Schlagwörter: Hans-Ulrich Engelmann
Die Ausgabe 85 der „Informationen“ des Deutschen Komponistenverbandes enthält Teile einer andauernden Kontroverse, die thematisch mit Kollege Strauchs letztem Artikel zu tun hat. Was war geschehen? Karl Heinz Wahren hatte 4 Ausgaben vorher gewohnt überschwängliche Artikel zum Gedenken an Norbert Schultze (100. Geburtstag) und Werner Egk (110. Geburtstag) geschrieben.
Antworten auf Fragen des Komponisten Gordon Kampe
Während ich dies schreibe, feiere ich meinen 46. Geburtstag. Oder vielmehr: ich feiere nicht, da ich ja dies hier schreibe.
Geburtstage sind immer ein Moment des Innehaltens und der Rückschau, des Nachdenkens über das Älterwerden. Mein kleiner Sohn (4) möchte am liebsten jeden Tag Geburtstag feiern und möglichst schnell älter werden, aber irgendwann wird auch für ihn der Punkt kommen (so um die 20 rum), wo er die Geburtstage nicht mehr so herbeisehnt, und eigentlich gleich alt bleiben möchte. Wenn es soweit ist, werde ich ihm eine Empfehlung aussprechen, die garantiert dafür sorgt, dass er immer jung bleibt. Ich werde ihm sagen: „Werde Komponist“.
Nachrufe sind oft vor allem Betonung des Geleisteten. Dies ist im Falle Hans-Ulrich Engelmanns nur richtig, denn er hat sehr viel als Komponist geleistet und ein großes, wichtiges Werk geschaffen, dessen längst fällige Neubeurteilung z.B. Gerhard Rohde zu Recht gefordert hat.
Aber Hans-Ulrich Engelmann war für mich mehr als das: er war mir ein lieber Freund, ein Förderer, ein wunderbarer Kollege. Und ganz sicher jemand, der ganz entscheidend dazu beigetragen hat, dass ich diesen Beruf gewählt habe, denn niemand verkörperte für mich im positivsten Sinne das Idealbild eines „modernen“ Komponisten so sehr wie er.
Nach langer Abwesenheit bedingt durch Reisen nach San Sebastian, London, Köln, Mainz, Koblenz und die holländische Karnevalshochburg Tilburg: hier bin ich wieder! Außerdem Betrachtungen über den freundlichen Beruf des Komponisten.