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Donaueschinger Musiktage 2017/4: Thank you for the Music, Mr. Gottstein!

Unser Autor ist seit seiner Ankunft am Donnerstag letzter Woche in Donaueschingen nicht mehr er selbst. Wie er befürchtete, wurde er ausgetauscht. Anscheinend wurde er sogar entführt. Wie wir erfuhren, verließ er heute, Montag morgens, die Quellenstadt. Aber nicht wie beabsichtigt mit dem Auto, sondern per Raumschiff. Seine wiedergekehrte Prä-Austauschexistenz...

Amerikanisches Tagebuch, 6. Tag

Selbst in einer wirklich kleinen und zu Fuß problemlos erkundbaren Stadt wie Staunton wird man zum Freak wenn man mehr als einen Block zu Fuß geht. Ständig werde ich gefragt „shall we take you with the car?“, selbst wenn die Probe nur 2 Straßen weiter ist. Nein danke, ich laufe lieber. Nur um dann ständig aus Autos heraus angesprochen zu werden „hey, snazzy suit, man!“. Wer läuft, ist also doppeltem Spott ausgesetzt. Vielleicht mache ich ja doch Mal den Führerschein…

Donaueschinger Musiktage 2017/3: Substanz und Bezahlung

Heute war der Tag der kleinen Formate. Der Festivalsamstag hat in Donaueschingen das größte Angebot, das man marathonhaft komplett mitmachen kann oder sich das herauspickt, was von Interesse sein könnte. Für mich waren das die Konzerte mit dem Solistenensemble Kaleidoskop Berlin, das Konzert des Ictus Ensemble und die Performance von...

Donaueschinger Musiktage 2017/2: Wunderschönes & Weiß nicht & Frauen

Wie ich befürchtete, bin ich nun ausgetauscht. Aber nicht nur ich. Manche Komponisten erkannte man kaum wieder. Zuvor gab es aber was Schönes zu tun: die FEM-Nadel der Fachgruppe E-Musik im Deutschen Komponistenverband wurde im Rahmen der Musiktage im dortigen Rathaus an die – immer noch einzige und erste –...

Donaueschinger Musiktage 2017/1: SWR-Chemtrails, SWR- HAARP, Komponisten-Austausch

Seit gestern lungere ich in einem Vorort Donaueschingens herum. Staugesättigt kam ich total erschöpft an. Es war ein seltsam schöner Himmel. Doch je näher man Donaueschingen kam, um so wolkenverhangener wurde das Wetter. Was sich nun zeigte, war schlimmer als die vor Jahren schon im Badblog kommentierten Juryverschwörungen! Cirruswolkenhaft, jawoll,...

Vom Verschwinden zeitgenössischer, ernster Chormusik

Die Welt der Laienchöre befindet sich in Auflösung, so könnte man die aktuellen Austritte vieler Landesverbände aus dem Deutschen Chorverband titeln. Die Chorverbandswelt ist allerdings auch ein Kosmos von Vernachlässigung heute komponierter, sogenannter E-Musik. Vereinfacht: 0 von 10 aufgeführten, gepflegten Chorwerken sind in den letzten Jahrzehnten komponierte E-Werke. Genauer: der...

„La BETTLEROPERa“ in einer Minute

„La BETTLEROPERa“ in einer Minute

Hach – das Berlin der 20er Jahre ist ja im Moment in aller Munde – Gangster, Bettler und Huren sind die Hauptfiguren unseres Stückes, das thematisch durchaus mit der “Dreigroschenoper”…..
aber halt! Wir machen ja gar nicht die “Dreigroschenoper”! Brecht und Weill und auch wir beziehen sich ja auf ein ganz anderes Stück, nämlich die „Beggar‘s Opera“ von Gay und Pepusch, eine berühmte Parodie auf die in England zu dieser Zeit populären artifiziellen Barockopern von Händel. Diese hatten nämlich mit dem wirklichen Leben von damals ungefähr soviel zu tun wie eine Weißwurst mit Dönersoße, und die Zeit war reif, eine andere Welt auf die Bühne zu bringen, nämlich die wirkliche. In der „Beggar‘s Opera“ kommen also all die Figuren vor, die damals die Londoner Straßen bevölkerten. Ach was damals, bis heute!

Amerikanisches Tagebuch. 3. Tag

Bühnenarbeiter haben eine starke Gewerkschaft, werden gut bezahlt und verdienen meistens mehr als die Musiker auf der Bühne (dieses unglaubliche Faktum wurde mir mehrmals von amerikanischen Kollegen bestätigt). Nach einem Musikhochschulabschluss sollte man sich also tatsächlich überlegen, ob man in den USA nicht lieber Bühnenarbeiter wird – man hat ein geregeltes Einkommen, ist vermutlich unkündbar und kann problemlos eine Familie ernähren, im Gegensatz zu den hungerleidenden Musikern.