Markiert: Brasilien

Erl: die neue Orchesterakademie, junge Musiker nun zum Nulltarif?

Die Tiroler Festspiele Erl schrieben bis Mitte Januar 2018 ihre neue Orchesterakademie aus. In der ersten Aprilwoche bieten explizit auch das Land Tirol und die Festspiele an, dass „erstmalig Studenten aus aller Welt die Möglichkeit“ erhalten, „im Rahmen der Orchesterakademie“ unter Leitung von Gustav Kuhn „Anton Bruckners 3. Symphonie zu...

Christian Thielemanns unbekannter jüdischer Zwillingsbruder.

Was wenige wissen: Christian Thielemann hat einen jüdischen Zwillingsbruder. Wie dies genetisch möglich sein kann, wissen nur die Götter, aber es scheint mir eine sublime Ironie des Schicksals, das ausgerechnet Christian Thielemann einen jüdischen Zwillingsbruder hat. Vielleicht hat man diesen jüdischen Zwillingsbruder geheim gehalten. Vielleicht hat man sich für ihn geschämt, weil er nicht so erfolgreich ist, wie sein berühmterer Bruder.

„Medaillenspiegel“ der Darmstädter Ferienkurse 2012

„Medaillenspiegel“ der Darmstädter Ferienkurse 2012

Die 30. Olympischen Spiele in London haben bisher die deutschen Erwartungen ans Siegertreppchen enttäuscht. Berichterstatter mit finsteren Mienen und Berichterstatterinnen mit noch düsteren Gesichtsausdrücken beschwören das anfängliche Menetekel des Nicht-Gewinns und sind schier entgeistert, wenn eine deutsche Schwimmerin „Dabei-Sein-Ist-Alles“-Freude bekundet. Wie wunderbar, dass sich das Ende der diesjährigen 46. Darmstädter...

Die Bananisierung der Musik

Die Bananisierung der Musik

Vorgestern gab ich ein Skype-Interview für einen jungen Studenten aus Wien, der eine Arbeit u.a. über den Einfluss von Technologie und Vermarktung auf die Musik selber schreibt, ein Thema, das auch hier im Blog immer wieder zur Sprache kommt. In diesem Interview gab es auch die Frage, ob ich fände, dass Musik heutzutage besser oder schlechter sei als früher. Natürlich eine sehr schwierig zu beantwortende Frage, denn zu allen Zeiten gibt es ganz tolle und ganz furchtbare Musik.

Klimarettung in Sao Paulo, Teil 7: Letzte Folge des Reiseblogs!

Klimarettung in Sao Paulo, Teil 7: Letzte Folge des Reiseblogs!

Meine Freunde Toffo und Cledson wollen unbedingt, dass ich ein echtes deutsches Restaurant in Brasilien ausprobiere, um ihnen zu sagen ob es „authentisch“ ist. Wie viele „Paulistas“ (Bewohner von Sao Paulo) sind sie von Essen besessen. „Wir haben keine tollen Strände wie in Rio, und das Wetter ist auch schlechter, daher kümmern wir uns mehr um die guten Dinge des Lebens“ sagt Toffo.

Klimarettung in Sao Paulo Teil 6: Wir müssen den Strand bewahren, denn er bewahrt auch uns

Klimarettung in Sao Paulo Teil 6: Wir müssen den Strand bewahren, denn er bewahrt auch uns

Jetzt muss man schon differenzieren: Neueste Recherchen bei Brasilianern haben ergeben, dass das Applausverhalten sich hier doch sehr von dem in Europa unterscheidet. Der durchschnittliche Brasilianer besucht zum Beispiel gleich mehrere Kulturveranstaltungen pro Abend, daher klatscht er nie lang, denn er muss ja noch woandershin. Auch die Standing Ovation ist hier häufig verbreitet – man steht möglichst gleich nach Ende eines Stückes auf, um den Künstlern die nötige Reverenz zu erweisen. Dies will man dann aber auch schnell hinter sich bringen. Buhrufe gibt es nie, egal wie gräßlich etwas ist. Auch in Darmstadt sind sie ja inzwischen aus der Mode (siehe Patricks letzten Blogeintrag).

Klimarettung in Sao Paulo Teil 5: Der Prophet im fremden Land

Klimarettung in Sao Paulo Teil 5: Der Prophet im fremden Land

Ok, es ist jetzt also offiziell.
Die deutschen Kritiker des Amazonasprojektes stehen da wie begossene Pudel, denn 190 Millionen Brasilianer und 200 Millionen Rinder können geschmacklich nicht irren. Oder doch?

Klimarettung in Sao Paulo Teil 3: Rinderwahnsinn!

Klimarettung in Sao Paulo Teil 3: Rinderwahnsinn!

In Brasilien sind sogenannte „brasilianische Barbecue“-Restaurants sehr beliebt. Die Idee ist simpel: man setzt sich an einen Tisch, bekommt einen Teller und kann sich so viel man will von einem reichhaltigen Buffet nehmen. Auf dem Tisch hat man eine kleine Scheibe – diese kann man auf zwei Seiten drehen: Rot heißt „Nein Danke“, Grün allerdings heißt, dass alle 2 Minuten ein Herr vorbeikommt und einem einen gigantischen und triefenden Fleischsspieß über den Teller hält. Auf diesem Spieß kann sich alles mögliche befinden: Nackenfleisch, Bauchfleisch, Roastbeef, gigantische Würste die sich um den Spieß kringeln, aber auch zum Beispiel 20 Hühnerherzen, eine besonders beliebte Delikatesse. Der Kellner schneidet einem dann ein großzügiges Stück ab, das man mittels einer kleinen Zange vom Spieß ablöst.

Klimarettung in Sao Paulo Teil 2: Wir haben keine Chance

Klimarettung in Sao Paulo Teil 2: Wir haben keine Chance

Einer der Gründe für mich beim „Amazonas“-Projekt mitzumachen war, meinen langjährigen Emailfreund Claudio Toffoli (kurz Toffo) endlich einmal „in the flesh“ kennenzulernen, denn er lebt und arbeitet hier in Sao Paulo. Seit 8 Jahren tauschen wir regelmäßig Gedanken über Musik aus – Toffo ist ein profunder Kenner brasilianischer Musik, von Brega (dem brasilianischen Wort für „Schlager“ – hier sehr abfällig gebraucht) bis zu klassischer Musik.