Strauch’s Corona-FakeNews 01: Staatsopernkapellenstaatsbürgerschaften

München/Madrid/Wiesbaden/Dresden/Salzburg/Pyöngyang – Unbestätigte Nachrichten erreichen uns gerade von der Bayerischen Staatsoper. Nachdem Simon Rattle nun die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat, scheint die Intendanz einen diesbezüglichen Antrag auf die Spanische und konsularische Immunität für das gesamte Hauspersonal gestellt zu haben. Alternativ wird geprüft, ob die spanische Krone einen Anspruch auf alle Liegenschaften der Staatsoper hat.

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Man möchte auf diesen Weg in die damit für Bayern exterritoriale Staatsoper das Madrider Hygienekonzept des Teatro Real übertragen. Geht alles sehr schnell, könnte man bereits Ende Februar den Publikumsbetrieb wieder aufnehmen. Nachdem im Residenzkomplex wie die Staatsoper das Instituto Cervantes seinen Sitz hat, räumt man dem Vorgang hohe Chancen ein.

Fragwürdige Quellen teilen zeitgleich mit, dass auch die Intendanz in Wiesbaden ähnliche Schritte prüft. Notfalls würde man sogar das Haus einer ostasiatischen Demokratie oder im Extremfall einer dortigen Diktatur übertragen. Das Publikum müsste sich dann zwar im Foyer des dann ehemals hessischen Staatstheaters einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen, um einreisen zu dürfen. Ein österreichischer Sänger mit Twitterkompetenz wird von Fall zu Fall die Quarantäne aufgrund von „Nichtexistenz einer Gefahr“ beenden.

Aus Dresden hören wir, dass die dortige Staatskapelle die Münchner und Wiesbadener Aktivitäten zwar mit Sympathie verfolgt, aber dem Vorbild Wagners und Bakunin folgend mit Unterstützung von Stuttgarter Anwälten diverser Bewegungen die Staatskapelle als „Wahres Königreich Sachsen“ für unabhängig erklären möchte mit einem König in Personalunion mit dem Chefdirigenten an der Spitze. Ist dem kein Erfolg beschieden, erwägt man im Nachgang der Osterfestspiele in Salzburg Asyl zu beantragen oder für besondere kulturelle Leistungen sogleich die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen zu bekommen und über die Habsburgerschiene die Felsenreitschule hier zu einer spanischen Exklave bis zum Ende der Pandemie zu erklären.

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1 Antwort

  1. Winterreise sagt:

    Das kommt mir wirklich spanisch vor, wissen Sie mal wieder früher und mehr?
    Und ich dachte die Intendantenrunde trifft sich erst noch mit dem Minister oder etwa nicht? Also die bayerischen.
    Und was Österreich betrifft, bitte, da darf die Quarantäne zum Zweck der Ausreise abgebrochen werden.
    Das leugnet auch nicht das Bundesministerium und dessen Existenz stellt auch kein Sänger in Frage.
    Das mit der Quarantäne findest aber nicht bei Twitter.

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