Die Zahl des Theos

Heute hat einer der ganz großen Stillen im Lande Geburtstag, ein zurückhaltender Doyen der Neuen Musik, ein leiser und sanfter Streiter für die Sache des Guten, Wahren und Schönen. Zurückhaltend und schüchtern ist seine Art, jeder seiner Äußerungen wohlüberlegt, und wenn man bei ihm nun auch nicht direkt an eine nackte Barbara Schöneberger denkt, so ist doch…..

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SCHNITT

Ok, ein bisschen Spaß muss sein – „still“ ist unser Geburtstagskind natürlich gar nicht. Gottseidank nicht, muss man sagen. Geburtstag hat also eine Person, die zwar in jeder Hinsicht für das Gute, Wahre und Schöne kämpft, für die Gerechtigkeit der Geknechteten und den Fall der Ungerechten, aber dabei in keiner Weise schüchtern oder verdruckst daher kommt, will sagen: das genaue Gegenteil davon.

Laut und polternd ist es, unser Geburtstagskind, aber hinter der rauen und manchmal sogar groben Fassade lauert kräftig pochend das sanfte Herz eines Regensbuger Domlöwen, keinesfalls aber das eines Spatzen. Ohne ihn würde es den Bad Blog überhaupt nicht geben. Ich erinnere mich noch gut wie ich diesen Löwen einmal anrief und er mir spontan eine monatliche Kolumne in der NMZ anbot. Aus dieser Kolumne wurde wenig später dieser Blog und nichts war mehr wie es vorher einmal war. Vor allem war es wesentlich unruhiger.

Viele haben ihm schon Pest und Cholera an den Hals gewünscht ob seiner Sticheleien, nur um dann festzustellen, dass er jederzeit in der Lage ist, seine Feinde in treueste Freunde umzuwandeln und es sich bei den bissigsten seiner Kommentare eigentlich um die lebevollsten Komplimente handelt. So wurde ich von ihm schon der unglaublichsten Dinge bezichtigt, und natürlich hat er jedes Mal vollkommen recht gehabt. Das können nur wahre Freunde.

So wünsche ich diesem Freund, diesem Großmeister der Szene, diesem Alles-und Jeden-Kenner alles Gute zu einem Geburtstag, der sich durch die Hinzufügung einer weiteren „6“ in die biblische Zahl des Tieres verwandeln würde. Mindestens genauso lang sollte er uns auch noch erhalten bleiben.

Theo Geißler – er lebe hoch!

Man nennt ihn auch den "sanften Paten": Theo Geißler (Foto: NMZ)

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2 Antworten

  1. Herzliche Glückwünsche vom Wiener Waldschrat an den Bayrischen Waldschrat.
    Er lebe hoch, hoch, dreimal hoch!

  2. Ja, unser Theo zählt für mich zu einer der noch wenigen Lichtgestalten des Musik(Szenen)Journalismus unserer Tage. Deshalb lebe er hoch, ja und weil er ein außergewöhnlich sympathischer Mensch ist.