Stichwörter: Brian Ferneyhough

Wie ich mal (erfolglos) einen Spam-Verschicker für Neue Musik zu begeistern versuchte 1

Wie ich mal (erfolglos) einen Spam-Verschicker für Neue Musik zu begeistern versuchte

Warum ist der meiste Spam eigentlich so verdammt anonym? Man fühlt sich ja gar nicht als Individuum angesprochen, wenn man zum hundertsten Male zugesichert bekommt, dass irgendein reicher Onkel in Großpusemuckl gestorben ist – und man jetzt von dem hinterlassenen Vermögen angeblich den Großteil einstreichen darf. Vorher muss man natürlich...

Vom Fehlen des Widerständigen. Weitere Gedanken über Ferneyhough. 0

Vom Fehlen des Widerständigen. Weitere Gedanken über Ferneyhough.

Mein Artikel über Ferneyhough neulich war natürlich nicht wirklich eine Kritik an der Musik Ferneyhoughs, sondern eine Parodie des Partiturengötzenkultes. Ich finde Ferneyhoughs Musik ganz okay, auch wenn sie mich nicht wirklich vom Stuhl haut.

Die Quadratur der Linie – ein neuer Blick auf das Werk von Brian Ferneyhough. 3

Die Quadratur der Linie – ein neuer Blick auf das Werk von Brian Ferneyhough.

Brian Ferneyhough ist einer der großen unverstandenen Künstler unserer Zeit. Der umtriebige und wortgewandte Brite gilt als einer der Ikonen der Kunstrichtung die sich „New Complexity“ nennt, ist ein einflussreicher Pädagoge. Dennoch wird sein Werk oft missverstanden. Immer wieder aufs Neue werden die falschen Aspekte hervorgehoben und seine wesentliche kreative Leistung wird übersehen. Dabei wäre es doch wichtig, dass man die Schöpfung dieses Großmeisters endlich einmal so würdigt, wie sie intendiert ist.

Sonett an meinen alten Staubsauger 1

Sonett an meinen alten Staubsauger

Sonett an meinen alten Staubsauger Altes Gerät! Was hast du schön geblasen, Nein: gesaugt, ja! – und lange mich beglückt! An silbern’ Rohr von mir geführt; wir lasen gemeinsam Staubmausheere auf, entrückt der schmutz’gen Welt da draußen, wie auch drinnen, warst du mir stets Garant für Sauberkeit, Dreck, Krümel, tote...

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Links liegen lassen – Musikeraufregung über neuen LEXUS-SPOT

Was gibt’s schöneres als mit einem temporär angeeignetem Pseudo-SUV zum Beispiel durch die Mark Brandenburg zu gondeln: leere Strassen, endlose Wälder, querendes Wild. Und Klassikgedudel. Natürlich nur über UKW. Alle Jahre wieder erfreut das den sonst autolosen Komponisten. Ansonsten werfe ich vor dem inneren Auge jedem auf innerstädtischen Fuss- und...

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Donaueschingen 2014, endlich in Fahrt und wieder vorbei

Sie sind vorbei, wo sie doch heute so richtig zu schmecken begannen: die Torten im Cafe Hengstler. Da es diätisch nicht korrekt wäre und eine Kuchensuchtpandemie auslösen würde, verzichte ich auf Fotos. Ausserdem wird es mal wieder Zeit für ein Musik-mit-Bildern-Verbot nach all den Stücken mit Filmprojektionen. Immerhin meinte gar...

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Läppische Kunst – von der Schwäche tonaler Kunstmusik im 21. Jahrhundert

Dank Moritz konnten unsere Blog-Leser Einblicke in die Gedankenwelt John Borstlaps gewinnen, der, einfach gesagt, eine Rückkehr zu Dur-Moll-Tonalität einfordert. Dies tat dieser auch komponierend. Allerdings ist er nicht allein. Steffen Wick berichtete in einem Gastbeitrag von seinen Erlebnissen von den Abschlusskonzerten eines Wettbewerbs des oberrheinischen Martin Münch, welcher Folkloreanspielungen,...

I am reading „The Classical Revolution“ by John Borstlap and think about it (5) 1

I am reading „The Classical Revolution“ by John Borstlap and think about it (5)

This is Borstlap’s most controversial chapter so far. In German we would say “he pulls his pants down”, meaning that he is revealing his pet hatreds for certain composers (especially Boulez, who he constantly criticizes for being extremely shallow and simple while hiding it under a layer of clever wordplay). These are the most important concepts of this chapter in a nutshell:

Daniel Osorio – kleine Begegnung im Saarland, grosse Musik im Netz 1

Daniel Osorio – kleine Begegnung im Saarland, grosse Musik im Netz

Neulich, das heisst vor bald drei Monaten, bin ich in Saarbrücken gewesen. Keine große Sache,nur ein kleiner Auftritt mit meinen Philhomonikern anlässlich eines mittelgrossen queeren Chortreffens. Nach dem Konzert trat plötzlich der Komponist der Hymne an mich heran, da ihm unser Auftritt wie auch immer beeindruckt hat. Mir hatte seine...