Schlagwörter: Hans Werner Henze
Man muss schreiben wie es war.
Udo Zimmermann beendete vorgestern seine 15 Jahre währende künstlerische Leitung der altehrwürdigen Münchener Konzertreihe „musica viva“. Hierzu wurde ich von X gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei der anschließenden Feierlichkeit eine Performance vorzutragen.
Speziell für unsere Leser in Berlin: Mal wieder ein kleines Update über die momentane Situation in Marzahn, wo nach wie vor das wackere Jugendorchester der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf gegen Bevormundung, Zwangsschrumpfung und Betonköpfe von Bezirkspolitikern kämpft.
Man kann hier nur noch einmal betonen, dass die angeblich von der Hochkultur so ausgenutzten „Kinder von Marzahn“ die Sache schon längst selber in die Hand genommen haben, und den Bezirkspolitikern zeigen, was eine Harke ist. Die Onlinepetition des Orchesters geht jetzt in die entscheidende Phase: knapp 1200 Unterschriften sind schon gesammelt, bis zum 12.5. (Petitionsende) sollen es noch viel mehr werden.
Liebe Gemama,
Es war total lieb, dass Du mich wieder zum Musikautorenpreis eingeladen hast. Schon seit Wochen habe ich mich darauf gefreut wie ein Pfannkuchen. Ich wusste, es würde wieder phänomenal werden. Was gab es alles zu erleben! Ich sah Dinge, von denen ich nie erwartet hätte, sie jemals zu sehen. Und Dinge, die ich ab nun nie wieder vergessen kann, obwohl ich sie wahnsinnig gerne vergessen würde (wie zum Beispiel Jennifer Rostocks Tätowierungen und Piercings).
Inzwischen sind schon einige Erfolge zu berichten – aufgrund des freundlichen Einsatzes vieler Helfer im Hintergrund haben sich inzwischen die Berliner Philharmoniker der Sache angenommen und werden das Jugendorchester Marzahn-Hellersdorf mit Probenmöglichkeiten und Projekten unterstützen – vielen Dank dafür!
Es scheint ja wirklich so zu sein, dass die Rotstiftschwinger in der Kultur sich immer dann rühren, wenn die große Masse der Menschen durch Schlimmes (Japan, Libyen etc.) abgelenkt sind. Und manchmal gehen sie dabei so perfide und gleichzeitig hilflos vor, dass es dann auch schon wieder unfreiwillig komisch ist.
Leider ist die Sache drohende Kürzung des Jugendorchesters der Hans-Werner-Henze Musikschule Marzahn-Hellersdorf noch nicht ausgestanden. Wie ich soeben erfahren habe, ist die Beschneidung auf die Hälfte oder 1/4 der Arbeitszeit aller Beteiligten, die mit der Organisation des Orchesters zu tun haben, schon beschlossen und scheinbar nicht mehr abzuwenden. Je mehr man sich mit der Sache beschäftigt, desto mehr wird eine Bezirksposse der verfehlten „Kulturpolitik“ offensichtlich, die schier unglaublich ist.
Vor nun auch schon wieder 1 1/2 Jahren berichtete ich schon einmal über die Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf und ihr fantastisches Nachwuchs- und Jugendsinfonieorchester unter der Leitung des Dirigenten Jobst Liebrecht.
Damals stand eine akute Drohung einer Kürzung ins Haus, die u.a. durch Reaktionen auf den Artikel im Bad Blog verhindert werden konnte. Doch es ziehen schon wieder dunkle Wolken über Berlins „Problembezirk“ auf.
Kein Künstlerleben ohne Kritiken. Schlechte, gute, verrückte, agressive, skurrile, seltsame – sie kommen in allen Arten und Formen, und wir alle haben alle diese Formen schon einmal erlebt. Ein Mensch wird – meistens gegen den eigenen Willen – in ein Konzert geschickt und muss nun darüber schreiben. Manchmal ist das so als ob man jemanden der keine Austern mag zwingt, in ein Austernrestaurant zu gehen und zu schreiben wie es ihm gefiel. Diese Situation ist auch für die Kritiker selber schwierig, für die ich hier….