Wie ich mal (erfolglos) einen Spam-Verschicker für Neue Musik zu begeistern versuchte

Warum ist der meiste Spam eigentlich so verdammt anonym? Man fühlt sich ja gar nicht als Individuum angesprochen, wenn man zum hundertsten Male zugesichert bekommt, dass irgendein reicher Onkel in Großpusemuckl gestorben ist – und man jetzt von dem hinterlassenen Vermögen angeblich den Großteil einstreichen darf. Vorher muss man natürlich noch einen nicht gerade geringfügigen Betrag als Gegenleistung für die Vermittlung und die Finanztransaktion per Western Union an einen meist sehr gottesfürchtigen Herrn irgendwo in Afrika verschicken. Ich frage mich immer, ob das in diesem Leben irgendjemand mal wirklich gemacht hat. Aber das ist eine andere Frage.

Werbung

Was ich sagen will: Ich fordere persönlicheren Spam! So wie heute am frühen Abend. Irgendjemand nimmt Fotos einer jungen hübschen Frau und erstellt damit in aller Schnelle ein Facebook-Profil. Man bekommt eine Freundschaftsanfrage und dann geht der Chat auch schon los…

Und ich würde sagen: Ich bin da heute einfach mal auf’s Ganze gegangen und gleich mit der Tür ins Haus gefallen…

Ja, richtig: Großzügigkeit ist eine Stärke von mir! YOLO!

Spam_01

Spam_02

Spam_03

Spam_04

Spam_05

Spam_06

Spam_07

Spam_08

Spam_09

Spam_10

Spam_11

Spam_12

Spam_13

Spam_14

Spam_15

Spam_16

Arno Lücker wurde in Braunschweig geboren, studierte in Hannover, Freiburg - und Berlin, wo er seit 2003 lebt und als Moderator, Dramaturg, Konzertveranstalter, Pianist, Komponist und Musik-Satiriker arbeitet. Seit 2004 erscheinen regelmäßig Beiträge von ihm in der TITANIC. Arno Lücker ist Bad-Blog-Autor der ersten Stunde, Fan von Hannover 96, Hertha BSC und den Toronto Blue Jays (Baseball).

Verwandte Artikel

1 Antwort

  1. Man sollte vielleicht die Spammer beauftragen, Geld für Neue Musik-Projekte zu ergaunern. Man wird ja immer von Kulturreferaten dringend aufgefordert, „neue Finanzierungswege“ zu suchen….