Markiert: Bernd Alois Zimmermann

Für den „wilden Raum“

Für den „wilden Raum“

Wenn ich über die momentane Urheberrechtsdebatte nachdenke, komme ich immer mehr zum Schluss, dass zwar einerseits eine Welt ohne jegliches Urheberrecht schrecklich wäre, aber eine Welt mit einem bis in die letzte Konsequenz überall angewendeten Urheberrecht mindestens genauso schrecklich ist.

Das große Schweigen zum kleinen Aufstand

Das große Schweigen zum kleinen Aufstand

Es war wirklich schwierig, in den letzten Wochen nichts von der Moskauer Punkband „Pussy Riot“ und ihrer provokanten Aktion mit dem „Anti-Putin-Gebet“ sowie dem vollkommen überzogenen Gerichtsurteil dafür zu lesen. Tausende von Anhängern der Band demonstrieren in Moskau, weltweit – auch in Deutschland – finden zahlreiche Solidaritätsaktionen statt, Madonna tritt in Moskau mit einer durch „Pussy Riot“ zum Markenzeichen gewordenen Maske auf, das Feuilleton ist voll mit Artikeln zum Thema.

Harmonik und Neue Musik? (K)Ein Problem!

Harmonik und Neue Musik? (K)Ein Problem!

Harmonik findet im aktuellen Komponieren ihre unterschiedlichsten Ausformungen. Sei es seriell, spektral, im geschichtsbewussten Rückgriff und hoffentlich schlichtweg im Instinkt jedes Komponierenden. Dennoch ist es schwierig dies abstrahiert zu beschreiben, denn die auktorialen Ansätze dürften vielfältiger sein als die Theorien dazu. Man hat den Eindruck, dass öfters tonikale Prägungen im...

Was nicht gespielt werden darf?

Was nicht gespielt werden darf?

Martin Münch hat eine Ausschreibung für „tonale“ und „publikumsfreundliche“ Komponisten gemacht – wird dies von den „Fördertöpfen“ wirklich „geächtet“ und „unterdrückt“?

Selbstbedienungsladen kontra Grabenkämpfe? Ein Gastartikel von Martin Grütter

Selbstbedienungsladen kontra Grabenkämpfe? Ein Gastartikel von Martin Grütter

Nachdem Alexander über die Frage philosophiert hat, ob die junge Komponistengeneration heute überhaupt noch mit Tönen umgehen kann, sollten wir genau diese Generation lieber mal direkt zu Wort kommen lassen.

Die Nazikeule

Die Nazikeule

Die ästhetische Diskussion um Neue Musik ist zwangsläufig und aus historischen Gründen sehr eng mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland verknüpft. Kein Wunder: waren doch die bedeutendsten und wichtigsten Vertreter der modernen Musik sehr schnell im Visier der Faschisten, wurden als „entartet“ verfolgt, verjagt und im schlimmsten und auch keineswegs seltenen Fall umgebracht.

MaerzMusikBericht II

MaerzMusikBericht II

Gestern also wieder in die Philharmonie. Zur MaerzMusik. Es gab: HEINZ HOLLIGER Tonscherben (1985) BERND ALOIS ZIMMERMANN Stille und Umkehr (1970) THOMAS KESSLER Utopia (2009) Staatskapelle Weimar Heinz Holliger, Leitung Das war alles sehr gut geprobt. Und schöne Klänge gab es auch beim Einstiegsstück, Holligers „Tonscherben“. Bei hier und da...

Sing mir, Tod, ich spiel derweil schau. Triennale-Gedanken von der Ruhr

Sing mir, Tod, ich spiel derweil schau. Triennale-Gedanken von der Ruhr

Noch so ein Beispiel, wie sich Hochkultur implantieren lässt: Man nehme Ruinen des Industriezeitalters, putze sie heraus, dass ihre herrschaftlichen, kathedralischen Züge zum Vorschein kommen, gebe einem Impresario mondialen Zuschnitts ausreichend Taschengeld und fertig ist eines der innovativsten Musik- und Theaterfestivals der Welt. Vulgo Ruhrtriennale. Gut, das mit dem innovativ,...