GEMA-Aktion

Heute um 11 Uhr werde ich auf Anfrage des Komponisten Ralf H. in einer spektakulären Aktion einen DIN-A4-Briefumschlag (mit Polsterung) bei der GEMA-Direktion am Wittenbergplatz in Berlin hinterlegen (Pforte). Der Inhalt des Umschlags: eine gebrannte CD!

Werbung

Darauf zu hören: ein Stück von Claus-Steffen Mahnkopf („Rhizom“), der Probenmitschnitt meines Klavierstückes („Grunge“ – das am kommenden Samstag um 20 Uhr innerhalb eines Konzerts im Kulturhaus Mitte, Auguststr. 21, uraufgeführt wird; haha, billige Eigenwerbung; GENAUSO BILLIG WIE DEIN STÜCK IST, ARNO!!!! DER LÜCKER HAT JA SELBER NICHTS ZU BIETEN!!!! DER HAT EINEN AN DER WAFFEL!!! AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHH!!! STIMMT!!!!), ein Song der Band Nirvana und die beiden schönsten Hits von Iannis Xenakis.

Mit dieser Aktion, zu der die Medien natürlich herzlich eingeladen sind (wie gesagt: Samstag, 20 Uhr, Auguststr. 21 in Berlin-Mitte) kritisiere ich auf „kreative“ und „witzige“ Art und Weise das Urheberrecht (aber auch die Vorfahrtsregelung, die am Wittenbergplatz echt voll doof ist).

Krass, oder? Eine gebrannte CD in der GEMA-Direktion???

Haha. Ich freu mich.

Bis gleich. Ich muß los.

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet er als Moderator und Dramaturg. Er ist Künstlerischer Leiter der Astronomie-Musik-Reihe "Himmlische Partituren" im Zeiss-Großplanetarium Berlin, arbeitete für das Konzerthaus Berlin, das Brucknerhaus Linz und viele andere, schreibt Programmtexte für zahlreiche Orchester (Wiener Philharmoniker, New York Philharmonic), macht Konzerteinführungen in der Elbphilharmonie Hamburg, der Kölner Philharmonie und anderswo. Außerdem ist er Bad-Blog-Autor der ersten Stunde und arbeitet als Kurator für die Musikstreaming-App IDAGIO.

5 Antworten

  1. @ lieber Admin, Moritz und NMZ-Redaktion,

    wie unschwer zu erkennen, sind diese vielen anonymen Blogbeiträge offenbar der Auswurf eines Geisteskranken.

    Man kann es nicht anders benennen. Auffällig auch erneut (hatten wir damals schon): das fragwürdige „Schocken“-wollen durch antisemitische und neonazistische Parolen.

    HOffentlich findet und entfernt Ihr diesen/diese
    aus diesem Blog. Oder sperren o.ä.
    Leider ist es ja heute in der virtuellen Welt nicht
    zu vermeiden, dass sich immer wieder auch solche Leute
    in den Web-Foren herum treiben.

    viele Grüße,
    Erik Janson

  2. mehrlicht sagt:

    @Erik: Da hat einfach mal ne fünfte Klasse einer Schule das Internet entdeckt. Da muss man weder Geist noch Absichten suchen.

  3. Alle aus Köln wahrscheinlich. Da macht man mal konzentriert eine andere Sache und schaut ein paar Stunden lang nicht vorbei, schon ist hier alles voll mit dem Zeug.

    Bin gerade am Neujustieren. Den Spam habe ich alles solchen entsorgt.

    Martin Hufner

  4. querstand sagt:

    Und wie war es jetzt bei der GEMA? Hat der Pförtner den Umschlag angenommen, weitergeleitet? Oder hat er sich gedacht, beim unstatthaftem Öffnen des Umschlags, die CD an sich nehmend, die Aufschrift lesend: „Je weniger Kreidleriana veranstaltet wird, diese Querköpfe gar nicht erst in die untersten Etagen kommen, um so mehr wird sich meine leistungsorientierte Bezahlung verbessern. Zudem bin ich doch ein Fan von Nirvana, und griechische Musik mag ich auch! Leider reicht es hier als GEMA-Hiwi, eigentl. als Scheinselbständiger bei einer Security-Firma, seit Jahren nicht mal für einen Air-Berlin-Flug nach Kreta. Und die Dampfzüge nach Rheinsberg gibt es auch bald nicht mehr.“ Dann geht er doch mal unbeobachtet kurz ins Internet und googelt Arno Lücker, stößt auf diesen Blog:“Ah, am 21.11.09 gibt’s die UA des Lücker-Stücks! Da werde ich diese CD doch gleich mal raubkopieren, aber nicht ins Netz stellen, da krieg‘ ich nur GEMA-Trouble!“ Am 22. oder 23.11. werden wir in der BZ oder Morgenpost lesen: „Arno Lücker spendierte armen Pförtner einen Kaffee, nachdem er diesen raubkopierte Lücker-CD’s vor dem Kulturhaus Mitte verkaufen sah. Erst beschimpfte er den Pförtner, ein Mitarbeiter einer Security-Firma der GEMA, der angab, aber nicht als Kontrolleur der Urheberrechteverwertungsgesellschaft anwesend gewesen zu sein. Darauf hin riß er ihm die CD’s aus der Hand und zerschmetterte sie. Unbestätigte Zeugen wollen dann später gesehen haben, daß er auch versuchte, heißen Kaffee über den Pförtner zu gießen. Unser Mitarbeiter vor Ort konnte uns aber bestätigen, daß Herr Lücker bei einer Tasse Kaffee dem Pförtner konspirativ die Zahlung der leistungsorientierten Kreidleriana-Verhinderungs-Prämie aus eigener Tasche versprach, dieser dafür die Weiterleitung des nächsten Umschlags der in Bälde folgenden erneuten GEMA-Aktion zusagte.“ (dpa-Fäschung)

  5. An Alle, die so gerne Google adorieren und für die vermeintlichen freien Netze eintreten:
    Die Bücher sind schon ein Raub des Informations-Monopolisten geworden – die Städte sind auch schon von oben und unten weltweit gescannt.
    Nur Google gibt natürlich seinen Informationsbeschaffungs-Quellcode nicht her, und wer den knackt, der bekommt eine Milliarden-Dollar-Klage an den Hals.

    Apropos Städte-Scan: Jeder Fotograf, der mit dem Stativ im öffentlichen Raum Aufnahmen machen möchte, muss eine Erlaubnis einholen. Jeder, der von einem Flugzeug Fotos macht, und diese weiterverwertet muss eine Erlaubnis einholen. Google macht das einfach so, alle Idioten applaudieren, die Regierungen europaweit nicken das ohne wenn und aber ab.
    Halt: Griechenland hat das verboten – Die Wiege der Demokratie.

    Schöne Träume, Herr Lücker

    – wechselstrom –