Auktionskunst

Es gibt Künstler, die fast alles an und in ihrem Leben künstlerisch betrachten. Als Klang, als Musik, als Aktion, als zeitweilig ziemlich daneben gegangener Liebesroman. Nicht als fertiges Kunstwerk, sondern als Vorform, Möglichkeitsform von Kunst. Längst muss man nicht mehr, wie einst unsere großen Idole Joseph Beuys oder Johannes Kreidler – so scheint es – über das altbekannte Thema „Kunst und Alltag“ – gerne auch „Kunst vs Alltag“ – grübelnd nachdenken. Kunst ist längst im Alltag angekommen und der Alltag in der Kunst aufgegangen. Zumindest ist er, der Alltag, dadurch besser, leichter, unterhaltsamer geworden. Jedenfalls für die Künstler, die sich diese Freiheit der Überall- und Alles-Kunst nehmen. Und damit natürlich ihren Mitmenschen zeitweise gehörig auf den Geist gehen.

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Kein Aspekt des Lebens bleibt von künstlerischen Gedanken verschont. Alles wird durch den Fleischwolf der aktuellen Ideen gedreht. Ein Kochrezept wird zum Lautpoem, die Beschwerde des Vermieters wegen der zu lauten WG-Einweihungsparty zur Kabarettperformance – und eine Ebay-Verkaufsstrategie zur A(u)ktionskunst.

Als vor ein paar Jahren ein Freund, einer dieser unverbesserlichen Immer-Künstler, Platz schaffen und seine Klassik-CDs bei Ebay verkaufen wollte, bald aber feststellte, dass hohe Summen mit Aufnahmen, die man irgendwann einmal sehr billig in Drogeriemärkten erworben hatte, nicht zu erzielen waren, machte er die erfolgreiche Auktionsplattform zu seiner künstlerischen Aktionsplattform.

Heraus kamen folgende – authentisch überlieferte – Produktbeschreibungen:

Deutsches Requiem: Brahms‘ Meisterwerk. Maßstäbe setzte die vom berühmten Naxos-Label aufgesetzte Einspielung mit Miriam Gauci, dem genialen Eduard Tumagian und dem tschechoslowakischen Radiosymphonieorchester und -Chor unter A. Rahbari. Vor allem der 4. Track „Wie lieblich sind deine Wohnungen“ gilt in der Klassik-Welt als „Wunder“. Muss mich schweren Herzens nun davon trennen.

Bewertung des Käufers: Alles Bestens, gerne wieder :-)))

Die legendäre Präsentation der Gewandhaus-Kammersolisten, nur in gewissen DDR-Kreisen bekannt, offiziell unterdrückt. Ein einzigartiges Dokument. Jetzt kann ich eines der wenigen erhaltenen Exemplare anbieten.

Bewertung des Käufers: Alles bestens, vielen Dank!

Beethoven Symphonien: Die „Zweite“ und „Siebte“. In der einzigartigen Aufnahme von Karl Münchinger mit „seinem“ Radiosymphonieorchester Stuttgart. Kann mich nur schwer davon trennen – eine wunderbare CD, heute nur noch schwer erhältlich.

Bewertung des Käufers: gut

Anton Bruckners Meisterwerk in der ebenso meisterhaften Einspielung von Maestro Milan Horvat und dem Austrian Radio Symphony Orchestra. Diese Aufnahme ist unter Kennern seit einiger Zeit gesucht.

Bewertung des Käufers: Ware gut. Lieferung prompt. Gerne wieder!

Anton Bruckners Meisterwerk. Kongenial eingespielt vom Rundfunk-Symphonie-Orchester Berlin unterm unvergessenen Heinz Rögner. Eine Rarität, über die viel gemunkelt wird. Ich kann sie jetzt zum Verkauf anbieten.

Bewertung des Käufers: Ware gut. Lieferung prompt. Gerne wieder!

Ravels G-Dur-Konzert und das D-Dur-Konzert (für die linke Hand). Mit dieser Einspielung konnte Rolf-Dieter Arens erstmalig auf sich aufmerksam machen. Vom Klassik-Gott Brettschneider als „meisterhaft und völlig herausstehend“ bezeichnet. Ich kann mein Exemplar verkaufen, wünsche viel Erfolg beim Ersteigern.

Bewertung des Käufers: Ware gut. Lieferung prompt. Gerne wieder!

Die drei großen Klaviersonaten Chopins, in der langgeplanten Produktion mit der großen Idil Biret. Schlichtweg fantastisch, einmalig. Ich muss mich schweren Herzens davon trennen.

Bewertung des Käufers: Alles Super, gerne wieder!

PrestigeClassics brachte diese Zusammenstellung 1995 heraus und erorberte sensationell den Markt: Forellenquintett, Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“, Wandererfantasie und die Moments musicaux D 780 1-6 vereinigt auf einer Doppel-CD, mit damals noch unbekannten Interpreten: dem Philharmonic Quartet und Peter Toperczer am Klavier. Große Musik und zugleich auch ein wichtiges Dokument. Kann mich davon nur schweren Herzens trennen.

Bewertung des Käufers: tadellos danke

Liszt h-moll-Sonate, von Mirka Pokorna gespielt. Ihre letzte Einspielung vor dem tragischen Unfall. Damit das letzte Zeugnis der „Warenberg“-Schule. Genial. Schumanns Fantasie C-Dur Op.17, von Annerose Schmidt gespielt. Das „edel“-Label verbindet diese beiden Aufnahmen, die jeweils eine eigene Perspektive auf diese zwei Schlüsselwerke der Romantik werfen. Ein Dokument. Heute nicht mehr normal erhältlich. Ein Exemplar kann hier verkauft werden.

Bewertung des Käufers: Sehr schöne Aufnahme

Britten, Klavierkonzert; Elgar, Enigma-Variationen. Zwei Meisterwerke, vom immer wieder aufsehenerregenden Radio-Symphonie-Orchester Saarbrücken unter Skrowaczewski eingespielt, mit Robert Leonardy am Klavier. Wird erfahrungsgemäß bei Ebay hoch gehandelt. Viel Glück beim Bieten!

Bewertung des Käufers: Alles okay.

Stephen Bishop Kovachevics große Einspielung der besten Klavierkonzerte Mozarts: Nr. 20 d-moll KV 466 und Nr. 23 A-Dur KV 488, mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis. Von Philips selbst als seinerzeit „beste Produktion ihrer CD-Geschichte“ bezeichnet. Genial.

Bewertung des Käufers: gut und unproblematisch

Beethovens Meisterwerk in der phänomenalen Einspielung der „Berliner Philharmoniker Mexikos“, dem Orquesta Sinfonica dal Estado de Mexico unter dem diabolisch-genialen Enrique Batiz. Gerüchten nach soll der Bass Sarabia seine phänomenale Leistung durch vorige Einnahme von LSD erzielt haben. Lange war diese berüchtigte Einspielung nicht erhältlich, jetzt kann sie hier ersteigert werden.

Bewertung des Käufers: Leider nicht verkauft.

Author profile

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet er als Moderator und Dramaturg. Er ist Künstlerischer Leiter der Astronomie-Musik-Reihe "Himmlische Partituren" im Zeiss-Großplanetarium Berlin, arbeitet von Berlin aus für das Brucknerhaus Linz, schreibt Programmtexte für zahlreiche Orchester (Wiener Philharmoniker, New York Philharmonic), macht Konzerteinführungen in der Elbphilharmonie Hamburg, der Kölner Philharmonie und anderswo. Außerdem ist er Bad-Blog-Autor der ersten Stunde und arbeitet als Kurator für die Musikstreaming-App IDAGIO.

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2 Antworten

  1. querstand sagt:

    Warum schweigen die Hetz-Berliner? Eigentlich bietet dieser Artikel Arno Lückers doch eine Steilvorlage für alle Kenner der Ostberliner DDR-Orchester Historie, die sich darüber aufregen könnten, wie ein armer Künstler – der die CD’s verkaufen möchte – Musik verschleudert, die eigentlich z.T. Besseres verdient hätte, als diese „Softcore-Classic“ Anpreisungen. Beim Namen Heinz Rögners, der relativ zurückhaltend angepriesen wird („Anton Bruckners Meisterwerk. Kongenial eingespielt vom Rundfunk-Symphonie-Orchester Berlin unterm unvergessenen Heinz Rögner. Eine Rarität, über die viel gemunkelt wird. Ich kann sie jetzt zum Verkauf anbieten.“) müsste ein alter Hase oder irgendein superschlauer Abonnent, der sich sonst über Hr. Lücker echauffiert, hier seine wilden Drohungen zum Besten geben. Also, wo bleibt Ihr erstklassigen Kenner?

    Aber da zeigt es sich, wofür Lückers Artikel allgemein stehen könnte: ehemals hochverdiente Herrschaften, wie eben jener Heinz Rögner, der jahrelang das Ostberliner Radiosinfonieorchester dirigierte, selbst an der Lindenoper GMD gewesen ist, ein relativ breites Repertoire hatte, dass sogar die Neue Wiener Schule einschloss – bis in die 1980er Jahre eher eine Ausnahme, abgesehen vom tonalen Schönberg – werden vergessen und abseits der heutigen Hochglanzklassik zu Niedrigstpreisen in Drogerien verscherbelt.

    Da ehrt es diese Vergessenen doch, wenn sie im Verhältnis zum eigentlich viel zu niedrigen Einkaufspreis vollkommen überteuert bei Online-Auktionsforen angepriesen werden. Leider helfen dann wohl nur jene zitierten Anpreisungen, überhaupt jemand dafür zu erwärmen.

    Ich machte mir die Mühe und jagte einige der Namen durch die Suchmaschinen. Festzustellen war, dass natürlich die meisten eher oberes Mittelmass sind, teilweise heutigen Ansprüchen nicht mehr ganz genügen, dennoch oft noch besser sind, was sonst so an osteuropäischen Fanatasiesinfonieorchestern durch das untere Klassikleben geistert. Dann aber auch so Ausnahmen wie Heinz Rögner oder vielleicht auch Karl Münchinger und Milan Horvat.

    Der Name Rolf-Dieter Arens begegnet einem als ostdeutscher Pianist, der zu DDR Zeiten im Westen wohl nicht zu bekannt gewesen sein dürfte, an der Musikhochschule Weimar bis dieses Jahr Rektor gewesen ist. Wie die Qualität seiner Ravelklavierkonzerteaufnahme sein mag, weiß ich nicht. Höchstwahrscheinlich ordentlich bis gut oder doch wirklich “meisterhaft und völlig herausstehend” – durchaus annehmbar.

    Am ehesten verdient die Mozart-CD mit Sir Colin Davis verscherbelt zu werden, auch wenn er tatsächlich sich eine Ehre machte, etliche Werke der Philips-Mozart-Gesamtwerk-Edition dirigiert zu haben. Als Spezialist für Berlioz ist er garantiert erheblich bedeutender.

    Eigenen Witz verschaffte mir Enrique Batiz mit seinem Orquesta Sinfonica dal Estado de Mexico. Als „Berliner Philharmoniker Mexikos“ würde ich sie nicht bezeichnen, eher Batiz als eine Art mexikanischer Klein-Boulez (Ircam!), dem es gelang, sich dieses Staatsorchester gründen zu lassen. Wenn man auf seiner Homepage herumstreunt, stößt man unter „Videos“, „9. Sinfonie Beethovens, 1. Teil“ auf ganz was Anderes: Das Adagietto aus Mahlers Fünfter mit einer viel zu lauten Harfe, die eher an ein Koto erinnert, wie hart sie angerissen wird. Unter „2. Teil“ dann tatsächlich Beethoven, der 1. Satz – nach einer langen Rede – sehr flott genommen, natürlich meilenweit von „historisch informiert“ oder dem Hochglanz von Aufnahmen der Nachkriegszeit entfernt. Dennoch für Mexiko wohl nicht unwichtig, genauso die von mir oben gescholtenen osteuropäischen Fantasieorchester in ihrer Heimat substantiell für das Klassikleben sein dürften. Schade nur, wie weit unter Wert sie sich in den fetten EU-Ländner verkaufen müssen, um zu überleben, wie sehr darunter die Qualität leidet, die sie pflegen müssten, um dann wieder in ihrer Heimat mehr Bedeutung und Unterstützung verlangen zu können – ein Teufelskreis!

    Jedenfalls zeigt Arno Lückers Artikel, wie überschwemmt eigentlich der Klassikmarkt, wie Marketing heute Alles ist, wie heutzutage drittklassig gemachte Aufnahmen aufpoliert werden durch Sounddesign und Werbung, um sie teuerst zu verkaufen, wie wahre Schätze unter die Räder kommen. Aber das Neue-Tonträgergeschäft hundertfach eingespielter Standardwerke muss weitergehen, egal was und wie man das eigentlich unter das Volk bringt! Auch ein Teufelskreis, der zwar dann auch Erstaufnahmen zu Unrecht vergessener Werke querfinanzieren mag, darauf aber nicht das Hauptaugenmerk richtet. Ich frage mich dabei, ob allerdings jede verstaubte Handschrift aufgenommen werden muss, genauso überflüssig, wie die tausendste Aufnahme des Bolero von Ravel!!

    Da wird seitens der Industrie über Einbussen geklagt, Kulturverfall moniert, dabei zerfällt nur sie selbst, denn ob da nun Klassik oder Pop verkauft wird, es geht nur um Bilanz, Bonus und Dividende.

    Ich selbst kann übrigens den von Herrn Lücker umrissenen „Auktionsaktionisten“ gut verstehen: meine Repertoire- und Abseitskenntnis erwarb ich mir auch im wahrsten Sinne zu Unsummen während meiner Musikhochschulzeit, den Ring Wagners für 400 Mark, Bruckners Sinfonien für 200 Mark, usf., erst als Schallplatten, später Unmengen von CD’s. Heute gleite ich durch Internetshops und kaufe mir dort am liebsten schnell downladbare Ware, wobei einem hier eher das bereits in CD-Form erworbene Standardrepertoire begegnet als das Seltene und Ungewöhnliche, da muss man oft lange suchen, trotz Suchmaschinen oder gerade wegen all der ins Abseits führenden Suchergebnisse – kann auch an meiner Suchtechnik liegen. Dennoch glaubt man, dass die Musikindustrie im Netz den gleichen Fehler der Repertoireverengung in die Breite x-facher Aufnahmen des gleichen Werks weiterbetreibt, wie sie es in den ängstlichen Jahren des beginnenden Einbruch des traditionellen Tonträgermarkts mit demselbigen vornahm.

    So verbreitet der „Auktionskünstler“ aber gerade wegen seinen Anbiederungen an die Titulaturen des Soft-Klassik-Sprechs wieder Hoffnung. Seltenes, einzigartiges und Selbstgespieltes an Wiederentdecktem wie Eigenkomponiertes kann man hoffentlich doch noch oder erst recht wieder im Netz selbst und billiger direktverkaufen, als das die Industrie vormachte, wenn man zu einer sinnvollen Bündelung mit Gleichgesinnten fähig ist.

    Oder es müssen einfach noch vielmehr kostenlose oder preiswerte Angebote her, wie man sie ja z.T. bei der Mozarteum-Stiftung schon vorfindet, wie die Schönberg-Founfation unbemerkt schon länger versucht oder jetzt auch Bachs Faksimiles im Netz einsehbar werden. Dann kann man sich dort wirklich auf erhaltenswerte Interpretationen begrenzen und statt soviel altem und neuen Hochglanzmittelmass so etwas wie „Volksbildung“ erreichen. Die Frage ist nur, ob meine osteuropäischen Fantasieorchester das überleben werden, ob auch in eruopäisch geprägten Gesellschaften der Südhalbkugel Klassik auf hohem Niveau weiter möglich sein wird, welche Anstrengungen es dazu braucht, die kurze Militärputschs und Legislaturperioden überdauern zeigt „El Sistema“ in Venezuela. Auch vergesse man nicht die zarten, oft leider sehr schlechten und leider zu sehr mit den Regimes verstrickten Orchester beispielsweise in Ägypten und im Irak: klassische Musik scheint doch eine Art weltweites Lebenselixier zu sein, das leider oft so gestreckte schlechte Droge verhökert wird.

    Jedenfalls hätte ich mich vor 15, 20 Jahren über eine kostengünstigere Zugänglichkeit von Tonträgern sehr gefreut. Zwar erfreue ich mich immer noch an den Aufnahmen, irgendwie komme ich mir aber trotzdem wie eine ausgenommene Weihnachtsgans seitens der Tonträgerwirtschaft vor.

    Eine meiner ersten selbstgekauften Kassetten – in einem schweizerischen Supermarkt – war die Fünfte Tschaikowskys. Was ich damals auch immer daran gefressen haben mag – heute schmunzle ich über meinen so naiven Geschmack -, irgendwann war die immer wieder abgespielte Kassette so verrauscht, dass mich dieses Rauschen, gerade beim dadurch fast unhörbaren Beginn des langsamen Satzes, so in einen Sog brachte, dass ich erst später erkannte, was das eigentlich mit mir machte: es war nicht das romantische Machwerk, es war der musikelektronische Effekt des Verrauschens der mich begeisterte, es waren die auf schlechten Aufnahmen besser zu hörenden Kiekser, Ächzer des Geigenholzes bei Tremoli oder intensiven Strich, die Umblätterstellen, das kollektive Atmen, etc., also Alles, was nicht direkt mit dem Notentext zu tun hatte, sondern sich akzidentiell einfach so ergab und natürlich genauso dazugehört wie eine doch immer mal wieder saubere Intonation. In jetzigen Aufnahmen wird das meist glattgebügelt – schön, dass der Tonmeister Noten lesen kann oder Fehlerchen hören und dank sündteurer Technik verbessern kann. Ganz zu schweigen vom Plattenrauschen, das mancher wieder auf Vinylscheiben für sich reaktiviert.

    Da ging vieles verloren, was eigentlich live immer dazugehört. Also doch lieber alle Tonbänder und Festplatten löschen, die Osteuropäer artig üben lassen und vielmehr kostenlose Platzkonzerte mit klassischer Musik als heute üblich? Der Eventcharakter ist heute wohl nicht mehr wegzudenken, aber sommers hätten wir dazu doch alle Möglichkeiten. Und dann sehe ich Johannes Kreidler auch schon vor meinem Auge – oder zumindest eine Art wiedererweckten Charles Ives: von verschiedensten Plätzen werden live Orchester und sonstige Ensembles eingespielt, live remixt und mit Rekomponierten konfrontiert, arbeiten fleissig mongolische Kollegen an zusätzlichen Elementen. Alles Walzer, Alles Musik!

    Aus der Ohrenwerkstatt,

    Euer Alexander Strauch

  2. @querstand und Arno,

    Nur „Mittelmaß“ inzwischen billig und „verscherbelt“?

    Nee, sogar längst schon Hochkarätiges von einst und heute verscherbeln die Leute. Ende Juni noch in Berlin (mal wieder bei meinem Lieblingströdel) in der Nähe der Museumsinsel, da habe ich sämtliche Klavierkonzerte Mozarts (12 LP) mit Daniel Barenboim (sehr gute Einspielung, er spielt die Konzerte klasse und gehört(e) ja nicht erst seit seiner Dirigentenzeit zur Spitzenklasse) für sage und schreibe 8 Euro bekommen.
    Macht also weniger als 1 Euro pro LP.

    Also, in diesen Kultur-losen Zeiten des Ausverkaufs und Verramschens von Niveauvollem und des Hypes um Wertloses..:
    Komponisten und Klassik-Kenner etc.: Rettet das Gute vor dem Müll und dem Vergessen. Weiter machen, monastische Option.,,

    Bon nuit, Erik