op. 111 – Eine Analyse in 335 Teilen – Takt 42

Jeder einzelne Takt von Ludwig van Beethovens Sonate für Klavier c-Moll op. 111 aus dem Jahr 1822 wird an dieser Stelle von Bad-Blogger Arno Lücker unter die Lupe genommen. Ein Versuch, dieser Musik irgendwie „gerecht“ zu werden, was natürlich, dafür aber fröhlich, scheitern muss.

Die bisherigen Folgen:
Takt 1 Takt 2 Takt 3 Takt 4 Takt 5 Takt 6 Takt 7 Takt 8 Takt 9 Takt 10 Takt 11 Takt 12 Takt 13 Takt 14 Takt 15 Takt 16 Takt 17 Takt 18 Takt 19 Takt 20 Takt 21 Takt 22 Takt 23 Takt 24 Takt 25 Takt 26 Takt 27 Takt 28 Takt 29 Takt 30 Takt 31 Takt 32 Takt 33 Takt 34 Takt 35 Takt 36 Takt 37 Takt 38 Takt 39 Takt 40 Takt 41

Beethoven-op.-111-Seite-01Beethoven-op.-111-Seite-02Beethoven op. 111 - 1. Satz - Takt 42

In der letzten Folge hatten wir eine kleinsekündlich voranschreitende Zerdehnung der hauptthematischen verminderte-Quart-Absprengung es – h feststellen können. Ja, Freunde, so fangen Artikel an, die kein Mensch weiterlesen mag! Haha!

Jedenfalls: Damit ist in Takt 42 erst einmal Schluss. Das fortführende Prinzip „16tel-Ketten + Variationen des Themas in Oktaven“ geht in beiden Händen weiter, aber schließt sich hier gleichsam, zieht sich also intervallisch wieder zusammen. Von der Tritonus-Ausdehnung der thematischen Töne es und h in der Gestalt es und a (Takt 41) geht es zurück – auf die maximale Ausdehnung des – f auf den ersten beiden Achteln der dritten Zählzeit in der rechten Hand.

Doch mit der forschen und virtuos-grollenden – aber, seien wir ehrlich, auch etwas steifen – Weiterentwicklung des Hauptthemas scheint es noch längst nicht vorbei zu sein…

Arno

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet Arno Lücker als Musiktheater- und Konzert-Dramaturg.

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