30 Jahre Ensemble Modern: Die Foto-Lovestory

Exklusive Bilder vom Empfang nach dem Jubiläumskonzert in der Alten Oper Frankfurt/M.

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Der Berichterstatter vor dem Konzert (in Frankfurt/M): "Nicht sicher, ob ich noch ne Karte bekomme..."

Der Berichterstatter vor dem Konzert (in Frankfurt/M): "Nicht sicher, ob ich noch ne Karte bekomme"

Doch es klappte noch. Das Konzert war ok. Hinterher verschaffte sich der Berichterstatter noch Zugang zum Empfang.

Das Abendessen des Berichterstatters (in Frankfurt/M): "Zog die Torte der Hauptspeise vor"

Das Abendessen des Berichterstatters (in Frankfurt/M): "Ziehe die Torte der Hauptspeise vor"

Eine Rede (in Frankfurt/M): "Flair einer mittelständischen Betriebsfeier"

Eine Rede (in Frankfurt/M): "Flair einer mittelständischen Betriebsfeier"

Während der Rede wünschte der Berichterstatter sich Hintergrundmusik (zum Beispiel „Gruppen“ von Stockhausen).

Meschen während einer Rede (in Frankfurt/M): "Damals in Darmstadt..."

Menschen während einer Rede (in Frankfurt/M): "Damals in Darmstadt..."

Dann noch eine Rede. Das Zitat in Gänsefüßchen stammt vom Redner.

Eine Rede (in Frankfurt/M): "Das beste Ensemble der Welt"

Eine Rede (in Frankfurt/M): "Das beste Ensemble der Welt"

Noch während der Reden wurden Tortenstücke gereicht:

Die Geburtstagstorte (in Frankfurt/M): "Wolfgang ist auf Diät"

Die Geburtstagstorte (in Frankfurt/M): "Wolfgang ist auf Diät"

Wolfgang Rihm verschwand zu schnell. Dafür ließen sich allerlei andere Prominente noch ablichten:

Johannes Schöllhorn (mittig, in Frankfurt/M): "Bach ist meine Mutter"

Johannes Schöllhorn (mittig, in Frankfurt/M): "Bach ist wie eine Mutter zu mir"

Heiner Goebbels, Hermann Kretzschmar, Rainer Römer (in Frankfurt/M): "Relikte der Achtziger"

Heiner Goebbels, Hermann Kretzschmar, Rainer Römer (in Frankfurt/M): "Relikte der Achtziger?"

Das Bodenpersonal (in Frankfurt/M): "Pierre ist nich da, nee"

Das Bodenpersonal (in Frankfurt/M): "Pierre ist nich da, nee"

Heiner Goebbels und Mark Andre: "Musiktheater heute"

Heiner Goebbels und Mark Andre (in Frankfurt/M): "Helmuts Dinge"

Armin Köhler (mittig, in Frankfurt/M): "Nachfolge geregelt"

Armin Köhler (mittig, in Frankfurt/M): "Nachfolge geklärt"

Franck Ollu (rechts außen, in Frankfurt/M): "Der Musik das Letzte abringen"

Franck Ollu (rechts außen, in Frankfurt/M): "Musiker wie von einem anderen Stern"

Stefan Fricke (h.l., in Frankfurt/M): "Früher war mehr Pfau"

Stefan Fricke (h.l., in Frankfurt/M): "Früher war mehr Pfau"

Armin Köhler, Johannes Schöllhorn, Robin Hoffmann (v.l.u.n.r.o., in Frankfurt/M): "Flötenstück in Arbeit"

Armin Köhler, Johannes Schöllhorn, Robin Hoffmann (v.l.n.r., in Frankfurt/M): "Flötenstück in Arbeit"

Armin Köhler, Sylvain Cambreling (in Frankfurt/M): "Nich nochmal Sciarrino!"

Armin Köhler, Sylvain Cambreling (in Frankfurt/M): "Bitte nich wieder Sciarrino"

Mark Andre, Franck Ollu (in Frankfurt/M): "Moi aussi, je suis fatigue"

Mark Andre, Franck Ollu (in Frankfurt/M): "Moi aussi, je suis très, très fatigue"

Die Ensemblianer ließen es krachen:

Scherben (in Frankfurt/M): "Genügend Glück für die nächsten dreißig Jahre"

Scherben (in Frankfurt/M): "Genügend Glück für die nächsten dreißig Jahre"

Scherben (in Frankfurt/M): "Dafür haben wir das Personal"

Scherben (in Frankfurt/M): "Dafür haben wir das Personal"

Bevor der Berichterstatter ging, ließ er es sich nicht nehmen, noch ein bisschen Werbung zu machen:

Der Berichterstatter nach dem Empfang (in Frankfurt/M): "Werbung geht immer"

Der Berichterstatter nach dem Empfang (in Frankfurt/M): "Product Placement in der Lindenstraße"

Frankfurter Fußgängerzone, nachts (in Frankfurt/M): "zusammengeschlagen und liegengelassen"

Frankfurter Fußgängerzone, nachts (in Frankfurt/M): "zusammengeschlagen und liegengelassen"

Der Berichterstatter im hauseigenen Fahrstuhl (in Frankfurt/M): "Doch noch sicher nach Hause gekommen..."

Der Berichterstatter im hauseigenen Fahrstuhl (in Frankfurt/M): "Doch noch sicher nach Haus gekommen"

Herzlichen Glückwunsch, Ensemble Modern!

42 Antworten

  1. Mathias Monrad Møller sagt:

    Beim Empfang nicht, das war schon enttäuschend.
    Konzert war ok, wie geschrieben, nichts aufregendes, so ganz nett.

  2. querstand sagt:

    Irgendwie merkwürdig: da feiert sich eine Musikinstitution und zur eigentlichen Feier gibt es keine leichtere Musikkost aus dem Repertoire des Ensembles. Vielleicht passt dies auch nicht zum gesellschaftlichen Rahmen, wäre aber doch was nett Erfrischendes, so ein paar Cage-Geigentöne (da gibt’s doch diese weltschwerste Violinwerk), eine wenig Schnittke „Moz-Art“, oder ein paar Ensemble-Modern-Musiker mit Kreidler an den Turntables und eine Treppenchoreo von Arno…

  3. eggy sagt:

    Am besten hat mir das Foto von Mark André und Heiner Goebbels gefallen, die sind da plötzlich so hübsch, jugendlich und fröhlich!
    Aber wer sind die beiden düsteren Typen im Hintergrund?

  4. strieder sagt:

    Nicht alle mögen „leichte Musikkost“.

  5. querstand sagt:

    Aber Herr Strieder… tsts Mit Cages Stück ist wohl das abartigste, „avantgardemässige“ Stück angerissen, wie man hier hören kann. Als Gegenpol Schnittke, irgendwas dazwischen könnte man doch als Ensemble mit dreissigjährigem Mannschaftsvernetzungswissen zu Wege bekommen, als nur Glasscherben am Boden. So nette Empfänge nach einem Konzert sind doch einfach das Paradebeispiel, wie unfröhlich Neue Musik mit sich selbst umgeht. Ich fordere auch mal Cage, Lachenmann, Feldman als Unterhaltung, gerade bei solchen Parties. Wenn man in bester Feierlaune beste Musik nicht hören will, hat diese Musik doch was Verdächtiges, erhaben sie sich gibt und von Fall zu Fall ja auch sein mag. Dreissig Jahre Erfolg, aber kein einziges Stück ernstester Provenienz zur Erbauung dabei? Oder könnte da was vom eigenen Anspruch der Seriosität bröckeln? Ist das Ensemble Modern in Feierlaune genauso fad, wie eine Juristenfeier in Gründwald mit einem Philharmoniker-Beethoven-Quartett? Taugt unsere Musik und all die Neue Musik nur für die normierte E-Musik Konzertsituation? Wie traurig… Leichte Musikkost muss es ja gar nicht sein. Es gibt da ein Gleichnis: Papa Bose schrieb mal ein Orgelkonzert namens Symbolum, Ergebnis einer Xenakis-Auseinandersetzung. Jahre später kam ihm das Stück anlässlich einer Heidelberger Wiederaufführung unheimlich düster vor. Er meinte, wie wahnsinnig doch man sein müsste, sowas in alltäglichen Momenten, wie z.B. beim Frühstückstisch sich anzuhören. Verdruckst meldete sich ein Student mit durchaus grossbürgerlichem Hintergrund und gestand ein, das Stück erst letzthin öfters bei Frühstück und Morgentoilette genossen zu haben. Was der allein daheim konnte, könnte man auch auf einem Fest, so meine ich!

    Gruss,
    A. Strauch

  6. strieder sagt:

    Oh – da habe ich dich komplett falsch verstanden, denn genauso sehe ich das ja auch!

    Ich höre nur Musik die mir gefällt, und deshalb höre ich auch den ganzen Tag nur moderne/Neue Musik (2. Wiener Schule, Spektral, Stochastisch, New Complexity usw. usf.). Wenn ich dann Geburtstag feiere, lege ich nicht plötzlich Bravo Hits 52386214 auf ;)

  7. Pèter Köszeghy sagt:

    Schöne Fotos. Gabs da auch außer Komponisten, Lobbyisten, Organisatoren und deren Frauen/Männer auch andere Publikumsbesucher? Oder war das ein ungewollt „geschlossener“ Gesellschaft – wie Meistens, wenn es um „Moderne“ geht? …..

  8. Ich fürchte nicht, Pèter dass da viel an offener Gesellschaft war. Bei musikFABRIK im WDR war es ja letzten Samstag auch nicht viel anders, wie ich mich letztens beim Konzert überzeugen konnte. Da wurde sich dann beim Sekt in der Pause von der „tollen“ Jubiläumsfeier des Frankfurter Kollegen-Ensembles erzählt… Leider hatte ich keine Kamera oder Aufnahmegerät mit, sonst hätte ich das auch hier dokumentieren können (oh – verkackt, jetzt bekomm ich bestimmt keine Freikarten mehr für das geliebte Funkhaus am Wallrafplatz). Man kennt sich halt. Die Interessen und Ziele sind dieselben…

    @ frische Musikkost: mein BISS IV (für E.-Gitarre und Schlagzeug) hätte da schon gut rein gepasst von seiner Jugendlichkeit her bei der E.M.-Party. Aber, keine Angst, ich nerv „keinen“ damit von den Auserwählten; bereits der Ensemble Modern-Akademie 2003/4 war ich „zu alt“ – no chance.
    Nur (Unterschied bzgl. Konzert Ensemble modern/musikfabrik letzten Sa. – aber das kann Zufall sein): da war das Konzert nicht mehr „ganz nett“ (@ Möller) sondern schon sogar insgesamt recht enttäuschend – selbst für die eingefleichtesten Fans der auch so „großen Family“ (bis auf Mack, der war gut) – behaupte ich.

  9. @ Möller!
    Klasse, die Fotoserie und die Kommentare!
    Früher war nicht nur mehr Pfau sondern man könnte sagen: heute ist mehr Lametta…

  10. strieder sagt:

    @Erik: Grauenvoll, das so viel Wert auf eine nichtssagende Zahl gelegt wird. So hat beispielsweise auch nicht jeder das Glück aus einem musikalischen oder auch nur ansatzweise irgendwas förderndem Elternhaus zu stammen (oder noch schlimmeres).

  11. @Strieder,
    weiß nicht genau, wer Du bist noch was es mit Deinem Statement auf sich hat und was damit gemmeint ist,
    nur: 1. kennst Du vermutlich nicht das, worüber Du schreibst
    2. Ich für meinen Teil komme nicht aus einem „fördernden“
    Elternhaus. Ich habe mir noch immer alles selbst erarbeitet.

  12. strieder sagt:

    @Erik: Da hast Du mich missverstanden, dein anderer längerer Text hatte auch „Altersbeschränkungen“ als Teil seines Inhaltes, und ich mochte noch ein Beispiel anfügen, dabei aber nicht so deutlich machen wollen, das ich mich selbst gemeint habe.

  13. irmgard.traubl sagt:

    in aller kürze, das konzert war gut, viele besucher, viele mittelalte und junge komponisten die mit EM gearbeitet haben. EM kann aufgrund ihrer programmpolitik kritisiert werden aber sie besetzen gewollt einen eklektischen ästhetischen raum. wenn man ihre akademie und EM-seminar-komponisten der letzten 9 jahren anschaut ist schwer vorstellbar dass diese teilweise sehr erfolgreichen biographien nur aufgrund netzwerkerei zustande gekommen sind, was sich als penetrante anschuldigung in diesem blog immer und immer wiederholt. wenn man dafür beweise hat dann her damit. wenn das bloß vermutungen und gerüchte sind soll man die thema lassen. man macht sich nur lächerlich.

  14. @irmgard.traubl: Sie haben sicherlich ganz recht, dass das Konzert gut war. Die Musiker von Modern sind ohne Ausnahme grossartige Musiker. Das ist keine Frage. Ich befürchte aber bei der Aussage „sie besetzen gewollt einen eklektischen ästetischen raum“ wackelt es von Vorn bis Hinten. Es wird immer – selbst von den Ensemble-Mitglieder – gross erzählt: „hier entscheiden wir absolute demokratisch“ und „alle, die gut sind, kommen bei uns ins Programm“ – Frage ist nur: WELCHE Demokratie wird denn gemeint damit? Die von den Veranstalter vorgeschriebene??? Dann sollten sie das genauso noch dazu erwähnen. Und: nach WELCHEM Kriterien wird es entschieden: WAS ist „GUT“????? Nach dem Geschmack der Veranstaltern???? Nun, um missverständnisse bzw. Neiddebatten gleich aus dem Wege zu Räumen: ich war selbst 1999 bei dem Nachwuchsforum des EM und GNM dabei, und wenn man vor Ort ist als eingeladener Komponist, hat mann auch „offenere“ Ohren für Vieles. Auch paar Jahre später war ich dabei – durch und mit einen Blockflötentrio, dass dort aufgeführt worden ist. Was Sie mit „penetrante Anschuldigungen“ Meinen, verstehe ich nicht ganz: wenn welche da sind, sind sie öffentlich Zugänglich für Jederman im Netz. Da braucht man einfach bisschen googeln, und man bekommt eine ganze Menge raus :-) Ohne „Vermutungen“ und „Gerüchte“…
    `nen schönen Tag noch…

  15. irmgard.traubl sagt:

    das benötigt nur eine kleine nachfrage beim ensemble. jedes jahr wählen ein paar der ensemble-musiker (turnus-mässig) aus eingereichten einsendungen die komponisten sowohl für das iema seminar wie auch für das iema-stipendium (hier werden auch musiker ausgewählt). beim stipendium gibt es noch das vorstellungsgespräch für bewerber die im engeren auswahl sind. es ist mir nicht bekannt dass irgendwelche hintermänner komponistenkarrieren befördern oder behindern. was man noch googeln sollte ist mir schleierhaft.
    das weiter lachenmann, rihm, steve reich etc. oft gespielt werden steht im zusammenhang dass mit diesen komponisten seit der ensemble-gründung eine enge künstlerische und persönliche zusammenarbeit besteht. da vor dreißig jahren weder EM noch diese komponisten den heutigen weltruhm hatten dürfte bekannt sein.

  16. ja, ist ja schön – Sie sprechen hier ja über das iema smnar/stipendium. Über „hintermänner“ die irgenjemanden „befördern“ etc habe ich kein wort gesagt. Da sollten Sie bitte etwas ganauer lesen, was geschrieben worden ist und bitte nicht in meinem Munde etwas „suggerieren“, bzw. projezieren, was von mir überhaupt nicht gesagt worden ist. Danke liebe Irmgard.traubl!

    Herumgoggeln: tja, die Empfehlung meinerseit, diesen Tätigkeit auszuüben betraf einfach den Satz von Ihnen: „…biographien nur aufgrund netzwerkerei zustande gekommen sind, was sich als penetrante anschuldigung in diesem blog immer und immer wiederholt…“ Allerdings : ich weiss nicht genau, wo Sie es so empfunden haben, es würde in deisem Blog so „ablaufen“. Ich habe nämlich von diese „penetrante anschuldigungen“ nichts gelesen. Ich meinte nun, wenn sie schon meinen, hier werden penetrante Anschuldigungen getan, sollten Sie sich einfach die Mühe nehmen und einfach herumgoogeln, damit sie – wenn Sie schon sagen dass diese Anschuldigungen hier vorhanden sind – sich selbst beweisen können, was nicht gesagt worden ist…hähähähä…

    (übrigens: ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung über die Bewerbungsformalitäten der Stipendien für das IEMA. Aber sagen sie doch mal, WER wählt denn oder WONACH werden erstmal überhaupt die Stipendiaten-Bewerber ausgewählt, die sich überhaupt ein „Bewerbungsgespräch“ stellen dürfen??? Oder werden alle – sagen wir – 250 Bewerber vorstellen dürfen????)

    Apropos: die Namen Lachenmann, Rihm, Steve Reich haben Sie ja genannt. Bisher las ich diesen Namen hier ja noch überhaupt nicht – betreffend des EM Konzerts. Also wieder nur ein Projektion auf irgendetwas, was eigentlich von niemanden angesprochen worden ist – aber schön und gut. Rihm, Lachenmann und Steve Reich: das sind ja auch Komponisten, die es auch verdienen und verdient haben gespielt zu werden von dem EM. (Obwohl ja diese nicht unbedingt mit den Namen „Neue“ oder „Moderne“ in Verbindung gebracht werden sollten – sondern eher Musik des 20tes Jahrhunderts gennant werden müsste…

    Noch eine Frage – die hier eigentlich schon erklang: war denn das Konzert auch von anderen Interessierten, als Komponisten, Lobbyisten, Organisatoren, Veranstaltern und deren Frauen/Männer besucht? Oder wie immer „ungewollt“ ausschliesslich „Szenen“ Männern/Frauen, die ungewollt ihre grosse Erfolge in d. Neuen Musik miteinander feierten?

    In diesem Sinne, weiterhin nen schönen Tag….

  17. querstand sagt:

    hier eine blogkritik eines neue musik-fans, eines philosophen:
    http://gdoeben-henisch.blogspot.com/2011/01/ensemble-moderne-30-jahre.html

    gruss,
    a. strauch

    apropos: finde das ensemble mod. ziemlich grossartig, hatte leider noch keinen richtigen kontakt bisher mal aufgebaut. erlebte nur 2000/2001 einen teil auf zenders hoese-cooling-party. der dicke kater des verwunschenen garten räumte den letzten freien sessel nicht, weghebeversuche durch ensemblemitglieder endeten in 2 tetanus-prophylaxen. meine dicklichkeit fauchte das tier dann an, es verliess angesichts der fetteren katze den sessel… monate später ein stück namens: when i met zenders cat.

    finde es eben schade, warum man ein 30er-jubiläum nicht auch auf dem empfang mit musik versieht. klar, die musiker werden an jenem abend schon genug geschuftet haben. es wäre aber doch eine nette surprise, wegweisend für all unsere institutionen, einfach auch dem sprödigkeitsruch der klassik und avantgarde mal zum trotz, zu schäkernd unaufgklärt aufgehellt.

  18. irmgard.traubl sagt:

    herr köszeghy, lesen sie meinen post noch mal. da sind schon die bewerbungsformalitäten der iema erläutert. was sie als basisdemokratische entscheidung nicht verstehen oder hinnehmen ist ihr gutes recht. nicht jeder blogpost bezieht sich auf irgendetwas was sie in diesem blog geschrieben haben sondern auf weitere in anderen dieses-blogs-stehenden themen, überlegungen sowie äusserungen der blogger.

  19. @irmgard.traubl: danke für den Hinweis. Ich habe das schon richtig gelesen – glaube ich :-)

    Und gleich die Gegenfrage (Sie sollten doch mal auch durchlesen, was ich geschrieben habe bitte.):

    sie schrieben: „…….beim stipendium gibt es noch das vorstellungsgespräch für bewerber die im engeren auswahl sind.“

    und ich möchte nun da wieder einfach nachhacken: was heisst „engeren auswahl“ – sie schrieben ja, wenn ichs richtig verstanden habe: Stipendiatenkandidaten werden zum Vorstellungsgespräch eingeladen die im „engeren auswahl“ sind. Tja. Super demokratisch!!!!! (((in ungarn hiess es früher in den 80er Jahren in d. Kommunismus: Protektion. Heute, hier heisst es wiederum „Basisdemokratie! Gratuliere Deutschland!!! Eine super empfehlenswerter System!)) :-)

    was die anderen Äusserungen der bloger in anderen blogs betrifft: na ja. Da sollten Sie sich viellicht doch die Mühe nehmen, an die entsprechende „blogs“ die „Anmerkungen“ zu schreiben. Sonst kommt man ziemlich durcheinander, und man bezieht bestimmte „Anmerkungen“ plötzlich auf sich verstanden. Was hier alle sicherlich nicht unbedingt wollen – glaube ich.

    eien schönen Abend wünscht Ihnen – so zwischen Abendessenvorbereiten für meine Kinder – Ihr Pèter Köszeghy

  20. irmgard.traubl sagt:

    zu guter letzt um missverständnisse vorzubeugen.
    die ausschreibung für das stipendium ist öffentlich-aus den eingetroffenen bewerbungen wählt jedes jahr eine jury (die jury besteht ausschliesslich aus mehreren sich jährlich abwechselnden musikern des ensembles und einen vertreter der frankfurter musikhochschule) die kandidaten short-list. sowohl für komponisten wie auch für instrumentalisten, dirigenten, klangregie. man soll nicht vergessen das unter den 17 stipendiaten des jahrgangs 2010/11 nur ein einziger komponist ist. diese short-list kandidaten werden vorgeladen und nach dem interview, vorspiel etc. werden die endgültigen stipendiaten ausgewählt. somit ist ihr nachhaken (hoffentlich) beantwortet.

  21. @irmgard.traubl: vielen Dank :-)

  22. Mathias Monrad Møller sagt:

    @ Pèter Köszeghy

    Das Publikum war nicht eingeladen, das hatte in der Pause als Dank für 30 Jahre Treue eine CD geschenkt bekommen, auf der ein Feature über das EM zu hören war. Hab mir aber keine geholt (bin ja auch noch nicht 30 jahre lang treu… ).
    Reinkommen war aber kein Problem (wenn man in den fünften Stock gefunden hatte…)

  23. @ Strieder,

    @Erik: Da hast Du mich missverstanden, dein anderer längerer Text hatte auch “Altersbeschränkungen” als Teil seines Inhaltes, und ich mochte noch ein Beispiel anfügen, dabei aber nicht so deutlich machen wollen, das ich mich selbst gemeint habe.

    Missverständnis soeben via Privatmail geklärt!
    Es kam dadurch zu Stande, weil mein BISS VI (BiSS-Werkreihe /Duos) wirklich auf einer Zahl (lat. Bis (Zwei mal) zum Teil beruht. Näheres kann, wer mag, auf meiner Website im Werkkommentar nachlesen. Jedenfalls habe ich Johns „nichtssagende Zahl“ auf mein Werk bezogen,
    John meinte aber mit „nichtssagende Zahl“, die Altersdeadline. Das übersah ich in dem Kontext, sorry.

  24. querstand sagt:

    Kritik am IEMA-Master-Stipendium ist dort fehl am Platz. Im Grunde genommen handelt es sich doch um eine Art Meisterklasse, mit starken Praxisbezug und Hospitationen. Die Bewerbung erfolgt im Bereich Komposition ähnlich wie bei einem normalen Studium durch Einreichung von Werken, Kolloquien einer schon kleinen Auswahl und der finalen Entscheidung einer Jury, hier die Ensemblemusiker mit entspr. Erweiterung, an Hochschulen eben durch den Lehrkörper des Faches. Nichts weiter Ungewöhnliches. Dass natürlich ein Bewerbender, der einem Auswählenden wie auch immer flüchtig oder schon mal aus Privatstunden, nur durch Empfehlung oder ganz anderen Kontexten schon mal vorab bekannt sein kann, dass bei Sympathie der Einsatz des Jurymitglieds für jenen vorhanden ist und mitunter zu einem positiven Ergebnis für den potentiellen Meisterschüler führt, ist menschlich, könnte man als Mentorenschaft bezeichnen. Da Unterricht, also ein Vertrauensverhältnis angestrebt wird, von krasser Seite betrachtet bei groben Verletzungen in schweren Fällen solch ein Verhältnis sogar verschärft strafrechtlich relevant wird, kommt man um persönliche Eindrücke im Vorfeld nicht herum. Bewerber und Auswähler haben eine gegenseitige Verantwortung, beide geben sich ja künstlerisch und infolgedessen menschlich einiges preis. Da ist solch ein Auswahlverfahren nichts anderes als eine konsequente Umsetzung der Sorgfalts- und Fürsorgepflicht. Dass es zu tieferen Beziehungen kommen kann, auch natürlich zu sehr positiven, das ist nicht auszuschliessen.

    Problematisch wird es dann, wenn das Feld öffentlicher wird, z.B. im Rahmen eigentlich sogar anonymisierter Kompositionswettbewerbe. Da wundert es doch oft, wie Juroren und Preisträger mal in dem besonderen akademischen Mentorenverhältnis standen. Bis zu einem gewissen Grad ist das verkraftbar, wenn allerdings alle Preise oder in anderen Ausschreibungen die gleichen Menschen immer wieder Alles unter sich aus machen, da platzt einem doch mal der Kragen, schliesslich sind meist extra geschriebene Werke einzureichen. Richtig schlecht dürften die wenigsten sein, auch natürlich die Preisträger. Zu schwer und eigenwillig sollte das Stück aber nicht sein. Es gibt löbliche Ausnahmen an Wettbewerben, die mutig wie frisch sind und bewusst Unbekanntes fördern, aber das Gros…

    Persönlich kann ich nur sagen: ja es gab einen Wettbewerb, den ein hiesiger ehemaliger akademischer Mentor angehörte, an dem ich teilnahm. Es gewann dann prompt das Klassenpersonal, das in den letzten Jahren immer in engen Kontakt zu ihm stand. Dafür wurde ich anders gefördert, hatte für einen ersten Auftrag Glück, dass ein eigentlich im Zentrum der Klasse Stehender selbst die Musiker vom Mentor seriert bekam, aber den letzten fehlenden nicht selbst mitorganisierte. Ich besetzte bei einer Vorversion des Auftrags jede Position dreimal neu, kämpfte bis zur letzten Sekunde, einen Tag vor der UA verirrte sich ein Hornstudent in das Klassenzimmer. Glück und Kampf! Im weiteren Verlauf unserer Viten kamen allerdings manche dieser Leute dann einsatzfreier erstmal weiter. Inzwischen hat jener Mentor gar keinen Einfluss mehr, das Kämpfen von damals, die Erfahrungen daraus zahlen sich allmählich aus, just vor der Ü40-Grenze.

    Einem späteren Mentor am Main ging ich sogar der Aufnahmeprüfung aus dem Weg, es lagen nur die Noten vor – er rief persönlich an, ich solle mich doch mal vorstellen, da er meinen Studienplatz schon im Gremium durchgefochten habe. So schnell wie damals habe ich die Strecke von hier nach dort nie wieder zurückgelegt. Weitere Förderungen kamen ganz von ihm, ohne Nachfrage meinerseits, bei seinen Juries reichte ich nichts ein. Das klingt Alles ein wenig nach Selbstweihrauch. Das zeigt aber auch, dass nicht jede Klage hier über merkwürdige Wettbewerbsusancen, nur aus Erfahrungen des Scheiterns stammen, nicht jeder Blogkommentierer automatisch ein Versager ist.

    Mein Problem ist, dass ich wohl zu oft meine Meinung gesagt habe, nicht gerade virtuos das von mir gab, was Mentoren hören wollten, andererseits Wettbewerbe mir sowieso egal sind. Dennoch wäre es mehr als wünschenswert, wenn Entscheidungen transparenter würden. Neben Eriks Vorschlägen, die unbedingt zu verfolgen sind, würde es schon genügen, die Jurybesetzungen immer wieder auszuwechseln, nicht nur auf Namensglanz zu setzen. Dass es so ist, wie es ist, liegt auch an der Frage für Nicht-Komponisten, wie man Neue Musik objektiv beurteilen soll. Da behilft man sich Juryerfahrener, mit der Gefahr der Ewiggleichen Aussucher und Ausgesuchten, da freut man sich über einfache Beurteilungsraster, die man auf Noten anwenden kann, von Grösse bishin zu digital oder manuell erstellt, etc. Neue Musik oder das, was man jetzt noch so nennen könnte, aus deren Tradition heraus, macht es ihren Akteuren auf jeder Ebene schwer. Das erklärt natürlich viele Missstände, das erklärt hier im Blog auch manch seltsame Querstände, die dann aus dem tiefsten Inneren herausgeschleudert sind.

    Wenn ein Teil der Kollegen doch öfters im akzidentiellen Berufsdasein wie in direkter Ausübung in den Stücken oder den Worten drumrum mal schleuderfreudiger wäre und nicht immer schwiege oder nur professionellen Instantsprech von sich gäbe. Tja, wenn es sich bei der Neuen Musik also um die an sich freiste Musik handeln soll, dann sollten die hier oft brutal durch den Kakao gezogenen Verantwortlichen eigentlich gerade jetzt die Offenheit zeigen, die sie den Schreiern hier gegenüber nun erst Recht mimosenhaft verweigern. Immerhin sitzen sie ja doch am längeren Hebel! So wie hier aber in diesem Abschnitt schon kommentiert wurde, ist gerade jener kleinliche Selbstbeweis der Mächtigen zu erwarten. Olds, Ihr steht doch sowieso über dem Geschwurbel hier, habt durch andere Juries und Euch selbst schon den eigenen Göttlichkeitsbeweis erbracht! Beweist Erhabenheit und Grossmut, seid unserer Entschuldigungsfreude gewiss, wo wir jetzt noch sehr „bad“ und „blog“, Euch wohl zu „blöd“, ungeschickt, ungehobelt sind. Ausserdem: mit dem Hebelschwingen markiert man meist den eigenen unaufhaltsamen Bedeutungsverlust…

    Amen!
    Queerstand

  25. @ Meine IEMA-Erfahrung,

    mir für meinen Teil erging es so, dass ich mich im Gründungsjahr der IEMA-Akademie bzw., als erstmals (oder zweitmals) es via Kunststifung NRW gefördert, die Möglichkeit gab, dass sich in NRW lebende Komponisten für das Stipendium bewerben durften, dort bewarb.

    Da wurde ich (Jg. Dez. 67) wegen Überschreitens der Altersdeadline abgelehnt. Daraufhin habe ich ganz offen das Management (bzw. Frau Engelbrecht) gesagt, dass ich
    das schade fand, da ich ja erst in höherem Alter (an der frankfurter Hochschule). Man „tröstete“ mich bzw. reagierte damals sehr freundlich, ich solle doch ruhig nochmal vorbei schauen, vielleicht werde ja die Altersgrenze nochmal geändert; es sei ja noch alles relativ neu. Ich schöpfte Mut, aber bewarb mich nicht mehr. und wie ich nach vielen Jahren demographischem Wandel sehe, wurde die Altersdeadline bei 35 weiterhin strikt und ohne unter bestimmten Umständen (z.B: SPÄTER Studienbeginn (bei mir mit 30) und – abschluss /wie es immerhin z.B. bei Solitude möglich ist, da auch „älter“ noch genommen zu werden) und leider ohne Ausnahmen zu machen bei behalten bei der IEMA schade. Oder doch nicht? Dann bitte dementieren, Frau Traubl oder EM. und mich einladen. Denn weiterhin, ich werde nicht müde es zu betonen: schafft die rigiden Altersdeadlines endlich ab und regelt das bitte anders: via Quoten, via Qualitätskriterien der Werke allein. Denn: was sagt das pure Alter eines Bewerbers bitte schön a priori über Qualität aus oder über Eignung, als Komponist gefördert zu werden? Oder sich überhaupt BEWERBEN zu dürfen!!!?

    Ich hatte damamls dar gelegt dass ich – mit 30 Jahren erst das Kompositions-Hochschulstudium begonnen (2004 abgeschlossen) –

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  26. @querstand

    Dass natürlich ein Bewerbender, der einem Auswählenden wie auch immer flüchtig oder schon mal aus Privatstunden, nur durch Empfehlung oder ganz anderen Kontexten schon mal vorab bekannt sein kann, dass bei Sympathie der Einsatz des Jurymitglieds für jenen vorhanden ist und mitunter zu einem positiven Ergebnis für den potentiellen Meisterschüler führt, ist menschlich, könnte man als Mentorenschaft bezeichnen.

    Sorry, aber da hast Du ja das, was öfters „zufällig“ mal abgeht, und das Phänomen, was man auch als – ich weiß , wenn man „böse“, ein echter „baddy“ ist – sehr wohl Protektionismus nennen kann, mal wieder schön euphemistisch – oder sol ich sagen „positiv Denkend“? – umschrieben. Und? Soll ich nun in Deinem Jargon mal etwas umformulieren bzgl. des Negativ-Falles?: Wer beim „falschen Privatlehrer“ oder Professor (der z.B. nicht so eng mit dem Ensemble jahrelang zu tun hat) mal „flüchtig“ sich vor stellte, der hat weniger Chancen, und das ist dann alles unheimlich „menschlich“…

    Na großartig! Man schaue sich (das kann man gut googeln und das DARF man auch, das ist basisdemokratisch) mal an, welche Komponistinnen und Komponisten z.B. beim Ensemble Modern so in der ganzen Zeit bis heute ausgewählt wurden und was/wen die ausgewählten Komponisten so als ihre Hochschullehrer oder „Privatlehrer (zu entziffern z.B. durch Formulierungen wie „u.a. Kurse bei ..“ Meisterkurse bei“ „Unterricht bei..“) auf ihren Vitae stehen haben, teilweise sogar: welche überaus namhaften und einflussreiche Komponisten darunter, wie beispielsweise Wolfgang Rihm [die Liste ist austauschbar] sogar ihren fraglos begabten Schülern Referenzen schreiben, welche diese sogar anscheinend auf die Startseite ihrer Websites setzen/setzen können/dürfen.

    Um hier ebenfalls „Neiddebatten“ vorzubeugen. Ich war mit Marton Illes
    gemeinsam beim roc musikfest in Berlin, wir hatten da beide, zusammen mit anderen Kompositionsschülern Aufträge und – ja – einmal auf Empfehlung unserer Lehrer. Der Veranstalter gab die Möglichkeit. Ich mag Marton Illés, gönn ihm alles, darum geht es überhaupt nicht.

    Auch ist das nur ein Beispiel, das austauschbar ist.

    Aber ich war dann also schlichtweg bei den „falschen“ Lehrern bzw. Lehrerin, Alexander?? Hätte nochmal „Privatstündchen“ bei den „richtigen“ (nach meinem Diplom) nehmen sollen? Nein, gewiss nicht, wie Du weißt. Je ne regrette RIEN! Ich war und bin froh, wie es gelaufen ist.

    Es lebe unsere „Demokratie“!

  27. @ alexander

    entschuldige bitte oben den Tonfall von mir am Ende, aber wie Du oben Dein Blogging anfingst, da kann ich persönlich Dir leider einfach nicht zustimmen; und ich überlas aber dann z.B. von Dir:

    Neben Eriks Vorschlägen, die unbedingt zu verfolgen sind, würde es schon genügen, die Jurybesetzungen immer wieder auszuwechseln, nicht nur auf Namensglanz zu setzen.

    Ergänze, wie ich schon sagte: Koeszyghy und andere schlugen schon so was vor 2002, viel mehr Transparenzen etc., wiewohl ich hier nicht müde werde, mit anderen zusammen und jedem, der sich noch traut, das zu wiederholen.

    Gute Nacht, liebe Grüße an alle
    Erik

  28. @Erik: bitte beziehe Dich nicht immer auf diesem Schreiben von 2002. Das war vor 9 Jahren mittlerweile, und damals war ich ja noch „jung“ und „spröde“. Man ändert sich und wird auch „gerissener“ – daher, das Schreiben von damals stimmt für heute in vieler Hinsicht überhaupt nicht mehr. Was der damals gewünschte „Transparenz“ betrifft, hat sich durch den Schreiben auch nichts grossartig geändert – eher verschlimmert und die „Kreise“ wurden noch hermetischer abgeschlossen – allerdings zucken sich in der Agonie immer mehr in sich zusammen, um d. letzten kleinen pfennigchen streitend….

  29. @ Pèter,

    sorry, bzw. Du hast Recht. Ich schrieb ja auch oben schon und immer wieder, dass mittlerweile 9 Jahre ins Land gingen SEIT 2002 und dass es nicht besser sondern, beim Establichement zumindest mit der Hermetik schlimmer wurde noch.

    Was ich damit sagen will summa summarum:
    Die „kleinen, winzigen Lichtblicke“ (die Alexander u.a. zu Recht ansprechen), dass wir uns selber helfen, dass kleine Szenchen, Mini-Solidaritäten, dass es AUCH Wettbewerbe, Ausschreibungen gibt, die OFFENER geworden sind, das möchte ich gar nicht bestreiten.

    Aber: die ENTSCHEIDENDEN, die „großen Lichtblicke“
    die stehen leider nach wie vor aus.

    Schönen Tag Euch allen.

  30. irmgard.traubl sagt:

    herr janson, die altersdeadlines so wie sie sind, sind weder abzuschaffen, noch auszuhebeln. diese projekte richten sich nähmlich an junge künstler, aus diesem grund werden sie auch finanziell von den kulturstiftung des bundes und kunststiftung nrw getragen. falls sie da änderungenswünschen und vorschläge haben sind ihre gesprächspartner in den stiftungen die sich an diesen ausschreibungen beteiligen, zu suchen. beim schüler komponieren wettbewerb dürfen sich nur schüler bewerben. dabei geht es nicht um diskriminierung von nichtschüler sondern um die förderung innerhalb eines bestimmten kreises der personen ( schüler, studenten, u30, u35, ausschreibungen nur für künstlerinnen etc.). viele künstler werden sehr desorientiert nach dem 40 lebensjahr als sie plötzlich in keinem förderprogramm mehr teilnehmen dürfen und eine professur sich auf dem horizont (immer noch) nicht abzeichnet. damit stehen sie aber wirklich nicht alleine da.

    ich sehe nicht dass ich ihnen ein dementi bzw. eine einladung für irgendetwas schuldig bin.

  31. Liebe Frau Traubl,
    ich weiß nicht, welche Position Sie beim EM. inne haben
    Aber sie haben ja hiermit bereits NICHT dementiert, dass es noch immer strenge Altersdeadlines gibt bei den Sipendien und Kursen des Ensemble Modern.
    Ihrem Kommentarstil nach zu urteilen, heißen Sie dies auch gut. Nun gut, das ist Ihre Meinung, die ich toleriere. Gut, ich werde gelegentlich bei den Stiftungen mal nachsehen und nachfragen, ob diese wirklich den von ihnen geförderten Wettbewerbe- und Stipendien-Ausschreibenden etc. vorschreiben, dass diese nur für „junge Künstler“ (oder Bewerber mit Altersgrenzen) das Stiftungsgeld ausgeben dürfen, in welchen Satzungen das steht und vor allem mit welcher Begründung/Rechtfertigung dies legitimiert wird und ob dies noch in der heutigen Zeit noch jur. praktikabel ist.

    Ich sprach auch nicht davon und meinte auch keineswegs, liebe Frau Traubl, dass ich DAFÜR wäre, dass z.B. die älteren Bewerber dann den „jungen Künstlern“ die Plätze/Chancen „weg nähmen“ oder ähnliches. Sondern ich schlage lediglich vor, dass eine BEWERUNNG auch älteren Bewerbern irgendwann mal bei Ihnen (wie auch sonst bei mehr Wettbewerbsverfahren) möglich sein sollte bzw. von Stiftungen auch ermöglicht werden sollte. Dass dann z.B. QUOTEN bei der Vergabe eingebaut werden können, die dafür sorgen, dass nach wie vor überwiegend junge Künstler dann nominiert und gefördert werden.

    Also bitte meine konstruktiven Vorschläge, die ich hier und anderswo unter „I have a dream…“ und auch anderswo äußerte, richtig lesen. Sie sind weder als „Vorwürfe“ noch als Verunglimpfungen o.ä. gegen irgendwen persönlich zu deuten, auch nicht gegen bestimmte Ensembles. Das Ensemble Modern, welches ich musikalisch außerordentlich schätze und bewundere (sonst hätte ich mich damals wie heute gar nicht aufgeregt, keine Chance zu bekommen, von diesem Ensemble gespielt zu werden!) war nur ein BEISPIEL, auf das ich kam, weil hier im Thread Ensemble Modern die Rede war. Es gibt derer noch viele.

    Eine gute Nacht an Sie und an das Ensemble,
    und herzliche Grüße an die Mitglieder (unter denen auch ein paar sind für die ich Übrigen schon Werke geschrieben und tw. kl. Konzerte in der freien Szene mit organisiert habe).

  32. @“Irmgard Traubl“
    Ich habe Ihnen eine Email geschrieben, leider sind Sie aber sowohl anonym als auch mit falscher Emailadresse unterwegs, daher kam sie wieder zurück. Da ich Ihre Beiträge sehr schätze, finde ich das schade – wäre es möglich, das Geheimnis zumindest hinter den Kulissen zu lüften, falls es Ihnen wirklich unangenehm ist, hier unter richtigem Namen zu schreiben?
    Vielen Dank im voraus,
    Moritz Eggert, bekanntermaßen unanonym und immer erreichbar unter obiger Adresse

  33. es gibt eine ungarische Redewendung, diese heisst (entschuldigt mir bitte wegen den etwas „groben“ Übersetzung“): „nur derjenige versteckt sich, der auch etwas zu verbergen hat“..

    Andersgeagt: das wäre nun eigentlich auch ein typisches deutsches Phänomen (die Ausnahmen, die natürlich in Dland auch gibt stärken das Regel), von „hinter der Gardine“ immer wieder etwas in den Raum hineinzurufen – eine etwas gewöhnungsbedürftige Eigenschaft….

    Andersgedacht: in einem „Diktatorischen“, nicht ganz „sauberen“, unfairen System ist die Mehrheit dazu „verdammt“ seine/ihre Meinungen unter Pseudonymen und unter der Vorbehalt, dass die richtige Name nicht Preis gegeben wird, zu äußern. Weil ja der Finger nicht verbrannt werden darf…

  34. querstand sagt:

    Es ist vollkommen o.k., hier anonym zu kommentieren. Traurig ist zu lesen von „leider sind Sie (…) mit falscher Emailadresse unterwegs“. Ungute Erfahrungen damit konnte man hier schon zuhauf machen, von Anfang an.

    Warum aber dieses Versteckspiel? Schliesslich kommentieren die meisten hier doch offen, sagen kräftig ihre Meinung, schiessen wunderbar über das Ziel hinaus, kriegen sich wieder ein. Das macht den Badblog auch aus, der so nicht nur ein nettes Tagebuch ist, a la „habe Geige ausgepackt, schöne Musik gespielt, bin wieder heim gefahren“. Wäre es hier so oder so ähnlich, ähnelte er einem harmlosen – z.B. im Iran mullahfreundlichen – Blog. Gerade die widerborstigen Blogger in solchen Regimes geraten allerdings mit jenen Staatskontrolleuren in Konflikt.

    So frage ich mich, ob man neben guten Handwerk letztlich sich gegenüber Neue-Musik-Einrichtungen gleichsam mullahfreundlich verhalten muss? Führen manche Unternehmen der Neuen-Musik hierzulande schon Rosa Listen oder Schwarze Listen, auf denen hier namentlich Kommentierende geführt werden?

    Tja, Kritik haben natürlich auch wir hier verdient, die wir mal schnell austeilen, bereuen, weiter austeilen. Diese Kritik würde natürlich das Gespräch richtig weiterführen, oder überhaupt erstmal einleiten.

    Hier wurde tatsächlich zuletzt auch ansatzweise diskutiert, allerdings ein wenig hoch zu Ross: ich denke schon, dass Erik Janson selbst weiss, was Jugend komponiert bedeutet, dass da sein Alter nicht hingehört. Das Genöhle um die Altersgrenzen bei Wettbewerben mag ja auch allmählich nerven, Erik führt es jetzt tatsächlich sehr konsequent aus.

    Dass Richtlinien der Förderer der Förderer gewisse Dinge nicht zulassen, man sich selbst in seinen Antrag z.B. an den Meta-Förderer projektgebunden Auflagen wie „Nachwuchs“, „U30“, etc. auferlegt, ist einsehbar und ok.

    Was allerdings ein Ärgernis ist, welches immer wieder hier von Erfahreneren geäussert wird, ist doch gewisse Dinge im Betrieb nich veränderbar seien. So was wird immer auch von den Menschen geäussert, die in ihrer Karriere „angekommener“ sind als die Anderen, besonders aber Management, Veranstalter, Geldgeber reden von Unveränderlichkeiten.

    Es geht nicht um Professuren, es geht nicht um Neid auf schon jünger sich entwickelt Habende. Es geht um ein ganz Anderes Phänomen: Im Zuge all der Education-Projekte, der ganze Bogen von potentiellen Zuhörern im Kindesalter bis zu postakademischen Jungprofis, führt zu einer Überbewertung des Jugendfaktors an sich: junge, 30-jährige dürfen grössere Musiktheater z.B. inzwischen vermehrt nur noch für Jüngere schreiben, wo es eigentlich nach Stoffen für Reifere gelüstet. Ich stelle nicht die wirklich notwendigen Nöte in Frage, junges Publikum bei aussterbenden älterem an die Klassik und Neue Musik heranzuführen. Nachdem Jungprofis aber auch immer mehr für die Profilierung der Veranstalterdaseinsberechtigung gegenüber den Meta-Förderern herhalten müssen – natürlich gibt es auch heute noch ein Geben und Nehmen direkt zwischen Veranstalter und Auserwähltem – denn als Elanbegeisterte v.a. selbst an Profil gewinnen zu können.

    Also ist der Blick noch stärker auf „Jugendlichkeit“, das Hauptattribut der heutigen Verkaufsstrategien, als es die Kunst immer infolge des unseligen Origanlgeniebegriffs schon tat. Dazu die Kapitulationserklärungen vor Veränderungen selbst der Macher, die das Verändern als Macher eigentlich in den Händen haben sollten, verbunden mit der immer mehr um sich greifenden explikatorischen Arroganz, meist selbst nu ein wenig älter als die jüngsten U40er, oder gleich alt oder sogar jünger, wenn sie dafür kritisiert werden. Ja, wir haben schwere Zeiten, da nervt jedes sich-zwischen-den-Fronten-Gefühl.

    Aber „Frau Traubl“: so genervt sie sein mögen, so wie sie die letzte Erklärung abschlossen, so wie sie totale Mimikry betreiben – Sie sind ein Ausbund an Mutlosigkeit!

    Hier war ja schon mal woanders die Rede, dass gerade die Veranstalter, besonders die der Neuen Musik, der alles ach so kritisch betrachtenden und v.a. hinterfragenden Kunstform, was sich neben den Komponisten auch die Veranstalter und Interpreten in diesem Bereich auf ihre Fahnen schreiben, mehr Grossmut zeigen sollten, so scharf und manchmal auch individuell hypertroph sie zur Zielscheibe werden – ich schliesse mich da bewusst ein.

    Von diesem Moralappell abgesehen – sie gaben sich ja bereits sehr moralisch bei gewissem Zurückrudern meinerseits, ich, hingerissen von meinem Ärger über gewisse Festivalprogrammierungen und mich vermeintlichen verschwörerischen Namensanalogien hingebend, mich selbst in einem Alternativprogramm zu jenem Festival vorschlagend, die andere Seite von Opernwilligkeit zeigen wollend, natürlich als Provokation, keinenfalls den Futternapf der damals Bedachten neidend – Sie mir mosaisch vorwerfend – , dennoch musiktheaterlüstern, Fakturprobleme bei Anderen leider sehend, das natürlich ggf. aich Geschmacksfrage – verhalten Sie sich jetzt wieder mosaisch, in dem man sich kein Bild von Ihnen machen soll? Sind Sie dann wirklich Gott? Oder eine Prophetin?

    Sie nehmen es also als – vielleicht von Ihnen direkt kommend – gottgegeben, dass nichts, gar nichts an den bestehenden Verhältnissen zu rütteln ist? Da übersehen Sie allerdings gewaltig die heute immer später einsetzende Eigenentwicklung der meisten Kollegen und auch Kolleginnen nach Studien bei mehreren Lehrern, Fortbildungen, Komposition als Zweitstudium erst Ende der Zwanziger, für die Hochschulkarriere folgende Theoriestudien. Die vom Lehrbetrieb wirklich Abgenabelten sind in der Regel – natürlich gibt es löbliche Ausnahmen – ab 35 erhältlich.

    Es gibt nun keine Kritik an Ihrem Masterstudiengang zu üben, im Gegenteil. Die Musiker und Komponisten Ihrer anderen Angebote sind durch die Bank seit Bestehen Ihrer Einrichtung, wohl das Ensemble Modern, hervorragend. Wenn Sie das verbale Austeilen, Überteiben hier kritisieren, gerade der offen Kommentierenden, fassen Sie sich ein Herz und spenden göttlich oder anthropomorph Ihren Segen, gerne auch mit der Peitsche. Anonym aber, total versteckt… Ich verstehe Ihre Einstellung gegenüber dem Hornberger Schiessen hier, Sie entsetzen mich aber, bestärken eher den Verschwörungskrampf, stimmen traurig. Solch altertümliche Mittel bei einer so modern sich nennenden Einrichtung?

    Alexander Strauch

  35. sehr schön Alexander :-) Beste Grüsse, P.

  36. Bravo Alexander!
    Da kann ich nur zustimmen. Das ist positives Denken! Ich freue mich, dass Du mich alten Ex-Komulitonen und steinalten gerade mal Ü-40-„Methusalem“ unterstützst.

    Und was hier bisher ja noch relativ ignoriert wurde, sind meine anderen Punkte in dem Punkteplan den ich unter „I have a dream…“ (ich nahm extra das berühmte amerikanisches Motto von M.L. King) hier im Mahnkopf-Thread rein bloggte:
    (Den ich auch nicht als „Genöhle eines frustrierten Ü40ers“ sondern ebenso als positives Denken, als Zukunftsvision (allerdings recht bald zu realisieren, sonst ist es zu spät) verstanden wissen möchte):

    -Mehr Transparenz des Systems NACH AUSSEN nach den Wettbewerbsentscheidungen ABER z.B.
    -ABSOLUTE Diskretion nach Innen und AuSSEN VOR den Wettbewerben (z.B. Jurys, die vor den Wettbewerben nicht bekannt gegeben werden / die auch nicht „durchsickern“ dürfen, damit endlich das potentielle „Hintenrum“-Bearbeiten oder Beeinflussen und Günstlingsauswahlen ausgeschossen sind (ich formuliere ja schon sehr diplomatisch, also bitte mich nicht verpetzen, Frau Traubl, davor habe ich riesige Angst – nicht meine allerletzten Chancen noch zerstören, wenn Sie schon so mächtig sind, dass Sie mich nicht zum ensemble modern einladen)

    Aber zurück zu meiner Frage:
    Wäre es wirklich SO SCHWER oder: ist es wirklich so eine Zumutung, einiges bei den Wettbewerbsreglements etc. zu überdenken? Die Kompetenz der Professoren/namhaften Komponisten allein würde dann wieder viel mehr zählen.Es gäb wieder uneingeschränkte Hochachtung vor den Entscheidungen. Die Wettbewerbe würden an Ansehen dadurch – innerhalb der Szene und außerhalb vor allem – nur gewinnen. Einsendungen würden sich ver x-fachen, und ebenso die Besucherzahlen bei den Festivals, wo dann die demokratisch und transparent ausgewählten Werke gespielt würden. Ein frommer Wunsch wohl…

    Mittlerweile glaub ich wirklich, dass vielleicht in Amerika (auch wenn es da kaum Geld gibt für Neue Musik) bald offenere Zustände herrschen als hier, zumindest mehr Chancen für „ältere“, für „Quereinsteiger“ bzw. Spät-Studierte etc.) (das ist natürlich überspitzt formuliert
    und wäre traurig genug für „Old Europa“)

    Buona notte,
    Erik

  37. irmgard.traubl sagt:

    lieber herr eggert (ohne anführungszeichen),
    ich würde das geheimnis meiner person nur ungern lüften, aber meinen funktionierenden email haben sie trotzdem. vielen dank für ihr verständnis.

  38. strieder sagt:

    Die Beiträge von irmgard.traubl … handeln diese zuweilen vom stumpfem, DIN-genormtem Giessen von Betonplatten oder von irgendetwas künstlerischem, menschlichem?

  39. „Frau Traubl“ (oder wer immer Sie sind),

    wollen Sie Moritz Eggert damit unterstellen, dass er hier etwas Falsches über Sie hinein gebloggt hätte? (dass Sie eine falsche Emailadresse angegeben haben und nicht identifizierbar sind, s.o.) Das glaube ich wohl kaum, bzw. kann es mir nicht vorstellen. Es ist schon extrem traurig, wie Sie sich hier verhalten. Warum kommunizieren Sie dann nicht wieter in ihren „Kreisen“?

    Anonymität: ein klares Anzeichen, dass ernsthafte Kommunikation in Ihren Kreisen scheinbar unerwünscht ist.

    Schönen tag noch,

  40. eggy sagt:

    @Erik, ich glaube nicht, dass das so von „Irmgard“ gemeint war, ganz ehrlich!
    Moritz