op. 111 – Eine Analyse in 335 Teilen – Takt 36

Jeder einzelne Takt von Ludwig van Beethovens Sonate für Klavier c-Moll op. 111 aus dem Jahr 1822 wird an dieser Stelle von Bad-Blogger Arno Lücker unter die Lupe genommen. Ein Versuch, dieser Musik irgendwie „gerecht“ zu werden, was natürlich, dafür aber fröhlich, scheitern muss.

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Die bisherigen Folgen:
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Beethoven-op.-111-Seite-01

Beethoven op. 111 - 1. Satz - Takt 36

Die kleine-Terz-Vorahnung bestätigt sich. Die Töne c und es des Vortaktes: es sind die thematischen Töne vom Beginn der Seite.

Denn heute kommt das h – natürlich wieder mit lecker Sforzato dabei – ins Spiel; dieses Mal als Viertel mit 16tel-Überbindung, damit es von da aus auch in der rechten Hand 16tel-mäßig weiterrollen kann. Denn während das h in der rechten Hand erklingt, geht es in der linken Hand – wie schon im Vortakt angedeutet – mit einer 16tel-Kette weiter.

Diese Kette wird allerdings zu Beginn der dritten Zählzeit im Bass schon unterbrochen. Wie schon in den Takten 32 und 33 kommt es zu einer Oktavkonstellation, auch wieder tonlich an den Beginn des Hauptthemenkomplexes erinnernd…

Author profile

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet er als Moderator und Dramaturg. Er ist Künstlerischer Leiter der Astronomie-Musik-Reihe "Himmlische Partituren" im Zeiss-Großplanetarium Berlin, arbeitet von Berlin aus für das Brucknerhaus Linz, schreibt Programmtexte für zahlreiche Orchester (Wiener Philharmoniker, New York Philharmonic), macht Konzerteinführungen in der Elbphilharmonie Hamburg, der Kölner Philharmonie und anderswo. Außerdem ist er Bad-Blog-Autor der ersten Stunde und arbeitet als Kurator für die Musikstreaming-App IDAGIO.

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