Zweitausendvier habe ich mit meiner ersten externen Festplatte angefangen. Zweihundertfünfzig Gigabyte. Eine spontane Entscheidung, denn ich war zu Besuch bei einem Freund, der bereits ein ansehnliches Archiv mit tausenden Musikdateien angelegt hatte und schon kurz vor der Anschaffung einer zweiten Festplatte stand. Besagter Freund pflegte, regelmäßig alle wichtigen Radiosendungen mit...
Als kleine Serviceleistung und um ein wenig Licht in die trübe Suppe der Terminologie in den Kommentarspalten zu bringen. Regel Nr. 1: Verwenden Sie NIE einen mit der Ästhetik der klassisch-romantischen Musik in Verbindung stehenden Begriff, insbesondere nicht: Melodie, Rhythmus, Harmonie, Motiv, Tonalität. Es sei denn: sie werten diesen Begriff...
Moliere war gut darin, menschliche Unzulänglichkeiten zu beobachten, diesen Beobachtungen eine unterhaltsame, dramatische Form zu geben und dadurch seine Beobachtung auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Ein erkenntnisstiftender Prozess, wenn man so will. Eines seiner berühmtesten Stücke ist „Der eingebildete Kranke“- „Le malade imaginaire“. Molières letzte Komödie. (An der er...
Wir können Stücke wie „Different Trains“ von Reich oder „De Staat“ von Andriessen durchaus als „Hits der Moderne“ bezeichnen, aber ihr Aufführungsaufkommen ist lächerlich gegenüber Stücken wie „Sacre“ oder „Carmina“.
Dass es diese Art von Hits heute nicht mehr gibt, ist nicht allein Schuld der Komponisten, denn es ist heute unglaublich schwierig eine Massenverbreitung zu finden, auch für die Popmusik. Aber wenn ein Stück eine dauerhafte Attraktivität besitzt, die eben über die Insiderzirkel hinausgeht, ist schon sehr viel gewonnen. Und es hilft auch den ungewöhnlicheren, abseitigeren Sachen, die durch solche Leuchtturmstücke erst auffindbar werden.
Gerade eben erreichte mich ein Brief der GEMA, der allein an die Komponistenverbände und Verlegerverbände ging, also nicht alle E-Komponisten erreichen wird, daher möchte ich hier darüber informieren. Der Inhalt des Briefes liegt mir nur als .pdf vor, ich werde aber versuchen, ihn hier zugänglich zu machen.
Max Nyffeler machte mich auf ein interessantes Interview aufmerksam, das schon Anfang Mai in der Frankfurter Rundschau erschien. Es wurde mit Herbert Beck, dem Geschäftsführer der Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main GmbH geführt, der die Zukunftspläne dieses Fonds bis zum 22. (?) Jahrhundert entwirft, und dabei auch en passant andeutet, was mit den Darmstädter Ferienkursen passieren wird.
Ich denk mir das nicht aus. Nicht wirklich, wirklich nicht. Moritz, der andere Moritz, sagte neulich zu mir, dass alle Musik Gebrauchsmusik sei. Da zuckten meine angezüchteten Reflexe Einhalt. „Das stimmt natürlich so nicht!“ schrien geschätzt 113 Semesterwochenstunden und 73,15 Euro Kopiergeld in mir. Und gaben kleinlaut bei, als mein...
Was mache ich überhaupt in „Tegel – Du verdammtes Tor zur Welt“ (Klaus Hoffmann)? Als Juryvorsitzender einer wild divergenten Jury bestehend aus Lukas Hilbert, Dirk Darmstaedter, Annette Focks, Michael Holm, Isabel Mundry und Thorsten Brötzmann hatten ich 2 ganze Tage mit den Anderen darum gekämpft, Nominierungslisten aus einer ebenso wilden Auswahl von Komponisten und Textern aller Genres zu erstellen. Heute sollen die Früchte geerntet werden – eine große Publicityaktion der GEMA, die im Moment verstärkt um ein gutes Image angesichts zunehmender Interesselosigkeit gegenüber Urheberrechtsbelangen kämpft und wieder die „Autoren“ in den Mittelpunkt rücken will – mit dem Deutschen Musikautorenpreis.
Auszug aus Hikari Kiyamas Raga φ. Zweiter Preis im Kompositionswettbewerb der ensemblia 2009. Samstagabend im Theater Krefeld-Mönchengladbach. Eine halbe Stunde vor der Uraufführung befindet sich ein Musikjournalist noch in großem inneren Aufruhr. Death Metal, habe er gehört, käme in einem der Stücke vor, und Head Bang, was das denn sei....
Cristian Bence-Muk talks about music life, composing and curating in Romania. He talks about his experience with the singing and voice and how composes for singers. He shares his thoughts on authenticity and so much more.