Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 02.09. bis 08.09.2019

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 36: Es gibt Neuigkeiten. Mit dieser Ausgabe erscheinen wieder Termine für Sendungen unseres österreichischen Rundfunks – Ö1. Dankenswerterweise bekommen wir nun monatlich eine Liste mit passenden Sendungen. Sie werden staunen, was sich Ö1 traut, wo der Hessische Rundfunk langsam aber sich sein Kulturprogramm abbaut. Wer ist hier der Zukunft näher?

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Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

47 – Interview mit Helmut Zapf

Helmut Zapf erzählt, wie er Musiker geworden ist und welche Musik gute Musik für ihn ist. Er ist selbst auf einer immerwährenden Suche (nach neuen Klängen) und ist fasziniert wie der Alltag, Gewohnheiten Einfluss auf den künstlerischen Ausdruck haben. Und er hat auch das Festival „Randfestspiele“ gegründet, gibt ihm seit 27 Jahren das künstlerische Profil.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


02.09.2019

23:03 bis 00:00 | Ö1
Neue Klänge aus dem Ruhrgebiet (2): Highlights von den Wittener Tagen für neue Kammermusik 2019 (2)

51 Jahre schon dauert die fruchtbare Zusammenarbeit des Kulturforum Witten und des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Unzählige Uraufführungen zeitgenössischer Kammermusik verzeichnet die lange Aufführungsliste der Programme. Alljährlich gibt es an den jährlich drei tagen Anfang Mai zahlreiche kammermusikalische Uraufführungen zu erleben. Solche, die ganz traditionell im Konzertsaal stattfinden ebenso wie ganz spezielle Projekte. Klangwanderungen, Installationen in der Stadt und der Umgebung und anderes mehr. 2019 von Andrek Adámek, Ann Cleare, Clara Iannotta, Martin Smolka und zahlreichen anderen etablierten und bekannten wie aufstrebenden jüngeren Musikschaffenden. Highlights des Festivals werden in zwei „Zeit-Ton“-Ausgaben erklingen. Gestaltung: Nina Polaschegg


03.09.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Jetzt singen sie auch noch! Bildende Künstler als Musiker

Von Michael Rebhahn. Dass Bildende Künstler im Musikalischen „wildern“, ist keine Seltenheit. Das Bedürfnis nach alternativen Ausdrucksformen scheint groß: vom schlichten Liedchen bis zur monumentalen Orchesterpartitur.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Isabel Mundry: „Words“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Hans Zender); Dorothee Eberhardt: „Xenon Phi“ (Münchner Flötentrio); Konstantia Gourzi: „P-ILION“, op. 33, Nr. 2 (Ensemble Coriolis); Viera Janárceková: Concerto (Ivan Buffa, Klavier; Bamberger Symphoniker: Jonathan Nott); Philippine Schick: „Der Geiger zu Gmünd“, op. 26 (Hanne Münch, Alt; Fritz Sonnleitner, Violine; Münchner Philharmoniker: Rudolf Alberth); Gloria Coates: Symphonie Nr. 7 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Olaf Henzold)

23:03 bis 00:00 | Ö1
Kompositionen von Clemens Gadenstätter – Semantical Investigations. Werkschau von Clemens Gadenstätter auf drei CDs

Der österreichische Komponist Clemens Gadenstätter präsentiert auf dem Label Kairos eine umfangreiche Werkschau mit Kompositionen aus den Jahren 2006 bis 2010. Mit Ernst Kovacic, dem Klangforum Wien, dem Ensemble Modern, den Ensemble Nikel, L’Instant Donné sowie Krassimir Sterev und Yaron Deutsch werden maßgebliche interpretatorische Schlaglichter auf Gadenstätters Oevre geworfen.

Nicht das Material selbst oder eine „kritische Auseinandersetzung“ ist der Kern seines Interesses, sondern eine Philosophie des Hörens, Verstehens und Empfindens, die auf semantische Analysen und einer eingehenden Beschäftigung mit Wahrnehmungsphänomenen basiert, wie es im ausführlichen Booklet zur CD-Box heißt. Ausgangsmaterial ist oft einfachstes Material, klingend oder nicht klingend, von banalen Alltagsgeräuschen hin zu Empfindungen oder semantischen Komplexen. Gestaltung: Rainer Elstner


04.09.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen – Zum 95. Geburtstag von Klaus Hashagen und 110. Geburtstag von Heinrich Barthelmes

Klaus Hashagen: „mobile szenen I“ (Siegfried Fink, Percussion; Nünberger Symphoniker: Werner Heider); Toccata I-II (Werner Jacob, Orgel; Klaus Hashagen, Elektronik); „Die Schöpfung“ (Klaus Hashagen, Elektronik; Schola Cantorum Norimbergensis: Bernt-Helmut Horn); „… und nachts bei mir ist sein Gesang“ (ars nova ensemble nürnberg: Werner Heider); „Race II“ (Percussion Art Quartett); Heinrich Barthelmes: Sieben Variationen über ein Thema von Daniel Gottlob Türk (Alexander Willscher, Klarinette; Thomas Meier, Fagott); Sonate B-Dur, op.14 (Gerhard Griep, Violine; Manfred Fock, Klavier); „Nachklänge“ (Ilse Reisch, Sopran; Rudolf Krackhardt, Klavier); Musik für vier Bläser (Blechbläserquartett der Bamberger Symphoniker)

23:03 bis 00:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen – Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das Ars Electronica Festival in Linz, das heuer sein 40jähriges Jubiläum feiert und auf die erste Ausgabe der Klangspuren in Schwaz unter der neuen künstlerischen Leitung von Reinhard Kager. Gestaltung: Heinrich Deisl


05.09.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Wittener Tage für neue Kammermusik

Blote Vogel Schule. Aufzeichnung vom 11.05.2019. Ann Cleare: „the physics of fog, swirling“ (Uraufführung) / Irene Galindo Quero: „rain washes off all the other colours“ (Uraufführung) / Mark Barden: „Monoliths VI-XV delta“ (Uraufführung). Ensemblekollektiv Berlin. Leitung: Titus Engel

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Harald Genzmer: Saxofonkonzert (Detlef Bensmann, Saxofon; Polnische Kammerphilharmonie: Zygmunt Rychert); Rudi Stephan: Musik für sieben Saiteninstrumente (Marie Pierre Langlamet, Harfe; Nabil Shehata, Kontrabass; Hinrich Alpers, Klavier; Kuss Quartett); Anton Würz: Sextett h-Moll, op. 80 (Ulrike Stickroth, Flöte; Daniela Langanki, Oboe; Andreas Zenke, Fagott; Martin Klepper, Violine; Esa Kamu, Viola; Oliver Göske, Violoncello); Franz Xaver Lehner: Violoncellokonzert (Franz Fassbender, Violoncello; Münchner Philharmoniker: Erich Riede); Siegfried Behrend: „Kolometrie“ (Takashi Ochi, Mandoline)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Zum 85. Geburtstag von Peter Maxwell Davies

Peter Maxwell Davies: „Saint Thomas Wake“ (BBC Symphony Orchestra: Charles Groves); „O magnum mysterium“ (Patricia Forbes, Sopran; Caroline Trevor, Alt; The Sixteen: Harry Christophers); „Caroline Mathilde“, Suite (BBC Philharmonic: Peter Maxwell Davies). Seine Werke waren in sage und schreibe 50 Ausgaben der legendären BBC Proms zu hören. Er war Ritter des British Empire und ein Jahrzehnt lang „Master of the Queen’s Music“: Der große britische Komponist und Dirigent Peter Maxwell Davies wäre am 8. September 2019 85 Jahre alt geworden. Klingt sehr staatstragend, aber begonnen hat Peter Maxwell Davies als „junger Wilder“ während seines Studiums am Royal Northern College of Music. Mit später ebenfalls international bekannten Kommilitonen wie Harrison Birtwistle und Alexander Goehr gründete er in den 1950er Jahren die New Music Manchester Group, die das angegraute englische Musikleben für die Neue Musik öffnete. Diese drei Komponisten verband bei aller Experimentierfreude eines ganz besonders, nämlich die kreative und lustvolle Einverleibung der musikalischen Vergangenheit – oft „very sophisticated“, also mit britischer Gewitztheit und höchster Kunstfertigkeit wie etwa in Peter Maxwell Davies’ „Saint Thomas Wake“, der musikalischen Konfrontation einer Pavane von William Byrd mit dem lasziven Foxtrott der Varietés. Auch ein Interesse an religiöser Mystik kam später hinzu, und ganz besonders die klangliche Auseinandersetzung mit der Landschaft der Orkney-Inseln, dem rauen Klima und der aufgewühlten See, die sie prägen und formen. Die Inseln vor der schottischen Nordküste wählte sich Peter Maxwell Davies in den 1970er Jahren zur Heimat und sie blieben es ihm bis zu seinem Tod im Jahr 2016.

23:03 bis 00:00 | Ö1
40 Jahre Ars Electronica. Musik im Wandel mit Gerfried Stocker. – Eine Zeit-Ton Zeit-Reise anlässlich 40 Jahre Ars Electronica mit Gerfried Stocker

Die Linzer Ars Electronica ist eines der weltweit renommiertesten Festivals für Medienkunst und digitale Technologien, in Kategorien wie „Digital Musics & Sound Art“, „Artificial Intelligence“ und „Computer Animation“ wird jährlich der Prix Ars Electronica verliehen. „Digital Musics“ bildet das breite Spektrum zeitgenössischer Klangproduktionen ab, die von elektroakustischen bis zu Computer-Kompositionen reichen. In dieser Zeit-Ton Zeitreise lassen wir mit Gerfried Stocker, dem künstlerischen Leiter der Ars, Tendenzen und Standortbestimmungen Revue passieren.

Der erste Prix Ars Electronica in der Sparte „Computer Music“ wurde 1987 vergeben und entwickelte sich zu einem Trendbarometer für Electronica-Musik. Preise bzw. Anerkennungen gingen etwa an Maryanne Amacher, Aphex Twin, Sachiko M., Bernard Parmegiani, Eliane Radigue, das Label mego und heuer an den Wiener Soundkünstler Peter Kutin.

Gerfried Stocker ist Medien- und Radio-Künstler, Nachrichtentechniker sowie Wissenschaftler und beschäftigt sich seit 1991 mit interdisziplinären Kunstprojekten. Seit 1995 ist er künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Ars Electronica.

Das Motto der von 5. bis 9. September stattfindenden Ars ist „Out of the Box – The Midlife Crisis of the Digital Revolution“. Standen digitale und Internet-Technologien lange für demokratiepolitische Utopien, sind sie – siehe das Festival-Motto – mittlerweile vielerorts in eine Krise geraten.

Anhand eines Überblicks über 40 Jahre digitale Klangproduktionen erzählt Gerfried Stocker von Auf- und Umbrüchen und aktuellen Herausforderungen an das Zusammenwirken von Medien, Musik und Gesellschaft. Gestaltung: Heinrich Deisl

Ars Electronica Festival 2019


06.09.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Dzimudzangara: Spektrale Figuren aus archivierten Stimmen Von Pungwe (Memory Biwa und Robert Machiri)

Produktion: Dlf Kultur / SAVVY Contemporary / DISK-CTM 2019. Länge: ca. 56’30. (Ursendung)

Dzimudzangara ist ein riesenhafter Geist, dessen Kopf mit dem Nachthimmel verschmilzt. Von seinem Namen ist der Begriff für „Radio“ abgeleitet: Dzangardzimu.

Ausgehend von dieser Figur durchstreift Pungwe unterschiedliche Archive mit Stimmen aus Afrika.

Ein Geist wandert durch die Nacht. Er ist so riesig, dass sein Kopf mit dem düsteren Himmel verschmilzt. Die Figur des Dzimudzangara ist ein häufig wiederkehrendes Motiv in der Mythologie der Shona im südlichen Afrika. Sein Name stand Pate, als die Shona einen Begriff für das neue Medium Radio suchten: Dzangardzimu.

Ausgehend von diesem Zusammenhang zwischen Spiritualität und Rundfunk durchstreift das Pungwe-Kollektiv Archive afrikanischer Musik. Mit Hilfe von Loops und Remixes lösen sie die Klänge von ihren Quellen ab und erstellen daraus vielschichtige akustische Assoziationsketten.

Memory Biwa lebt als Historikerin in Windhoek, Namibia. In ihrer Arbeit verbindet sie Erinnerung, Performance, Sound Studies und Archivtheorie. Sie forscht über Narrative und Re-Enactments von Gewalt und Widerstand im Kolonialkrieg und Genozid in Namibia und Südafrika.

Robert Machiri, geboren 1978 in Zimbabwe lebt als interdisziplinärer Künstler in Johannesburg. Seine Arbeiten präsentieren de-koloniale Diskurse durch Sound, Musik und Bildproduktion.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Heinrich Hartl: „Lied der Jahre“, op. 174 (Mährische Philharmonie Olomouc: Dan Kalousek); Claus Kühnl: „Engel stürzen“ (Ensemble Trialoge); Bernhard Weidner: „Mit Brahms“ (Holger Berndsen, Klavier); Stefan Hippe: „Jusques à la mort …“ (Astrid Schön, Alt; Holger Berndsen, Klavier); Christof Johannes Weiß: Quintett – „Shading a changeable timeframe“ (Susanne Kolb, Klarinette; Isabel Schmitt, Horn; Martin Kiefl, Violine; Nico Nesyba, Violoncello; Rudolf Ramming, Klavier); Uwe Strübing: „Floret silva undique“, op. 79 (Irene Kurka, Sopran; Jörg Krämer, Flöte; Lilo Kraus, Harfe; Jinsang Lee, Klavier); Horst Lohse: „Sisyphos“ (Bamberger Symphoniker: Horst Stein)

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
Hörspiel „Die Bergung der Landschaft“ von Magdalena Schrefel

Komposition: Jacob Suske. Regie: Bernadette Sonnenbichler. BR/ORF 2019. Ursendung. Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

In einer Gegend, wo es ist, als läge nichts zwischen dem Auge und der Landschaft, beschreibt Magdalena Schrefels Stück das Bild einer zerfallenden Familie in einer Welt am Rande der Katastrophe. Einen Hof hätte er zu bewirtschaften, einen Sohn zu erziehen, aber seit seine Frau nicht mehr ist, entgleitet dem Vater zusehends ein selbstbestimmtes Leben. Eigenbrötlerisch zieht er sich auf seinem verkommenen Hof zurück und verfolgt den Bau einer merkwürdigen Maschine. Alles, was er findet, ein Telefon, eine Waschmaschine, ein Toaster, wird darin verbaut: Eine Maschine, die alles kann, ist sein Traum. Während er seinen eigenen Sohn kaum noch hört, horcht er in die Landschaft hinein, bis ihn wieder einmal der Ruf eines Dinges ereilt, das er verbauen kann und die Maschine der Vervollkommnung näherbringt. Alles soll diese Maschine in sich aufnehmen – und schließlich auch ihn.

„Wie fängt es an? Ist es ein Gedanke? Ein Wunsch? Ist da eine Sehnsucht? Oder beginnt es mit einer Geste? Etwas Vorgefundenem? Wie baut man eine Maschine, die nichts Geringeres als die Welt beinhalten soll, die der Landschaft, die einen umgibt, etwas entgegenhalten soll, die eine Erwiderung ist auf das Vorgefundene, dem man sich nicht unterordnen will? Und wie weiterbauen an einer Maschine, die immer größer wird, die ein Leben für sich entwickelt, die über einen hinauswächst? Wie leben mit oder neben oder in einer Maschine, die Raum fordert, die hungrig ist, gierig und gefräßig? Ist der Ausbruch dann gescheitert? Muss man aufgeben? Fängt man von Neuem an? Ist das überhaupt noch möglich? Ist der Weg nicht längst schon vorgezeichnet, ist die Entwicklung vorhersehbar? Ist jeder Schritt, jede Handlung bereits bestimmt? Ist es der eine Gedanken, der Wunsch, die Sehnsucht, in dem alles seinen Anfang nimmt: Dass da etwas sein muss, wo vorher nichts ist.“ (Magdalena Schrefel)

Magdalena Schrefel, geboren 1984, aufgewachsen in Wien, lebt in Berlin. Studium der Europäischen Ethnologie an der Universität Wien sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für ihre Kurzprosa wurde sie zuletzt mit dem AK-Literaturpreis (Arbeiterkammer Oberösterreich) und dem Literaturpreis der Akademie Graz ausgezeichnet. 2019 erhält sie das Wiener Dramatik Stipendium für die Arbeit an „Ein Berg, viele“, das zum Heidelberger Stückemarkt 2019 eingeladen wurde.

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Friedrich Wiecks Welt – Der Musikhistoriker Tomi Mäkelä im Gespräch mit Christine Anderson

Friedrich Wieck, Vater und Lehrer von Clara Schumann, war ein wacher Zeitgenosse, der regen Anteil am Musikleben seiner Epoche nahm.

Wie gelingt der Tagesablauf eines Kindes so, dass es sowohl für die schulische Ausbildung als auch für die Musik genügend Zeit hat? Welche Säle eignen sich für Konzerte am besten – und warum? Wie sieht Musikdidaktik in der Praxis aus? Für dies und vieles mehr – etwa für das Verhältnis von Begabung und pädagogischem Einfluss – zeigte Friedrich Wieck (1785-1873) leidenschaftliches Interesse. Der Vater und einzige Lehrer Clara Schumanns wirkte mit seinem künstlerischen und pädagogischen Sendungsbewusstsein ansteckend. Im Gespräch mit Prof. Tomi Mäkelä, dem Herausgeber des Buches „Friedrich Wieck – Gesammelte Schriften über Musik und Musiker“, wird der Vater und Lehrer als prägende Gestalt hinter der jungen Clara Schumann deutlich.

23:03 bis 00:00 | Ö1
Zeit-Ton Portrait. Michael Moser. Celloklang und Klangkunst. Der vielseitige Künstler Michael Moser

Mit einem einzigen Wort lässt sich das künstlerische Wirkungsfeld von Michael Moser gar nicht beschreiben: Cellist, Improvisator, Klangkünstler, Komponist – all das trifft auf seine Arbeiten der letzten Jahrzehnte zu. Geboren 1959 in Graz, studierte er Architektur sowie Violoncello in Wien und Graz. Seine klanginstallativen Arbeiten, oft gemeinsam mit Nik Hummer, wie zuletzt bei Wien modern 2018, sind Ergebnisse der Verbindung dieser beiden Gebiete. Die intensive Beschäftigung mit verschiedensten Formen zeitgenössischer Musik wie Komposition, Improvisation, Theater- und Filmmusik und Performance sowie die Suche nach Erweiterung des rein instrumental-spezifischen Ausdrucksrepertoires durch Experimentieren mit Live-Elektronik prägt seinen musikalischen Kosmos.

Seit Mitte der 1980er Jahre ist Michael Moser Mitglied verschiedener Improvisationskollektive, 1993 gründete er gemeinsam mit Werner Dafeldecker das mittlerweile legendäre Ensemble Polwechsel, das sich zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Analogem und Digitalem bewegt.

Für Michael Moser entstanden zahlreiche Cellowerke, solistisch und für unterschiedliche Besetzungen. Zu den Komponistinnen und Komponisten zählen Bernhard Lang, Klaus Lang, Beat Furrer, Isabel Mundry, Pauline Oliveros und Clemens Gadenstätter. Auch für das von ihm mitbegründete Trio Amos, dem auch Sylvie Lacroix (Flöte) und Krassimir Sterev (Akkordeon) angehören, wurden neue Werke geschrieben. Michael Moser ist als Solist oder Ensemblemitglied regelmäßig zu Gast bei den internationalen Schauplätzen neuer und improvisierter Musik.

Am 12. September spielt Michael Moser ein Solo-Recital beim Tiroler Festival Klangspuren unter dem Titel „Alone, alone“ mit Werken u.a. von Peter Ablinger, Michael Maierhof und einer Uraufführung von Wolfram Schurig. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

Service: [Polwechsel] / [Festival Klangspuren Schwaz]


07.09.2019


22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Neue Deutschlandfunk-Produktionen – Maciej FrÄckiewiczs ,Portrait of a lover’

Von Hanno Ehrler. Maciej FrÄckiewicz ist der neue Shootingstar auf dem Akkordeon und er hat eine Mission: Er möchte das Akkordeon populärer machen. 2018 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb. FrÄckiewicz möchte auch das Repertoire für sein Instrument erweitern. Denn er interpretiert gerne zeitgenössische Kompositionen. Mehr als 80 Werke wurden bereits für den jungen polnischen Musiker komponiert. Er spielt aber auch Bearbeitungen klassischer und moderner Musik. Das spiegelt die Werkauswahl für seine im Deutschlandfunk Kammermusiksaal produzierte Preisträger-CD, die kürzlich beim Label Genuin erschienen ist. ,Portrait of a Lover’ nennt FrÄckiewicz die Produktion. Alle Stücke haben mit dem Thema Liebe zu tun und das auf sehr unterschiedliche Weise. Diese Verschiedenheiten entlockt Maciej FrÄckiewicz seinem Instrument durch ein höchst facettenreiches und lebendiges Spiel.


08.09.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Ravels Impressionen – Spiele mit Farben und Tönen

Das Malen mit den Klängen war Ravels Sache. Immer wieder hat er ausprobiert, wie man ein und dieselbe Idee sowohl mit den Tönen des Klaviers als auch mit den Farben des Orchesters ausdrücken kann.

Wenn man die Klavier- und die Orchesterfassungen von Ravels Werken nebeneinander stellt, glaubt man unterschiedliche Kompositionen zu hören, so eigenständig sind sie in ihrer Klanggestaltung.

22:08 bis 22:55 | Ö1
Musiktheatertage Wien 2019. Georg Steker empfiehlt.

Der Künstlerische Leiter der Musiktheatertage Wien präsentiert eine feine Auswahl von Musik

Seit 2014 ist Georg Steker künstlerischer Leiter des Festivals Musiktheatertage Wien. Alternierend mit dem Regisseur und Komponisten Thomas Desi kuratiert er die Ausgaben des internationalen Festivals. In seiner Laufbahn leitete Steker die Musiktheatercompany progetto semiserio, sowie das künstlerische Betriebsbüro im Schauspielhaus Wien. Außerdem war er mehrere Jahre als Produktionsleiter für „Linz 09 Kulturhauptstadt Europas“ und die Wiener Festwochen tätig.

Die Musiktheatertage Wien beleuchten heuer unter Stekers Kuration den Mythos Zivilisation. Welchen Un- und Halbwahrheiten bedient sich die Gesellschaft und im Besonderen die westliche Kulturgemeinschaft, um Unrecht, Ausbeutung und Ungleichheit zu legitimieren? Von 12. bis 21. September finden im neuen Festivalort WUK zahlreiche Uraufführungen statt. Georg Steker stellt Musik vor, die ihm wichtig ist. Gestaltung: Astrid Schwarz

Service: [Musiktheatertage Wien]

23:00 bis 00:00 | Ö1
Ars Electronica 2019 – 40 Jahre Ars Electronica – Ö1 Kunstradio und das Ars Electronica Festival

Seit 1979 begleitet, antizipiert und analysiert die Ars Electronica die digitale Revolution, ihre Ursprünge, Erfolge und auch Irrwege. Als Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft stand und steht dabei immer die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung neuer technischer und wissenschaftlicher Entwicklungen im Vordergrund. In diesem Jahr feiert die Ars Electronica ihren 40. Geburtstag unter dem Motto „Out of the Box – die Midlife-Crisis der Digitalen Revolution“ und lenkt auch diesmal den Blick nach vorne, auf die künstlerisch-wissenschaftliche Vermessung der digitalen Realität, ihrer Zukunftsperspektiven und unserer Handlungsoptionen.

Das Ö1 Kunstradio und das Ars Electronica Festival verbindet eine jahrzehntelange gemeinsame Geschichte. Einige innovative Radiokunstprojekte wurden mit und im Rahmen des Ars Electronica Festivals entwickelt und umgesetzt. Das 40 jährige Bestehen des Ars Electronica Festivals bietet Anlass genug auf diese gemeinsame Geschichte zurück zu blicken.

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Erstellt die Radioumschau. Freak.

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