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Das Streichquartett. Ein Schmäh-Sonett

Das Streichquartett

Vier Leute sitzen da und jaulen.
Nun ja: Es geigt und bratscht und … celletiert.
Das Publikum fängt an zu maulen.
Es klingt, als ob man Katzen filetiert.

Und damit mein‘ ich, klipp und klar:
Lebendig – und nicht etwa tot!
Die Bögen sind aus Pferdehaar.
Man spielt halt Haydn – oder Mo(t)-

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zart klingt das nicht. Es fehlt die Wärme.
Dies Kratzen stört mich auch, dies Zischen!
Die Saiten: Das sind Katzen-Därme!
Das Holz: bemalt mit Blut von Fischen.

Von Tierwohl habt ihr keinen Plan.
Ein Streichquartett ist nicht vegan.

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Arno Lücker wuchs in der Nähe von Hannover auf, studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Hannover, Freiburg - und Berlin. Er arbeitet als Autor (2020 erschien sein Buch »op. 111 – Beethovens letzte Klaviersonate Takt für Takt«, 2023 sein Buch »250 Komponistinnen«), Moderator, Dramaturg, Pianist, Komponist und Musik-Satiriker. Seit 2025 ist er Dramaturg an der Staatsoper Hannover. Seit 2004 erscheinen regelmäßig Beiträge von ihm in der TITANIC. Arno Lücker ist Bad-Blog-Autor der ersten Stunde, Fan von Hannover 96 und den Toronto Blue Jays.

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