Anonymous Germany – Willkommen im Netz der Diffamierung!

Was seid Ihr für Helden! Guy Fawkes Maske aufgesetzt und losgehetzt. Was wart Ihr für Helden! Als mit Wikileaks und Edward Snowden die Überwachung von hunderten von Millionen Internetusern bekannt wurden, war auch Anonymous für seine Aufklärungsarbeit in aller Munde. Doch das sind tempi passati. Als selbstberufene IT- und Netzaktivisten haben sie strenggenommen kein politisches Mandat. Keiner von ihnen ist bekannt bzw. als Anonymous in NGO’s, Verbände oder die Politik entsendet worden. Sie agieren ohne demokratisches Mandat, egal wie viel Follower sie haben. Und seit neuestem hetzen sie gegen UrheberInnen und diffamieren UnterstützerInnen der EU-Urheberrechtsrichtlinie. Es geht ihnen nicht um Dialog, um offenen Streit. Es geht ihnen um’s Fertigmachen.

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Anonymous diffamiert mich – anonym, wie toll

Ich fange mit mir selbst an! Heute scrolle ich durch den Twitter-Account von Anonymous Germany und finde den Screenshot meines Facebook-Kommentars (Name anonymisiert – super!!) einem Posting von Matthias Hornschuh, der damit auf die Diffamierung durch Anonymous von Micki Meuser hinweist. Ja, mir riss dort die Hutschnur. Wenn ich eine Diffamierung durch Maskenträger sehe, denke ich aus ganz persönlichen Gründen inzwischen nur noch an die rechtsradikale Hetzseite anonymousnews-ru, die mutmasslich ein Gaswaffenhändler namens Rönsch in die Welt setzte, der u.a. mit der Seite migrantenschreck Gaswaffen zum Einsatz gegen Flüchtlinge verkaufte. Anonymous Germany setzt sich von diesen immer in Bulletins ab. Doch kann man sich sicher sein? Wer rechts oder links unerkennbar agitiert, sich zum Verwechseln ähnliche Namen gibt, sich wie Sekten voneinander abgrenzt, gehört vielleicht mutmasslich doch in den gleichen Topf.

Wenn es nicht die politische Haltung ist, so sind es die Methoden der Anonymität im Internet. Ja, Micki Meuser ist Vorsitzender der Deutschen Filmkomponistenunion (DEFKOM), im DKV-Vorstand und im Aufsichtsrat der GEMA. Warum er in diesen Gremien sitzt? Weil viele FilmkomponistInnen, E-Musik-KomponistInnen, SongwriterInnen und Werbe-KomponistInnen vertrauen und seine Arbeit schätzen. Und ja, er hat von uns Allen das demokratische Mandat, sich für unsere Belange stark zu machen, auch in Brüssel unserer Urheberrechte zu vertreten, uns gegen die potentielle Entrechtung durch Internetriesen oder Verlagsriesen zu verteidigen. Jetzt fragt mancher: Verlagsriesen? Ja, Micki Meuser kämpft mit der DEFKOM gegen die Zwangsinverlagsnahme. Micki Meuser stärkt die Position der UrheberInnen, von diesen direkt beauftragt, im konkreten Fall gegen die Lobbyarbeit von Google, Youtube und Co.

Sie retweeten Diffamierung, die gegen Micki Meuser gerichtet ist

Allein weil er im Aufsichtsrat der GEMA sitzt, ist er Vielen wohl ein Dorn im Auge. Allein schon: GEMA. Ja, die GEMA ist im Gegensatz zu Euch, Ihr Maskenträger, eine Heldin: sie rang erfolgreich gegen Youtube, erzielte nach 9 Jahren schwerster Kämpfe endlich eine Nach-Lizenzierung. Und was tatet Ihr? Gehörtet Ihr nicht zu denen, die wilde Demos gegen die GEMA wegen der sogenannten Youtube-Sperrtafeln mit mobilisierten? Was Ihr da tatet, fragt Euch selbst. Fakt ist, die GEMA ließ ein paar Songs exemplarisch auf Youtube sperren, mehr nicht. Im Zuge dessen sperrte Youtube tausende von Filmen für Deutschland, nicht die GEMA! Und Ihr habt Euch zum willfährigen Helfershelfer von Youtube und Google gemacht.

Sie diffamieren Micki Meuser selbst

Zur Erinnerung: den ersten Lizenzvertrag reichte die GEMA zu sehr günstigen Tarifen an Youtube aus, das damals noch ein Newcomer war. Als sich der Riesenerfolg mit Werbeeinnahmen aus User-Content abzeichnete, der im Gros aus urheberrechtlich geschützter Musik bestand und besteht, verlangte die GEMA zurecht einen höheren Tarif. Deswegen wurden ihr Steine in den Weg gelegt, GEMA-Aufsichtsratsmitglieder schon damals diffamiert, offene, egal ob massvolle oder harte UnterstützerInnen der Position der GEMA fertig gemacht. Ja, man warf Steine nach GEMA-Mitglieder.

Und wie Ihr damals gegen UrheberInnen agitiertet, als seien es Neo-Nazis, so agitiert Ihr jetzt. Ihr glaubt Euch auf der richtigen Seite, doch nur selbsternannt. Nochmals: als die Steine flogen, hatte kein/e deutsche Musikschaffende/r mehr Lust, sich mit Gesicht und Namen für ihre oder seine Verwertungsgesellschaft einzusetzen. Die sammelt natürlich das Inkasso der Lizenzierungen ein, die sie übrigens jedem gewähren muss und nicht einfach mal wie Wikipedia, das einen Shut-Down ankündigt, die Nutzung verweigern. Worüber man mit ihr streitet, ist nicht die Nutzung, sondern die Bezahlung. Natürlich diskutieren auch wir UrheberInnen oft mit der GEMA über unsere Rechte und Tantiemen. Aber das gehört zur Meinungsfindung dazu, wird darüber durch die Mitglieder abgestimmt. Und wir sind froh, dass wir überhaupt noch KollegInnen finden, die sich in der Öffentlichkeit nicht mundtot machen lassen.

So entsenden wir ganz wenige von ihnen nach Brüssel, wohingegen die Internetriesen hunderte von Lobbyisten entsenden. Natürlich kommen mit 27 EU-Staaten und weiteren Ländern gut auch 50-60 VertreterInnen der AutorInnenverbände und durch AutorInnen bestimmten europäischen Verwertungsgesellschaften dort zusammen. Aber genauso haben alle gewählten Fraktionenjeder politischen Couleur des EU-Parlaments und alle RegierungsvertreterInnen der Mitgliedsländer ihre demokratischen Mandate, z.B. über die Urheberrechtsrichtlinie sich auszutauschen, als PolitikerInnen darüber abzustimmen.

Statt Micki Meuser mit Respekt und Toleranz zu begegnen, soll er nun im Netz fertig gemacht werden: seine GEMA-Rolle macht ihn für manche zu einer Un-Person, als seien sie Orban und er Soros. Da sieht man, die politische Seite ist egal, die Mittel sind sich massiv ähnlich: fast schon antisemitische Klischees werden bedient, wenn man Micki Meuser zuvor als Normalo sieht, daneben mit schlecht gephotogeshoppten Goldzähnen. Das ist wie gesagt, ein proto-antisemitisches Klischee.

Anonymous mit proto-antisemitischen schlecht gemachten Goldzahnklischee um mundtot zu machen

Was soll dadurch passieren? Micki Meuser soll mutmasslich als kapitalistischer Satan diffamiert werden, UnterstützerInnen verängstigt und mundtot gemacht werden. So agieren Sekten, so agieren Vergewaltigerringe, so agieren Mafiosi, so agieren Faschisten. Ja Anonymous Deutschland, Ihr benehmt Euch wie sektenartige und mafiöse Faschisten und vergewaltigt die freie Meinungsäußerung der UrheberInnen. Das sind natürlich weniger als Eure vielen Follower. Aber sie treten zu Recht für ihr geistiges Eigentum im digitalen Bereich ein. Sobald sie einen Shitstorm als solchen bezeichnen, sind sie in Euren Augen noch unmöglicher, werden noch mehr diffamiert. Mein Hashtag für Euch, da könnt Ihr Euch noch so vom Migrantenschreck absetzen, müsste #ihrseidroensch sein.

Ihr reklamiert für Euch die Rechte der „kleinen UserInnen“ zu verteten. Nun, dann tretet offen an, lasst Euch wählen, nennt Euch als Mitglieder einer Partei oder als unabhängige KandidatInnen mit Euren Klarnamen. Ansonsten habt Ihr zwar Fans, agitiert aber im illegalen Bereich. Macht Menschen fertig, erzeugt populistischen Druck, macht Euch über unser Schattenboxen gegen Euch lustig, wie mit Eurer neuen Fake-Schilderkampagne. Einfach erbärmlich und unterirdisch.

Nach GEMA-Sperrtafel-Unterstützung nun neue Fake-Schilder-Kampagne

Streitet mit offenem Visier und meuchelt nicht online in Kampagnen die dahin, die ihr Gesicht und ihre Haltung offen zeigen und äußern. Sonst seid Ihr nicht besser als Trump, Orban, die AfD, die Identitären oder Sekten, Mafia oder Missbrauchstäter: Druck ausüben, einschüchtern, beides voll gegen ad personam, mundtot machen. Höchstwahrscheinlich machen sie mich jetzt fertig – dann wäret Ihr obendrein noch homophob und auf der gleichen Stufe eines mutmasslichen, mich auch unter Druck gesetzt habenden Sex-Musikprofessors!

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10 Antworten

  1. Robert Eppner sagt:

    Hallo,

    da ich das Kollektiv Anonymous schon länger verfolge (aber nicht jede Aktionen von denen gut finde), lege ich Ihnen diese ZDF Doku hier ans Herz: https://www.youtube.com/watch?v=kO3vIQw0WMs genau wie die 14 teilige Story von Mimikama bezüglich dieser.ru Geschichte und der Verkauf von Waffen: https://www.mimikama.at/allgemein/anonymous-kollektiv-1/

    Dieser Account, den sie dort anprangern, hat nichts mit diesen .ru Fakeseiten zu tun. Dieser Account hat sich ebenfalls schon öfters von rechter Hetze und Verschwörungstheorien distanziert (findet man dort auch in der Timeline wenn man scrollt).

    Mir ist übrigens nicht bekannt dass herr meuser jüdisch ist (habe dazu auch nichts bei google gefunden), somit ist Ihre Argumentation bezüflich Antisemitismus und gelbe Zähne genauso Sinnfrei wie die Fakeplakat Aktion von Anonymous?

    • Sehen Sie sich meinen letzten, sehr persönlichen Satz an, dann wissen Sie, warum ich mit anony-Dingen NICHTS mehr anfangen kann, dann sollen sie sich eben offen zeigen und umbenennen. Wenn Sie es nicht verstehen, lesen sie das, in Mitte, u. finden Sie konkret den Rönsch-Hinweis. Ich bin mit all diesen Leuten durch. Die Verdienste von Anony. erwähne ich oben. Was jetzt läuft: NO! Und ob jemand jüdisch o. nicht: proto-antisemitisch bleibt proto-antisemitisches Klischee. Aus der Dunkelheit gegen engagierte KünstlerInnen anzugehen: auch NO! Zudem, geht man die Follower von Anony.Dings Deutschland durch: man findet genügend gegen Claudia Roth et al. hetzende, den identitären Frosch führende Profile – sehr wohl werden Rechtsradikale durch Anonym.Dings angesprochen. Tja, und Trumps Wahlkampfteam war bei Wikileaks – da ist Ultra-Konsrvatismus-Populismus und AltRight nicht mehr fern. All diese Netz-Aktivisten haben sich unnötig mit Rechten belastet. Und nun machen sie KünstlerInnen fertig. Bäh, widerlich, inhuman, antidemokratisch! Wer mit sowas glaubt, Grundrechte zu verteidigen, ist unglaubwürdig wie jemand aus der untersten Schicht vor Gericht! Versungen, vertan!

    • Die Sache ist eher einfacher: Anonymous ist in Wirklichkeit eine absurde Konstruktion. Weil sie weder eine Institution ist noch eine Person. Folglich kann sich jede diese Maske aufsetzen. Aufklärererinnen, Philosophinnen, Dummbatze, Vollidiotinnen, Durchgeknallte, Rechtsradikale. Alle haben dazu das gleiche Recht. Alles andere wäre auch widersinnig, weil es keine Gruppe sein muss, aber sein kann, die sich aber natürlich keine moralischen Ziele setzen kann, weil dies nur unter Personen möglich ist. Deshalb kann es sich auch selbst moralische Ziele setzen wie es mag. Richterin sein ohne Verfahren. Anonymous hat mit einer aufgeklärten Gesellschaft überhaupt nichts am Hut. Jeder kann Anonymous sein, nämlich in diesem Fall wirklich selbsernannter Unsinn. Eine Gruppe, die keine Personen kennt, kann sich auch nicht von etwas distanzieren. Sie ist nämlich überall und nirgendwo. Kurz: Sie hat Wirkung, aber die ist beliebig, steuerungslos – all das eben, was man in einer vernünftigen und aufgeklärten Gesellschaft wirklich nicht braucht.

      Und diejenigen, die angeblich den Twitteraccount betreiben, tun es eher schlecht als recht. In Sache uninformiert, über Personen in einer Form von Häme und menschlicher Ignoranz, maßlos. Schlicht im Gemüt. Alles irgendwie sektiererisch. Aber so ist das bei all denen, denen Argumente in der Diskussion fehlen, sie gehen auf die Personen. Das ist reichlich autoritär und, ja, auch faschistoid.

      Und so kann sich so ein Account auch schlechterdings nicht von rechter Hetze distanzieren. Denn die gehört ebenso zum seinem möglichen Geschäft, funktioniert mit den gleichen Mitteln.

      PS: Ach, eines noch. Sehr viel Ahnung in Sachen Technik und Webanalyse haben die dort auch nicht, was tief blicken lässt in die begrenzten Fähigkeiten. „Diesen Blog haben jetzt nur Leute gelesen, weil wir z.B. den Link verteilt haben. Wenn man sich den Traffic der letzten 4 Wochen anguckt, lesen da maximal 5 Leute pro Tag, nicht der Rede wert.“ Abgesehen davon, dass es dann die Leute sind, die Anonymität gutheißen, nur bei anderen muss das ja nicht sein. Das ist mies – höflich gesagt.

  2. Markus sagt:

    Ich glaube Sie verstehen das System hinter Anonymous nicht.
    Es ist nicht möglich, dass wir unsere Masken ablegen, eine Partei gründen o.Ä .
    Niemand zeigt sich Freiwillig, da niemand erkannt und verurteilt werden möchte.
    Viele haben ein schlechtes Bild von uns und niemand möchte irgendwie erkannt oder verfolgt werden, vor allem da manche Aktionen nicht legal sind. Um Ihnen aber schon einmal ein Schritt voraus zu sein – Illegal heißt nicht immer was schlechtes.
    Nur weil man sich nicht zeigt, sind Argumente, Aussagen und Aktionen nicht gleich schlecht, unwirksam und nicht vertrauenswürdig.
    Mir kommt es ehrlich gesagt so vor, als würden Sie uns mit negativ Beispielen vergleichen, weil der Twitter Account von Anonymou De sich über Sie lustig macht.

    • Das ist nicht lustig, das ist diffamieren. Das ist nicht Toleranz von offen Agierenden, die mit den luuustigen Schildern befaket werden. Sie kennen einfach die Schmerzgrenze nicht. Anonymous behandelt uns ad personam wie unberechtigt Daherlabernde. Wie ich schrieb: wir kennen die Shitstroms aus Tafelnstreit, das Lahmlegen von Webseiten. Keiner sagte offen seine Meinung, lange nicht. Jetzt sagt man sie und wird lächerlich gemacht. Regt Euch über Politiker auf, aber artist-blaming: das ist faschistoid, da wir Sie nicht kennen – der Staat könnte das eher festmachen als wir jemals. Sie propagieren ein mieses Bild von VGen, die über 30k Künstler vertritt, zum Lizenzieren grds. gezwungen ist. Sie über pauschale Kritik, sie verschweigen, dass wir Lizenzierung statt Filter wollen. Aber die Lizenzierung soll nur für ganz wenig erfolgen, derweil bigplayer wie YT, der Hauptprofiteur von Ihrem Tun, Milliarden machen. Alles an der Reform ist doof, nichts wird differenziert dargestellt, Reda ist Göttin, Meuser ein böser Kapitalist. Wir gönnen Ih en Reda, gönnen Sie uns unsre wenigen, gewählten Kollegen, die gegen x-Lobbyisten der Internetgiganten in Brüssel antreten. Tja, ich habe poly-coming-outs hinter mir. Ich sage meine Meinung als Rant, da ich über Sie und Anonymous platzen könnte und werde belehrt und lächerlich gemacht, statt das zu verstehen. Und wenn Sie sich von Rönschs Missbrauch ganz distanzieren wollen, von Trumps Wahlteam bei Assange, dann sucht eben einen neuen Namen. Nachdem von AfD bis Piraten gegen unsere Interessen mobil machen, sehe ich nur eine Querfront, ja, es gibt eben auch rechtspopulist. Follower für Sie, die Sie nicht blockieren – bei 37k Followern kann man das in ein paar konzertierten Aktionen hinbekommen. Für mich gibt es hiermit keinen Grund mehr, Anonymous wichtig zu finden. Mit Arabien tat ich das, mit Wikileaks. Jetzt habt Ihr einfach vergeigt. Entschuldigt Euch, dann kann unsereins ggf. zurückschwimmen. Momentan besteht kein Grund. Ja, ich habe Angst nun weiter diffamiert und gehackt zu werden. Nach dem GEMA Bashing vor ein paar Jahren ist damit zu rechnen. Ich traue Anonymous genügend kriminelle ad personam Energie zu!

  3. Angangseh sagt:

    Tief durchatmen und erst mal ein Snickers schnappen. Man sollte nicht jeden Wutausbruch undurchdacht und schlecht recherchiert in die Tasten hauen. Wenn man das Feststellen schlichter Fakten, wie das Meuser in diversen VGs führend tätig ist, schon als Hetze bezeichnet, dann sollte man eventuell ein mal etwas mehr nachdenken.

    „Sie agieren ohne demokratisches Mandat“
    Wusste nicht, dass man für öffentliche Meinungsäußerung neuerdings ein demokratisches Mandat braucht. Die Autoren diverser diffamierenden Meinungskollumnen sind schließlich auch mit keinem ausgestattet.

    „Name anonymisiert – super!!“
    Durch die eigene, öffentliche Namensnennung dank dieses Artikels wohl jetzt überflüssig.

    „Diffamierung durch Anonymous von Micki Meuser hinweist“
    Der Tweet weißt auf seine Tätigkeit in einer Organisation hin, die für ihre Lobbytätigkeit in der Sache bekannt ist. Nicht mehr und nicht weniger. Damit spricht man Meuser auch zurecht Neutralität in der Sache ab, da er selbst an der Erstellung der RL mitbeteiligt war. Ihre Antwort darunter ist sowohl uninformiert als auch diffamierend, da Sie das Kollektiv öffentlich in Verbindung mit etwas bringen, von dem sich distanziert wurde, da der Name als Deckmantel von jedem missbraucht werden kann.

    „Und ja, er hat von uns Allen das demokratische Mandat, sich für unsere Belange stark zu machen“
    Ich behaupte ein mal stark das Gegenteil. Zitat vom Bund der Gemazahler: „In Berlin fand vom 15. bis 18. Mai 2018 die Mitgliederversammlung der GEMA statt. Mehr als 700 anwesende GEMA-Mitglieder (Textdichter, Komponisten und Musikverlage) wählten dort Ihre Vertreter für die neue Amtsperiode bis 2021 in den Aufsichtsrat.“ Mir war bis heute nicht bewusst wie wenige Mitglieder die GEMA wohl hat. Zudem sehe ich komischerweise auch Widerstand von GEMA Mitgliedern. Da scheinen sich nicht alle so gut vertreten zu fühlen habe ich den Eindruck.

    Die feurige Liebeserklärung an die Heldin GEMA zitiere ich mal nicht vollständig inklusiver der Behauptung man wäre gegen Urheber wie Neo-Nazis vorgegangen. Man kanns im Eifer ja auch etwas mit den blinden Anschuldigungen nach links und rechts übertreiben.

    „So entsenden wir ganz wenige von ihnen nach Brüssel, wohingegen die Internetriesen hunderte von Lobbyisten entsenden.“
    Totaler Blödsinn von vorne bis hinten. Internetriese Facebook hat sogar FÜR die Reform Lobby betrieben(siehe Julia Reda). Die Verlagslobby war zudem deutlicher stärker vertreten als die Netzkonzerne. Auch das kann man getweeteten Dokumenten und Berichten von Julia Reda entnehmen. Zudem profitiert Google obendrein von der Aktion, weil die entsprechenden Inhaltserkennungssysteme nach höchsten Industriestandards bei eben dieser Firma käuflich zu erwerben wären.

    Den nächsten Absatz werde ich auch nicht vollständig zitieren, aber da wird Hauptsache erst ein mal Antisemitismus unterstellt wegen der Goldzähne. So fest und ohne Grundlage hätte sich nicht mal der Baron von Münchhausen etwas an den Haaren herbeiziehen können. Andere Analogien, wie die bekannten Grills von amerikanischen Rappern, die ihren Reichtum zur Schau stellen wollen, wären natürlich gar nicht möglich gewesen, zudem der Tweet auch textlich keinerlei Bezug zu Antisemitismus herstellt. Es wäre ja sogar möglich, dass, Gott bewahre, mit den gelben, als hässlich titulierten Zähnen, auch tatsächlich nur gelbe, hässliche Zähne gemeint waren.

    Dann wird auch noch gefordert, man solle dem Mann doch Respekt und Toleranz entgegenbringen. Nach den Schmutzkampagnen und Diffamierungen, die gegen die RL-Gegner geführt wurden, sollen diese doch jetzt bitte ganz sachlich bleiben und bloß nichts Ironisches, oder gar Sarkastisches sagen. Jede Karikatur gegen den Missbrauch in der katholische Kirche ist extremer als jeder in diesem Artikel gezeigte Tweet. Zunächst darf man sich als Bots bezeichnen lassen, dann als von Google und Youtube gekauften und hirngewaschenen Kindern. Dann möchte man Abstimmung vor die Hauptproteste verlegen, kennt sich mit der eigenen RL nicht aus, äußert öffentlich definitve Fehlaussagen(siehe Voss), lässt für eine eigentlich neutrale Institution Jubelvideos von Lobbyvertretern drehen und schickt schöne Rundbriefe an alle VG Mitglieder und für Abgeordnete gibts das selbstverständlich auch noch. Bei Letzteren sogar noch mit inkorrekten Fakten. Ich habe noch keine einzige Mail von Google erhalten. Seltsam. Ich stimme zu, dass man nicht zu persönlich werden sollte, aber eine harmlose Bildmontage wird man als Person des öffentlichen Lebens gerade noch so verkraften. Wer sich öffentlich positioniert bekommt auch öffentlich Kritik. Das war schon immer so, auch ohne Internet. Selbst der orangene Giftzwerg aus Washington(Trump) geht entspannter mit den Massen an höhnischen Bildmontagen um, die es seit Amtsantritt gibt. Meuser kommt zudem noch sehr gut weg, im Vergleich zu anderen Persönlichkeiten, die deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen.

    „Einfach erbärmlich und unterirdisch.“
    Ja, das ist dieser Artikel hier definitiv. Meinungsmache, Behauptungen, Unwahrheiten und eine verdrehte Logik. Da ist alles mit dabei. Nur zur Ihre Information: Die Masken und Anonymität der aktiven Anons haben einen definitiven Grund. Zum einen haben sie ihren Ursprung in den öffentlichen Protesten gegen Scientology, die tatsächlich die von Ihnen genannten sektenartigen Praktiken anwenden, weswegen eine Anonymisierung hier dem Selbstschutz dient. Auf der anderen Seite, und das will ich auch gar nicht schön reden, sind auch einige Aktionen des Kollektivs weniger legal und was beispielsweise whistleblowing unter Klarnamen für Auswirkungen hat sehen wir ja an Snowden. Es gibt sehr viele Personen, die mit ihrem Klarnamen gegen die RL auftreten und sogar wählbar sind. Das muss nicht jeder machen. Ein Hackerkollektiv, das mit Klarnamen dagegen steht ist beispielsweise der CCC.

    „machen sie mich jetzt fertig – dann wäret Ihr obendrein noch homophob“
    Sehen Sie, da liegt ein grundsätzlicher Denkfehler. Wenn jetzt Kritik, welcher Art auch immer, gegen Sie erfolgt, dann aufgrund Ihrer Aussagen und nicht Ihrer Sexualität. Kritik an Ray Charles macht mich nicht zum Rassist, Kritik gegen Alice Schwarzer nicht zum Sexist und Kritik an Elton John würde mich auch nicht homophob machen.

    Warum schreibe ich nun nicht unter Klarnamen, werden Sie mir garantiert ankreiden. Zum einen macht es keinen Sinn, weil ich in dieses Feld jeden Pseudoklarnamen eintragen könnte den ich wollte, ohne das mir je jemand unterstellen könnte es wäre nicht mein richtiger Name. Zum Anderen benutzt man im Netz nun mal Pseudonyme.

    • Ihre Feigheit mit Klarnamen zu reden wäre Argument genug nicht zu reagieren. Die GEMA-Mitglieder-Zahlen sehen sie hier: über 60k, in verschiedene Kurien und unterschiedlichen Mitgliedschaftsmodellen. Wer z.B. nicht zu den Vollmitgliedern gehört, kann als Delegierter volles Stimmrecht erlangen. Und zu Meuser und seinem Engagement: er ist von Komponisten gewählt und Vorsitzender der Filmunion zu sein, im AR zu sitzen, kehren wir das um: die Sie unterstützenden EU-Parlamentarier von AfD bis Piraten kassieren hübsche Diäten. Filmkollegen verdienen natürlich auch für sich, und so Reda z.B. einen Teil spenden mag, so investieren die big player auch ihr GEMA-Geld in ihre Unternehmungen. Jedem leitenden Angestellten gönnen Sie vllt. sein Salär, seine Einnahmen aus Eigentum, vielleicht auch nicht. Nur Künstler dürfen wohl nicht erfolgreich sein und Vertreter ihrer und ihrer Kollegenschaft Interessen sein? Ich sage mal so: wir wollen möglichst weitreichende Lizenzierung, darüber streiten wir auch. Aber dem Grunde nach sind wir damit geg. Uploadfilter, die uns nach 9 Jahren lächerlichen Rechtsstreit mit YT und nur ein paar GEMA-Sperrungen, wo dann unsre Verwertungsgesellschaft durch mit den Taferln rundum diffamiert wurde, bis kein GEMA-Mitglied mehr offen Position beziehen wollte angesichts von Steinen und Hatemails. Jetzt tun das einige und werden ad personam diffamiert. In der Regel sind wir gesittet, abgesehen von den Bot-Vorwürfen. Aber verstehen Sie nicht, dass diese Anonymität Vieler, die so von uns empfunden werden, Angst macht? Wir wollen nicht den Untergang von irgendwas, aber wir wollen ernstgenommen werden. Man will uns mit Privatkopie-Abgabemodellen-Äquivalenten, wo durchaus einige unter uns nie und nimmer z.B. bei Millionen Klicks korrekt abgegolten werden. Wir wollen genaue Nutzungszahlen, wie jedes Radio und jeder Veranstalter sie offenlegen muss. Jeder Kanalinhaber kann ja die Nutzungen bei YT einsehen. Aber die sollen nicht an die GEMA wie sonst alle Playlists gehen?

      Wie gesagt: dieses ad personam gegen Urheber muss beendet werden. Und diese Heiligsprechung von Anonymous z.B. in Sachen Arabien: gescheitert, bis auf Tunesien. Und was soll das Distanzieren, wenn man ähnliche Methoden von wie Rönsch & Co. nutzt? Nichts! Allein die Blockaden und Hackings von Webseiten im GEMA-fight, unglaublich dreiste Verletzung der Persönlichkeitsrechte? Das machte uns zu Vielen mundtot. Dieses Damoklesschwert macht auch heute Angst, als seien wir Ultras, Rechtsradikale, Abschaum. Tja, und wenn man nicht proto-, ich betone, proto-antisemit. Klischees verbreiten will, dann eben KEINE Goldzähne. Und wer Elton John unter der Gürtellinie kritisiert, anderweitig diffamiert, ist eben auch homophob bzw. wird so wahrgenommen. Sagen Sie mir nicht, was ich als homophob erlebte und erlebe. Aber Sie sprechen uns Glaubwürdigkeit, berechtigte Interessen vor, beschweigen die Lizenzierung, die mit VGs sehr komfortabel sein kann, da Viele vertreten sind und man mit ganz Wenigen reden muss. Man kann Facetten dieser schwierig finden, aber sie sind nicht der Teufel, in Deutschland autorenbasiert, unterschiedlich ähnlich in ganz Europa. Verlage können schwierig sein, sind aber dennoch wichtig, ja, sie müssen ggb. der GEMA eine gewisse Höhe ihres Tätigkeitsangebots darlegen, mal erfolgreich, mal nicht erfolgreich. Werden Sie halt mal Delegiertet der angeschlossenen u. ausserordentlichen Mitglieder. Aber ich gebe Hopfen und Malz verloren, sie gönnen Ihrer Seite Diffamierung, meinen Rant verbieten Sie mir. Lüften Sie sich! Ich hole mir Online-Klatsche mit dem Klarnamen, Sie weichen dem aus. Das macht natürlich meinerseits Schärfe einfacher. Oder outen macht Angst? Ich habe mich poly-geoutet – lächerlich, es nicht zu tun, „weil es eben so im Netz ist. Hahaha!

      • Angangseh sagt:

        Ich werde mich mal nicht herablassen auf diesen kompletten Strohmann von Antwort weiter einzugehen). Die wilden Anschuldigungen zu allen Seiten lassen nicht nach und Falschbehauptungen auch noch und nöcher. Jeder Internet-Rambo wäre stolz auf Sie mit dieser Attitüde. Nirgends verbiete ich Ihnen irgendeinen Rant, ich halte Ihre gesamte Argumentationsstruktur nur für absolut lächerlich und das ist auch meine freie Meinung, die ich ganz nebenbei in meinem Kommentar untermauere.
        Ob ich mir „Online-Klatsche“ mit Klarnamen, oder mit meinem seit 2007 genutzten Pseudonym hole, unter dem man mich nebenbei auch eher im Netz findet, weil nahezu alle meine Accounts diesen Namen verwenden, ist vollkommen irrellevant. Was bringt Ihnen mein Klarname? Richtig. Gar nichts. Wäre der Markus Müller hätten Sie auch keinen blassen Dunst wer ich bin.Sie fordern politische Korrektheit bis zum Erbrechen, außer es passt Ihnen natürlich an einer Stelle nicht und der Andere ist der Feind. Diese Selektivität im Denken kotzt mich gelinde gesagt an. Generell und nicht weil Sie es sind, um das klar zu stellen.
        Beachte Sie die Konversation von meiner Seite als beendet. Mit Ihnen braucht man nicht zu diskutieren, Sie erscheinen mir als ein unglaublicher Unsympath, der keinerlei Äußerungen zulässt, es sei denn es handelt sich um die eigene Meinung.
        Außerdem wird man Ihre als offensichtlicher Hardliner auch nicht ändern.
        Ich möchte mich an dieser Stelle trotz aller harscher Worte respektvoll verabschieden, denn ob ich Ihre Art mag ist irrelevant, ob ich Sie inhaltlich kritisiere ist auch egal. Vielleicht würde ich Sie auch nicht leiden können, wenn ich Sie privat kennen würde, aber das macht Sie nicht weniger zu einem Menschen als alle anderen auch.
        Überdenken Sie noch ein mal Ihre Haltung zu den Pseudonymen. Manche Menschen benutzen diese aus gutem Grund. Unter diesem Namen zählt weder mein Geschlecht, meine Herkunft, Hautfarbe, oder Sexualität, weil er nichts darüber aussagt.
        Ein schönes Leben noch, wünscht jemand, der sich mit Ausgrenzung aufgrund von Äußerlichkeiten auskennt.

  4. Leopold Wendlik sagt:

    Anonymous sind keine Hetzer. Sie hetzen nicht.
    Es sind einfach nur Menschen die ihre Meinung sagen und gegen das antreten was ihrer Meinung nach schlecht ist.
    Und immerhin herscht in Deutschland Meinungsfreiheit. Und die darf man auch nutzen. Also lassen sie die Menschen in Ruhe die ihre Meinung sagen.

    • Soll jeder seine Meinung äußern, ok. Nur AnonyGermany macht’s mit Diffamieren, Feindbildaufbau u. Künstler-Blaming, wie dieses Um-Framing der gelben Schilder. Dazu aus der Anonymität heraus. Und das macht Angst, macht dadurch mundtot. Das soll man supi finden? NEIN, das ist eben das Allerletzte. AnonG sagt von sich, man mache keine Angst. Das trifft aber nicht zu. Genau dieses mundtot machen, ich wiederhole mich, brachte beim YT/GEMA-Streit die Künstler dazu, aus Angst vor Shitstorm sich öffentlich überhaupt zu äußern. Schön auch, wie Fr. Reda das Anonyme nicht kritisiert: ihr Schweigen ist Zustimmung, s. schon Cicero. Kein Künstler-Blaming, keine Anonymität, dann könnte man reden. So fühlt man sich Drohkulissen im SED- o. NSDAP-Staat erinnert. Ich weiß, das interessiert EUCH Fans von AnonG und dieses selbst ÜBERHAUPT NICHT. Damit mach Ihr zu willigen Helfern von Meinungsunterdrückung lange bevor mal ein Filter zum Einsatz käme. Sagte ich auch: wir wollen Lizenzierung statt Filter, Herausgabe von Nutzungszahlen wie es JEDES Radio, JEDER Veranstalter macht, wir wollen keine Pseudo-Privatabgabe wo tausendfache Klicks im Raum stehen. Filter gibt es darüber hinaus schon, müssten nach Reform verhältnismäßig im Gegensatz zu jetzt sein. Und mit VGen Lizenzen abzuschließen ist easy: Viele vertreten, wenige Verhandlungspartner. Aber wenn natürlich die Netzkultur ihren Künstlern VGen ausredet, z.B. GEMA dämonisiert wie Orban Soros – das müsst Ihr leider gesichtlose und deren Fans ertragen, rächt sich das jetzt mitunter. GEMA ist zudem kein Buyout da jede Nutzung Tod+70 Jahre abgegolten werden muss, weil es Sozialkasse gibt, weil sie kulturell fördert. Das ist ALLES Schrott? Reinstes Diffamieren eines solidar. Prinzips. Natürlich streitet man sich um die Verteilung, aber mit offenem Visier und am Ende guten Kompromissen, auch mal Rücknahmen. Alles diskutiert u. beschlossen den Urhebern, nicht von Labels – ja, Urheber können nicht überstimmt werden. Dessen Diffamieren und das Verschweigen von Lizenzierung, die Kontrollen viel niederschwelliger lassen würde als jetzt: Ihr befördert das Lizenzspar-/verweigerungsmodell der großen Plattformen, seht null die Ausnahmen und auch, dass gerade VGen Kleinen sinnvolle niedrige Tarife anbieten (wie GEMA bei erster YT-Lizenzierung), macht Künstler fertig und haltet uns nur für Ratten und als Rechtlose Musikanten. Das ist mittelalterlich, das ist Desinformation bzw. fehlende Auseinandersetzung mit uns, weil wir Dämonen sein sollen. Null Toleranz und Respekt! Wir fanden Alle mal Anonymous in Sachen Wikileaks, Arab. Frühling heldenhaft. Nur hat sich das eben erledigt, wo es ad personam gegen unsre Kollegen losging. Mal darüber nachdenken!

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