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Die Liste der ewig gestrigen Opernhäuser, Edition Spielzeit 2017/2018 (Teil 2)

Für mich ist zum Beispiel ein Unternehmen wie die Metropolitan Opera ein solcher Museumsdistrikt. Es gibt viele Besucher, auch Touristen, die sehr viel Geld dafür zahlen, um zu sehen, wie Oper im vor allem 19. Jahrhundert aussah. Das ist schön anzusehen, und da das als Business funktioniert, ist dagegen auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Aber ich würde nie und nimmer erwarten, dass die Met die Gegenwart abbildet, sie bildet allein die Vergangenheit ab, mit kostümierten Stars die so tun, als stünden sie in der Scala im Jahre 1850.

Vordruck für Monarchen

Vordruck für Monarchen

In der letzten Zeit geistern immer wieder Pressemeldungen durch die Gegend, in denen sich über die Kandidatenentscheidung für wichtige kulturelle Posten mokiert wird. So zum Beispiel über die Ernennung von Bernard Blistène (Spitzname „Kim Jong-Il“) als neuen Leiter des Centre Pompidou in Paris, als eigenmächtige Entscheidung der Kultusministerin gegen den ausdrücklichen Rat der Auswahlkommission, nachzulesen hier.

Verhältnismäßig klassische neue Musik

Verhältnismäßig klassische neue Musik

Wenn man in einem Opernhaus jahrzehntelang nur Opern des 18. und 19. Jahrhunderts spielt, dann erscheinen Berg und Janacek als Neue Musik. „Ich will mehr zeitgenössische Opern. Als erste Etappe bringen wir mehr Stücke aus dem 20. Jahrhundert, zum Beispiel Wozzeck, der schon lange nicht mehr gespielt wurde.“ (Dominique Meyer)...

Amazonas forever

Amazonas forever

Video: Ein kurzer Blick auf die Wiener Erstaufführung von Klaus Schedls Oper „Tilt“ und ein Interview mit dem Ensemble piano possibile Mitbegründer und – Leiter Philipp Kolb über die Schwierigkeiten, ein Ensemble für Neue Musik in München aufrechtzuerhalten.

Pionierarbeit

Pionierarbeit

Es war nur eine Frage der Zeit, aber jetzt ist es geschehen: Zum ersten Mal in der Geschichte der klassischen Musik kam ein Kompositionsauftrag durch Crowdfunding über „Kickstarter“ zustande. Wahrscheinlich ist Brian J. Nelson (so heißt der Komponist) gar nicht bewusst, dass er hier einen historischen Meilenstein gesetzt hat.

Aufruf zum Erhalt des ORF Radio-Symphonieorchters (Update)

Aufruf zum Erhalt des ORF Radio-Symphonieorchters (Update)

Auch in Österreich herrscht Kulturkahlschlag: Jüngstens rief das gerade im Bereich Neue Musik tätige ORF-Symphonieorchester zu einer Unterschriftenaktion auf. Da wir es uns zum Prinzip gemacht haben, solche Aktionen zu unterstützen, hier ein Update der Aktion mit Infos darüber, wie man sich jetzt noch beteiligen kann.