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Wohin hoppelt denn die Oper? Kommentar zu Stephan Speichers Artikel gestern in der FAZ

Lieber Stephan Speicher,

Als Feuilleton-Junkie habe ich natürlich gerne ihren einseitigen Artikel in der FAZ vom 7.7. gelesen, es ging ja auch um mein „Lieblingsthema“, den vermeintlichen Niedergang des Opernbetriebes. Zumindest glaube ich dieses Thema aus ihren insgesamt wenig Hoffnung erweckenden Zeilen herauszulesen. Da ist von sinkenden Abonnentenzahlen die Reden, vom Verschwinden des gebildeten Bürgertums. Von leeren Opernhäusern bei Aufführungen von Morton Feldman, und von dem von Stuckenschmidt beschworenen „Ende einer Epoche“. Von Geltungsverlust durch größere Freiheit.
Insgesamt scheint da also wenig Hoffnung für die „anspruchsvolle“ Neue Musik und deren Diskurs mit dem Publikum.

Versuch der virtuellen Rekonstruktion von Mark Andres Oper „Wunderzaichen“ anhand von Zeitungskritiken. 3

Versuch der virtuellen Rekonstruktion von Mark Andres Oper „Wunderzaichen“ anhand von Zeitungskritiken.

Gerade eben hatte die neue Oper von Mark Andre, „Wunderzaichen“ in Stuttgart Premiere – unter Mitarbait von niemand anderem als unserem lieben Blogautoren Patrick Hahn wurde die Sache zu ainem großen Erfolg bai Publikum und Kritik, wozu wir aufs Herzlichste gratulieren!

Nun habe ich ain Problem – als Familienvater kann man leider nicht zu jeder Premiere raisen, auch wenn sie quasi um die Ecke in Stuttgart stattfindet. Man muss sich daher mit Radiosendungen begnügen (die es in diesem Fall erfreulicherwaise geben wird), oder eben Kritiken lesen.

Die Angst des Lesers vorm Violinschlüssel 6

Die Angst des Lesers vorm Violinschlüssel

Immer wieder habe ich mal mit Printmedien zu tun, die sich an den ominösen „Durschschnittsleser“ zu tun, oder vielmehr den Durchschnittsleser der in Wirklichkeit gar nicht durchschnittlich sondern ein wahnsinnig kluger Kopf ist (wie bei der FAZ).

Kulturförderung mindert soziale Ungleichheit 4

Kulturförderung mindert soziale Ungleichheit

Oder: Warum es gar nicht genug Opernhäuser in Deutschland geben kann Am Montag geht es wieder los. Die Sommerpause ist zu Ende, selbst in Baden-Württemberg, und allein die Bayern genießen noch für ein paar Tage die stillste Zeit des Jahres, die, nein, eben nicht Weihnachten, sondern der Sommer ist, zumindest...

„Der Biber ist der neue Hauptfeind“ – Botho Strauß in der Uckermark 3

„Der Biber ist der neue Hauptfeind“ – Botho Strauß in der Uckermark

Moritz Eggert liest den langweiligsten Zeitungsartikel in der Geschichte des Feuilletons und überlebt es…aber nur fast.

weil das ja klar ist 2

weil das ja klar ist

na klar, auch feuilletonisten dürfen mal träumen. auch jan wiele, der für die FAZ schreibt und der offenbar ein musikalisches erweckungserlebnis hatte. schuld war der junge schlagzeuger jonny könig, der sich den spaß gemacht hat, stoibers transrapidrede http://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU&amp zu musikalisieren. http://www.youtube.com/watch?v=9Vg2h_nW0bA&amp das ist eine ganz witzige geschichte und hätte hier...

press 5. then „send“. 1

press 5. then „send“.

Wir haben ja diesmal eine wirklich ausführliche GEMA-Berichterstattung, dadurch dass Alexander dankenswerterweise ausführlich beschrieben hat, was sich so bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung tut. Auch sonst ist die GEMA in aller Munde – gerade eben erschien in der FAZ ein ganzseitiger Artikel, in dem auch die organisierten Ausschreitungen beim Mitgliederfest am 25.Juni beschrieben werden.

Olgas Verweigerung 3

Olgas Verweigerung

Und wieder einmal ist Trauriges um die Uraufführung einer neuen Oper zu berichten: Olga Neuwirth hat sich öffentlich von der Inszenierung ihrer neuen Oper „The Outcast“ distanziert, die gerade eben in Mannheim uraufgeführt wurde und heute in den Tageszeitungen besprochen wird. Sie erschien dann auch – konsequent – nicht zur Uraufführung.

Die Verherrlichung  der Stille 4

Die Verherrlichung der Stille

Immer wieder begegnet man ihr, in Texten und vor allem Kritiken über Musik, der Beschwörung der Stille. Spätestens seit Cages „Silence“-Texten und „4’33““ ist es geradezu Mode geworden, ominös entweder daraus zu zitieren oder der Stille zwischen den Tönen eine geradezu mythische Kraft zuzuschreiben.