Kommentare für Bad Blog Of Musick https://blogs.nmz.de/badblog Das bedeutendste Blog zur zeitgenössischen Musikkultur Tue, 14 Dec 2021 12:53:43 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.3 Kommentar zu Zu blöd für Neue Musik? von k. https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/09/zu-bloed-fuer-neue-musik/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zu-bloed-fuer-neue-musik/#comment-28413 Tue, 14 Dec 2021 12:53:43 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24972#comment-28413 Nach dem Kommentar unter „Fridays for Opera“ versuche ich es auch hier. Zunächst einmal: volle Zustimmung bezüglich Erlebnis und Verständnis.

Mit Verständnis ist es aber auch so eine Sache. Im Artikel wird Killmayer so zitiert: „Weil ich jetzt verstanden habe, was das Stück mir sagen will.“ Das ist m.E. etwas anders als „ich habe verstanden, was das Stück will.“

Ich habe mal vor einem Neue Musik Konzert meinen Schülern ein Stück vorgespielt. Die Reaktionen waren so in etwa: „ich bin total irritiert, ich kann damit nichts anfangen, das Stück erzählt mir keine Geschichte, hat keinen Höhepunkt“, „vielleicht bin ich zu blöd, aber soll das eine Übung sein, wo Terzen und Quinten verboten sind?“ Laut Erläuterungstext war genau das die Intention des Stückes (Dekonstruktion der herkömmlichen Form und Experiment einer neuen Ordnung der Hierarchien usw.), insofern haben die Schüler das Stück schon verstanden, sehr gut sogar. Sie empfand die Situation aber trotzdem so, dass sie nichts verstanden hatten. Und sie fühlten sich auch nicht berührt von dem Stück, im Gegenteil.

Es ist bei solchen Stücken ja nicht mal klar, ob man sich überhaupt durch die Musik berührt werden soll, ob man das Stück überhaupt schön finden soll, ob die Musik einem überhaupt was sagen will.

Bei dem Vergleich mit dem Essen zu bleiben, geht es hier nicht so darum, dass ein Liebhaber der deutschen Küche plötzlich thailändische Küche ausprobieren soll. Vielmehr es geht darum, dass ein Liebhaber der deutschen Küche plötzlich Schweinebraten mit Schokosoße und Lakritztopping probieren soll.  

Schwierig wird es bei solchen Stücken nach meinem Empfinden, wenn der Komponist oder die Komponistin sich auch nicht so im Klaren ist, welche Reaktion sie am Liebsten haben möchte, z.B. wenn er sagt, dass die Reaktion des Publikums ihm egal ist, aber eigentlich tief im Herzen doch möchte, dass das Publikum das Stück schön findet. Schwierig wird es auch, wenn man als Spieler nicht so recht weiß, wen man mehr glücklich machen soll, den Komponisten oder das Publikum. Wie geht man mit Erwartungshaltungen um? Soll man ein Stück ohne Höhepunkt tatsächlich ohne Höhepunkt spielen, oder soll man Höhepunkte einbauen? Und wie behält man da das Interesse der Zuhörer, soll man lieber „Hilfsmittel“ einsetzen, z.B. Kleidung, Bild, Hund auf der Bühne, große Gesten, Eindruck machen durch Lautstärke, Einführung usw. oder geht es ohne? Was ist zwingend, was Kosmetik? Was ist sinnvoll, was ist Verschandlung? 

Das sind natürlich Fragen, die auch heikel sind, zumal sie keine reinen aufführungstechnischen Fragen sind, sondern auch sehr persönlich werden können. Mehr Austausch würde ich dennoch gut finden. 

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Kommentar zu Endlich Impfpflicht für Bühnenberufe! von Vier Spritzen und ein Todesfall – doppelhorn.de https://blogs.nmz.de/badblog/2021/12/03/endlich-impfpflicht-fuer-buehnenberufe/?pk_campaign=feed&pk_kwd=endlich-impfpflicht-fuer-buehnenberufe/#comment-28408 Thu, 09 Dec 2021 12:52:57 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=25034#comment-28408 […] Impfpflicht für Bühnenberufe! Und dann guckt man in die angegebene Manifest-Webseite und hofft, keine Kolleginnen bei den Unterzeichnerinnen zu finden. Aber ach. Einzig unterhaltsam sind teilweise die Berufsbezeichnungen. […]

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Kommentar zu Fridays for Opera von k. https://blogs.nmz.de/badblog/2021/12/04/fridays-for-opera/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fridays-for-opera/#comment-28407 Tue, 07 Dec 2021 23:12:42 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=25038#comment-28407 Hallo,

Ich wollte schon unter dem anderen Artikel (Lieber XXX) einen Kommentar schreiben, hatte es aber gelassen, weil ich unsicher war, ob ich mich verständlich ausdrücken kann. Ich versuche es aber jetzt.

Zunächst einmal: danke für die guten, wichtigen und anregenden Artikel. Was ich jetzt schreibe ist keine Kritik daran. Auch ist es keine Kritik an die Leser, die sich jetzt vielleicht fälschlicherweise angesprochen fühlen könnten (sie sind höchstwahrscheinlich nicht die Personen, die ich meine.)

In den Artikeln geht es um Veranstalter und Publikum. Wenn der Komponist aber nicht selber performt, braucht es aber noch ein Bindeglied – Interpreten, Ausführende, Aufführende, Performer, Spieler o.ä.

Es gibt Werke, bei denen ich eine intrinsische Motivation habe, sie einzustudieren. Das Werk fasziniert mich, ich will es lernen und spielen können, andere Aspekte wie Karriere oder Geld treten da in Hintergrund. Es gibt aber auch Situationen, wo man beauftragt wird, irgendwas von irgendwem aufzuführen, z.B. bei einem Neue Musik Festival.

Auch die letztere Situation finde ich sehr sehr wichtig, denn Musik wird erst dann lebendig, wenn sie gespielt wird, und es wäre schade, wenn Komponistinnen und Komponisten ihre Werke nur als MIDI-File eines Notensatzprogramms hören könnten. Und es gibt interessante Dinge zu entdecken. Das ist aber allermeistens Low Budget – im Grunde sind solche Neue Musik Festivals eine Minusgeschäft für alle. Das Honorar für die ausführenden Musiker (teilweise sogar nur zweistellig) deckt nicht mal ihre Ausgaben, die Stücke werden den Spielern unbekannterweise zugeteilt, man muss sie teilweise 100 Stunden üben, damit die Musik überhaupt nach irgendwas klingt, und nach der Aufführung braucht man eine Pause wegen Sehnenscheidenentzündung. Solche Stücke sind meistens schon handwerklich-theoretisch gut gemacht, liebevoll detailliert komponiert, es wurde viel Mühe gegeben, da steckt Herzblut drin – sind aber nicht instrumentengerecht, und die Hauptarbeit besteht darin, sich zu überlegen, wie man die Töne treffen soll, auch selbst wenn die Struktur an und für sich leicht verständlich ist. Wenn die Komponistin oder der Komponist zusätzlich noch Allüren zeigt, es ihr oder ihm nur um den eigenen Ruf innerhalb des Fachkreises geht, die Spieler also quasi nur ausführende Knechte sind, ist es schon frustrierend und man fragt sich, ob man es sich nochmal antun möchte.

Im Theater ist es leider oft ähnlich. 100 Euro Abendgage für eine mittelgroße Partie mag bei Standard-Repertoire noch machbar sein, wenn man die Partie ohnehin schon drauf hat. Aber für 100 Euro eine Neue Musik Opernpartie lernen, dafür muss man von der Musik wirklich sehr überzeugt sein. Oder extrem verzweifelt sein, mangels sonstige Engagements.

Es kann nicht sein, dass an einem Opernabend der CD Verkäufer an der Theke mehr verdient als der Sänger. Genauso wie man nicht Klimaschutz auf Kosten von Umweltschutz machen sollte (z.B. für Solarenergie Wälder abhölzen), sollte die Nachhaltigkeit in der Oper auch beinhalten, dass die Sängerinnen und die Sänger gesund arbeiten können und nicht ausgebeutet werden.

Im Übrigen denke ich, dass das klassische Standard-Repertoire für das meiste Publikum mitnichten abgenutzt ist – auch Aida haben viele Menschen bisher vielleicht nur einmal im Leben live gesehen. Ich habe eine Bekannte, die hat in den letzten paar Jahren die Moldau mehrmals live gehört (das war bisher ihr einziges klassisches Lieblingsstück und sie ging nur ins Konzert, wenn die Moldau auf dem Programm stand), und jetzt sagt sie, dass sie nun doch was anderes hören will. Es wäre also interessant zu wissen, ob mehr Menschen offener für NeueMusik Oper werden, wenn sie öfter in StandardRepertoire Opernaufführungen gehen würden. Oder will man eher Menschen in die NeueMusik Oper locken, die auch die StandardRepertoire Opern gar nicht kennen und normalerweise (wenn überhaupt) in „König der Löwen“ gehen? Rein pragmatisch gesehen wäre es also vielleicht interessant zu wissen, wo die eingefleischten Opernfans hingehen, wenn sie genug StandardRepertoire Oper gesehen haben und was anderes sehen wollen – und was den Mehrwert einer NeueMusik Oper ausmacht, aus Publikumssicht. Wenn es um die gleiche aktuelle Handlung geht, und man die Wahl hätte, dies als Oper, Sprechtheater, Kinofilm oder Musical sich anzusehen, wo geht man hin?

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Kommentar zu Zu blöd für Neue Musik? von Christofer Varner https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/09/zu-bloed-fuer-neue-musik/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zu-bloed-fuer-neue-musik/#comment-28406 Tue, 07 Dec 2021 10:04:20 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24972#comment-28406 Lieber Moritz Eggert,

den Brief an „Lieber XXX“ habe ich mit großem Interesse und Vergnügen gelesen. Zusammenhänge werden einfühlsam und plausibel beschrieben und ich stimme sehr oft zu. Vor allem bei den „unterschiedlichen Levels von Vertrautheit“ finde ich mich wieder.
Aber der Werdegang der Neuen Musik, raus aus der Mitte der Gesellschaft und rein in die versteckten Hinterzimmer der Spezialisten ist doch ein großes Ärgernis. Da kann man auch mal salopp sagen: wenn’s kompliziert und ungewohnt wird haben viele keine Lust mehr zum Zuhören… schade.
Die fehlende Selbstkritik der heutigen KomponistInnen kommt mir aber doch zu kurz. Und der Wusch, die KomponistInnen könnten die Welt außerhalb ihrer „meist akademisch geprägten Lebenswirklichkeit“ stärker wahrnehmen, kann ich zwar gut nachvollziehen, ist mir doch zu umkonkret. Wir brauchen dringend praktische Vorschläge!

Und gleichzeitig: wir brauchen eine bessere Analyse der Geschichte. So treffend die Überlegungen zu Bach, Haydn und Beethoven sind, so sehr kommen sie doch ins Stolpern wenn es losgeht mit dem Umzug in die Hinterzimmer, also bei der Betrachtung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die zwei Weltkriege und die schreckliche Nazi-Zeit reichen als Erklärung für das globale Hinterzimmer-Phänomen nicht aus.

Als die Herrn Stravinsky, Schönberg und co. ihre wunderbaren Werke schrieben, entstand parallel dazu eine ganz andere Musik und eine andere Art des Musik machen’s. Heute hören wir aus jeder Boom-Box und jedem Handy die Musik, die von Louis Armstrong u.v.a. auf den Weg gebracht wurde. Jimmy Hendrix und Kollegen gelten heute zurecht als kulturelle Heroen. Parallel zum Aufstieg der Afroamerikanischen Musik und nachfolgenden Musikrichtungen nimmt die gesellschaftliche Bedeutung der alten Europäischen Musik ab. Nicht nur die Werke, der zur Zeit aktiven KomponistInnen der Neuen Musik sind in die Hinterzimmer verbannt. Auch klassische Kammermusik und eher komplexere Werke werden immer seltener aufgeführt. Hat sich schon mal jemand gefragt, woran das liegen könnte? Ist eventuell die gesellschaftliche Relevanz und die Ausdrucksmittel der Neuen Musik (inklusive des, in Schwarz gekleideten Habitus) nicht mehr so groß? Hinzu kommt die spezialisierte Aufteilung in KomponistInnen und SpielerInnen. Jimmy Hendrix war beides. Das erzeugt größt mögliche Authentizität.

Zugegeben: das ist auf die schnelle sehr undifferenziert und oberflächlich dargestellt. Aber trotzdem. Das und vieles mehr muss selbstkritisch hinterfragt werden. Sonst kommt keine Bewegung in die Sache.

Mit freundlichen Grüßen, immer gesprächsbereit – Christofer Varner, Musiker

P.S. Ich selbst denke, dass ich durchaus manchmal zu blöd bin für irgendwas, manchmal auch für Musik. Das sage ich weil ich mir bewusst bin, dass sich mein Hörverhalten im Laufe der Zeit stark verändert hat.

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Kommentar zu Fridays for Opera von Kai Adomeit https://blogs.nmz.de/badblog/2021/12/04/fridays-for-opera/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fridays-for-opera/#comment-28405 Mon, 06 Dec 2021 15:23:42 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=25038#comment-28405 Semper idem…es wäre schön, wenn sich manche zeitgenössischen Komponisten mal die Frage stellen würden, warum einige von ihnen so oft, viele aber nur so erschreckend selten gespielt werden.
Die Entscheidung darüber liegt übrigens nur zu einem sehr geringen Teil bein den Intendanten, zum weit grösseren Teil aber bei den Interpreten und beim Publikum….

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Kommentar zu Fridays for Opera von Fridays for Opera - Moritz Eggert https://blogs.nmz.de/badblog/2021/12/04/fridays-for-opera/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fridays-for-opera/#comment-28404 Sat, 04 Dec 2021 16:31:04 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=25038#comment-28404 […] aber sie verstopfen die Opernhäuser mit dem Energieaufwand, der für sie betrieben wird.“ https://blogs.nmz.de/badblog/2021/12/04/fridays-for-opera/ #nmz #badblogofmusick […]

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Kommentar zu Das schlechteste Stück das ich je geschrieben habe. Eine Beichte. von QueenEntertaining_2021 https://blogs.nmz.de/badblog/2021/02/08/das-schlechteste-stueck-das-ich-je-geschrieben-habe-eine-beichte/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-schlechteste-stueck-das-ich-je-geschrieben-habe-eine-beichte/#comment-28403 Sat, 04 Dec 2021 13:49:48 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=23761#comment-28403 Lieber Moritz,

echt klasse, zynisch und einfach zum Schmunzeln dein toller Sänger Blog-Post! Auch meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem „Meisterstück“! Als Sänger:in / Künstler gehört auch das dazu – und ist es nicht unsere Pflicht besonders in diesen Zeiten Unterhaltung zu verbreiten?

Einen lieben Gruss und Freude auf Folgebeiträge! :)

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Kommentar zu Zu blöd für Neue Musik? von Dr. Klaus Miehling https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/09/zu-bloed-fuer-neue-musik/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zu-bloed-fuer-neue-musik/#comment-28402 Fri, 03 Dec 2021 22:52:54 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24972#comment-28402 Die Weltkriege und die Zeit dazwischen für den Misserfolg Neuer Musik beim Publikum verantwortlich zu machen, ist schon abenteuerlich. „Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fehlten [sic] also den meisten Menschen das Wissen um 30 bis 40 Jahre musikalische Entwicklung […]“
Der 30jährige Krieg etwa war für viele Menschen in Europa auch eine schreckliche Zeit, die Zahl der Toten (vor allem durch Hunger und Seuchen) gemessen an der Bevölkerungszahl weit größer als in den beiden Weltkriegen, aber die in diesen Jahren entstandene Musik wurde nicht als fremd und unzugänglich angesehen. Und auch wenn man von „Weltkriegen“ spricht, so gibt es doch viele Länder, die kaum oder gar nicht involviert waren. Die USA waren zwar Teilnehmer, aber der Krieg war nicht auf ihrem Territorium, und so ging das Leben weiterhin seinen normalen Gang. Komponisten wie Schönberg emigrierten dorthin. Hat es die Neue Musik in den USA wesentlich leichter als bei uns?
Ein weiteres Gegenargument liefern Sie selbst, indem Sie auf die Beliebtheit westlicher klassischer Musik in Asien verweisen. Die Liebe der Chinesen zu klassischer Musik begründen Sie sogar damit, dass „diese in der Kulturrevolution verboten und verfemt war und alle verfolgt wurden, die sich damit beschäftigten“. – In China führte die Verfemung bestimmter Musik also zu einem besonderen Interesse, in Deutschland, wo der Nationalsozialismus avantgardistische Musik verfemte, soll der Effekt genau gegenteilig gewesen sein?
Ihr Erklärungsversuch scheitert an seinen eigenen Widersprüchen. Nein, es bleibt dabei, was Kritiker der Neuen Musik (verstanden im Sinne einer weitgehenden Abkehr von der Tonalität, also radikaler als etwa Debussy oder Ravel) von Anfang an festgestellt haben: Diese Musik ist nicht menschengemäß, weil sie die Gesetzmäßigkeiten der Hörempfindung missachtet, das, was jenseits individuellen Geschmacks allen Menschen gemeinsam ist.
Die Apologeten dieser Musik erinnern an die Sozialisten, die zufällig (?) ebenfalls seit rund einem Jahrhundert herumexperimentieren und immer wieder damit scheitern. Eine rätselhafte Anziehungskraft für sehr viele Menschen hat diese Ideologie dennoch. Von der Neuen Musik kann man nicht einmal das behaupten.

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Kommentar zu Die schlechtesten Kunstlied-Interpretationen aller Zeiten (Eine Liebeserklärung) – Folge 39 von Die MONTAG-PRESSE – 29. NOVEMBER 2021 - Klassik begeistert https://blogs.nmz.de/badblog/2021/09/19/die-schlechtesten-kunstlied-interpretationen-aller-zeiten-eine-liebeserklaerung-folge-39/?pk_campaign=feed&pk_kwd=die-schlechtesten-kunstlied-interpretationen-aller-zeiten-eine-liebeserklaerung-folge-39/#comment-28399 Mon, 29 Nov 2021 09:04:47 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24631#comment-28399 […] Die schlechtesten Kunstlied-Interpretationen aller Zeiten (Eine Liebeserklärung) – Folge 39 blog/nmz.de […]

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Kommentar zu Zu blöd für Neue Musik? von thomas berger https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/09/zu-bloed-fuer-neue-musik/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zu-bloed-fuer-neue-musik/#comment-28388 Tue, 16 Nov 2021 19:15:30 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24972#comment-28388 klasse! danke!

das mit der kriegslücke ist neu in meine gedankengänge geworfen wurden, weil ich mir schon immer gedanken darüber gemacht habe, warum es trüb aussieht beim thema neue musik.
und, es lässt sich auch auf einige andere bereiche ausdehnen: z.b. pädagogik (ja, ich bin pädagoge). auch da findet keine entwicklung mehr statt. ausser in einer kleinen szene.

der artikel ist fast ein manifest! ;-)

logisch wäre aber, dass sich die kluft vergrössert, weil die szene sich weiterentwickelt, aber die masse nicht hinterherkommt. hinzu kommt, wenn ich 100 euro für eine karte in der elphie zahlen muss: wer kann das? wer will das?

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Kommentar zu Wirklich noch Chorgesang Mitte November 2021, im Herbst der höchsten Corona-Zahlen? von Musikunrat https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/15/wirklich-noch-chorgesang-mitte-november-2021-im-herbst-der-hoechsten-corona-zahlen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wirklich-noch-chorgesang-mitte-november-2021-im-herbst-der-hoechsten-corona-zahlen/#comment-28387 Tue, 16 Nov 2021 17:31:27 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24979#comment-28387 Martin Kriegel – @KriegelMartin · 15. Nov. auf Twitter:

„Ich muss schon wieder lesen, dass in Innenräume Singen erlaubt ist und darüber hinaus noch ohne Maske, wenn 2 m Abstand gehalten wird. NEIN! Jetzt bitte KEINE besonders Aerosol-produzierenden Tätigkeiten, egal ob 2G + Test oder sonstwas!!! #SARSCoV2 #DELTAisAirborne“

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Kommentar zu Zu blöd für Neue Musik? von christian reinhardt https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/09/zu-bloed-fuer-neue-musik/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zu-bloed-fuer-neue-musik/#comment-28378 Wed, 10 Nov 2021 08:45:17 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24972#comment-28378 Lieber Moritz, mit diesem Schriftstück hast du dich eingetragen in das große Buch des Lebens. Es wird in 10 und in 100 Jahren noch gelesen werden + darüber hinaus. Es ist ein geschliffener, bestechender Zeitraffer, dein Christian R.

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Kommentar zu Zu blöd für Neue Musik? von Zu blöd für Neue Musik? - Moritz Eggert https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/09/zu-bloed-fuer-neue-musik/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zu-bloed-fuer-neue-musik/#comment-28377 Tue, 09 Nov 2021 11:10:31 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24972#comment-28377 […] https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/09/zu-bloed-fuer-neue-musik/ […]

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Kommentar zu Das Donaueschingen-Dilemma von Martín Rincón Botero https://blogs.nmz.de/badblog/2021/11/01/das-donaueschingen-dilemma/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-donaueschingen-dilemma/#comment-28376 Fri, 05 Nov 2021 13:11:24 +0000 https://blogs.nmz.de/badblog/?p=24950#comment-28376 Antwort auf https://www.linkedin.com/posts/moritz-eggert-30964934_ich-f%C3%A4nde-es-auch-toll-wenn-es-deschingen-activity-6860879342667350016-zVnA

„Selbstverständlich kann und soll es Festivals geben, in denen zum Beispiel ausschließlich Barockmusik oder ausschließlich zeitgenössische Musik gespielt wird, das sind Liebhaberinitiativen, gegen die nichts einzuwenden ist“.

Und ist Donaueschingen nicht ein Beispiel vom Letzteren? Ich denke nicht, dass wenn Neue Musik öfter in den „normalen“ Konzertsälen gespielt wird, würde es kein Donaueschingen, wie es das heute gibt, mehr geben. Im Gegenteil, wenn mehr Stücke der Neuen Musik (stilistisch „à la Donaueschingen“) Erfolg im Konzertsaal fänden, wäre Donaueschingen sogar wichtiger (mit mehr Anhängern) in seiner jetzigen Form. Dass es „Neue Musik“ und „klassische Musik“ gibt, hängt auch einerseits mit der Abkopplung von Teil der Neuen Musik von der Tradition als auch mit den «genieorientierten» Spielplänen der Konzertsälen zusammen. Auf der anderen Seite sind klassische Konzertsäle auch eine Repräsentation und Ergebnis der musikalischen Ausbildung, wo (heute wie in der Vergangenheit) Aspekte wie Status, Herkunft, Rasse, Raffinesse und Genialität noch eine immense Rolle spielen (Herkunft und Rasse auch noch in Donaueschingen! https://www.donaueschingen.de/musiktage2021/Programm vergleiche Konzerte 7, 8, 10b und 15b —welch exotische Leute im abgegrenzten Raum!— mit dem Rest).

Stellen wir uns die umgekehrten Fragen: wie könnte ein Festival wie Donaueschingen den klassischen Konzertbetrieb beeinflussen? Und wäre dieser Einfluss automatisch positiv? Wie viel ästhetischen Reichtum haben eigentlich solche Neue Musik Festivals anzubieten, wo hauptsächlich die „avantgardistischen“, „widerborstigen“ und „widerspenstigen“ (jetzt auch die „exotischen“!) Komponisten eine Aufführung leichter bekommen als Andere? Haben mit dieser Art zu handeln —zumindest geheim— viele avantgardistische Komponisten nicht den Wunsch, durch „disruptiven Wandel“ irgendwann auch selbst als «Genies» (eine Figur, die erst im 19. Jahrhundert entstanden ist) wahrgenommen zu werden, und das mit dem Paradox, dass die vom Publikum wahrgenommenen und gefeierten germanischen «Genies» (e.g. Mozart, Beethoven, Brahms) hauptsächlich die sind, die in den klassischen Konzertsälen gespielt werden? Würde nicht dieser Wunsch der «neuen Genies», in die regulären Spielpläne hinzugefügt zu werden, die Allgegenwart der klassischen «Genies» nicht nur legitimieren sondern auch verstärken?

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