Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 20.05. bis 26.05.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 21: Heinz Holliger, York Höller, Arash Safaian, Trio Accanto, Acht Brücken, Neue Musik in Tschechien, John Cages Poetik des Unbestimmten, musica oeconomicae, Historische Studios [5]: Berlin und Freiburg, Experimentelles Musizieren in Belgrad und in Neu Delhi, Von Engeln und Mutanten – Wie sich Kinderstimmen gesund entwickeln, Perspektiven kirchenmusikalischer Ausbildung in Deutschland, Der Klang Grönlands.

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

37 – Interview with Christopher Fox (in english) (14. Mai 2019)

Christopher Fox talks about how he found his way into new music and how he is guided by sound. He loves singing: for him it is at the heart of composing. He appreciates honest criticism and the creative challenge it brings. He praises the high technical standard of performance today and has a positive view […]

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


20.05.2019


21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Heinz Holliger zum 80. Geburtstag

Mit Andreas Göbel. Er ist eine Mehrfachbegabung: Als Oboist hat Heinz Holliger die Möglichkeiten seines Instruments wesentlich erweitert. Als Dirigent setzt er sich für wichtige, oft vernachlässigte Werke, nicht nur der Neuen Musik, ein. Und als Komponist hat er u. a. mit seinem Scardanelli-Zyklus Musikgeschichte geschrieben. „Man muss Neue Musik nicht verstehen, man muss sie fühlen“, so der Musiker. Morgen ist der 80. Geburtstag von Heinz Holliger.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Nicht nur böhmische Dörfer: Neue Musik in Tschechien von 1918 bis in die Gegenwart

Von Elisabeth Hahn. Tschechien ist unser Nachbar. Und doch wissen wir in Deutschland über die Entwicklung der modernen tschechischen Musik erstaunlich wenig. Dabei war das letzte Jahrhundert für die Tschechen nicht nur historisch turbulent. Bedeutende tschechische Komponisten der jüngeren Generation wie Miroslav Srnka oder Ondrej Adámek bringen frischen Wind in die zeitgenössische Musik Tschechiens. Elisabeth Hahn gibt einen Überblick über das vielfältige Musikschaffen Tschechiens in den letzten 100 Jahren.


21.05.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: „I have nothing to say, and I am saying it“ – John Cages Poetik des Unbestimmten

Von Michael Rebhahn. Ästhetische Traktate, Anekdoten, Wortkunstwerke: John Cage fand zahlreiche Wege, um zu sagen, was nicht einfach sagbar ist.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Johannes X. Schachtner: „Symphonischer Essay“ (Ensemble Zeitsprung: Markus Elsner); Markus Schmitt: „Quelle belle femme“ (Anna-Maria Bogner, Sopran; Irmela Nolte, Flöte; Gunter Pretzel, Viola; Marlis Neumann, Harfe); Moritz Eggert: „Adagio – An Answered Question“ (Stuttgarter Kammerorchester: Michael Hofstetter); Max Beckschäfer: „Madrigali Veneziani“ (Franz Vitzthum, Countertenor; Quartett il capriccio); Markus Lehmann-Horn: „Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde“ (Péter Kováts, Orgel); Henrik Ajax: „Gesänge des Typhon“ (Ensemble BlauerReiter; Ensemble Zeitsprung; ensemble oktopus: Armando Merino)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Ich bin Oboist, Dirigent und Komponist – aber ich bin ganz einfach Musiker – Zum 80. Geburtstag von Heinz Holliger

Von Margarete Zander. Seine wichtigste Seite sei die des Komponisten, sagte einmal Heinz Holliger. Aber diese Seite sei auch die am schwierigsten zugängliche, für Leute, die nur gern seine „Schokoladenseite“ hören wollen. Die Schokoladenseite, wie er sie nennt, das sind seine Aufnahmen der berühmten Oboenkonzerte von Bach bis Vivaldi: „Jeden Abend ein Albinoni-Konzert zu spielen, ist nicht existenziell wichtig“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Heinz Holliger lädt sie ein, musikalisch Ihren Bewusstseinsraum zu erweitern.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: „Wo Sprache endet, wo Sprache beginnt“ – Der Komponist, Dirigent und Oboist Heinz Holliger wird 80 Jahre alt

Blockflöte. Klarinette. Dann erst: Oboe. Ein paar Umwege ist Heinz Holliger gegangen, bis er schließlich bei dem Instrument ankam, mit dem er weltberühmt werden sollte. Mit 20 Jahren gewann er 1959 den renommierten „Internationalen Oboen-Wettbewerb“ in Genf. Danach reiste Holliger mit einem Repertoire von Barock bis Avantgarde um die Welt und machte die Oboe zum angesagten Solo-Instrument, dessen Klangspektrum er mit der Entwicklung neuer Spieltechniken stetig erweiterte. Die renommiertesten Komponisten schrieben für ihn – Stockhausen, Penderecki, Henze, Carter. Holligers Klang: in seinem Leuchten bis heute unerreicht. Und auch als Komponist machte sich der 1939 geborene Schweizer schnell einen Namen. Er arbeitet mit Naturklängen, thematisch auf der Schwelle zwischen Leben und Tod. Holliger begreift Instrumente als biologische Körper und Sprache als Musik. In seinen Stücken dienen ihm Texte von Nelly Sachs, Anna Maria Bacher und Paul Celan als Hintergrundfolie. Den Dirigentenberuf hält er für überschätzt. Bescheiden ist er auch noch. Denn nebenbei gehört Holliger auch noch zu den gefragtesten Dirigenten seiner Generation. Eine Sendung von Kristin Amme


22.05.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Matthias Schmitt: Sechs Miniaturen (Katarzyna Mycka, Marimbaphon); Ludger Hofmann-Engl: „Zweite symphonische Arbeit“ (Nationales Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks: Szymon Kawalla); Werner Jacob: „Quartett 1960“ (Mitglieder des Aulos Bläserquintetts); Christoph Weinhart: „Sternensturz“ (Helen Rohrbach, Sopran; Birgit Förster, Violoncello; Christoph Weinhart, Klavier; Dirk Semmler, Perkussion); Günter Thim: „Spiegelung“ (Berliner Saxophon Quartett); Gunter Dornheim: Konzert Nr. 1 (Mitglieder der Nürnberger Symphoniker: Max Loy); Rainer Rubbert: „obstacle 1078“ (Ensemble United Berlin)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Das Lied von Europa – Mehr als eine schöne Idee

Musikalisch gesehen ist die Idee einer europäischen Einheit sehr viel älter als ihre politische Verwirklichung. Alle großen Friedensschlüsse der Vergangenheit brachten auch länderübergreifende Friedensgesänge mit sich.

Beethoven beschwor schon 1815 in seinem „Glorreichen Augenblick“ die Einheit Europas. Die Melodie seiner „Ode an die Freude“ dient heute sogar als Europahymne. Um eine Neubelebung des Europa-Gedankens bemühen sich die Musiker heutiger Tage. Kaisers Klänge machen sich auf die Suche nach den musikalischen Sinnstiftern der europäischen Idee.

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik

Will Todd: „Lux et veritas“, Music for Peace and Reflection; Tenebrae / Ltg.: Nigel Short

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
MUSIK DER GEGENWART: Der Komponist York Höller

Mit Margarete Zander. „Mein Komponieren bewegt sich zwischen Strenge und Fantasie, zwischen Bindung und Freiheit“, so der Komponist York Höller. Seine Musik verbindet Tradition und Moderne, Handwerk und Sinnlichkeit.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Trio Accanto (2/2)

Michael Finnissy: Opera of the Nobility (2017) | Martin Schüttler: Xerox (2003/2016) | Martin Smolka: fff (Fortissimo feroce Fittipaldi) (2010). Saxofon, Schlagzeug und Klavier – die Musiker des Trio Accanto haben diese ungewöhnliche Besetzung gefunden und etabliert. Nicht zuletzt durch die Vergabe immer neuer Kompositionsaufträge, deren aktuelle Auslese dieser Tage im Baden-Badener Hans-Rosbaud-Studio produziert wurde.


23.05.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik

City Hall, Glasgow, Aufzeichnung vom 09.03.2018. James Tenney: „Clang“ für Orchester, „Diapason“ für Orchester | Salvatore Sciarrino: „Allegoria della note“ für Orchester. BBC Scottish Symphony Orchestra, Leitung: Ilan Volkov

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Harald Genzmer: Klavierkonzert Nr. 2 (Oliver Triendl, Klavier; Bamberger Symphoniker: Werner Andreas Albert); Karl Erhard: Toccata und Fuge in d (Karl Erhard, Orgel); Paul Engel: Klaviertrio (Alfons Kontarsky, Klavier; Christos Kanettis, Violine; Reinhard Latzko, Violoncello); Ulrich Bruggner: Sonate (Georg Schmid, Viola; Karl Kottermaier, Klavier); Richard Mader: „Vom Baum des Lebens“, op. 80 (Jürgen Besig, Violine; Camerata Romanica: Richard Mader)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: „Bach hören, ohne Bach zu hören“ – Ein Porträt des Komponisten Arash Safaian

„Aber das ist doch Bach“, hat der Pianist Sebastian Knauer irritiert gedacht, als er erstmals Musik von Arash Safaian gehört hat. Knauer weiter: „Aber auf eine Art und Weise umkomponiert, die mich fasziniert hat. Es klang nach Bach, aber eben doch nicht nach Bach.“ Fünf Konzerte für Klavier, Vibraphon und Kammerorchester hat Arash Safaian komponiert, bei denen Bach Ausgangspunkt seines Komponierens gewesen ist. Choräle, Orgelmusik oder Sätze aus Orchesterwerken Bachs sind in Safaians Arbeit eingeflossen. „ÜberBach“ heißt die CD. In diesem Frühjahr ist die Musik am Theater Mannheim auch vertanzt worden. Arash Safaian, in Teheran geboren und in Bayreuth aufgewachsen, hat erst Malerei studiert, danach das Komponieren. Er schreibt Opern wie für den Film. Ein Porträt des vielseitigen Künstlers. Eine Sendung von Elgin Heuerding

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Acht Brücken | Musik für Köln

Enno Poppe: Rundfunk, Ensemble Mosaik. Aufnahme vom aus dem Kölner Funkhaus

22:00 bis 23:00 | hr2-kultur
Werkzeuge der Neuen Musik – Das Horn, Teil 1 von 2 – Von Rainer Nonnenmann

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Roman Dogs – Heiner Goebbels (3)

Hörspiel von Heiner Goebbels. Mit Texten von Titus Livius, Pierre Corneille, William Faulkner und Heiner Müller. Mit: Eric Gould, Gail Gilmore (Mezzosopran), Jürgen Wagner (Tenor) u. a. Komposition und Regie: Heiner Goebbels. (Produktion: SWR/hr/WDR 1994)

Die Hörspielreihe mit Werken von Heiner Goebbels schließt mit der englischen Version seiner „Horatier“-Arbeit. Wie soll Rom mit einem Mann umgehen, der zugleich Sieger und Mörder ist? Die mit der Horatier-Sage überlieferte Frage nach der staatlich legitimierten und individuellen Gewalt wurde historisch vielfach aufgegriffen. Im Rap des Sängers Eric Gould verschmilzt der antike Bericht mit einer Mordgeschichte aus den Südstaaten der USA des amerikanischen Schriftstellers William Faulkner. Erstmalig stehen auf SWR2 Goebbels Werke kostenlos online.


24.05.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Cadavre Exquis – Mit Werken von Antye Greie-Ripatti, Neo Hülcker und Elisabeth Hager, Gordon Kampe, Antje Vowinckel, Marcus Thomas sowie Berliner Jugendlichen

Stimme: Margarete Huber, Daniel Gloger, Oliver Urbanski; Viola: Josa Gerhard; Violoncello: Cosima Gerhardt; Klarinette: Miguel Pérez Iñesta; Tuba: Robin Hayward; Perkussion: Matthias Engler; Konzept: Christine Mellich und Marcus Gammel; Assistenz: Johann Mittmann; Ton: Martin Eichberg. Produktion: Konzerthaus Berlin / Deutschlandfunk Kultur 2018. Länge: 47’55. (Wdh. v. 06.04.2018)

Ein Surrealistenspiel als Kompositionsprinzip. Jemand zeichnet einen Kopf. Das Papier wird umgeknickt, weitergereicht. Die nächste Person skizziert den Oberkörper. Knick. Beine. Eine Figur entsteht. Diese spielerische Methode entstammt dem Surrealismus und heißt ‚Cadavre Exquis’. 2017 wurde sie von der Konzertreihe ‚Open your Ears’ zum Kompositionsprinzip für Musik und Libretto ernannt. Das entstandene Melodram hörten am Tag der Uraufführung neben den Besuchern, auch die Komponistinnen und Librettisten zum allerersten Mal.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Joseph Suder: Kammersymphonie A-Dur (Bamberger Symphoniker: Uwe Mund); Peter Schammberger: Introduktion und Passacaglia über C-H-Es-A (Peter Schammberger, Orgel); Markus Zahnhausen: „Klingende Zeit“ (Simon Pauly, Bariton; Markus Zahnhausen, Flöte; Ryuichi Rainer Suzuki, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier); Tobias PM Schneid: „An iconoclastic reproduction of 19 rainbow players“ (Münchener Kammerorchester: Peter Gülke)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Von Engeln und Mutanten – Wie sich Kinderstimmen gesund entwickeln

Von Susanna Felix. Gesang berührt unsere Seele, die von Kindern ganz besonders. Schwebt doch über diesen Stimmen der Zauber der Vergänglichkeit. Gerade den Knaben bleiben oft nur wenige Jahre bis zur Mutation. Dann verwandeln sich ihre hohen Engelsstimmen in die von Männern. Und das geschieht immer eher. Denn heute kommen die Kinder deutlich früher in die Pubertät als zu Bachs Zeiten. Das hat spürbare Konsequenzen – besonders für die Arbeit in professionellen Knabenchören. Allerdings haben auch Mädchen so etwas Ähnliches wie einen kleinen Stimmbruch. Warum sind manche Kinder eigentlich scheinbar geborene Sänger, während andere keinen Ton treffen? Sind die kleinen „Brummer“ hoffnungslose Fälle? Wie arbeiten professionelle Kinderchöre? Und was ist das Geheimnis einer guten Stimmbildung? Auch in Kitas, Kindergärten und Grundschulen wird viel mit Kindern gesungen. Eine erfreuliche Entwicklung! Und doch gilt es einiges dabei zu beachten. Sonst können die jungen Stimmen schon früh Schaden nehmen …

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Tradition und Säkularisation – Perspektiven kirchenmusikalischer Ausbildung in Deutschland

Von Claus Fischer. Bis zum Ende des letzten Jahrtausends gehörte die Kirchenmusik zu den Grundpfeilern des Musiklebens in Deutschland. Doch das ist längst nicht mehr überall so. Über Jahrhunderte gewachsene Strukturen erodieren. So lösten sich in jüngster Vergangenheit zum Teil über 100 Jahre alte Kirchenchöre mangels Mitsängern auf. Anderseits erfreuen sich die semiprofessionellen Kantoreien in größeren Städten regen Zulaufs, auch von konfessionslosen Musikinteressierten. Und trotz zunehmend säkularer Tendenzen – Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker werden dringend gesucht. Wer das Studium mit Erfolg absolviert, bekommt auch eine Stelle. Die Ausbildung an einer deutschen Kirchenmusikhochschule ist durchaus attraktiv. Der ‚Einstand’ war an den evangelischen Hochschulen in Halle an der Saale und Heidelberg sowie an der katholischen Hochschule in Regensburg und berichtet über die Ausbildung und beruflichen Perspektiven für die Absolventen.


25.05.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Von Engeln und Mutanten – Wie sich Kinderstimmen gesund entwickeln

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik: Historische Studios [5]: Berlin und Freiburg

Studioporträt: TU Berlin

Boris Blacher: Skalen 2:3:4, Elektronische Komposition | Boris Blacher: Zwischenfälle bei einer Notlandung, Musiktheater | Georg Klein: Transition für Saxofon und Tonband; Ulrich Krieger, Saxofon | Herbert Brün: auf und ab und zu, Elektronische Komposition | Ricardo Mandolini: Charly, Elektronische Komposition | Horacio Vaggione: Tar für Tonband; Harry Spaarnay, Bassklarinette | Georg Katzer: Dialog imaginär 3 – Stillleben mit Gitarre und Hegel für Gitarre und Tonband; Thomas Bruns, Gitarre | Unsuk Chin: ParaMeterString für Streichquartett und Tonband; Kairos Quartett

Studioporträt: Experimentalstudio Freiburg

Kazimierz Serocki: Pianophonie für Klavier, elektronische Klangumformung und Orchester; Scabolcs Esztiny; SWR Symphonieorchester | Cristóbal Hallfter: Noche pasiva del sentido für Stimme, 2 Schlagzeuger und elektronische Klangumformung; Sigune von Osten, Stimme; Toni Roeder und Georg Tietz, Schlagzeug | Luigi Nono: Risonanze Erranti – Liederzyklus für M. Cacciari für Alt, Flöte, Tuba, 5 Schlagzeuger und Live-Elektronik; Susanne Otto, Alt; Martin Fahlenbock, Flöte; Klaus Burger, Tuba; Christian Dierstein, Adam Weisman, Isao Nakamura, Stephan Meier und Thomas Oesterdiekhoff, Schlagzeug | Brian Ferneyhough: Time and Motion Study für Violoncello und Elektronik; Werner Taube, Violoncello | Emanuel Nunes: Wandlungen, 5 Passacaglien für 25 Instrumente und Live-Elektronik; Ensemble Modern | Isabel Mundry: Gesichter für Sängerin, Sprechsängerin, 2 Schlagzeuger und Live-Elektronik; Salome Kammer, Gesang; Claudia Barainsky, Sprechgesang; Christian Dierstein und Françoise Rivalland, Schlagzeug

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: The West and the Rest? Experimentelles Musizieren in Belgrad und in Neu Delhi

Von Theresa Beyer. Mit welcher künstlerischen Haltung gehen Musikerinnen und Musiker eigentlich in Belgrad oder Neu Delhi ans Werk? Zum Beispiel Samrat Bee, Cedrik Fermont, Ish Less, Svetlana Maras, Ruhail Quaisar und Milana Zaric? Wie blicken sie auf westliche Konzepte wie Innovation, Fortschritt und Avantgarde? Wir wissen es nicht, wir kennen nicht einmal die Namen, es liegt außerhalb unserer mitteleuropäischen Blickwinkel. Zumal aus Ländern wie Serbien und Indien lange Zeit nur das zu uns drang, was sich als Weltmusik vermarkten ließ. Autorin Theresa Beyer beleuchtet zwei Szenen experimenteller und improvisierter Musik, die anders als die hiesigen funktionieren. Wo es  Konzertinstitutionen, Hochschulen und Kulturförderung gibt und wo experimentelle Künstlerinnen und Künstler sich anders aufstellen müssen, um wahrgenommen zu werden.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Werkzeuge der Neuen Musik – Die Mandoline – Von Michael Rebhahn

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Boléros – für all die wilden, heißen Sachen

„Der Bolero und der Zorongo erfreuten den Saal, ließen die Kastagnetten aneinander stoßen, brachten die Saiten der Gitarren zum Klingen und alle riefen: Bien parado!“ Nein, hier ist nicht die Rede von dem wohl berühmtesten Boléro eines gewissen Maurice Ravel! Als Fernandez de Riojas 1795 seine Eindrücke notierte, war der Tanz im 3/4-Takt noch ganz jung. Tanzmeister hatten ihn etabliert, und auf den Theaterbühnen trieb er kunstvoll-absurde Blüten. Theaterunternehmer benutzten ihn als wirkungsvolle Einlage in den Zwischenspielen und entwickelten den Boléro zu einem virtuosen Tanz mit einer dramatischen Bedeutung. Aber in Andalusien und anderen Teilen Spaniens wurde er vom einfachen Volk erobert und entwickelte sich langsam zu einem leidenschaftlichen Paartanz, häufig von Gitarre und Cister, aber auch von folkloristischen Instrumenten wie Sackpfeife, Trommeln und Tamburin begleitet. Neben dem spanischen existiert auch der „bolero cubano“, der grundsätzlich langsamer und im 2/4- oder 2/2 Takt getanzt wird. Die spanischen Kastagnetten sind hier durch afrokubanische Schlaginstrumente wie Bongos, Conga und Claves ersetzt. Als die Boléro-Begeisterung auch nach Mittelamerika überschwappte, entstanden dort Mischformen wie z.B. der „bolero-son“ oder „bolero romantico’„. Eine Sendung von Roland Kunz


26.05.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: So klug als wie zuvor – 200 Jahre „Faust“

Vor genau 200 Jahren betrat er zum ersten Mal die Bretter, die die Welt bedeuten. Seitdem ist er unermüdlich auf der Suche nach der Kraft, die die Welt im Innersten zusammenhält: der wissbegierige Doktor Faust aus Goethes Feder.

Zur Seite steht ihm seither nicht nur Teufel Mephisto, sondern auch eine ganze Schar von Komponisten. Mit Opern, Sinfonien, Sonaten und sinfonischen Dichtungen haben sie den Faust-Mythos immer wieder in Musik gesetzt. Kaisers Klänge machen sich auf die Suche nach dem, was den „Faust“ musikalisch zusammenhält.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: musica oeconomicae [2]

Johannes Kreidler: earjobs | Patrick Frank: Law of Quality | Annesley Black: misinterpreting the 2008 south sudanese budget reform for the orchestra; hr-Sinfonieorchester, Leitung: David Robert Coleman | James Ferraro: Human Story 3 | Anton Wassiljew: 16: „das kapital“ study | Network Ensemble: Network Study XIV – Flash | Celeste Oram: work & The Work

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Der Klang Grönlands

Grönland – der Reisende hat Aussicht auf treibende Eisberge, Gletscher, endlose Eiswüste, menschenleere Weite, der Wind weht geräuschvoll durch die Stille. Es erstaunt zu erfahren, dass in Grönland jährlich 10-15 Alben mit grönländischer Musik herausgegeben werden. Da das Land im eiskalten Norden nur 56.000 Einwohner hat, ist der Absatz von 5000 Exemplaren schon ein „Verkaufsschlager“. Die Musik ist vielfältig, reicht von Trommelgesängen über Chor- bis hin zu moderner Hip-Hop-Musik. Die traditionelle Trommel „Qilaat“ besteht aus einer Eisbärenblase, die über einen Holzrahmen gespannt wird. Das urtümliche Instrument wurde nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Beschwörung von Geistern eingesetzt. Natürlich wird auch eine abgelegene Region wie Grönland mittlerweile von unterschiedlichsten Einflüssen aus der ganzen Welt geflutet: Amerikanische Country- und Folkmusik, holländische und schottische Polkas, Pop, Rock – all das lässt grönländische Bands im Spannungsfeld zwischen eigener Tradition, Weltmusik und Moderne agieren. Wetter, Landschaft, Atmosphäre, Einsamkeit – die Lieder der grönländischen Bands und Ensembles erzählen vom Alltag; es sind zum Teil „Tagebücher“ eines ganz besonderen Lebens „am Rand der Welt“. Eine Sendung von Roland Kunz

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Erstellt die Radioumschau. Freak.

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