Kategorie: kulturpolitik

Andreas Bourani. Foto: Hufner 2

Der Ohnmacht sein Vertrauen schenken – G20-Gipfel & die Musik

Anfang Juli findet der G20-Gipfel in Hamburg statt. Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs wird am 7./8. Juli 2017 in Hamburg stattfinden. Die Stadt rüstet sich auf und ein. Der G20 gehören 19 Staaten sowie die EU an. Die Länder sind: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien,...

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Kurzbericht vom EvS-Musikpreis 2017

Gibt’s was zu berichten? Eigentlich nichts. Business as usual. Gut gemachte Show. Bessere Komponistenvideos als letztes Jahr, vielleicht etwas zu düstere Farbe. Fein gespielte Werke der Preisträger Streich und Pelzel, anrührendes vierhändiges Klavierspiel des Hauptpreisträgers Pierre-Laurent Aimard mit seiner Ehefrau Tamara Stefanovich, als sässen die Kurtags im Saal, zuvor die...

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Die akademische Blase

Ich denke wir brauchen neue Schwerpunkte an Musikhochschulen, weg von der Vorbereitung auf Orchesterprobespiele oder meist nicht stattfindende Solokarrieren als „Klassikstar“; weg von extrem konservativ geprägten Hochschulwettbewerben und akademischen Karrieren. Brauchen wir wirklich eine Doktor- oder Mastertitel, um großartige, tiefgründige und bewegende Musik schreiben zu dürfen? Wer an die Bedetung dieser Titel glaubt, ist ein Narr.

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GEMA MV 2017 – ein paar E Emotionen zu Abrechnung und mehr Zeit für Antrag 32

Liebe GEMA, eigentlich muss ich Dich für die E-Musik Tantiemen, die ich am 1.5.17 von Dir ausgeschüttet bekam, loben. So viel Geld, ich kam mir ein wenig wie Dagobert Duck vor. Doch ehrlich gesagt, bin ich zugleich über diese Ausschüttung enttäuscht. Es fehlen immer noch Aufführungen aus Zeiten um 2013/14....

The Milgram Experiment was an influencing factor on ethics in modern-day psychology 0

Art as an Excuse? Ethics in New Music

In Alex Temple’s article “Composers, performers, and consent”, she talks about something seldom spoken of in new music: a composer’s relationship to their performers with regards to writing music that is also sustainable for the people performing them. She cites an interaction that Jessica Aszodi had with a composer in...

Offene und unsichtbare Netzwerke – Mauser und das Stars and Rising Stars-Festival in München sowie weitere Gremien

[Update 5.5.17] Netzwerke sind das A und O im heutigen Musikleben. Selbst Kulturamtsverwaltungen animieren Einzelkünstler sich zu vernetzen, mit sozialen Medien sind selbst internationale Bande schnell geknüpft. Die dunkle Seite von Netzwerken offenbart sich beim Blick auf Kuratorien und Jurys. Richtig interessant wird es, wenn man einen Pool weniger Persönlichkeiten in...

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Kunst und Moral. Oder: wie anständig muss man als Künstler sein?

Es geht hier also keineswegs um Sex, es geht um Macht. Denn natürlich sollte es jedem klar sein, dass die eigene Freiheit da aufhört, wo die Freiheit des anderen anfängt. Niemand kann ja etwas gegen einen „libertinären“ Lebensstil einwenden, denn es sollten sich heutzutage eigentlich leicht genügend Menschen finden lassen, die diesem Lebensstil ebenso frönen und mit denen man sich dafür zusammenfinden kann. Das Problem beginnt da, wo ich meinen eigenen „libertinären“ Lebensstil anderen aufdränge, oder sie ungefragt dazu verführen will. Wer keinen Zungenkuss bei einem rein beruflichen Gespräch erwartet, wird davon schockiert sein, so viel sollte klar sein. Wer vorhat eine musikalische Probe mit Gitarre zu spielen, erwartet nicht unbedingt vom damaligen Chef der Hochschule bedrängt zu werden.

Beethoven und Europa. Foto: Hufner 17

Christine Lemke-Matweys urkomische Politik-Vorlesung in der ZEIT

Plötzlich war er da, dieser Schnellschuss in Sachen: Ich sage Euch mal, wie politisches Engagement geht. Autorin: Christine Lemke-Matwey in der ZEIT. Wen hat sie im Visier: Alban Gerhardt, Igor Levit, Yaara Tal und Andreas Groethuysen und Fazil Say. Ihr Fehler: Sie äußern oder äußerten sich auch außerhalb ihrer schwarzen...

Pressefoto Teodor Currentzis. Foto: Alisa Calipso for Malina 4

Was sind schon Worte? Teodor Currentzis wird Chef des SWR-Symphonieorchesters

„Kein Dirigent – und damit ausdrücklich auch keiner der Unterzeichnenden – wird in der Lage sein, auf absehbare Zeit aus den zwangsfusionierten Musikern einen Klangkörper zu formen, dessen Rang mit dem der beiden mutwillig zerstörten, traditionsreichen Sinfonieorchester auch nur im Entferntesten konkurrieren könnte.“ (Teodor Currentzis 2013 – sowie 159 weitere...

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Alt vs. Neu Teil 2: Das Restaurantgleichnis

Wie wir sehen: es geht also nicht um gut gegen schlecht, auch nicht um alt gegen neu, sondern allein um gesunde Vielfalt, wider den Inzest des Klassikeinheitsbreis, in den Küchen wie in den Konzertsälen. Wer die Vielfalt der Musik aber dauerhaft einschränkt, das andere oder neue beharrlich ausblendet, handelt genauso wie jemand der behauptet, dass es nicht sinnvoll wäre, ein anderes als ein gutbürgerliches Restaurant aufzusuchen, da ja dort einmal 99% der Menschen gegessen haben (weil sie nichts anderes kannten).