Jedes komponierende Wesen kennt es: Einfallslosigkeit, Schreibunlust, Zeitdruck. Um den Faktor Zeit teilen sich wohl ein wenig die Meinungen: Manchmal fördert er wunderbare Dinge zu Tage, manchmal verschlimmert er gewaltig die Schreibhemmung. Wenn man aber mal „drin“ ist – im Komponieren, entweder total abgekapselt oder sogar noch kommunikativer verdrahtet als...
OK, auch auf die Gefahr hin, Öl ins Feuer zu gießen, nachdem Kollege Peter Köszeghy sich gerade wie immer sehr feurig und leidenschaftlich in den Kommentaren streitet, präsentiere ich euch hier einen von ihm eingereichten Gastartikel über seine Gedanken bei einem Konzertbesuch.
Die immer wieder hierzulande aufflammende Diskussion über die Notwendigkeit oder Unnötigkeit von kultureller Förderung durch den Staat (momentan zugespitzt durch das Buch „Kulturinfarkt“) kennt im Grunde zwei grundsätzliche Lager. Auf der einen Seite sind die eifrigen Verteidiger kultureller Werte, die verzweifelt versuchen, die reiche kulturelle Landschaft unseres Landes um jeden Preis zu bewahren. Auf der anderen Seite sind die Pragmatiker, die Kosten/Nutzen-Rechnungen aufstellen und die Kulturlandschaft für zu aufgebläht und überfinanziert halten. Beide Seiten führen eine Diskussion darüber, wie „wertvoll“ Kunst für unsere Gesellschaft ist, und wie viel sie uns kosten bzw. nicht kosten sollte.
Hurra, Musik hat wieder eine Bedeutung, Musik ist wieder gefährlich. Zumindest für jene, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich selbst abzuschaffen. Oder das, wofür sie von uns allen ihr Geld bekommen. Alles das, für das sie stehen könnten. Das Ansinnen, gemeinsam mit zwei ehemaligen Chefdirigenten ein Protestkonzert durchzuführen,...
Die Musikwelt ist in heller Aufregung, denn gerade verkündeten die „führenden Kulturexperten“ Haselbach, Knüsel, Opitz, Klein im „Spiegel“, die Kultur in Deutschland müsste auf die Hälfte reduziert werden. Wir hätten eh zu viel Opernhäuser, Museen und Orchester, da könnten wir auch mit der Hälfte auskommen. Und das Geld wäre viel besser in „gegenwartsbezogener kultureller Bildung“ angelegt, die uns „amerikanische Kulturindustrie“ und „chinesischen Nationalismus“ näher bringt (Originalzitate aus dem Beitrag im Spiegel, der das Buch „Der Kulturinfarkt“ promotet).
Die meisten werden es mit Genugtuung gelesen haben, auch in der NMZ eine Randnotiz, wobei schon die Akzentuierung aufstösst: Nicht Thomas Hengelbrock leitet Sommer 2012 nicht mehr die aktuelle Tannhäuser-Produktion in der umstrittenen Inszenierung von Sebastian Baumgarten. Nein, Christian Thielemann übernimmt Hengelbrocks Job parallel zu seiner eigenen „Der fliegende Holländer“-Produktion....
Ich würde ja gerne über etwas anderes schreiben, aber im Moment gibt es natürlich in der deutschen Musikwelt vor allem ein Thema: die geplanten massiven Sparmaßnahmen bei den SWR-Rundfunkorchestern und deren Ankündigung durch den SWR-Intendanten Peter Boudgoust. Gerade eben erreichte mich ein Schreiben der „Freunde & Förderer des SWR-Symphonieorchesters Baden-Baden und Freiburg e.V.“ in dem die Arbeit dieses Orchesters eindrücklich dokumentiert wird und Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt werden.
Derzeit läuft in den Programmkinos hierzulande „Die Thomaner“. Ein Film von Paul Smaczny und Günter Atteln über den weltweit bekannten – inzwischen 800 Jahre alten – Thomanerchor aus Leipzig. Ein Musik-Dokumentarfilm, wie man ihn sich wünscht. Emotional (was bei dem Thema „Knabenchor“ nicht ausbleibt, nicht ausbleiben darf), aber nicht billig...
Was gibt’s schöneres, als einen neuen Preis auszuloben, um das Andenken eines Komponisten zu pflegen. So tun sich aktuell die Musikhochschule Detmold und das dortige Landestheater zusammen und schreiben für 2013 erstmals den „Internationalen Giselher-Klebe-Kompositionswettbewerb“ aus. Es klingt zuerst einmal mutig, das Preiswerk dem Spielplan des Landestheaters für Frühjahr 2014...
Cristian Bence-Muk talks about music life, composing and curating in Romania. He talks about his experience with the singing and voice and how composes for singers. He shares his thoughts on authenticity and so much more.
Lucy Shelton talks about her path into singing lots of contemporary music and making her Metropolitan Opera debut at the age of 82 in the role of The Teacher in Kaija Saariaho's "Innocence". She speaks about what keeps her healthy and still singing, sharing her thoughts on Sprechstimme, acting, telling a story and learning crazy […]