Markiert: Orchester

Verabschiedet sich die DOV vom Flächentarifvertrag?

Verabschiedet sich die DOV vom Flächentarifvertrag?

Was sind eigentlich faire Arbeitsbedingungen? Niemand fragt sich das wohl häufiger als Komponisten. Die wissen schließlich genauestens, als ihre eigenen Projektmanager und Antragssteller und Produzenten und Kreative, dass jeder Mensch, der bei dem von ihnen beantragten Projekt Lampen schraubt und dicke Bretter die nicht die Welt sind bohrt, am Ende...

Wir bauen ab

Wir bauen ab

Eigentlich geht es uns gut. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt, zum Teil auf Kosten anderer, aber egal, irgendeinem geht es immer besser, irgendeinem immer schlechter. Man beneidet uns weltweit: um unsere schönen Autobahnen, auf denen Löcher noch repariert werden. Um unsere ehrlichen Bürger, die mieten und nur selten kaufen, und daher auch keine Kreditblasen erzeugen. Um unsere relativ unkorrumpierbaren Beamten. Aber vor allem auch um unsere Kultur und unsere Bildung: unsere Opernhäuser, unsere Theater, unsere Museen, unsere Akademien, unsere Universitäten. All dies war unseren Altvorderen einmal wichtig gewesen, und sie haben Stein auf Stein gesetzt um diesen ihnen wichtigen Dingen ein Haus zu geben: dem Humanismus, den Künsten, der Bildung. Oder auch: Dem Wahren, Schönen, Guten. Was heute nur so abgedroschen klingt, weil vergessen wurde, was es eigentlich mal bedeutet hat. Weil dennoch Kriege geführt und schreckliche Verbrechen begangen wurden.
Vielleicht könnte einer sagen: Medizin ist nicht ohne Wert, nur weil sie nicht immer vor Krankheit schützt.

Der Verlust der Individualität

Der Verlust der Individualität

Gedanken zu einer Kollage der Anfangsakkorde von Beethovens „Eroica“, von 1924 bis heute

Viele deutsche Musikhochschulorchester, kaum Pflege spieltechnischer Standardwerke der Neuen Musik

Viele deutsche Musikhochschulorchester, kaum Pflege spieltechnischer Standardwerke der Neuen Musik

Manchem Blog-Leser bin ich mit meinen Ausfällen gegenüber dem Gedanken „ePlayer“, wie diesen Gedanken des Musikphilosophen Harry Lehmann z.B. ein Gastartikel von Stefan Hetzel hier erläuterte. Wenn ich ein wenig zurückrudere, muss ich zugeben, dass die kompositorische Realität für das Gros von uns heute der Orchesterklang der Soundkarte des heimischen...

Der Friedhof der Kuschelkultur (Update: Jetzt mit Gera/Altenburg!)

Der Friedhof der Kuschelkultur (Update: Jetzt mit Gera/Altenburg!)

Beginn eines Überblickversuches über das drohende deutsche Orchestersterben (work in progress)

SWR Intendant verbietet Konzert

SWR Intendant verbietet Konzert

Hurra, Musik hat wieder eine Bedeutung, Musik ist wieder gefährlich. Zumindest für jene, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich selbst abzuschaffen. Oder das, wofür sie von uns allen ihr Geld bekommen. Alles das, für das sie stehen könnten. Das Ansinnen, gemeinsam mit zwei ehemaligen Chefdirigenten ein Protestkonzert durchzuführen,...

Musik zum Streicheln

Die Amis, die Amis….
Natürlich wissen wir, dass es Kultur generell in den USA relativ schwer hat, was nicht überrascht bei dem verschwindend geringen Budget des „National Endowment for the Arts“ im Vergleich zur Größe des Landes (der Bad Blog berichtete). Daher überrascht es nicht, wenn die Finanzkrise auch weitere Auswirkungen z.B. auf die Orchesterszene dort hat.

Wichtige Information für alle Berliner (Eltern)

Wichtige Information für alle Berliner (Eltern)

Die Geschichte des Jugendorchesters der Musikschule Marzahn-Hellersdorf ist untrennbar mit den Namen Martina und Rainer Feldmann verbunden. Beide waren bis vor wenigen Jahren Lehrkräfte an der Musikschule und maßgeblich an der Gründung und an den ersten Projekten beteiligt. Beide unterrichten inzwischen nicht mehr in Marzahn, was jedem, der die seltsamen Ränkespiele gegen das Orchester in den letzten Monaten verfolgt hat, sehr schnell einleuchten wird.

Das Jahrhundert der lebenden Toten

Das Jahrhundert der lebenden Toten

In der letzten Zeit war ich in wenig still hier, was einerseits mit der üblichen Arbeitsüberbelastung vor Weihnachten zu tun hat, andererseits mit der Tatsache, dass mich die momentan sich überschlagenden Negativnachrichten im Kulturbetrieb so ermüdeten, dass Sprachlosigkeit die Folge war. Aber man will halt ungern erneut in den (verständlichen) Chor des Lamentierens einfallen.

Et tu, Brandenburg

Et tu, Brandenburg

Wieder einmal ist eine regionale Kulturinstitution bedroht – diesmal die wunderbaren Brandenburger Symphoniker, die sich gerade in den letzten Jahren unter ihrem Leiter Michael Helmrath mit innovativen Projekten und einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht haben.