Markiert: Krise

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Mein Schweigen

Im Schweigen liegt auch Kraft, da man das, was irgendwann zu sagen ist, nicht durch Aktionismus unkenntlich macht. Man ist auch Komponist, wenn man nicht komponiert, genauso wie man auch immer Torwart ist, selbst wenn man in einem Spiel kein einziges Mal einen Ball abwehren muss.

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„Mindestens eine große Terz Abstand halten!“ – Ludwig van Beethovens „Für Elise“ (Corona-Version)

In diesen Zeiten müssen wir zusammenstehen – aber Abstand halten! Das gilt ab sofort auch für Musik! Kein „Tristan“ mehr – und auch keine Original-„Für-Elise“-Interpretationen unseres – wegen Corona lol – nun final gescheiterten Jubilars Ludwig van Beethoven. (Der Corona-Virus ist letzten Endes nur die Rache für die einfallslosen Beethoven-Programme...

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Musik-Stars und Corona: Von Verantwortung, Nichtstun bis Defätismus

Wie halten es eigentlich Rapper, Hiphopper, DJs, Rock- und Metalbands und klassische Musiker mit ihrer Verantwortung in der Corona-Virus-Krise ihre Fans und Follower zum vernünftigen sozialen Verhalten aufzurufen wie David Garret oder ein paar Promi-SJs? Oder sich als Vorbild einzuschränken? Denn was helfen Appelle der Mutti-Kanzlerin, Söders Drohungen, wenn sich...

Blog of Bad Virus: Wolfgang Wodarg ist eine dumme Wurst. Von Verharmlosern und Zynikern. 0

Blog of Bad Virus: Wolfgang Wodarg ist eine dumme Wurst. Von Verharmlosern und Zynikern.

Ein einziger Experte – nennen wir ihr Herrn Wodarg – hält dagegen den Asteroiden an sich für eine Illusion und argumentiert, dass es ja schon immer Asteroiden gegeben hätte, und die ja auch eigentlich immer an der Erde vorbeifliegen. Außerdem würde man sowieso irgendwann sterben.
Jetzt mal ganz ehrlich – würdet ihr in einer solchen Situation in eurer Stadt bleiben und vage darauf hoffen, dass Herr Wodarg als einziger Recht hat, oder lieber auf Nummer sicher gehen und die Stadt vorsorglich verlassen?

Wohin hoppelt denn die Oper? Kommentar zu Stephan Speichers Artikel gestern in der FAZ

Lieber Stephan Speicher,

Als Feuilleton-Junkie habe ich natürlich gerne ihren einseitigen Artikel in der FAZ vom 7.7. gelesen, es ging ja auch um mein „Lieblingsthema“, den vermeintlichen Niedergang des Opernbetriebes. Zumindest glaube ich dieses Thema aus ihren insgesamt wenig Hoffnung erweckenden Zeilen herauszulesen. Da ist von sinkenden Abonnentenzahlen die Reden, vom Verschwinden des gebildeten Bürgertums. Von leeren Opernhäusern bei Aufführungen von Morton Feldman, und von dem von Stuckenschmidt beschworenen „Ende einer Epoche“. Von Geltungsverlust durch größere Freiheit.
Insgesamt scheint da also wenig Hoffnung für die „anspruchsvolle“ Neue Musik und deren Diskurs mit dem Publikum.

Das Jahrhundert der lebenden Toten

Das Jahrhundert der lebenden Toten

In der letzten Zeit war ich in wenig still hier, was einerseits mit der üblichen Arbeitsüberbelastung vor Weihnachten zu tun hat, andererseits mit der Tatsache, dass mich die momentan sich überschlagenden Negativnachrichten im Kulturbetrieb so ermüdeten, dass Sprachlosigkeit die Folge war. Aber man will halt ungern erneut in den (verständlichen) Chor des Lamentierens einfallen.

das servus-feuilleton und die akademien für kritik

das servus-feuilleton und die akademien für kritik

es scheint grad richtig in mode zu sein. – die taz veröffentlicht eine reihe zur zukunft der musikkritik http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/mehr-als-der-facebook-daumen/ – herr rauterberg fordert in der zeit vom 5. august: akademien für kritikkritik [linknachträger weist auf einen älteren artikel aus dem jahr 2004 hin: Kunstkritik] – und der könig aller selbstverliebten,...

„Während die Musikindustrie total eingebrochen ist, sind wir aufgebrochen“

„Während die Musikindustrie total eingebrochen ist, sind wir aufgebrochen“

Interessanter kleiner Artikel aus der Österreichischen Presse zum Thema Tonträgerindustrie. http://diepresse.com/home/kultur/klassik/554503/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/index.do