Nehmt an der Verlagsumfrage teil! Egal ob Aus- oder Umsteiger!!

Wie viele von Euch haben eigentlich mit dem Thema „Verlag“ bereits abgeschlossen? Wie viele sind froh endlich einen gefunden zu haben, und nicht mehr immer selbst die Kommunikation mit Interessenten führen zu müssen, Stunden am Kopierer zu stehen und Korrespondenz einzutüten? Wer fühlt sich gut betreut, wem mangelt es an vielen Verlagsdienstleistungen? Wer hält dies für einen Anachronismus, wer modernisiert gerade seinen Selbstverlag? Oder wer hat sich der Materie noch nicht gestellt, da all der Kollegentalk dazu einem eher Angst als Mut macht, endlich mal selbst grosse Verlage zu kontaktieren? Wer bekommt wenigstens selbst jeden eingenommenen Verlagscent regelmäßig überwiesen, wer wartet darauf jahrelang? Für wen geht der Verlag doch noch Klinken putzen, wo kennt man nur Drehtüren? Wer muss sein Aufführungsmaterial aus dem Werkhonorar begleichen, so dass nichts davon übrig bleibt, wer stottert das über einbehaltene Leihgebührbeteiligung ab? Jede und jeder von Euch weiß aus Gesprächen untereinander dazu ein Mosaiksteinchen durch eigene Erfahrung oder Hörensagen dazu beizutragen. Aber zahlenmäßig belastbar ist dies alles nicht!

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Die Fachgruppe E-Musik des Deutschen Komponistenverbandes, kurz FEM, nicht die Frauengruppe des DKV, sondern die für alle zuständig, deren Musik experimentell, extravagant, ernst bis bierernst ist bzw. bei der GEMA mit einem Grossteil unter E gewertet werden, hat nun eine Verlagsumfrage zur Situation verlegter E-Komponisten gestartet. Wobei gleich gesagt sein soll, dass sie sich eben auch an nichtverlegte, verlagsüberdrüssige oder verlagsscheue und alle noch denkbaren Kategorienvertreter wendet, an Ein- wie Aussteiger, Um- und Durchsteiger. Ja, es mag wichtigere Themen geben. Aber das ewig leidliche mit den Verlagen sei doch einmal wieder oder überhaupt zum ersten Mal richtig angegangen. Wenn also erst einmal ein Überblick entsteht, der nicht nur auf gesammelten Stammtischgesprächen beruht, ist schon etwas gewonnen.

Das Ziel könnte dann eine relativ unspektakuläre Checkliste sein, die man zur Hand nehmen kann, wenn man mit Verlagen professionell in Kontakt kommt. Vielleicht gibt es sogar die Möglichkeit in gehäuften ärgerlichen Fällen mit einem Verlag, diesen direkt einmal mit dem Gesamtfazit des bad-feelings seiner Verlegten zu konfrontieren. Wobei der natürlich machen kann, was er will. Allerdings ist es auch ein kleines Mittel in der Hand der Komponisten, wenn in irgendwelchen Gremien des Musiklebens die Verlage oder gerade ein solche bad-feeling-Verlag ihre hehre Bedeutung beschwören und eher genaues Inkasso als solidarisches Umverteilen einfordern: jeder bis auf den letzten Platz gefüllte Off-Off-Spielort ist letztlich wertvoller als eine gähnend leere superduper Philharmonie. Und im Off-Off-Spielort gibt es eher Unverlegtes bzw. in kleinen Unternehmen liebevoll, eigenhändig Zusammengestelltes als mit grosser Allüre und geringstem Einsatz für den Komponisten von Unternehmen des Big Business in Philharmonien aufgeführtes. Oder drehen wir mal die Perspektive und lassen uns Nutzerinnen und Nutzer von Internetpräsenzen von Verlagen sein: nur wenige Werke lassen sich besetzungsgenau wirklich einfach finden und auch mit ein paar Seiten einsehen. Allerdings muss man da auch deutlich sagen, dass viele Homepages von unverlegten KollegInnen dem in nichts nachstehen, wenn man ohne gleich in grossen Kontakt zu treten mal ein paar Notenfragmente einsehen möchte. Also, nehmt zahlreich teil! Denn damit zeigt Ihr, dass Euch das Thema doch irgendwie beschäftigt und Verlage doch eine Rolle spielen könnten, wenn sie diese sehr gut und zeitgemäß ausfüllen würden. Denn so schön das Self-Made-Dasein auch sein mag: wenn ein Stück sehr erfolgreich ist, wird die Kommunikation dazu auch wieder belastend. Und was ist, wenn man irgendwann nicht mehr seine Stücke selbst verwalten möchte? Das kann einem egal sein. Aber ist auch unverantwortlich der eigenen Arbeit gegenüber.

Hier der Link zur sich selbst herunterladenden doc-Datei. Nach Ausfüllen bitte an fem@komponistenverband.org mailen. Die Geschäftsstelle des DKV reicht sie dann anonym an das Leitungsteam der FEM zur Auswertung weiter. Mal sehen, was dieses bereits am 5.5.15 im München dazu auf der Mitgliederversammlung im Umfeld der GEMA-Jahresversammung zeigen können wird: http://femusik.de/schreiben/FEMumfrage_verlage_emusik2015.doc

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