Bad Blog Of Musick Das bedeutendste Blog zur zeitgenössischen Musikkultur
Wie viele von Euch haben eigentlich mit dem Thema „Verlag“ bereits abgeschlossen? Wie viele sind froh endlich einen gefunden zu haben, und nicht mehr immer selbst die Kommunikation mit Interessenten führen zu müssen, Stunden am Kopierer zu stehen und Korrespondenz einzutüten? Wer fühlt sich gut betreut, wem mangelt es an...
Ende Oktober 2014 begann ich hier eine – nicht als eine weltumstürzlerische neue Musiksoziologie gedachte – kleine Serie über Hörer-Typen, die ich tatsächlich fortsetzen will. Gestern besuchte ich die Premiere von Goethes „Faust I und II“ am Berliner Ensemble, inszeniert von Robert Wilson – mit Musik von Herbert Grönemeyer. Ich...
Vor vielen Jahren, ich studierte noch – ja, es ist so! – Philosophie, hatte ich mir, damals sagte man noch „im Internet“, Jean-Paul Sartres „Das Sein und das Nichts“ bestellt. Der völlig überschätzte Wälzer wurde, wie bei Neubüchern üblich, in Zellophan verpackt geliefert. Ich las das Buch aber nicht sofort,...
Was ist eigentlich mit unserer Welt los?
Die so genannte freie Welt fühlt sich den Terrordiktaturen und Religionsfanatikern überlegen, aber im Moment beginne ich zu zweifeln, wie weit wir uns diese Freiheit noch selber erlauben.
Ich rede von der Angst, Dinge auszusprechen. Von der Angst, seine Meinung zu sagen. Weil man es sich mit niemandem verderben will, weil man nirgendwo anecken will. Weil immer irgendeine Minderheit beleidigt sein könnte. Ich rede von dem Gespenst der „politischen Korrektheit“.
Even though many people are aware of it, it has never been really acknowledged that the notation of music has gone through a much more dramatic evolution than other written sign languages experienced since the introduction of machines and later computers.
To give an example – for authors the introduction of the typewriter (1860) was the last really dramatic change in the basic way they work. Writing became considerably faster (if one was good with a keyboard) and it is probably inconceivable to imagine a fast writer like the great Jim Thompson churning out his manuscripts in the speed he did without the help of a typewriter.
Vor vielen Jahren habe ich mich wissenschaftlich mit Gustav Mahler beschäftigt. Aufsätze, Vorträge, Programmhefte. Irgendwann reichte es dann mal. Mahler liebe ich nach wie vor. Aber die dritte Sinfonie muss ich jetzt erst einmal nicht mehr hören. Damals – also: „vor vielen Jahren“ – hatte ich eine Reihe von Ideen,...
Es ist wieder einmal so weit, von der Welt größtenteils unbemerkt findet mal wieder der Wettbewerb „Die Andere Moderne“ beim „Neckar-Musikfestival“ statt. Hier ein Auszug aus dem Werbetext, den der veranstaltende Komponist Martin Münch gerade eben verschickt hat….
Gestern veröffentlichte die Abendzeitung eine Bilderstrecke eines Architekturbüros (Manuel Herz Architekten), die eine „Modularisierung“ der Philharmonie am Gasteig anstrebt. Die obersten Ränge werden in einen steilen Balkon verwandelt, ohne den Mittelblock. So werde die entferntesten Plätze näher an die Bühne herangebracht. Die Bühne selbst kann von grossen Orchesterbesetzungen mit Chor...
Diese Woche sah ich mir selbst zu, wie sich meine Wahrnehmung wie eine Zwiebel schälte. Montags bot mir ein Kollege in einem Konzert eine Karte für ein Konzert am Freitag an. Dann murmelte mir im gleichen Konzert Karl Wallowsky ins Ohr, dass in seinem SchwereReiter die nächsten 2 Wochen interessante...
In der neuen Ausgabe der „Deutschen Bühne“ (Ausgabe 03/15) gibt es einen sehr interessanten Schwerpunkt zum Thema „Die Oper – ein Krisenszenario“. Mehrere renommierte Autoren des Magazins sowie Opernschaffende aller Disziplinen diskutieren auf 26 Seiten über die Probleme heutigen Opernschaffens, über die Dominanz der „Repertoireopern“, die normalerweise mindestens 95% des Spielplans ausmachen (wenn nicht 99%), über die Isoliertheit des Neuen, über die Probleme, erfolgreiche Uraufführungen im „Kanon“ zu etablieren.