Kategorie: Ästhetik

Werbung

„Waschzwang im System“ – Gastbeitrag von Tobias Rempe

Tobias Rempe ist Mitbegründer und aktueller Geschäftsführer des vielseitigen und erfolgreichen Hamburger „Ensemble Resonanz“, und damit direkt mit einem Thema befasst, mit denen sich auch dieser Blog oft beschäftigt: Friktionen an der Schnittstelle Publikum/Kunst.
Der folgende Beitrag wurde ursprünglich für „Positionen 102“ verfasst.

Eulen, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Nazivergleiche, Teil 1 (Gastbeitrag von Harry Lehmann)

„Konzeptmusik“. „Digitale Revolution“. „Neue Musik“.
Diesen drei Begriffen kommt im Moment eine Schlüsselrolle zu. An „Konzeptmusik“ kommt man kaum vorbei, sorgen doch ihre kompositorischen Vertreter regelmäßig für Aufmerksamkeit und propagieren eine „ästhetische Wende“. Die „Digitale Revolution“ ist entweder sehr wichtig oder eher unwichtig, je nachdem wem man Glauben schenkt. Und aus der „Neuen Musik“ soll man austreten oder wieder eintreten oder ihr ein wenig Pickelcreme verabreichen, was auch immer.

Über Hörer-Typen – Folge 1

Über Hörer-Typen – Folge 1

Nein, die „Einleitung in die Musiksoziologie“ muss nicht neu geschrieben werden. Es ist eine private Beobachtung. Es gibt doch diese Zeitgenossen, die keine andere Musik zulassen, als die, die sie entweder selbst machen und/oder selbst hören. Diese ganz dogmatischen, apodiktischen Zeitgenossen, die, wenn sie beispielsweise ganz versteifte Klassikmenschen sind, jegliche...

Neue Veranstalter-GEMA, nochmals Audioguide, Ensembleaufgabegerüchte

Neue Veranstalter-GEMA GWVR, nicht GEMA! Gesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten, das bedeutet GWVR. War es vor ein, zwei Jahren noch en vogue, auf die GEMA zu schimpfen, ihren Nutzen für die Musikurheber zu verneinen, Monopolstellung, starre Tarife, langatmige Prozesse wie den gegen Youtube vorzuwerfen, setzt sich zwar nocht nicht in...

We are not having it too good

Last time I asked the question if our general well-being and over-saturation in Europe and other rich parts of the world is creating more and more uninteresting art. The reaction of my readers was more or less: “well off? Me? I’m suffering for my art, I’m poor, I’m ignored, why should I be decadent!”. Others pointed at other (non-European) cultures and expressed hope that new impulses may come from truly understanding them (I agree wholeheartedly, but I just wish we had the guts to create change from within our own culture, or that encounter will be too onesided).
Biographies of artists were compared with respective own biographies, and there seemed to be a competition to prove that certain artists were not personally suffering and still creating great art.

New Music’s Quality Problem – Gastbeitrag von Stefan Hetzel

New Music’s Quality Problem – Gastbeitrag von Stefan Hetzel

Der 28-jährige us-amerikanische Komponist Marek Poliks publizierte von einigen Tagen den bemerkenswerten Artikel „New Music’s Quality Problem“ im Weblog NewMusicBox. Im Gegensatz zu Klarenz Barlow 1998 meint er, die eMusik habe kein Publikums-, sondern hauptsächlich ein Qualitätsproblem (welches Barlow freilich auch konstatiert).

Klassische Musik – ein rein optisches Phänomen

Klassische Musik – ein rein optisches Phänomen

Ich schreibe aktuell an einem Artikel über die Frage „Was ist klassische Musik?“ – und habe prompt keine Lust auf eine historisch Begriffsherleitung und den ganzen Zipp und Zapp. Ich mag es, wenn wir aktuell sind. Was ist „klassische Musik“ hier und jetzt? Was hält Oma Lehmann in der Fußgängerzone...