Vor einigen Tagen erschien in den Verbandsinformationen des DKV (Deutscher Komponistenverband) ein wie ich finde bemerkenswerter Artikel von Johannes Hildebrandt zum Thema „Sounding D“. Johannes muss ich hier nicht groß vorstellen – er ist ein sowohl in der politischen Arbeit bei der GEMA und beim DKV engagierter Komponist und einer der Organisatoren und Begründer eines der wichtigsten ostdeutschen Neue-Musik-Festivals, der Weimarer Frühjahrstage. Auch bei uns im Blog hat er sich immer wieder mal zu Wort gemeldet.
Zuallererst noch einmal Thema Holland, Muziekcentrum van de Omroep (ihr erinnert euch). Inzwischen gibt es mal wieder eine Online-Petition, in die man sich bis zum Dienstag eintragen kann. Keine Angst, man wird kein Mitglied irgendeiner Geheimorganisation und muss auch nichts spenden, unter den Unterzeichnern der Petition sind Leute wie Simon Rattle, also bitte auch unterzeichnen.
Bekanntlich streiken die Berliner Opernorchester aktuell. Sie fordern die Anpassung der Gehälter an das Niveau ihrer Kollegen im restlichen Bundesgebiet. Im Zuge des Streiks begannen Aufführungen verspätet oder mussten nach der Pause – wegen Orchesterabwesenheit – vom Klavierkorrepetitor begleitet werden. Heute ist ein guter Artikel dazu erschienen. Die Autorin berichtet...
der tag hattte eine ansteigende kurve gezeigt. nach simons remix kam eine konzert für bassetthorn und orchester von marco stroppa. binnen einer zehntelsekunde war eine klangwelt da, eine mozartaura und stroppa spielte raffiniert mit unterblasenen tönen, aquarellfiguren, deren strukturen eletrkonisch vergrößert wurden. mal jemand, der mit seinem material arbeitet, statt...
sprach ich gerade von existenziellen geschichten? bei den ersten beiden stücken des konzerts von radio hilversum habe ich zu keiner sekunde einen eindruck gewonnen, warum die adretten jungen herren komponieren. dass sie was können, steht außer frage, doch warum man sich das anhören muss, weiß ich nicht. christian dierstein geht...
der letzte tag, das publikum hat sich noch einmal verändert. die ersten sind bereits mit koffer erschienen, andere gar nicht mehr, wieder andere sind eigens für den letzten tag angereist. und ich komme hier gar nicht mehr hinterher. also thema ablinger. entweder er ist ein genie oder er ist ein...
na gut, es war ein fehler, sich die ardittis im radio anzuhören. die erhoffte konzentration war erkauft um den preis einer größeren distanz als zu den vorangegangenen quartetten. auch wenn ich mir bei keinem anderen quartett genauer vorstellen könnte, wie es mit präzisen gesten die musik auf seinen pulten durchexerziert...
erst beim frühstück hab ich’s verstanden. dank tatkräftiger mithilfe sämtlicher anwesender swr-mitarbeiter habe ich verstanden, dass ich meinen plan, diesen tag am radio zu verbringen nur unter herben einbußen in die tat umsetzen kann. was – zu meiner ehrenrettung – nicht nur ich nicht verstanden habe: die ardittiade findet an...
dann doch. der mensch ist, frei nach wittgenstein, ein zeremonielles tier. und nach der strandung war die sehnsucht groß, teil der festgemeinde zu werden, im taxi vom bahnhof zur – von außen – in neuem glanze erstrahlenden donauhalle hörte ich zum ersten mal die töne, wegen derer ich hergekommen bin:...
Cristian Bence-Muk talks about music life, composing and curating in Romania. He talks about his experience with the singing and voice and how composes for singers. He shares his thoughts on authenticity and so much more.