Stichwörter: Alltag

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Improvisation – ein Rant aus enger Komponistensicht

Der Alltag der komponierten Neue-Musik-Szene wirkt manchmal gerupft, wenn genauso viele Personen im Publikum wie auf der Bühne sind. Der Alltag von Improvisation, die sich als Neue Musik versteht, ist allerdings oft nicht anders. Ein Klassiker: das Konzert soll um 20 Uhr starten, doch es geht erst eine halbe Stunde...

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Edition Schrott – Heute: Gustav Mahler

„In jedem noch so scheinbar gelungenen Kunstwerk findet mindestens ein ‚Danke für meine Arbeitstelle‘ sich.“ (Theodor W. Arno: Unästhetische Theorie, Berlin 2017, S. 1) Wieder begeben wir uns auf die Suche nach einem Stück Alltag in großer Kunst – und finden das Profane heute in dem zweiten der „Lieder eines...

Tod durch Erkältung – The ultimative deep voice contest 2

Tod durch Erkältung – The ultimative deep voice contest

Mit meiner heutigen Erkältung komme ich mit der Stimme bis zum Kontra-E. Okay. Schön ist es nicht. Aber das hat auch niemand behauptet! Wer kommt tiefer? Auf keinen Fall nicht nachmachen!

Wie ich mal (erfolglos) einen Spam-Verschicker für Neue Musik zu begeistern versuchte 1

Wie ich mal (erfolglos) einen Spam-Verschicker für Neue Musik zu begeistern versuchte

Warum ist der meiste Spam eigentlich so verdammt anonym? Man fühlt sich ja gar nicht als Individuum angesprochen, wenn man zum hundertsten Male zugesichert bekommt, dass irgendein reicher Onkel in Großpusemuckl gestorben ist – und man jetzt von dem hinterlassenen Vermögen angeblich den Großteil einstreichen darf. Vorher muss man natürlich...

Sonett an meinen alten Staubsauger 1

Sonett an meinen alten Staubsauger

Sonett an meinen alten Staubsauger Altes Gerät! Was hast du schön geblasen, Nein: gesaugt, ja! – und lange mich beglückt! An silbern’ Rohr von mir geführt; wir lasen gemeinsam Staubmausheere auf, entrückt der schmutz’gen Welt da draußen, wie auch drinnen, warst du mir stets Garant für Sauberkeit, Dreck, Krümel, tote...

Der Dollarschein in „Das Sein und das Nichts“ und die unabsichtliche Regina Thoss 0

Der Dollarschein in „Das Sein und das Nichts“ und die unabsichtliche Regina Thoss

Vor vielen Jahren, ich studierte noch – ja, es ist so! – Philosophie, hatte ich mir, damals sagte man noch „im Internet“, Jean-Paul Sartres „Das Sein und das Nichts“ bestellt. Der völlig überschätzte Wälzer wurde, wie bei Neubüchern üblich, in Zellophan verpackt geliefert. Ich las das Buch aber nicht sofort,...

Das Zielpublikum stellt sich vor 3

Das Zielpublikum stellt sich vor

Wie schrecklich wäre es eigentlich, wenn es das vielbeschworene Zielpublikum eigentlich genau so gäbe?…fragt sich Moritz Eggert

Auktionskunst 2

Auktionskunst

Es gibt Künstler, die fast alles an und in ihrem Leben künstlerisch betrachten. Als Klang, als Musik, als Aktion, als zeitweilig ziemlich daneben gegangener Liebesroman. Nicht als fertiges Kunstwerk, sondern als Vorform, Möglichkeitsform von Kunst. Längst muss man nicht mehr, wie einst unsere großen Idole Joseph Beuys oder Johannes Kreidler...

Nächstes Mal bestrafe ich Dich! 4

Nächstes Mal bestrafe ich Dich!

Heute bei Mäc-Geiz, einem Laden, in dem man preiswert Schreibwaren und Haushaltswaren bekommt: Ich stehe an der Kasse, ein junger Mann, er sieht ein bißchen aus wie Jan Delay, befindet sich zwar irgendwie vor mir, aber doch sehr links außerhalb der Warteschlange, scheint nichts in der Hand zu haben, nichts...