Pop-Ecke gehört wird. Die können so eine ganz neue Musikwelt entdecken, und bestimmte werden bleiben.

Wenn ihr euch als Nachfolger der »klassischen« Tradition versteht, dann müsst ihr Begriffe wie »Neoklassik« einfach fordern! Was dabei sonst das richtige Imago ist, weiß ich nicht. Das ist eigentlich auch egal. Authentizität ist für Komponisten, die nur das schreiben was sie möchten, lebenswichtig. Man soll sich einfach kleiden, verhalten und zeigen wie es einem passt.

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Kommentar zu Das ganz neu=eröffnete Orchestre – Flauto dolce von Lücker https://blogs.nmz.de/badblog/2019/04/11/das-ganz-neueroeffnete-orchestre-flauto-dolce/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-ganz-neueroeffnete-orchestre-flauto-dolce/#comment-27574 Fri, 12 Apr 2019 10:31:56 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19647#comment-27574 Ulrich Ludat: so viel Neid und Verbitterung von einem 60-Jährigen? Da wünschen wir Ihnen alle einfach mal: viel Kraft!

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Kommentar zu Das ganz neu=eröffnete Orchestre – Flauto dolce von Ulrich Ludat https://blogs.nmz.de/badblog/2019/04/11/das-ganz-neueroeffnete-orchestre-flauto-dolce/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-ganz-neueroeffnete-orchestre-flauto-dolce/#comment-27573 Fri, 12 Apr 2019 06:10:18 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19647#comment-27573 Höchst unwitzig { gäääääähn } und einfach peinlich, weil immer wieder dieser Vielschreiberling „eggi“ seinen Werbeblock erhält { gäääääähn }.

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Kommentar zu Vier Fragen an Nike Wagner von Sonia G.Y. https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/16/vier-fragen-an-nike-wagner/?pk_campaign=feed&pk_kwd=vier-fragen-an-nike-wagner/#comment-27572 Tue, 09 Apr 2019 18:11:00 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19464#comment-27572 Fraglich ist, ob eine einstweilige Verfügung gegen Herrn Eggert überhaupt Rechtsbestand hat.

„Vertrauliche Äußerungen unterfallen dem Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Die vertrauliche Kommunikation in der Privatsphäre ist Ausdruck der Persönlichkeit und grundrechtlich gewährleistet. “ (LAG Mainz, Urteil v. 22.01.2015, Az.: 3 Sa 571/14)
In dieser Urteilsbegründung handelt es sich um den Fall eines Oberarztes, der seinen Chef als ein „autistisches krankes Arschloch“ in einem SMS an seine Kollegin bezeichnete. Das SMS wurde umgehend an den Chef weitergeleitet. Daraufhin wurde dem Oberarzt eine Kündigung ausgesprochen. Vor Gericht aber wurde dem Oberarzt Recht gesprochen. Die Kündigung war also insofern unwirksam. Ähnlich verhielt es sich auch mit der Email- Affäre des Herrn Eggert mit Frau Wagner.

E-Mails unterliegen auch dem Briefgeheimnis (OLG Karlsruhe 10.01.2005, 1 W 152/04).

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Kommentar zu Überkommene Strategien der Neuen Musik, Teil 2: „Komplexes Partiturbild“ von Moritz Eggert https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/22/ueberkommene-strategien-der-neuen-musik-teil-2-komplexes-partiturbild/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ueberkommene-strategien-der-neuen-musik-teil-2-komplexes-partiturbild/#comment-27569 Sat, 23 Mar 2019 06:10:57 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19512#comment-27569 @Lieber Wouter Steenbeek: Danke für Ihren Kommentar! Vielleicht liegt hier ein Missverständnis vor: Ich habe überhaupt nichts gegen Ferneyhough und mag viele seiner Stücke! Die Artikelserie ist keine ästhetische Bewertung irgendeines Kompositionsstils, ich untersuche nur das zeitgenössische Musikschaffens auf Vermittlungsstrategien, die nicht mehr funktionieren. „Complexity“ (nicht nur „New Complexity“) war einst eine sehr erfolgbringende Strategie (die Gründe habe ich oben beschrieben), inzwischen ist sie es aber nicht mehr. Nur darum geht es, gar nicht um eine künstlerische Bewertung von Ferneyhough oder anderen „komplexen“ Komponisten.

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Kommentar zu Überkommene Strategien der Neuen Musik, Teil 2: „Komplexes Partiturbild“ von Wouter Steenbeek https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/22/ueberkommene-strategien-der-neuen-musik-teil-2-komplexes-partiturbild/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ueberkommene-strategien-der-neuen-musik-teil-2-komplexes-partiturbild/#comment-27568 Fri, 22 Mar 2019 20:27:51 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19512#comment-27568 Das sind schon ganz viele Worte für „Ich mag kein Ferneyhough“. Ich bin einverstanden dass die Neue Musik der 50er und 60er Jahre viel von ihrer Relevanz verloren hat. Aber es stört mich nicht wenn einige noch so komponieren wollen, besonders im Vereinigten Königreich, wo man so lange die Avant-Garde ignoriert hat. Genauso wie es mich nicht stört, dass Einaudi existiert und dass Millionen seine Musik so gerne hören.

Das komplexe Musik eines komplexen Notenbild bedarf, halte ich für selbstverständlich. Es ist richtig dass man als Hörer das allermeiste dieser Subtilitäten nicht mitkriegt, aber das gilt auch für die Meister der älteren Avant-Garde. Ferneyhough ist sicherlich kein Meister wie Stockhausen oder Boulez, aber einige seiner Stücke sind doch ganz gut.

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Kommentar zu Vier Fragen an Nike Wagner von k. https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/16/vier-fragen-an-nike-wagner/?pk_campaign=feed&pk_kwd=vier-fragen-an-nike-wagner/#comment-27567 Sun, 17 Mar 2019 19:23:16 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19464#comment-27567 Das Beethovenfest hat 2018 Siegfried Mauser ausgeladen. Dafür war Mikhail Pletnev in der Eröffnungswoche dabei. Man kann natürlich den Standpunkt vertreten, dass die beiden unterschiedlich behandelt werden sollten, weil Pletnev nicht verurteilt wurde, Mauser hingegen schon. Aber auch eine solche Einladung kann bei Betroffenen sexueller Gewalt für ein mulmiges Gefühl sorgen, signalisiert man damit doch, dass man „Aufklärung“ einseitig nur im Sinne von sexueller Freizügigkeit, Unschuldsvermutung und Absage an „Lynchjustiz“ meint und somit Opfer zum Problem machen, oder aber auch und Gewalt als „Schicksal“ deklarieren.

Faszinierend ist, dass Beethovens Musik alle anzusprechen scheint, sowohl Täter als Opfer. Vielleicht weil die Musik sowohl die Menschen in ihren Nöten berührt als auch eine Erlösung bzw. eine Befreiung in Aussicht stellt. Beethoven war selber menschlich bestimmt auch nicht einfach, ich möchte nicht unbedingt seine Nachbarin gewesen sein, seine Musik hat aber auf mich stets eine bereinigende Wirkung. Nur darf man nicht hinter der Wirkung der Musik verstecken und hoffen, dass alles sich von alleine reinigt. „Alle Menschen werden Brüder“ heißt es in der 9. Symphonie. Die „Freude“, die die Menschen verbindet, muss der Mensch allerdings erstmal schaffen.

Von einer Intendantin eines Beethovenfestes wünsche ich mir, dass sie mit der Position verantwortungsvoll umgeht. Die Zeit, wo das Vertuschen von Sexualdelikten zum guten Ton gehörte, sollte endlich vorbei sein.

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Kommentar zu Ich bin ein Genie und ich darf alles (Kommentar zur Barenboim-Debatte) von Neues aus der Musikwelt – Das Harfenduo https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/04/ich-bin-ein-genie-und-ich-darf-alles-kommentar-zur-barenboim-debatte/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-bin-ein-genie-und-ich-darf-alles-kommentar-zur-barenboim-debatte/#comment-27566 Thu, 14 Mar 2019 09:36:25 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19353#comment-27566 […] ist. Diese Vorstellung ist überkommen.“ Und Moritz Eggert schrieb im lesenswerten Kommentar „Ich bin ein Genie und ich darf alles“ auf dem Bad Blog of Musick: „ […] während selbst die genialsten Architekten Kritik […]

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Kommentar zu Anonymous Germany – Willkommen im Netz der Diffamierung! von Angangseh https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/12/anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/#comment-27565 Wed, 13 Mar 2019 23:27:53 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19437#comment-27565 Ich werde mich mal nicht herablassen auf diesen kompletten Strohmann von Antwort weiter einzugehen). Die wilden Anschuldigungen zu allen Seiten lassen nicht nach und Falschbehauptungen auch noch und nöcher. Jeder Internet-Rambo wäre stolz auf Sie mit dieser Attitüde. Nirgends verbiete ich Ihnen irgendeinen Rant, ich halte Ihre gesamte Argumentationsstruktur nur für absolut lächerlich und das ist auch meine freie Meinung, die ich ganz nebenbei in meinem Kommentar untermauere.
Ob ich mir „Online-Klatsche“ mit Klarnamen, oder mit meinem seit 2007 genutzten Pseudonym hole, unter dem man mich nebenbei auch eher im Netz findet, weil nahezu alle meine Accounts diesen Namen verwenden, ist vollkommen irrellevant. Was bringt Ihnen mein Klarname? Richtig. Gar nichts. Wäre der Markus Müller hätten Sie auch keinen blassen Dunst wer ich bin.Sie fordern politische Korrektheit bis zum Erbrechen, außer es passt Ihnen natürlich an einer Stelle nicht und der Andere ist der Feind. Diese Selektivität im Denken kotzt mich gelinde gesagt an. Generell und nicht weil Sie es sind, um das klar zu stellen.
Beachte Sie die Konversation von meiner Seite als beendet. Mit Ihnen braucht man nicht zu diskutieren, Sie erscheinen mir als ein unglaublicher Unsympath, der keinerlei Äußerungen zulässt, es sei denn es handelt sich um die eigene Meinung.
Außerdem wird man Ihre als offensichtlicher Hardliner auch nicht ändern.
Ich möchte mich an dieser Stelle trotz aller harscher Worte respektvoll verabschieden, denn ob ich Ihre Art mag ist irrelevant, ob ich Sie inhaltlich kritisiere ist auch egal. Vielleicht würde ich Sie auch nicht leiden können, wenn ich Sie privat kennen würde, aber das macht Sie nicht weniger zu einem Menschen als alle anderen auch.
Überdenken Sie noch ein mal Ihre Haltung zu den Pseudonymen. Manche Menschen benutzen diese aus gutem Grund. Unter diesem Namen zählt weder mein Geschlecht, meine Herkunft, Hautfarbe, oder Sexualität, weil er nichts darüber aussagt.
Ein schönes Leben noch, wünscht jemand, der sich mit Ausgrenzung aufgrund von Äußerlichkeiten auskennt.

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Kommentar zu Anonymous Germany – Willkommen im Netz der Diffamierung! von Alexander Strauch https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/12/anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/#comment-27564 Wed, 13 Mar 2019 12:25:04 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19437#comment-27564 Soll jeder seine Meinung äußern, ok. Nur AnonyGermany macht’s mit Diffamieren, Feindbildaufbau u. Künstler-Blaming, wie dieses Um-Framing der gelben Schilder. Dazu aus der Anonymität heraus. Und das macht Angst, macht dadurch mundtot. Das soll man supi finden? NEIN, das ist eben das Allerletzte. AnonG sagt von sich, man mache keine Angst. Das trifft aber nicht zu. Genau dieses mundtot machen, ich wiederhole mich, brachte beim YT/GEMA-Streit die Künstler dazu, aus Angst vor Shitstorm sich öffentlich überhaupt zu äußern. Schön auch, wie Fr. Reda das Anonyme nicht kritisiert: ihr Schweigen ist Zustimmung, s. schon Cicero. Kein Künstler-Blaming, keine Anonymität, dann könnte man reden. So fühlt man sich Drohkulissen im SED- o. NSDAP-Staat erinnert. Ich weiß, das interessiert EUCH Fans von AnonG und dieses selbst ÜBERHAUPT NICHT. Damit mach Ihr zu willigen Helfern von Meinungsunterdrückung lange bevor mal ein Filter zum Einsatz käme. Sagte ich auch: wir wollen Lizenzierung statt Filter, Herausgabe von Nutzungszahlen wie es JEDES Radio, JEDER Veranstalter macht, wir wollen keine Pseudo-Privatabgabe wo tausendfache Klicks im Raum stehen. Filter gibt es darüber hinaus schon, müssten nach Reform verhältnismäßig im Gegensatz zu jetzt sein. Und mit VGen Lizenzen abzuschließen ist easy: Viele vertreten, wenige Verhandlungspartner. Aber wenn natürlich die Netzkultur ihren Künstlern VGen ausredet, z.B. GEMA dämonisiert wie Orban Soros – das müsst Ihr leider gesichtlose und deren Fans ertragen, rächt sich das jetzt mitunter. GEMA ist zudem kein Buyout da jede Nutzung Tod+70 Jahre abgegolten werden muss, weil es Sozialkasse gibt, weil sie kulturell fördert. Das ist ALLES Schrott? Reinstes Diffamieren eines solidar. Prinzips. Natürlich streitet man sich um die Verteilung, aber mit offenem Visier und am Ende guten Kompromissen, auch mal Rücknahmen. Alles diskutiert u. beschlossen den Urhebern, nicht von Labels – ja, Urheber können nicht überstimmt werden. Dessen Diffamieren und das Verschweigen von Lizenzierung, die Kontrollen viel niederschwelliger lassen würde als jetzt: Ihr befördert das Lizenzspar-/verweigerungsmodell der großen Plattformen, seht null die Ausnahmen und auch, dass gerade VGen Kleinen sinnvolle niedrige Tarife anbieten (wie GEMA bei erster YT-Lizenzierung), macht Künstler fertig und haltet uns nur für Ratten und als Rechtlose Musikanten. Das ist mittelalterlich, das ist Desinformation bzw. fehlende Auseinandersetzung mit uns, weil wir Dämonen sein sollen. Null Toleranz und Respekt! Wir fanden Alle mal Anonymous in Sachen Wikileaks, Arab. Frühling heldenhaft. Nur hat sich das eben erledigt, wo es ad personam gegen unsre Kollegen losging. Mal darüber nachdenken!

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Kommentar zu Anonymous Germany – Willkommen im Netz der Diffamierung! von Leopold Wendlik https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/12/anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/#comment-27563 Wed, 13 Mar 2019 08:12:39 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19437#comment-27563 Anonymous sind keine Hetzer. Sie hetzen nicht.
Es sind einfach nur Menschen die ihre Meinung sagen und gegen das antreten was ihrer Meinung nach schlecht ist.
Und immerhin herscht in Deutschland Meinungsfreiheit. Und die darf man auch nutzen. Also lassen sie die Menschen in Ruhe die ihre Meinung sagen.

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Kommentar zu Anonymous Germany – Willkommen im Netz der Diffamierung! von Alexander Strauch https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/12/anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/#comment-27562 Tue, 12 Mar 2019 22:06:50 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19437#comment-27562 Das ist nicht lustig, das ist diffamieren. Das ist nicht Toleranz von offen Agierenden, die mit den luuustigen Schildern befaket werden. Sie kennen einfach die Schmerzgrenze nicht. Anonymous behandelt uns ad personam wie unberechtigt Daherlabernde. Wie ich schrieb: wir kennen die Shitstroms aus Tafelnstreit, das Lahmlegen von Webseiten. Keiner sagte offen seine Meinung, lange nicht. Jetzt sagt man sie und wird lächerlich gemacht. Regt Euch über Politiker auf, aber artist-blaming: das ist faschistoid, da wir Sie nicht kennen – der Staat könnte das eher festmachen als wir jemals. Sie propagieren ein mieses Bild von VGen, die über 30k Künstler vertritt, zum Lizenzieren grds. gezwungen ist. Sie über pauschale Kritik, sie verschweigen, dass wir Lizenzierung statt Filter wollen. Aber die Lizenzierung soll nur für ganz wenig erfolgen, derweil bigplayer wie YT, der Hauptprofiteur von Ihrem Tun, Milliarden machen. Alles an der Reform ist doof, nichts wird differenziert dargestellt, Reda ist Göttin, Meuser ein böser Kapitalist. Wir gönnen Ih en Reda, gönnen Sie uns unsre wenigen, gewählten Kollegen, die gegen x-Lobbyisten der Internetgiganten in Brüssel antreten. Tja, ich habe poly-coming-outs hinter mir. Ich sage meine Meinung als Rant, da ich über Sie und Anonymous platzen könnte und werde belehrt und lächerlich gemacht, statt das zu verstehen. Und wenn Sie sich von Rönschs Missbrauch ganz distanzieren wollen, von Trumps Wahlteam bei Assange, dann sucht eben einen neuen Namen. Nachdem von AfD bis Piraten gegen unsere Interessen mobil machen, sehe ich nur eine Querfront, ja, es gibt eben auch rechtspopulist. Follower für Sie, die Sie nicht blockieren – bei 37k Followern kann man das in ein paar konzertierten Aktionen hinbekommen. Für mich gibt es hiermit keinen Grund mehr, Anonymous wichtig zu finden. Mit Arabien tat ich das, mit Wikileaks. Jetzt habt Ihr einfach vergeigt. Entschuldigt Euch, dann kann unsereins ggf. zurückschwimmen. Momentan besteht kein Grund. Ja, ich habe Angst nun weiter diffamiert und gehackt zu werden. Nach dem GEMA Bashing vor ein paar Jahren ist damit zu rechnen. Ich traue Anonymous genügend kriminelle ad personam Energie zu!

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Kommentar zu Anonymous Germany – Willkommen im Netz der Diffamierung! von Alexander Strauch https://blogs.nmz.de/badblog/2019/03/12/anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=anonymous-germany-willkommen-im-netz-der-diffamierung/#comment-27561 Tue, 12 Mar 2019 21:49:38 +0000 http://blogs.nmz.de/badblog/?p=19437#comment-27561 Ihre Feigheit mit Klarnamen zu reden wäre Argument genug nicht zu reagieren. Die GEMA-Mitglieder-Zahlen sehen sie hier: über 60k, in verschiedene Kurien und unterschiedlichen Mitgliedschaftsmodellen. Wer z.B. nicht zu den Vollmitgliedern gehört, kann als Delegierter volles Stimmrecht erlangen. Und zu Meuser und seinem Engagement: er ist von Komponisten gewählt und Vorsitzender der Filmunion zu sein, im AR zu sitzen, kehren wir das um: die Sie unterstützenden EU-Parlamentarier von AfD bis Piraten kassieren hübsche Diäten. Filmkollegen verdienen natürlich auch für sich, und so Reda z.B. einen Teil spenden mag, so investieren die big player auch ihr GEMA-Geld in ihre Unternehmungen. Jedem leitenden Angestellten gönnen Sie vllt. sein Salär, seine Einnahmen aus Eigentum, vielleicht auch nicht. Nur Künstler dürfen wohl nicht erfolgreich sein und Vertreter ihrer und ihrer Kollegenschaft Interessen sein? Ich sage mal so: wir wollen möglichst weitreichende Lizenzierung, darüber streiten wir auch. Aber dem Grunde nach sind wir damit geg. Uploadfilter, die uns nach 9 Jahren lächerlichen Rechtsstreit mit YT und nur ein paar GEMA-Sperrungen, wo dann unsre Verwertungsgesellschaft durch mit den Taferln rundum diffamiert wurde, bis kein GEMA-Mitglied mehr offen Position beziehen wollte angesichts von Steinen und Hatemails. Jetzt tun das einige und werden ad personam diffamiert. In der Regel sind wir gesittet, abgesehen von den Bot-Vorwürfen. Aber verstehen Sie nicht, dass diese Anonymität Vieler, die so von uns empfunden werden, Angst macht? Wir wollen nicht den Untergang von irgendwas, aber wir wollen ernstgenommen werden. Man will uns mit Privatkopie-Abgabemodellen-Äquivalenten, wo durchaus einige unter uns nie und nimmer z.B. bei Millionen Klicks korrekt abgegolten werden. Wir wollen genaue Nutzungszahlen, wie jedes Radio und jeder Veranstalter sie offenlegen muss. Jeder Kanalinhaber kann ja die Nutzungen bei YT einsehen. Aber die sollen nicht an die GEMA wie sonst alle Playlists gehen?

Wie gesagt: dieses ad personam gegen Urheber muss beendet werden. Und diese Heiligsprechung von Anonymous z.B. in Sachen Arabien: gescheitert, bis auf Tunesien. Und was soll das Distanzieren, wenn man ähnliche Methoden von wie Rönsch & Co. nutzt? Nichts! Allein die Blockaden und Hackings von Webseiten im GEMA-fight, unglaublich dreiste Verletzung der Persönlichkeitsrechte? Das machte uns zu Vielen mundtot. Dieses Damoklesschwert macht auch heute Angst, als seien wir Ultras, Rechtsradikale, Abschaum. Tja, und wenn man nicht proto-, ich betone, proto-antisemit. Klischees verbreiten will, dann eben KEINE Goldzähne. Und wer Elton John unter der Gürtellinie kritisiert, anderweitig diffamiert, ist eben auch homophob bzw. wird so wahrgenommen. Sagen Sie mir nicht, was ich als homophob erlebte und erlebe. Aber Sie sprechen uns Glaubwürdigkeit, berechtigte Interessen vor, beschweigen die Lizenzierung, die mit VGs sehr komfortabel sein kann, da Viele vertreten sind und man mit ganz Wenigen reden muss. Man kann Facetten dieser schwierig finden, aber sie sind nicht der Teufel, in Deutschland autorenbasiert, unterschiedlich ähnlich in ganz Europa. Verlage können schwierig sein, sind aber dennoch wichtig, ja, sie müssen ggb. der GEMA eine gewisse Höhe ihres Tätigkeitsangebots darlegen, mal erfolgreich, mal nicht erfolgreich. Werden Sie halt mal Delegiertet der angeschlossenen u. ausserordentlichen Mitglieder. Aber ich gebe Hopfen und Malz verloren, sie gönnen Ihrer Seite Diffamierung, meinen Rant verbieten Sie mir. Lüften Sie sich! Ich hole mir Online-Klatsche mit dem Klarnamen, Sie weichen dem aus. Das macht natürlich meinerseits Schärfe einfacher. Oder outen macht Angst? Ich habe mich poly-geoutet – lächerlich, es nicht zu tun, „weil es eben so im Netz ist. Hahaha!

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