Verschlagwortet: Oper

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Ein paar Gedanken zu Dekadenz

Für ein Bachelorkonzert von Benedikt Holnaicher beantwortete ich vor kurzem drei Fragen zu „Dekadenz in Musik“, hier meine leicht überarbeiteten Antworten:   Welche Musik(en) kommen denn ganz spontan als „dekadent“ in den Sinn? Eigentlich gar keine besondere. Ich glaube nicht, dass Musik an sich „dekadent“ ist, allein die Umstände, unter...

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Jenseits von Schnelle und Langsamkeit – Abschied von Hans Neuenfels

Menschen wie Hans Neuenfels werden selten gemacht, und wenn sie gehen, hinterlassen sie eine Lücke und ein großes Fragenzeichen. Dass wir dieses füllen werden, und dass wunderbare Regisseurinnen und Regisseure dies auch in der Zukunft vermögen, daran hätte er bedingungslos geglaubt, als ein stets der Jugend und der Hoffnung zutiefst zugewandter Mensch.

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Fridays for Opera

So geht es nicht mehr weiter. Ich würde mir wünschen, dass junge Opernkompost:innen jeden Freitag auf die Straße gehen und ein Ende des Opernraubbaus fordern. Klar, den Intendantinnen und Intendanten, die jetzt in den Opernhäusern am Ruder sind, kann es relativ egal sein, ob es in 50 Jahren überhaupt noch funktionierende Opernhäuser geben wird. Aber der jungen Generation sollte es nicht egal sein, denn sie wollen in diesen Opernhäusern sitzen können und spannende und aufregende und schockierende und provozierende und vor allem HEUTIGE Stücke sehen können. Oder spielen und singen. Oder komponieren.

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Leistung

Tagebuch der Wörter (26) Leistung Wer zum ersten Mal einen Halbmarathon oder Marathon rennt, wird höchstwahrscheinlich erst einmal loslaufen, wie es taugt, d.h. so schnell die Beine tragen. Das geht ein paar Kilometer gut, weil einen das Adrenalin trägt und der Körper in Hochspannung ist, doch dann beginnt irgendwann das,...

Zur Rezeption der Stellungnahmen zu „Publikum“ und „Spielbetrieb“ des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie der Charité

Am 17.08.20 erschien mittags eine Pressemeldung, die die Klassikmusikszene aufhorchen ließ: geringere Abstände zwischen Orchestermusikern, mit Publikum vollbesetzte Säle mit Maskenpflicht Prof. Stefan Willich im RBB zitierend, dem Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie der Charité. Des weiteren war von den Berliner Philharmonikern die Rede: ihre finanziellen Probleme sowie...

Die Kunst nach Corona wird eine andere sein als zuvor („Was kommen wird“, 4. und letzter Teil)

Inzwischen sollten vielleicht auch die größten Zweifler begriffen haben, dass die Welt es bei Covid-19 nicht mit einer vorübergehenden übertriebenen Panik zu tun hat, sondern dass die Pandemie im Begriff ist, auf unabsehbare Zeit zu einem Dauerthema zu werden, das unsere Gesellschaft verändern und auch lange prägen wird. Hier jetzt...

„Social Distancing“ wird ein Dauerthema bleiben und das Konzertleben auf unabsehbare Zeit limitieren („Was uns erwartet“, Teil 1)

Durchdachte und attraktive Sicherheits- und Aufführungskonzepte hinter denen die MacherInnen auch wirklich stehen, weil sie den Sinn der Maßnahmen anerkennen (!) werden wesentlich erfolgreicher sein, als zusammengefrickelte und halbherzige Notlösungen von Virusleugnern oder Verschwörungsgläubigen, so viel kann man schon jetzt sagen.