Markiert: Italien

„Medaillenspiegel“ der Darmstädter Ferienkurse 2012

„Medaillenspiegel“ der Darmstädter Ferienkurse 2012

Die 30. Olympischen Spiele in London haben bisher die deutschen Erwartungen ans Siegertreppchen enttäuscht. Berichterstatter mit finsteren Mienen und Berichterstatterinnen mit noch düsteren Gesichtsausdrücken beschwören das anfängliche Menetekel des Nicht-Gewinns und sind schier entgeistert, wenn eine deutsche Schwimmerin „Dabei-Sein-Ist-Alles“-Freude bekundet. Wie wunderbar, dass sich das Ende der diesjährigen 46. Darmstädter...

Abschied von Donna Summer

Abschied von Donna Summer

Im Alter von 63 Jahren ist die „Queen of Lied“ in Florida gestorben. Kaum eine Musikerin hat die Liedinterpretation so nachhaltig geprägt wie Donna Summer.

Endlich Vierzig!

Endlich Vierzig!

Es ist vorbei. It’s over. Licht aus, Stühle auf den Tischen. Vorüber die Mühen, die Zweifel, der Neid. Vor hundertfünfzig Jahren hätte ich nun zum alten Eisen gehört. Ausgenommen nur wenn ich aus reichem Haus gekommen wäre, mich nicht dem Militär oder Abenteuer verschrieben hätte, mich mit Handel oder Diplomatie begnügt...

Auf wilden Pfaden – ein Besuch beim Ensemble Sentieri Selvaggi

Auf wilden Pfaden – ein Besuch beim Ensemble Sentieri Selvaggi

Als ich die Einladung des Mailänder Ensembles „Sentieri Selvaggi“ zu einer Aufführung zweier meiner Stücke in Mailand bekam, war ich nicht wenig erstaunt. Italien ist wie wir wissen ein Land mit massiven finanziellen Problemen im Kulturbereich. Unter Berlusconis perfidem Medienregime der Dummheit haben es Opernhäuser, Orchester und natürlich vor allem Ensembles für zeitgenössische Musik extrem schwer. Normalerweise bedeutet dies, dass man sich notgedrungen auf die eigene „Szene“ konzentriert, eigene Komponisten fördert, und es ist relativ selten, dass man von außerhalb eingeladen wird. Tatsächlich war es schon Jahre her, dass ich das letzte Mal eine eigene Aufführung in Italien erlebt hatte.

Die absolute Vorhersehbarkeit

Die absolute Vorhersehbarkeit

Vorhersehbar war, dass nach dem großen Mediahype um den Tod des „Opernregisseurs“ und „größten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts“ (Jelinek), Christoph Schlingensief, die armen, unfreiwillig zurückgelassenen Künstler, allen voran der Komponist und Librettist, die wunderbare Kostümbildnerin Aino Laberenz, die Sänger, der Dirigent, der Chor, der Intendant Jürgen Flimm, kurzum alle Beteiligten im Grunde nur nur abstinken können gegen eine Erwartungshaltung von der Größe des Mount Everest.