Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 29.10. bis 04.11.2018

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 44. Lothar Voigtländer, John Cages Poetik des Unbestimmten, Ole Hübner, Tierisch gute Neue Musik, Gitarre in der Neuen Musik, Monster, Freaks und Wiedergänger, Klangwerkstatt Berlin 2018, Donaueschinger Musiktage 2018, Ennio Morricone, Sound-Artist Arturas Bumsteinas, Franz Lehárs Rolle im Dritten Reich, Jugend komponiert 2018 und Liebes- und Hochzeitslieder aus Mähren.

Werbung


29.10.2018


21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART: Der Komponist Lothar Voigtländer

Mit Andreas Göbel. Nach seiner Ausbildung, u. a. als Meisterschüler an der Akademie der Künste in Berlin (Ost), wurde Lothar Voigtländer ein wichtiger Vertreter der elektroakustischen Musik in der DDR und gründete in den 80er-Jahren eine Gesellschaft für diesen Zweig der zeitgenössischen Musik. Bis heute engagiert er sich auch in wichtigen Gremien, so u. a. im Deutschen Komponistenverband und in der GEMA. Der Komponist ist zu Gast im Studio.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Worte um Musik: Der Musiktraktat im 20. Jahrhundert (4/4)

I have nothing to say and I am saying it – John Cages Poetik des Unbestimmten. Von Michael Rebhahn. Nicht nur als Komponist war John Cage äußerst produktiv, auch seine Schriften geben ein üppiges Bündel ab. Mit Blick auf die Textsorten ist diese Sammlung allerdings durchaus heterogen: Programmatische Entwürfe und ästhetische Traktate stehen hier gleichberechtigt neben Anekdotischem, Poetischem oder solchen Texten, die wiederum selbst als (zufallsdeterminierte) Kunstwerke gelten können. So lässt sich etwa bei seinen 1979 erschienenen „Empty Words“ nicht klar bestimmen, ob sich hier Sprache oder Musik niedergeschrieben findet. Michael Rebhahn ist den Worten jenes Komponisten auf der Spur, der sagte, was er nicht zu sagen hatte.


30.10.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Mehrfachbelichtungen – Der Komponist Ole Hübner

Von Michel Rebhahn. Musiktheater, Theatermusik, Hörtheater: Ole Hübners Kompositionen vereinen Mittel und Formen verschiedener darstellender Künste.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Minas Borboudakis: „Krousis“ (Münchner Rundfunkorchester; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Andreas Sebastian Weiser); Jörg Widmann: „Jardin du Luxembourg“ (Carolin Widmann, Violine; Jörg Widmann, Klavier); Antje Uhle: „Der Geist der Stille“ (Martina Koppelstetter, Alt; Trio con brio); Wilfried Hiller: „Buch der Sterne“, Taurus, Grus, Gemini, Apus und Ara (Silke Avenhaus, Klavier); „Katalog für Schlagzeug IV“, Invocation, Incantation und Bellastriga (Percussion-Ensemble Adel Shalaby); Eva Sindichakis: „Tohuwabohu“ (via-nova-Chor München; Münchner Rundfunkorchester: Anu Tali)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Tierisch gute Neue Musik

Von Helmut Peters. Tiere, die vermenschlicht werden, sprechen und handeln können wie wir, kennen wir aus vielen literarischen Sujets. Viele Komponisten der Vergangenheit, aber eben auch der Gegenwart, haben ihnen Musik gewidmet. Tiere, ihre Laute und ihre Lebensräume lassen sich aber auch unabhängig davon großartig in Klang verwandeln. In der „neuen musik“ beschäftigen wir uns mit Avantgardemusik, in der Tiere im weitesten Sinne eine Rolle spielen. Zur Sendung kommt zum Beispiel Mikel Urquizas „Schlangen“-Stück „Serpientes y escaleras“ aus dem Jahr 2016.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Die Gitarre in der Neuen Musik

Eine Reportage mit Stephan Stiens und Tilman Urbach


31.10.2018


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Tobias Peter Maria Schneid: „Schumann“ (Leopold Mozart Quartett); Robert Schumann/Marcus Maria Reißenberger: „Frühlingsfahrt“; „Waldszenen“, Eintritt; „Liederkreis“, In der Fremde, Waldesgespräch und Mondnacht; „Waldszenen“, Einsame Blumen; „Trost im Gesang“; „Zwölf Gedichte“, Sehnsucht nach der Waldgegend und Wanderung; „Waldszenen“, Herberge; „Es leuchtet meine Liebe“, „Dein Angesicht“; „Lehn’ deine Wang’ an meine Wang’„; „Mein Wagen rollet langsam“; „Waldszenen“, Abschied; „Kinderszenen“, Der Dichter spricht (Christoph Prégardien, Tenor; Ensemble Kontraste); Klaus Ospald: „Traumes Wirren …“ (Eberhard Knobloch, Klarinette; Hanspeter Hofmann, Violine; Stefan Danhof, Klavier); Toni Völker: „… entgrenzt …“ (Jens Josef, Flöten; Lutz Mandler, Trompete, Piccolotrompete; Babette Andruk, Violine; Felix Drake, Violoncello; Ernst Breidenbach, Klavier; Jens Knoop, Percussion; Leitung: Dorothea Völker)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Monster, Freaks und Wiedergänger – Eine musikalische Horrorshow

Während an Halloween Monsterhorden vor der Haustür stehen und „Süßes oder Saures“ skandieren, liefern Kaisers Klänge die dazugehörigen musikalischen Horrorklänge.

Nachtmahre singen ihre schaurigen Lieder, Hexen wispern böse Zaubersprüche und Totengerippe tanzen im Mondenschein. Dazu genießen wir die grusligsten Opernszenen und lauschen der Musik aus alten Horrorfilmen.

21:04 bis 22:00 | kulturradio
MUSIK DER GEGENWART. Klangwerkstatt Berlin 2018

Mit Eckhard Weber. Die Klangwerkstatt Berlin, das seit 1989 jährlich im November stattfindende Festival für zeitgenössische Musik in Kreuzberg, musste 2017 aus finanziellen Gründen ausfallen. In diesem Jahr kann es wieder an den Start gehen. Musik der Gegenwart stellt das Programm des aktuellen Festivaljahrgangs vor und blickt hinter die Kulissen.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Donaueschinger Musiktage 2018

Alessandra Novaga (Gitarre). Alessandra Novaga: „Fassbinder Wunderkammer“ für Gitarre und Zuspiel. (Konzert vom 19. Oktober im Strawinsky Saal der Donauhallen in Donaueschingen)

Fassbinder Wunderkammer handelt von Rainer Werner Fassbinder und seinem Kino. Die Musik für alle seine Filme wurde von Peer Raben komponiert, sie ist so eng an der Atmosphäre von Fassbinders Kino angelehnt, dass Novaga die beiden Männer wie eine Person betrachtet. Ihre Arbeit sammelt Arrangements von einigen der Themen von Peer Raben. Das Stück begibt sich auf eine Reise durch die vielen Identitäten, die Fassbinder mit seiner einzigartigen Persönlichkeit vereinen konnte.


01.11.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik

Klaus-von-Bismarck-Saal, Köln. Aufzeichnung vom 25.02.2018. Chiyoko Szlavnics: „(a)long lines: we’ll draw our own lines“ für Flöte, Posaune, Schlagzeug, Violine, Violoncello und zwei Sinusgeneratoren. Ensemble Musikfabrik. Leitung: Peter Rundel

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Konstantin Mach: Sonate, op. 4, Nr. 4 (Erich Keller, Violine; Elisabeth Schwarz, Klavier); Josef Zilch: „Hubertusmesse“ (Otto Schmitz, Rainer Schmitz, Sebastian Huber, Rolf-Jürgen Eisermann, Horn; Franz Lehrndorfer, Orgel); Walter Tölle: Streichquartett a-Moll (Herchenhan-Quartett); Adolf Pfanner: Sonate (Georg Schmid, Viola; Paul Sanders, Klavier); Ulrich Müller: „Körper/Sprechen“ (Hans-Christian Dellinger, Saxophon; Philipp Kolb, Trompete,Tuba; Stefan Blum, Schlagzeug); Hans Winterberg: „Streichquartett 1957“ (Sonnleitner-Quartett)

15:04 bis 16:00 | WDR 3
WDR 3 Musikporträt: Es war einmal in Rom – Ennio Morricone – ein Leben zwischen Kino und Konzertsaal

Von Sven Ahnert. Aufnahme des WDR 2018. Eine Legende wird 90: Ennio Morricone hat zu über 500 Filmen unsterbliche Musik geschaffen, darunter zu Klassikern wie „Spiel mir das Lied vom Tod“. Sven Ahnert hat den Großmeister der Film-Klangkunst in Rom besucht.

„Wenn die deutschen Touristen kamen, spielten wir amerikanische Musik“, erinnert sich Ennio Morricone, wenn er von seiner Zeit als Nachtclub-Trompeter erzählt. Im Zigarettendunst römischer Bars und Nachtclubs spielte er in den 1950iger Jahren für ein paar Lire mehr, und ein Jahrzehnt später lockte dann die Filmfabrik Cinecittà mit Angeboten. Der Rest ist Legende: Über 500 Filme tragen sein Klangsiegel. Filmmusik? Morricone, der am 10. November seinen 90. Geburtstag feiern wird, war ein cleverer Arrangeur, ein Jongleur mit konkreten Klängen, der Western und Horror, Mafia und Erotik unglaublich eigensinnig verpacken konnte. Filmmusik kennt Morricone nicht, nur ehrliche, starke Musik, die auf der Leinwand wie auf der Konzertbühne bewegt und berührt. Es war einmal in Rom, da spielte ein Schlagerkomponist mit Schreibmaschinen, Mundharmonika, Tonband und lauschte der Kunst Johann Sebastian Bachs. Der Autor Sven Ahnert hat Morricone in Rom besucht und stellt fest: Alle tanzen nach seiner Pfeife. Morricone nennt das Glück. Seine Fans Genie.

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert live: Musik der Zeit [1]: Ritus

Yoshihisa Taïra: Hiérophonie V für Schlagzeugsextett | Malika Kishino: Sange, Hommage to Yoshihisa Taïra, für Schlagzeugsextett, deutsche Erstaufführung | Toru Takemitsu: Rain Tree, für Schlagzeugtrio | Toshio Hosokawa: Regentanz, für Schlagzeugsextett, Kompositionsauftrag Les Percussions de Strasbourg, Uraufführung. Les Percussions de Strasbourg. Übertragung aus dem Kölner Funkhaus

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Works and Days – Der litauische Sound-Artist Arturas Bumsteinas (*1982)

Vorgestellt von Martina Seeber. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Wenn Arturas Bumsteinas „Bad Weather“ ankündigt, muss sich niemand warm anziehen.

Barocke Theatermaschinen gaukeln Wind, Hagel, Regen und Sturm nur vor. Er komponiert selten für das klassische Instrumentarium. Stattdessen arbeitet er mit Fundstücken vom Flohmarkt, historischen Schallaufnahmen oder tönernen Pfeifen. Der Litauer ist ein Sammler. Er reist übers Land und dokumentiert den Klang von Kirchenorgeln, er inszeniert Fundstücke aus Museen. Das zentrale Motiv seiner Arbeit ist die Erinnerung. Ob am Ende Musik herauskommt, ist Nebensache.


02.11.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Alle Toten 1914 Von Oliver Augst und John Birke.

Regie: die Autoren. Mit: Frieder Butzmann, Françoise Cactus, Brezel Göring, Sven-Åke Johansson, Bernadette La Hengst, Wolfgang Müller, Gabi Schaffner, Charlotte Simon

Komposition: Oliver Augst und die Mitwirkenden. Text: John Birke und die Mitwirkenden. Ton und Technik: Hermann Leppich, Stefan Haberfeld, Gerald Weinert, Robert Stokowy und Wolfgang Urzendowsky. Produktion: Deutschlandradio Kultur/RBB/HR/Volksbühne Berlin 2014. Länge: 52’58

Erinnerungskultur ad absurdum: Acht Berliner Musikerinnen und Musiker gedenken aller Toten des Schicksalsjahres 1914. In ganz Europa wurde 2014 des Ersten Weltkrieges gedacht. Die beiden Künstler Oliver Augst und John Birke nahmen das Gedenkjahr zum Anlass, das kollektive Erinnern auf die Spitze treiben: Gemeinsam mit acht Musikerinnen und Musiker gedachten sie aller Toten des Jahres 1914 – von Christian Morgenstern über Bertha von Suttner bis hin zu Papst Pius X. Einzelschicksale wurden heraufbeschworen, kuriose Anekdoten ausgegraben, Verbindungen zwischen den Biografien aus dem Boden gestampft – eine akustisch-phantastische Persiflage.

Oliver Augst, geboren 1962 in Andernach am Rhein, lebt als Vokalist, Komponist und Autor in Frankfurt und Ludwigshafen. Er studierte visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Bühne an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und Popularmusik/Performance an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Mitbegründer des Künstlerkollektivs „textXTND“. Zusammen mit Sven-Åke Johansson für Dlf Kultur: „In St. Wendel am Schlossplatz“ (2017)

John Birke, geboren 1981 in Toronto, lebt als Autor und Dramatiker in Berlin. Studium der Philosophie in Leipzig und Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim.

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Wie’s da drin aussieht, geht niemand was an“ – Franz Lehárs Rolle im Dritten Reich

Von Stefan Frey. „Denn wie’s da drin aussieht, geht niemand was an.“ Dieser fast schon sprichwörtlich gewordene Satz der Resignation soll in Franz Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ die chinesische Mentalität charakterisieren. Tatsächlich aber beschreibt er die europäische Psyche der Zwischenkriegszeit. Schon bei der Uraufführung 1929 schwante dem Kritiker Herbert Jhering, dass in diesem Werk „jenseits des offiziellen Theaters, das wahre Zeittheater“ stattfand. Umso mehr traf das nach 1933 zu. Obwohl sie dem politisch zur Schau getragenen Optimismus so offensichtlich widersprachen, erfreuten sich Lehárs resignative Operetten großer Beliebtheit – besonders bei Adolf Hitler. Das blieb nicht ohne Folgen. Als „Lieblingskomponist des Führers“ genoss er Privilegien, um die er erst beneidet wurde, die nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 jedoch zur Belastung wurden. Denn Lehár hatte nicht nur viele jüdische Mitarbeiter, sondern auch eine jüdische Frau. Um sie zu schützen, nahm er viele offizielle Verpflichtungen wahr, auch die Komposition von Marschliedern für die Wehrmacht. Abgesehen von einigen wenigen Liedern hatte Lehár ansonsten aufgehört zu komponieren. Der einst blühende Operettenbetrieb, wie er ihn gekannt hatte, existierte nicht mehr. Die meist privaten Theater waren geschlossen oder verstaatlicht worden, viele Interpreten hatten das Land verlassen, darunter sein Freund und Bruder im Geiste, der Tenor Richard Tauber. Und sein wohl wichtigster Librettist dieser Zeit, Fritz Löhner-Beda, wurde im KZ umgebracht. Lehár verstummte zusehends, erlitt 1943 einen Zusammenbruch und zog sich danach in die Schweiz zurück. Bis zu seinem Tod 1948 hüllte er sich in Schweigen: „Doch wenn uns Chinesen das Herz auch bricht, wen geht das was an? Wir zeigen es nicht…“

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Ammer/Acher/Acher: The King is Gone

The King is Gone. Des Bayernkönigs Revolutionstage – Nach einem zeitgenössischen Text von Josef Benno Sailer. Von Andreas Ammer/Markus Acher/Micha Acher

Tröööt. Die Revolution bricht los, die „Hochzeitskapelle“ spielt Blasmusik, der letzte König ist traurig und packt seine Zigarren. Irgendjemand singt die Internationale. Und Karl Marx bekommt plötzlich doch recht: „Die letzte Phase einer weltgeschichtlichen Phase ist ihre Komödie.“ Andreas Ammers dokumentarisches Hörspiel „The King is Gone“ verbindet revolutionäre Praxis mit der Perspektive der Klatschpresse. Es schildert Weltgeschichte als Roadmovie. Und es klingt, als hätten die beiden Brüder Acher von „The Notwist“, um die Flucht des bayerischen Königs zu vertonen, eine All-Star-Blaskapelle um sich geschart … was dann – so wie alles in diesem Hörstück – komisch klingen kann, aber in Gestalt der „Hochzeitskapelle“ Tatsache ist.

Andreas Ammer, geb. 1960, Journalist, Autor, Hörspielmacher. BR-Hörspiele u. a. „Have You ever Heard of Wilhelm Reich“ (mit Console, 2009).

Markus Acher (geb. 1967) und Micha Acher (geb. 1971), u.a. Mitglieder der 1989 gegründeten Independent Band „The Notwist“.


03.11.2018


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Wie’s da drin aussieht, geht niemand was an“ – Franz Lehárs Rolle im Dritten Reich

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Hochgradig wandelbar. Die junge Blechbläser-Formation Ensemble Schwerpunkt. Am Mikrofon: Hanno Ehler. Die Trompeter aus den USA und aus England, der Posaunist aus Schweden, die Hornistin aus Norwegen und der Tubaspieler aus Finnland. Sie begannen 2009 als Studierende der Musikhochschule Hannover – inzwischen konzertieren sie in ganz Europa und haben ihre erste CD auf dem Markt. Das international besetzte Blechbläser-Quintett verfolgt das ehrgeizige Ziel, ausschließlich anspruchsvolle Neue Musik zu spielen. Angesichts nur Originalwerke gilt es deshalb, Komponisten zu gewinnen, die speziell für ihre Formation neue Stücke schreiben. Die im Herbst 2017 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal für das Label NEOS produzierten Aufnahmen von Sofia Gubaidulina, Benedict Mason, Vassos Nicolau, Luciano Berio und Jarkko Hartikainen bilden eine aufregende Mischung aus neu und arriviert, die den fünf hochbegabten Musikern Höchstes abverlangt – von sanften, mit Dämpfern gefärbten Tönen und Stücken mit stark geräuschhaften Passagen bis zum inspirierten Klangfeuerwerk.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Jugend komponiert 2018

Werke von Christoph Baumgarten, Johannes Carl Bungert, Lukas Shotaro Döhler, Lukas Förster, Markus Koropp, Manuel Lipstein, Julius von Lorentz, Aydin Leon Pfeiffer, Jonathan Johannes Spratte, Erik Ziegler, Paul Zoder

Interpreten: Elisabeth Wirth und Maximilian Volbers (Flöte), Constantin Hartwig (Tuba), Niklas Liepe (Geige), Vanessa Porter (Schlagzeug), Nils Liepe (Klavier) – Stipendiaten der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrats

Seit 1985 führt die Jeunesses Musicales Deutschland jährlich den Bundeswettwerb Jugend komponiert durch. Es ist die höchste Auszeichnung für Komponierende in Deutschland, mit der eine intensive Förderung talentierter Jugendlicher zwischen zwölf und 22 Jahren einhergeht. So mancher Bundespreisträger hat anschließend Karriere gemacht: etwa Enno Poppe, Harald Muenz oder Charlotte Seither. 2018 fand zum dritten Mal das Abschlusskonzert mit Uraufführungen der Wettbewerbsgewinner in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main statt, in Kooperation mit hr2-kultur.


04.11.2018


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Vier Jahre im Graben – Der Krieg ist aus

Musik spielt nicht nur eine Rolle im Krieg in Form von Märschen, Kampfliedern oder Trauergesängen, ebenso hat die Nachkriegszeit ihre eigene musikalische Prägung.

Als der Erste Weltkrieg zu Ende geht, wird auch musikalisch Resumée gezogen. Tucholsky besingt noch einmal den großen Graben, Ravel meißelt musikalische Grabsteine für die Gefallenen, und in London wird alljährlich das große „World Requiem“ aufgeführt, das an den Krieg und seine Opfer gemahnt.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Zwischenräume des Entschwindens

Mark Andre: …selig sind…, Zwischenräume des Entschwindens, für Klarinette und Elektronik; Jörg Widmann, Klarinette; SWR Experimentalstudio, Klangregie: Michael Acker

23:05 bis 24:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Geheiratet wird Dienstag – Liebes- und Hochzeitslieder aus Mähren

Eine Sendung über traditionelle mährische Liebeslieder mit herausragenden Sängerinnen und Sängern aus Mähren. Dieser europäische Landstrich kennt bis heute eine lebendige Volkskultur und jeden Sommer treffen sich traditionelle Kapellen und ihre Sänger bei lokalen Festivals. In der Reihe „Anthology of Moravian folklore“ erschienen schon mehrere Alben, auf denen Magdalena Múcková und Helena Bretfeldová über Bräuche rund ums Heiraten in den unterschiedlichen Regionen Mährens berichten. Es singen dort meist Männer und Frauen, aber auf der aktuellen Kompilation geht es explizit um die weibliche Sicht auf die Zeit des sich Verliebens und Vermählens. Eine Sendung von Grit Friedrich

Werbung

Martin Hufner

seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.