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Macht und Missbrauch

Wer sich an Macht gewöhnt, gewöhnt sich auch an eine Aura der scheinbaren Unverletzlichkeit. Man hat die Vorstellung, dass für einen selber vielleicht andere Grenzen gelten als für andere Menschen, dass man sich gefahrlos mehr erlauben kann, dass einem nichts geschehen kann. Bei Politikern und Prominenten ist oft zu beobachten, dass sie bis zum allerletzten Moment an diese Unberührbarkeit glauben. Barschel gab bis zuletzt sein „Ehrenwort“ und glaubte wohl auch selber daran, Christoph Daum hatte seine Haarprobe schon längst abgegeben und musste eigentlich wissen, dass alles herauskommen würde, stritt dennoch alles ab.

Der Dollarschein in „Das Sein und das Nichts“ und die unabsichtliche Regina Thoss

Der Dollarschein in „Das Sein und das Nichts“ und die unabsichtliche Regina Thoss

Vor vielen Jahren, ich studierte noch – ja, es ist so! – Philosophie, hatte ich mir, damals sagte man noch „im Internet“, Jean-Paul Sartres „Das Sein und das Nichts“ bestellt. Der völlig überschätzte Wälzer wurde, wie bei Neubüchern üblich, in Zellophan verpackt geliefert. Ich las das Buch aber nicht sofort,...

A monument to freedom.

A monument to freedom.

Here is a little fact that I find extremely funny considering my recent discussions of Borstlap and his vision of a new „classical revolution“ which attempts to revive a melodious and harmonious romantic style and shuns anything abstracted and „materialistic“…

I’m reading John Borstlap’s „The Classical Revolution“ and think about it (2)

I’m reading John Borstlap’s „The Classical Revolution“ and think about it (2)

I was astonished how much international resonance my last blog entry – the beginning of a commented reading of Borstlap’s much maligned book chapter by chapter – has created. Even though most comments I read condemned Borstlap’s critique of the “New Music Establishment” as laughable there seemed to be a hint at a bigger and perhaps even necessary discussion of the way arts and especially music are funded. Because I am interested in a more international opinion and perhaps even consensus on this I have decided to continue this series in English (perhaps as a little step towards an international edition of the Bad Blog Of Musick, which is something I always want to do but never get around doing sadly).

„Medaillenspiegel“ der Darmstädter Ferienkurse 2012

„Medaillenspiegel“ der Darmstädter Ferienkurse 2012

Die 30. Olympischen Spiele in London haben bisher die deutschen Erwartungen ans Siegertreppchen enttäuscht. Berichterstatter mit finsteren Mienen und Berichterstatterinnen mit noch düsteren Gesichtsausdrücken beschwören das anfängliche Menetekel des Nicht-Gewinns und sind schier entgeistert, wenn eine deutsche Schwimmerin „Dabei-Sein-Ist-Alles“-Freude bekundet. Wie wunderbar, dass sich das Ende der diesjährigen 46. Darmstädter...

Neue Musik – die beste Gesundheits- und Altersvorsorge!

Neue Musik – die beste Gesundheits- und Altersvorsorge!

Am Freitag letzter Woche war wieder mal musica viva in München. Ach, schon verrechnet! Als Badblogger verkalke ich allmählich. Nein! Am Samstag war musica viva. Emilio Pomarico winkte nett den BR-Sinfonikern zu, die in zahlreich Soli aufgesplittet ihre Bestes gaben. Zumindest sah es so aus. Olivier Messiaens „Couleurs de la...

Musik zum Streicheln

Die Amis, die Amis….
Natürlich wissen wir, dass es Kultur generell in den USA relativ schwer hat, was nicht überrascht bei dem verschwindend geringen Budget des „National Endowment for the Arts“ im Vergleich zur Größe des Landes (der Bad Blog berichtete). Daher überrascht es nicht, wenn die Finanzkrise auch weitere Auswirkungen z.B. auf die Orchesterszene dort hat.

Ein kompliziertes Argument für die Kulturförderung (made in USA)

Ein kompliziertes Argument für die Kulturförderung (made in USA)

In den USA gibt es natürlich auch Doktorarbeiten, zum Teil über Themen, die uns Europäern merkwürdig vorkommen. Vor kurzem stieß ich auf einen interessanten Blogbeitrag
Hier wird ein Thema angerissen, dass für amerikanische Ökonomen (allen voran Henry Hansmann) anscheinend ein ewiges Rätsel aufgibt: Warum gibt es überhaupt so etwas wie „non-profit organizations for the arts“, d.h. also auf Deutsch „Fördervereine zur Unterstützung von Kultur“?

Dosenschlagen in New York Teil 2: Mr. Met

Dosenschlagen in New York Teil 2: Mr. Met

Das World Financial Center ist ein riesiger Gebäudekomplex das wabenartig von Geschäften und Verkaufspassagen durchzogen ist. In der Mitte des Gebäudes gibt es einen großen Innenhof, der theatralisch von einer großen Freitreppe gesäumt ist. Dies ist der „Winter Garden“, der Ort des Bang on a Can – Marathon. Theoretisch gibt es hier Platz für 2000 Menschen. Oder für zwei amerikanische Autos, nebeneinander geparkt.