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Was man von Iris ter Schiphorst lernen kann. Die „Gänsemagd“, eine Kinderoper.

Was man von Iris ter Schiphorst lernen kann. Die „Gänsemagd“, eine Kinderoper.

Auch wenn viele das nicht denken – am meisten macht es mir Spaß, andere Menschen zu loben. Und dieses Mal möchte ich eine Kollegin loben, die ich schon lange für eine der interessantesten Komponistinnen halte, die wir im Moment haben: Iris ter Schiphorst.

Vom Fehlen des Widerständigen. Weitere Gedanken über Ferneyhough.

Vom Fehlen des Widerständigen. Weitere Gedanken über Ferneyhough.

Mein Artikel über Ferneyhough neulich war natürlich nicht wirklich eine Kritik an der Musik Ferneyhoughs, sondern eine Parodie des Partiturengötzenkultes. Ich finde Ferneyhoughs Musik ganz okay, auch wenn sie mich nicht wirklich vom Stuhl haut.

Abschied von Hans

Abschied von Hans

Man wusste, dass es irgendwann so kommen würde, und dennoch – insgeheim glaubten wir alle, er würde noch mindestens hundert Jahre werden, dieser disziplinierteste und fleißigste aller Komponisten, Hans Werner Henze. Und natürlich bis zum letzten Atemzug komponieren, jeden Morgen, zwischen 4 und 8 Uhr, seiner Lieblingszeit zum Arbeiten.

Lars von Triers “Dogma”, angewendet auf Musik von heute (4)

Lars von Triers “Dogma”, angewendet auf Musik von heute (4)

Heute beschäftigen wir uns abschließend mit den Regeln 6,7,9 und 10 (den verbliebenen Dogma 95-Regeln des Manifestes von Lars von Trier und seinen dänischen Filmkollegen) und ihrer Übertragung auf zeitgenössische Musik. 6. Der Film darf keine Waffengewalt oder Morde zeigen. 7. Zeitliche oder lokale Verfremdung ist verboten – d. h....

All diese Opern

All diese Opern

Wie vielleicht einige von euch mitbekommen haben, fand gerade in Bremen die Premiere meiner, nein, ich muss sagen UNSERER Oper „All diese Tage“ statt. Wie das nun genau war, darüber wird an anderer Stelle zu lesen sein, und ich muss gestehen, dass alles was ich hier schreiben würde, voreingenommen wäre, erfüllt von einer großen Begeisterung für eine Produktion, die mich als Komponisten sehr glücklich gemacht hat.

Die Kunst der Provokation

Die Kunst der Provokation

Will man mal so richtig wahrgenommen werden, ist es immer clever in einem Interview en passant eine kleine Provokation einzubauen. Wir erinnern uns an „das war doch das größte Kunstwerk aller Zeiten“ zum 11. September (Karlheinz Stockhausen). Und auch Jürgen Flimm gelang gerade die Kür mit „Zum Preis von zwei kleinen Kreuzberger Theatern“.

Kann die jüngere Komponistengeneration überhaupt noch mit Tonhöhen umgehen?

Kann die jüngere Komponistengeneration überhaupt noch mit Tonhöhen umgehen?

Quelle: Strauch 2012 Auf vielfachen Leserwunsch mal wieder ein ästhetischer Versuch! Immer wird ähnlich debattiert: „Heute komponiert niemand mehr mit Stift und Papier.“ Oder: „Die Jungen sind nicht in der Lage, am Tisch etwas langsam auszuzirkeln.“ Und dergleichen mehr. Liebe in die Jahre gekommene KollegInnen! Es stimmt, dass „heute“ die...

Das vergangene Lachen (1)

Das vergangene Lachen (1)

Den folgenden Text schrieb ich schon vor 4 Jahren für das Jahrbuch der Opernwerkstatt in Ligertz, die Humor in der Oper zum Thema hatte. Leider kam dieses Jahrbuch nie heraus und der Text vergammelte auf meiner Festplatte (nicht ganz, da Teile daraus in andere Texte Eingang fanden). In seiner Gänze wurde aber der Text bisher noch nie veröffentlicht, was ich hiermit gerne in drei Teilen tun möchte. Manches würde ich heute etwas anders schreiben, manches ist hier teilweise schon besprochen worden (Hurz), manches nimmt meine Bad Boy – Kolumne bei der NMZ vorweg und manches bezieht sich auf aktuelle Ereignisse von vor 4 Jahren, aber man soll dann nicht noch nachträglich herumdoktern denke ich…