Stichwörter: Haydn

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Amerikanisches Tagebuch, 8. Tag

Virginia ist „The South“, obwohl man noch ziemlich weit in den Süden gehen kann von hier. Hier fanden die meisten Schlachten des Sezessionskrieges statt, hier redet man mit dem „Southern Drawl“, die etwas langgezogene, lässig wirkende und langsame Art zu reden, die geradezu das absolute Gegenteil zu den hektischen New Yorker oder LA-Dialekten darstellt. Das typische Wort ist „y’all“ – wörtlich übersetzt mit „ihr alle“, hier aber eine geradezu kontinuierliche Art der Anrede darstellt , wie in „y’all wanna eat somethin‘?“ oder „y’all fine?“- In letzterem Beispiel entsteht sogar eine Satzkonstruktion ohne Verb, was nur hier geht.

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Die akademische Blase

Ich denke wir brauchen neue Schwerpunkte an Musikhochschulen, weg von der Vorbereitung auf Orchesterprobespiele oder meist nicht stattfindende Solokarrieren als „Klassikstar“; weg von extrem konservativ geprägten Hochschulwettbewerben und akademischen Karrieren. Brauchen wir wirklich eine Doktor- oder Mastertitel, um großartige, tiefgründige und bewegende Musik schreiben zu dürfen? Wer an die Bedetung dieser Titel glaubt, ist ein Narr.

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Die wunderbare Vielfalt der Klaviermusik

Heute treffen wir den wichtigsten Konzertagenten für Pianisten weltweit, den Deutschamerikaner Gerhard von Lippi, im Hotel Vier Jahreszeiten, München.

Herr von Lippi ist erschöpft, hat er doch gerade die Welttournee der jungen chinesischen Pianistin WeiShi-sheng (mit Werken von Brahms, Schumann und Bach) begleitet, mit Konzerten in allen großen Metropolen dieser Welt. Jetzt rührt er mit dem Löffel sorgfältig in einem Cappuccino und gönnt sich eine Packung Mozartkugeln. „Die habe ich immer dabei, Mozart geht immer“ sagt er lachend.

GEMA, Darmstadt, Hosokawa, Flitzer – je 1 Absatz! 28

GEMA, Darmstadt, Hosokawa, Flitzer – je 1 Absatz!

Das lesermobilisierendste Schreiben im Badblog ist – einmal dürft Ihr raten – das Thema GEMA! Was immer enthüllt oder verlautbart wird, die Zugriffsstatistik schnellt in extreme Höhen. Zur Zeit wird dies nur von zwei Suchbegriffen getoppt: Barbara Schöneberger, die uns zu Beginn von Patrick Hahns Radiopreis-Artikel anschaut oder Copacabana, von...

Die Gabe der Unmittelbarkeit 0

Die Gabe der Unmittelbarkeit

Zu Weihnachten werde ich mal besinnlich, und suche mal für euch raus, was eine bedeutende Komponistenpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts über Musik geschrieben hat:

Das vergangene Lachen (3. und letzter Teil) 6

Das vergangene Lachen (3. und letzter Teil)

Das „Zweckmässige“, „Alltägliche“ mit dem sich Komponisten wie Bach, Mozart, Haydn geradezu täglich konfrontiert sahen, und angesichts dessen sie dennoch die wunderbarsten Werke schufen, ist fast komplett aus der Neuen Musik verbannt. Die Zeit der Divertimenti, Tafel- und Feuerwerksmusiken, der Tanzsuiten und Madrigale scheint endgültig vorbei – heute überlässt man das Feld kampflos der rein kommerziell orientierten Musik (und Muzak). Wer z.B. Filmmusik schreibt, darf nach Ansicht der meisten kein großer Künstler sein. Warum eigentlich?

In der Fremde (2): Arne Gieshoff in London 0

In der Fremde (2): Arne Gieshoff in London

Nach der großen Resonanz auf Stefan Pohlits Bericht aus der Türkei, möchte ich die Reihe mit „Komponisten in der Fremde“ über deutsche Komponisten, die sich entschieden haben, im Ausland zu studieren oder zu wirken, fortsetzen mit dem jungen Komponisten Arne Gieshoff.

Musik zur Beruhigung 2

Musik zur Beruhigung

Unsere Welt wird inzwischen bestimmt von Musik, die im Hintergrund läuft. Musik, die uns beruhigt.
Anscheinend brauchen wir im Moment besonders viel dieser Musik, so zum Beispiel wenn wir im Flugzeug bei air berlin sitzen und uns über die Kernschmelzen in Japan und das Leben von unzähligen Menschen Sorgen machen. Mancher mag Trost in klassischer Musik finden. Was gibt es im Programm? Schnell das Air Berlin – Magazin aufgemacht….