Kategorie: Sprache

„Waschzwang im System“ – Gastbeitrag von Tobias Rempe

Tobias Rempe ist Mitbegründer und aktueller Geschäftsführer des vielseitigen und erfolgreichen Hamburger „Ensemble Resonanz“, und damit direkt mit einem Thema befasst, mit denen sich auch dieser Blog oft beschäftigt: Friktionen an der Schnittstelle Publikum/Kunst.
Der folgende Beitrag wurde ursprünglich für „Positionen 102“ verfasst.

Nicht bei uns – A** Dirigentenausbildung für A** Weltorchester

Werbung Berliner Philharmoniker Dirigentenroulette – genug wurde dazu bereits geschrieben, gemutmasst. Nächste Woche wird Rattles Nachfolge aller Voraussicht nach klarer als heute sein. Eines gibt aber zu Denken: die meisten gehandelten Kandidaten haben ihre Berufsausbildung nicht hauptsächlich im deutschsprachigen Raum erhalten. Auch wenn Dirigenten wie Barenboim oder Jansons einen Teil...

Macht und Missbrauch

Wer sich an Macht gewöhnt, gewöhnt sich auch an eine Aura der scheinbaren Unverletzlichkeit. Man hat die Vorstellung, dass für einen selber vielleicht andere Grenzen gelten als für andere Menschen, dass man sich gefahrlos mehr erlauben kann, dass einem nichts geschehen kann. Bei Politikern und Prominenten ist oft zu beobachten, dass sie bis zum allerletzten Moment an diese Unberührbarkeit glauben. Barschel gab bis zuletzt sein „Ehrenwort“ und glaubte wohl auch selber daran, Christoph Daum hatte seine Haarprobe schon längst abgegeben und musste eigentlich wissen, dass alles herauskommen würde, stritt dennoch alles ab.

Nehmt an der Verlagsumfrage teil! Egal ob Aus- oder Umsteiger!!

Werbung Wie viele von Euch haben eigentlich mit dem Thema „Verlag“ bereits abgeschlossen? Wie viele sind froh endlich einen gefunden zu haben, und nicht mehr immer selbst die Kommunikation mit Interessenten führen zu müssen, Stunden am Kopierer zu stehen und Korrespondenz einzutüten? Wer fühlt sich gut betreut, wem mangelt es...

Der Schatten des Zensors.

Was ist eigentlich mit unserer Welt los?
Die so genannte freie Welt fühlt sich den Terrordiktaturen und Religionsfanatikern überlegen, aber im Moment beginne ich zu zweifeln, wie weit wir uns diese Freiheit noch selber erlauben.

Ich rede von der Angst, Dinge auszusprechen. Von der Angst, seine Meinung zu sagen. Weil man es sich mit niemandem verderben will, weil man nirgendwo anecken will. Weil immer irgendeine Minderheit beleidigt sein könnte. Ich rede von dem Gespenst der „politischen Korrektheit“.

The evolution of writing music

Even though many people are aware of it, it has never been really acknowledged that the notation of music has gone through a much more dramatic evolution than other written sign languages experienced since the introduction of machines and later computers.

To give an example – for authors the introduction of the typewriter (1860) was the last really dramatic change in the basic way they work. Writing became considerably faster (if one was good with a keyboard) and it is probably inconceivable to imagine a fast writer like the great Jim Thompson churning out his manuscripts in the speed he did without the help of a typewriter.

Neverending: Neuer Konzertsaal München – eine Abrechnung

Werbung Gestern veröffentlichte die Abendzeitung eine Bilderstrecke eines Architekturbüros (Manuel Herz Architekten), die eine „Modularisierung“ der Philharmonie am Gasteig anstrebt. Die obersten Ränge werden in einen steilen Balkon verwandelt, ohne den Mittelblock. So werde die entferntesten Plätze näher an die Bühne herangebracht. Die Bühne selbst kann von grossen Orchesterbesetzungen mit...

Stefan Schulzki – Geburt eines Pianisten

Werbung Diese Woche sah ich mir selbst zu, wie sich meine Wahrnehmung wie eine Zwiebel schälte. Montags bot mir ein Kollege in einem Konzert eine Karte für ein Konzert am Freitag an. Dann murmelte mir im gleichen Konzert Karl Wallowsky ins Ohr, dass in seinem SchwereReiter die nächsten 2 Wochen...

Statement für ein starkes Urheberrecht, egal ob Baal oder banal

Werbung Spätestens als die Piratenpartei ihre kurzzeitige Aufmerksamkeitsspanne hatte, war bei Urhebern wie Nutzern der Gedanke angekommen, bei den ersten in Panik, bei den letzten zum Teil mit Argumenten auf unterstem Niveau, das bestehende Urheberrecht zu ändern. Das hätte im Extremfall den Wegfall jeglichen Schutzes bedeuten sollen bzw. ein Abrücken...

Mehr Choropern! Aufbruch in die Breite des Publikums mit Marlowe

Werbung Erinnert man sich noch an meinen „rant“ gegen das Ewiggestrige in „Läppische Kunst – von der Schwäche tonaler Kunstmusik im 21. Jahrhundert“? Die meisten lasen wohl nur „Läppische Tonalität“ statt „Läppische tonale Kunstmusik im 21. Jahrhundert“: der Text richtete sich gegen Menschen, die heute noch ausschliesslich mit den Mitteln...