Markiert: Schostakowitsch

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Überkommene Strategien der Neuen Musik, Teil 5 (letzter Teil): Selbstverständnis

Kunst braucht niemand, aber ohne Kunst ist das Leben sinnlos. Wie Frederick die Maus haben sich Künstler daher zu allen Epochen Strategien angeeignet, die ihrem Wirken eine gewisse Anbindung an gesellschaftliche Strukturen und Strömungen ermöglichte. Damit gelang es ihnen ihre Ideen und Kunstwerke überlebensfähig zu machen. In der Geschichte der...

Der Stand der Dinge (7. und letzte Folge): Der Tod der Kunst – Ein Ausblick

Die reaktionären Kräfte können triumphieren oder einer neuen und tiefer verinnerlichten Offenheit weichen. Jeder Trend kennt Gegentrends. Aber auch Trendwenden bedürfen einer kollektiven Anstrengung und eines Bewusstseins für den Wert der Dinge die verloren gehen können. Und genau dieses Bewusstsein ist im Moment am Schwinden, im überwältigenden Schreichor der globalen Befindlichkeiten und Welterklärungen.

Die Musik, die aus der Kälte kam. „Cassidy“, CIA und John Cage.

Inzwischen kennen wir ja alle (?) die Fakten und auch die Motivation des CIA. Mit dem Aufflammen des Kalten Krieges begann auch ein Krieg der Kulturen. Der UDSSR und dem Warschauer Pakt mussten auch künstlerische Prinzipien entgegengesetzt werden. Es begann eine Stilisierung der westlichen und vor allem amerikanischen Kultur zu einer „freiheitlichen“ Kultur, die im Gegensatz zur kommunistischen Diktatur ein Land der unbegrenzt(er)en Möglichkeiten bot (was ja auch nicht vollkommen falsch ist). Ohne dass sie es vermutlich selber ahnten wurden Künstler wie Pollock, Rothko und Rauschenberg ganz bewusst gepusht mit Geldern, die der CIA zur Verfügung standen.

Läppische Kunst – von der Schwäche tonaler Kunstmusik im 21. Jahrhundert

Dank Moritz konnten unsere Blog-Leser Einblicke in die Gedankenwelt John Borstlaps gewinnen, der, einfach gesagt, eine Rückkehr zu Dur-Moll-Tonalität einfordert. Dies tat dieser auch komponierend. Allerdings ist er nicht allein. Steffen Wick berichtete in einem Gastbeitrag von seinen Erlebnissen von den Abschlusskonzerten eines Wettbewerbs des oberrheinischen Martin Münch, welcher Folkloreanspielungen,...

„Moderne“ – das ist Stockhausen, das ist Rihm, das ist Lachenmann. Die  Leute sind satt von diesen Experimenten. Sie wollen das einfach nicht  hören.“

„Moderne“ – das ist Stockhausen, das ist Rihm, das ist Lachenmann. Die Leute sind satt von diesen Experimenten. Sie wollen das einfach nicht hören.“

Hinweis auf ein Interview mit Krzysztof Meyer….

Das Ende von „Klassik Radio“. Wirklich!

Das Ende von „Klassik Radio“. Wirklich!

Wir dürfen uns darauf freuen, dass bald in „Klassik Radio“ oder ähnlichen Musikvergewaltigern, die uns ständig aus dem Zusammenhang gerissene Sätze aus Sonaten, Symphonien oder längeren Stücken präsentieren (weil die halt besser zum „chillen“, „relaxen“, oder welches Wort auch immer diese Flegel dafür gebrauchen, geeignet sind), genau dieses verboten ist.

Das Bild der Neuen Musik in der Öffentlichkeit Teil 4: Die Rezeption von Alex Ross‘ „The Rest is Noise“

Das Bild der Neuen Musik in der Öffentlichkeit Teil 4: Die Rezeption von Alex Ross‘ „The Rest is Noise“

Wieder einmal geht es um Alex Ross‘ „The Rest is Noise“, den meiner Ansicht nach gelungenenVersuch einer stil-und ortsübergreifenden Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. In dem Zeit-Online-Kommentar vom 4.12. fallen dazu ein paar Sätze, die ich kommentierenswert finde…