Markiert: Faust

Über Hörer-Typen – Folge 2

Über Hörer-Typen – Folge 2

Ende Oktober 2014 begann ich hier eine – nicht als eine weltumstürzlerische neue Musiksoziologie gedachte – kleine Serie über Hörer-Typen, die ich tatsächlich fortsetzen will. Gestern besuchte ich die Premiere von Goethes „Faust I und II“ am Berliner Ensemble, inszeniert von Robert Wilson – mit Musik von Herbert Grönemeyer. Ich...

Ach neige, du Schmerzensreiche…

Ach neige, du Schmerzensreiche…

…so wird bestimmt eine der Kritiken über „Mama Dolorosa“ überschrieben sein, der zweiten großen Oper der diesjährigen Münchener Biennale, die gestern ihre Uraufführung im Carl-Orff-Saal des Gasteigs in München erlebte. Und wenn die Kritik in der FAZ erscheint, wird es heißen „Ach neische, du Schmerzensreische“, was ja auch viel mehr goethemäßig wäre.

Das vergangene Lachen (3. und letzter Teil)

Das vergangene Lachen (3. und letzter Teil)

Das „Zweckmässige“, „Alltägliche“ mit dem sich Komponisten wie Bach, Mozart, Haydn geradezu täglich konfrontiert sahen, und angesichts dessen sie dennoch die wunderbarsten Werke schufen, ist fast komplett aus der Neuen Musik verbannt. Die Zeit der Divertimenti, Tafel- und Feuerwerksmusiken, der Tanzsuiten und Madrigale scheint endgültig vorbei – heute überlässt man das Feld kampflos der rein kommerziell orientierten Musik (und Muzak). Wer z.B. Filmmusik schreibt, darf nach Ansicht der meisten kein großer Künstler sein. Warum eigentlich?