In Brasilien sind sogenannte „brasilianische Barbecue“-Restaurants sehr beliebt. Die Idee ist simpel: man setzt sich an einen Tisch, bekommt einen Teller und kann sich so viel man will von einem reichhaltigen Buffet nehmen. Auf dem Tisch hat man eine kleine Scheibe – diese kann man auf zwei Seiten drehen: Rot heißt „Nein Danke“, Grün allerdings heißt, dass alle 2 Minuten ein Herr vorbeikommt und einem einen gigantischen und triefenden Fleischsspieß über den Teller hält. Auf diesem Spieß kann sich alles mögliche befinden: Nackenfleisch, Bauchfleisch, Roastbeef, gigantische Würste die sich um den Spieß kringeln, aber auch zum Beispiel 20 Hühnerherzen, eine besonders beliebte Delikatesse. Der Kellner schneidet einem dann ein großzügiges Stück ab, das man mittels einer kleinen Zange vom Spieß ablöst.
Einer der Gründe für mich beim „Amazonas“-Projekt mitzumachen war, meinen langjährigen Emailfreund Claudio Toffoli (kurz Toffo) endlich einmal „in the flesh“ kennenzulernen, denn er lebt und arbeitet hier in Sao Paulo. Seit 8 Jahren tauschen wir regelmäßig Gedanken über Musik aus – Toffo ist ein profunder Kenner brasilianischer Musik, von Brega (dem brasilianischen Wort für „Schlager“ – hier sehr abfällig gebraucht) bis zu klassischer Musik.
Ich habe keine Zeit. Meine liebsten Menschen haben Geburtstag, ich habe viel zu tun, muss komponieren, Radio machen, an meiner Diss. schreiben. Muss = will. Also, ich bin nicht in Darmstadt, das steht fest. Darmstadt 2010 scheint wirklich anders, scheint wirklich endlich wieder gut zu werden. Könnte jedenfalls so sein....
Gestern Abend wurden die 45. Internationalen Ferienkurse für neue Musik eröffnet. Zum festlichen (!) Auftakt spielte das eigens angereiste (!) hr-Sinfonieorchester im architektonisch reizvollen (!) Staatstheater Darmstadt Gérard Griseys 80er Jahre-Hymne „Les Espaces Acoustiques“. (Freunde des Adjektivs, ich hoffe, ihr erkennt meine Stilbemühungen! ;-) Ich bin ein Darmstadt-Novize, noch nie...
Es gibt Menschen, die muss man nicht einmal kritisieren, um sie zu desavouieren. Es genügt, wenn man sie zitiert. Peter Boudgoust gehört ab sofort dazu. Boudgoust ist der große Vorsitzende des SWR, der in diesem Jahr noch dazu der große Vorsitzende der großen ARD ist. Er sieht nicht so aus...
Es gibt Künstler, die fast alles an und in ihrem Leben künstlerisch betrachten. Als Klang, als Musik, als Aktion, als zeitweilig ziemlich daneben gegangener Liebesroman. Nicht als fertiges Kunstwerk, sondern als Vorform, Möglichkeitsform von Kunst. Längst muss man nicht mehr, wie einst unsere großen Idole Joseph Beuys oder Johannes Kreidler...
als vor einigen monaten die nachricht über den geplanten mini-pavillon der münchner staatsoper in der presse erschien, konnte ich mich eines milchzahnbissigen kommentars nicht enthalten. jetzt endlich – ich weiß, hab den schlingel verpasst und das, wo er gerade seine abschiedrunde dreht, was passiert eigentlich jetzt in berlin mit der...
Cristian Bence-Muk talks about music life, composing and curating in Romania. He talks about his experience with the singing and voice and how composes for singers. He shares his thoughts on authenticity and so much more.
Lucy Shelton talks about her path into singing lots of contemporary music and making her Metropolitan Opera debut at the age of 82 in the role of The Teacher in Kaija Saariaho's "Innocence". She speaks about what keeps her healthy and still singing, sharing her thoughts on Sprechstimme, acting, telling a story and learning crazy […]