Von Angesicht zu Angesicht: Silke Egeler-Wittmanns erfolgreiche Musikprojekte mit Jugendlichen

Vor 2 Jahren hatte ich die Freude zusammen mit meinem geschätzten Komponistenkollegen Markus Hechtle an einem von der Muksikpädagogin Silke Egeler-Wittmann initiierten Orchesterprojekt mit Jugendlichen teilnehmen zu dürfen. Silke Egeler-Wittmann ist schon seit vielen Jahren als Leiterin der „Arbeitsgemeinschaft Neue Musik“ am Gymnasium Grünstadt tätig und hat dort herausragende Arbeit geleistet (sie unterrichtet an derselben Schule auch Musik und Deutsch).

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Das Besondere an ihrer AG ist, dass es sich hier keineswegs um eine Versammlung von Jugend-Musiziert-Gewinnern und Wunderkindern handelt, sondern dass wirklich alle Schüler zum Mitmachen angeregt werden, auch die Nichtinstrumentalisten. Im Vordergrund stehen hier stets Stücke mit ungewöhnlichen Klangerzeugungen oder Improvisationselementen, also in Richtung Cage/Schnebel/Riedl für die Kenner. In den vergangenen Jahren hat sie zahllose Projekte und Uraufführungen angeregt, ein besonderer Traum von ihr war aber immer, „ihre“ Jugendlichen zusammen mit einem großen Symphonieorchester auftreten zu lassen.

Wie es dazu kam, was die Jugendlichen dabei erlebten und welchen Sinn solche Projekte haben können, dokumentiert auf vorbildliche Weise das gerade eben im Schott-Verlag erschienene Buch „Face to Face“ (mit DVD!), in dem Silke über ihre Arbeit unterrichtet. Tolle Fotos von Jane Dunker umrahmen den Text, und die Dokumentation auf der DVD ist von unserem bewährten nmzMedia-Team (Jörg Lohner, Katharina Herkommer). Dirigiert hat das Ganze damals der wunderbare Roland Böer, und gespielt hat die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern.

Lehrern, Pädagogen wie Musikern und Komponisten sei dieser Bericht sehr ans Herz gelegt – vor allem wenn man schon immer mal wissen wollte wie ein Chor aus höchst differenziert gespielten Claves in Markus Hechtles „Fenster zur See“ klingt!

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Moritz Eggert

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