Kategorie: Sprache

Gegen das Verschwinden

Dies ist keine Petition. Dies ist keine Unterschriftenliste. Dies ist kein Aufruf zu Spenden oder ähnlichem.
In Berlin gibt es eine wunderbare kleine aber wöchentliche (!) Konzertreihe mit dem Namen „Unerhörte Musik“, die jeder von uns kennt, weil es sie schon sehr lange gibt, wir fast alle dort schon einmal Aufführungen hatten oder aufgetreten sind, wir fast alle schon einmal im Publikum saßen.

We are not having it too good

Last time I asked the question if our general well-being and over-saturation in Europe and other rich parts of the world is creating more and more uninteresting art. The reaction of my readers was more or less: “well off? Me? I’m suffering for my art, I’m poor, I’m ignored, why should I be decadent!”. Others pointed at other (non-European) cultures and expressed hope that new impulses may come from truly understanding them (I agree wholeheartedly, but I just wish we had the guts to create change from within our own culture, or that encounter will be too onesided).
Biographies of artists were compared with respective own biographies, and there seemed to be a competition to prove that certain artists were not personally suffering and still creating great art.

Schwabinger Dreiklang: Gurlitt, Pique Dame und Wozzeck

Werbung „Kinder, macht Neues! Neues! und abermals Neues!“ Diese Worte Richard Wagners aus einem Brief an Franz Liszt im Jahre 1852 hängt wie eine Dunstglocke über der Kunstmusik der nachfolgenden Generationen. Wandte sich Wagner damit selbst gegen fortwährende Neubearbeitungen eigener Werke, wurde dieser Satz später makro- wie mikrologisch gegen jegliche...

Sondershäuser Kompositionsstipendium – wer gewinnt: Komponist oder Ausschreiber?

Werbung Das glücklichste nach Uraufführungen ist immer eines: die Person, die auf das Podium eilt und sich bei Orchester, Dirigent und Publikum für die Premiere bedankt. Das löst Emotionen aus, als sei es eine Oscar-Preisverleihung. Fehlen nur noch Widmungsworte an Mama und Familie. Das bleibt einem meist bei solchen Veranstaltungen...

Freude mit GEMA-Sitzungen, Ungemach mit GEMA-Meldungen- & Abrechnungen

Werbung Moritz träumte sich durch Berlin, nachdem er persönlich nicht dabei sein konnte. Ich war da! Allerdings nicht zur Versammlung der ordentlichen Mitglieder, sondern nur auf den Sitzungen des Komponistenverbandes und zur Aussprache der Komponistenkurie der angeschlossenen und ausserordentlichen GEMA-Mitglieder. Im Vorfeld kursierten einige Emails und Artikel, welche die E-Musik-Kollegen...

Das Verschwinden des Mediums und seine Hinterfragung.

Das Verschwinden des Mediums und seine Hinterfragung.

Wir erreichen langsam einen Zustand in dem das Medium als etwas Wahrnehmbares verschwindet, weil alles ein und dasselbe Medium ist. Unaufhörlich schreitet die technische Entwicklung zu einm Punkt, an dem alle Informationen, alle reproduzierbaren Kunstwerke immer und überall erhältlich sind, per Datenbrille oder was auch immer. Es gibt keinen technischen Unterschied, ob ich ein Musikstück anklicke, einen Text lese oder ein gestreamtes Video anschaue. Es gibt auch keinen dramatischen Unterschied des Erlebnisgehaltes.

BR-Klassik soll vom Äther gehen

Werbung Es ist mal wieder soweit! Eine neue Petition. Diesmal geht es nicht um den SWR und seine Klangkörper, sondern die Klassikwelle des Bayerischen Rundfunks, die man bisher für krisenfest hielt. Sie soll 2016 aus dem normalen Senderempfang per UKW-Kanal entfernt werden und nur noch über Internetstream und DAB verfügbar...

The never ending life of the others

The never ending life of the others

Sometimes it feels like in Germany there is an endless need of discussing the past. The past is omnipresent, like a lingering shadow that refuses to go away.
The past for us is two terrible regimes which amassed endless guilt and negatively affected the lives of millions of people, not only by bringing suffering to others but also by making people willing cogs in the machine, making them guilty not necessarily by direct action but by simply tolerating the circumstances or supporting the regimes that created them by taking part in their machinations.