op. 111 – Eine Analyse in 335 Teilen – Takt 39

Jeder einzelne Takt von Ludwig van Beethovens Sonate für Klavier c-Moll op. 111 aus dem Jahr 1822 wird an dieser Stelle von Bad-Blogger Arno Lücker unter die Lupe genommen. Ein Versuch, dieser Musik irgendwie „gerecht“ zu werden, was natürlich, dafür aber fröhlich, scheitern muss.

Die bisherigen Folgen:
Takt 1 Takt 2 Takt 3 Takt 4 Takt 5 Takt 6 Takt 7 Takt 8 Takt 9 Takt 10 Takt 11 Takt 12 Takt 13 Takt 14 Takt 15 Takt 16 Takt 17 Takt 18 Takt 19 Takt 20 Takt 21 Takt 22 Takt 23 Takt 24 Takt 25 Takt 26 Takt 27 Takt 28 Takt 29 Takt 30 Takt 31 Takt 32 Takt 33 Takt 34 Takt 35 Takt 36 Takt 37 Takt 38

Beethoven-op.-111-Seite-01

Beethoven-op.-111-Seite-02

Beethoven op. 111 - 1. Satz - Takt 39

Fein, fein! Jetzt taucht also das Hauptthema in verwandelter Gestalt im oktavierten Bass auf. Aus den thematischen Tönen c – es – h ist hier es – g – d geworden. Eine Art Transposition in Es-Dur.

Doch der Fortführungscharakter unserer aktuellen Takte bleibt durch die 16telkettenhaftigkeit bestehen. Außerdem bleibt es nicht einfach bei drei plumpen thematischen Vierteloktaven; nein, die dritte Oktave wird zur Achtel hin verkürzt. Der untere Ton der d-Oktave wird sogleich wiederholt und – typisch Beethoven – mit einem Sforzato versehen. Anschließend geht es auch in der linken Hand 16telmäßig weiter.

Arno

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet Arno Lücker als Musiktheater- und Konzert-Dramaturg.

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