(untitled)

Liebe Baddies,

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Gerade bekam ich eine Mail von meinem amerikanischen Kollegen David Lang, der mir von seiner neuen Filmmusik erzählte. Es handelt sich um den Film (untitled), und der Trailer ist
HIER
zu sehen.
Für die des Englisch mächtigen hier auch eine KRITIK.

(untitled) ist eine Komödie über neurotische Künstler in Manhattan und ist in dieser Hinsicht sicherlich den New-York-Filmen von Woody Allen sehr nah. Ungewöhnlich hierbei ist, dass es sich um eine Hollywood-Produktion handelt (zwar keine mit Riesen-Budget, aber immerhin von Samuel Goldwyn produziert, und mit recht bekannten Schauspielern besetzt). Noch ungewöhnlicher ist die Tatsache, dass es sich bei der Hauptfigur um einen Avantgarde-Komponisten handelt, und die Musik nicht von Hans Zimmer sondern von einem Komponisten der „Downtown“-Szene verfasst wurde, nämlich vom Louis Andriessen-Schüler David Lang, Mitbegründer des inzwischen bekanntesten amerikanischen Neue-Musik-Festivals „Bang-on-a-Can“ und ein anerkannter amerikanischer Komponist. Es handelt sich also wahrscheinlich um den ersten Hollywood-Film über (unter anderem) Neue Musik. Aber wie präsentieren wir uns darin?

Der Protagonist: Ein typischer zeitgenössischer Komponist.

Der Protagonist: Ein typischer zeitgenössischer Komponist.

Im Trailer kann man die Musik ein bißchen erahnen, und es gibt eine längere Szene zu sehen, in der eine Komposition des Protagonisten aufgeführt wird. Diese Szene verwendet natürlich die übelsten Klischees über Neue Musik (Klischees an denen wir – wie ich immer wieder betone – auch mitschuld sind, weil wir sie benutzen) – „Hurz“ ist da nicht fern (und witziger). Im Gegensatz zu dieser „avantgardistischen“ Szene bietet Lang eher gepflegte Minimal-Klischees mit seiner Musik – das tut niemandem weh und klingt ein bißchen wie die Filmmusiken von Nyman oder Glass (die ja zu den wenigen zeitgenössischen Komponisten gehören, denen es mit einem relativ glatten Stil gelungen ist, die Kinosäle noch zu erobern – was bei der Musik von Spahlinger oder Rihm einfach unvorstellbar wäre).
Wahrscheinlich runzeln Bildende Künstler ebenso die Stirn, wenn Sie die üblichen Vorurteile über moderne Kunst (wie Bilder bei denen die Wand einfach leer bleibt oder eklige Installationen mit Tieren) erneut bedient sehen.
Kurzum, es ist wieder mal ein Film, in dem Neue Musik und die ganze Szene drumherum als eine Art Affenzirkus für frustrierte Intellektuelle dargestellt wird. Nun wissen wir natürlich alle, dass das auch stimmt, und auch wir können darüber lachen, aber woran liegt es, dass einfach kein anderes Bild mehr möglich scheint? In der obigen Kritik bemerkt der Kritiker, dass er sich genau so in manchem New Yorker-Konzert schon gefühlt hat, im Grunde wird also nicht mit Neuer Musik sondern über Neue Musik gelacht. Das geht natürlich in Ordnung, aber das Lachen ist dasselbe wie annodazumal. Wie der Film letztlich ist, bleibt abzuwarten – vielleicht ist er ja durchaus witzig, mit sympathisch gebrochenen Charakteren, dennoch bleibt irgendwie der Eindruck, dass die Vorurteile, die moderner Kunst im allgemeinen entgegengebracht werden, seit ca. 100 Jahren exakt die selben sind. Es hat sich nichts geändert. Und das ist eigentlich erschreckend.

Eine typische "Avantgarde"-Performance

Eine typische "Avantgarde"-Performance

Euer Bad Boy
Moritz Eggert

PS: und hier die Highlights aus dem Donaueschingen-Artikel in der heutigen FAZ (von der Thielemann-Verehrerin Julia Spinola):

„Früher einmal, als es noch eine Avantgarde gab, schlug in Donaueschingen das Herz der Neuen Musik…..“
„Die einst bitter geführten Grabenkämpfe um den Materialstand und die künstlerische Wahrheit sind Historie geworden…“
„…genießt längst das, was man mit bemühten Spott Kultstatus nennt…“
„Hier darf jeder ein bißchen Adorno spielen“
„…ein insgesamt flauer „Jahrgang“…“
„…konturlos, ornamentale Stücke…“
„…bis schließlich das umfassend gewordene mimetische Prinzip jede individuelle Äußerung getilgt hatte…“

Den Tsangaris fand sie übrigens ganz gut….

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11 Antworten

  1. peh sagt:

    den t. musste frau s. ja gut finden, weil er frau b. nicht gefallen hat. „hier darf jeder ein bisschen arnodo…“

  2. Opernglas sagt:

    Die besorgte Frage

    woran liegt es, dass einfach kein anderes Bild mehr möglich scheint?

    fände ich deutlich glaubwürdiger, wenn man hier nicht gerade noch mit Beiträgen wie Stimme aus dem off 1 bis 10 kräftig an der Pflege dieses Bildes mitgearbeitet hätte.

    • eggy sagt:

      Lieber Opernglas,
      Was willst Du jetzt genau mit Deinen Kommentaren sagen? (anonym bleiben wollende Autoren werden hier grundsätzlich geduzt, oute Dich doch, damit man etwas interessantere Unterhaltungen führen kann, nur Mut!)
      Denn wenn Du meine Texte tatsächlich so genau gelesen hast, wie Du behauptest, dann wäre Dir aufgefallen, dass ich bei allen meinen Artikeln ohnehin schon durchgehend die Wir-Form verwende, also alle Komponisten – mich eingeschlossen! – in jegliche Kritik an Neuer Musik mit einbeziehe. Dazu gehört natürlich auch dieser Blog – es wäre vollkommen selbstherrlich sich hier „abseits“ der Szene zu fühlen, denn hier diskutieren und schreiben ja Leute, die an dieser Szene teilhaben, aber eben vielleicht etwas (selbst)kritischer und ehrlicher als anderswo.
      Das über die Stränge schlagen von Autoren wie Arno Lücker finde ich durchaus diskussionwürdig und streitbar, aber es muß solche offenen Orte geben. Arno versteckt sich nicht und macht sich angreifbar – wenn ich Manos Tsangaris wäre, würde mich Tuscheln hinter meinem Rücken wesentlich mehr nerven als ein Gegenüber, das seine Meinung sagt. Wie man Arnos Ansichten über Donaueschingen findet, bleibt jedem selbst überlassen, es wird glaube ich deutlich, dass es hier durchaus andere Ansichten gibt. Und man kann nicht verhehlen, dass hier doch mal endlich wieder leidenschaftlich über Musik diskutiert wird, eine Leidenschaft, die dem Feuilleton oft fehlt (auch wenn es natürlich – wie immer – positive Ausnahmen gibt).
      Dem Blog aber nun generell die Schuld an der Misere der Neuen Musik zu geben und ihn als Musterbeispiel des „Affenzirkus“ zu bezeichnen, ist ein eher schwaches Argument. Teil des Affenzirkus ist so ziemlich alles in der Neuen Musikszene (auch Deine und meine Kommentare), aber hier wird wenigstens mit einem gewissen Maß an Selbsterkenntnis darüber geredet, wogegen anderswo gerne verdrängt und weitergewurschtelt wird. Mit der Selbsterkenntnis beginnt die Heilung – daran glaube ich nach wie vor,
      herzlichst,
      Dein Oberaffe
      Moritz Eggert

  3. @opernglas:
    Meinst Du jetzt den Beitrag von Arno selber, oder das worüber er schrieb (Donaueschingen)? Da Arno keine Blecheimer trat und auch nicht schreiend Papier zerriss, muß ich letzteres annehmen, aber dann verstehe ich diesen Einwurf ehrlich gesagt nicht…

  4. Opernglas sagt:

    Da möchte ich zur Erwiederung doch gerne gleich Sie selbst zum Kronzeugendienst bitten.

    Es gehört zur Höflichkeit anderen gegenüber, deren Kommentare nicht nur flüchtig sondern konzentriert zu lesen

    Ich ergänze: die eigenen Ausgangstexte am besten gleich mit. Also – im Kontext ging es nicht um getretene Papiere und zerrissene Eimer, sondern darum, daß

    die ganze Szene drumherum als eine Art Affenzirkus für frustrierte Intellektuelle dargestellt wird.

    Und um das Argument gleich vorwegzunehmen: ja, zwischen Kontext und besorgter Frage steht noch, als notdürftiges Feigenblatt, wie sehr man doch darüber lachen könne, daß das ja eigentlich wirklich so sei (übrigens: wirklich? So? – Naja, in dem Punkt finden wir wahrscheinlich wieder zueinander). Bloß, und da schreibe ich gerne noch einmal in abgewandelter Form, was bereits aus meinem ersten Kommentar herauszulesen ich Sie für mehr als fähig halte, kann man so recht überzeugend eigentlich nicht über Verhältnisse spotten, wenn man deren kritisierte Mechanismen selbst mit bedient (und sei es nur der genauso „krustbare“ (Wort? kein Wort?) Mechanismus des „Rebellierens gegen verkrustete Strukturen“ o. ä.).
    Na schau an, jetzt ist das ja viel unklarer geworden als vorher. Also Variante Nummer drei: wer seinen Part im Affenzirkus spielt, braucht sich nicht wundern, wenn er von nicht wenigen für einen Affen gehalten wird.

    Abschließender kurzer Abschweif, der eigentlich hierunter gehört: Satire und Ironie sollten, so sie sich – wie steht das da noch gleich…? – entpuppen, eigentlich eher an Schärfe gewinnen. Ein lässig hinterhergeworfenes „Leute, ist doch nur Spaß…“ hat aber weder mit Satire noch mit Ironie zu tun.

  5. @ Moritz letztem Beitrag an dieser Stelle:

    Und man kann nicht verhehlen, dass hier doch mal endlich wieder leidenschaftlich über Musik diskutiert wird, eine Leidenschaft, die dem Feuilleton oft fehlt (auch wenn es natürlich – wie immer – positive Ausnahmen gibt).

    Naja, das klingt nun doch ein bisschen nach Eigenlob, Moritz, als ob woanders keine leidenschaftlichen Diskussionen statt fänden und das seit langem mal wieder eine Erfindung von Dir oder der nmz sei. Ist doch auch so, dass hier die Leidenschaftlichen oder die mal schärfer was sagen (oder sagten: viele sind nicht mehr hier, sind ausgestiegen), immer wieder abwechselnd zu Kommentaren ermuntert werden um dann sogleich wieder in Relativierungen und Ironien glatt gebürstet zu werden.

    Weiter geht´s:

    Dem Blog aber nun generell die Schuld an der Misere der Neuen Musik zu geben und ihn als Musterbeispiel des “Affenzirkus” zu bezeichnen, ist ein eher schwaches Argument.

    Hier wird wieder so getan, als wollten kritische Blogger diesem Blog die „Schuld an der Neue Musik-Misere“ geben. Wovon nach meiner Analyse der Texte hier nie die Rede war. Es wird „Opernglas“ z.B. auch etwas unterstellt, was er so nicht gesagt hat.

    Und gleich im nächsten Satz wieder die Relativierung:

    Teil des Affenzirkus ist so ziemlich alles in der Neuen Musikszene (auch Deine und meine Kommentare),

    Danach wieder gepaart mit einer gewissen Portion Eigenlob:

    aber hier wird wenigstens mit einem gewissen Maß an Selbsterkenntnis darüber geredet, wogegen anderswo gerne verdrängt und weitergewurschtelt wird.

    Also, da habe ich schon bessere Bloggings von Dir gelesen. Was ist nun der Erkennnisgewinn daran oder die SELBSTKRITIK?

    Also diskutiert man in Darmstadt, Donaueschingen oder auch sonst wo, in den vielen Initiativen/freien Szenen in Deutschland OHNE die „notwendige Selbsterkenntnis“
    über Neue Musik? Und Moritz Eggert und die nmz räumen nun mal „endlich“ damit auf?

    Da überkommt mich ein trockenes Hüsteln…

    Oder wie ist Dein letzter Beitrag zu verstehen?

    Schon der Schluss-Gruß „Dein Oberaffe“ an Opernglas verrät, dass Du Dich, Moritz, ganz offenbar zum Leit-Affen des so schönen „Affenzirkus Neuen Musik“ siehst.

    nmz-„Leitkultur“?

    Fragt, Erik Janson

  6. eggy sagt:

    @Erik

    Naja, das klingt nun doch ein bisschen nach Eigenlob, Moritz, als ob woanders keine leidenschaftlichen Diskussionen statt fänden und das seit langem mal wieder eine Erfindung von Dir oder der nmz sei.

    äh nein, damit meinte ich eigentlich euch – denn unsere eigenen Artikel kommentiere ich nicht, das macht ihr. Diskussionen an sich haben weder wir noch andere erfunden, habe ich auch nicht behauptet.

    Hier wird wieder so getan, als wollten kritische Blogger diesem Blog die “Schuld an der Neue Musik-Misere” geben. Wovon nach meiner Analyse der Texte hier nie die Rede war. Es wird “Opernglas” z.B. auch etwas unterstellt, was er so nicht gesagt hat.

    Wahrscheinlich hätte ich „Mitschuld“ schreiben müssen, damit es für Dich klarer wird. Opernglas schrieb nämlich:

    „…fände ich deutlich glaubwürdiger, wenn man hier nicht gerade noch mit Beiträgen wie Stimme aus dem off 1 bis 10 kräftig an der Pflege dieses Bildes mitgearbeitet hätte.“

    Das ist eigentlich relativ eindeutig und wurde von mir auch nicht mißverstanden. Von Dir?

    Also diskutiert man in Darmstadt, Donaueschingen oder auch sonst wo, in den vielen Initiativen/freien Szenen in Deutschland OHNE die “notwendige Selbsterkenntnis”

    Das würde ich tatsächlich mal unterstellen, denn sonst hätte sich dort schon Grundlegendes geändert. Darf man das feststellen? Man darf. Das hat mit Eigenlob nichts zu tun, denn ich habe den Blog nicht als Rettung sondern als Diskussionsort definiert. Nicht mehr, nicht weniger.

    Schon der Schluss-Gruß “Dein Oberaffe” an Opernglas verrät, dass Du Dich, Moritz, ganz offenbar zum Leit-Affen des so schönen “Affenzirkus Neuen Musik” siehst.

    Häh? Äh…nein.

    Dein fetter, drittklassiger, cowboyschwuler Unteraffe
    Moritz
    (Verstehst Du’s jetzt?)

  7. Opernglas sagt:

    Opernglas schrieb nämlich:

    “…fände ich deutlich glaubwürdiger, wenn man hier nicht gerade noch mit Beiträgen wie Stimme aus dem off 1 bis 10 kräftig an der Pflege dieses Bildes mitgearbeitet hätte.”

    Das ist eigentlich relativ eindeutig und wurde von mir auch nicht mißverstanden.

    Dochdochdochdochdochdochdochdochdoch. Doch. Genau das wurde und wird von Ihnen trotz meines dann wohl verunglückten späteren Verklarungsversuchs mißverstanden.
    Also Schritt für Schritt – ich lese:

    Kurzum, es ist wieder mal ein Film, in dem Neue Musik und die ganze Szene drumherum als eine Art Affenzirkus für frustrierte Intellektuelle dargestellt wird. Nun wissen wir natürlich alle, dass das auch stimmt, und auch wir können darüber lachen, aber woran liegt es, dass einfach kein anderes Bild mehr möglich scheint?

    Ich antworte:

    Die besorgte Frage

    woran liegt es, dass einfach kein anderes Bild mehr möglich scheint?

    fände ich deutlich glaubwürdiger, wenn man hier nicht gerade noch mit Beiträgen wie Stimme aus dem off 1 bis 10 kräftig an der Pflege dieses Bildes mitgearbeitet hätte.

    Man beachte: daß es um Musik in meinem Kommentar also überhaupt nicht geht.

    Die Probleme, die Herr Janson mit dem „Oberaffen“ hat, teile ich so nicht, denn ich meine hier dann einmal wirklich wohlplazierte und freundliche Ironie herauszulesen. Nichtsdestotrotz liegt damit eine schöne Illustration der Gefahren vor, die lauern, wenn man sich daran gewöhnt, ganz wie selbstverständlich Ironie (rhetorisch zunächst nichts weiter als die bewusste Behauptung des Gegenteils dessen, was man eigentlich meint) mit der leider immer noch nicht wieder aus der Mode gekommenen Pseudo-Ironie (die provozierend formulierte Behauptung einer tatsächlich vertretenen Meinung, die im Falle der Anstoßnahme Anderer nachträglich als Scherz deklariert wird – und die Anstoßnehmenden damit implizit als humorlos.) zu vertauschen.

  8. @ Moritz,

    nochmal kurz rekapituliert bzgl. Eigenlob etc.: Du behauptest oben, Du habest mit dem:

    Und man kann nicht verhehlen, dass hier doch mal endlich wieder leidenschaftlich über Musik diskutiert wird,

    Und mit Deinem:

    Teil des Affenzirkus ist so ziemlich alles in der Neuen Musikszene (auch Deine und meine Kommentare), aber hier wird wenigstens mit einem gewissen Maß an Selbsterkenntnis darüber geredet, wogegen anderswo gerne verdrängt und weitergewurschtelt wird.

    eigentlich „uns“, die Blogger (wen: uns?), gemeint:

    äh nein, damit meinte ich eigentlich euch – denn unsere eigenen Artikel kommentiere ich nicht, das macht ihr.

    Nun, da habe ich doch schon von Dir, Moritz, so manches kommentatives Einmischen erlebt hier in den Blogs: manches ja auch eloquent und gut.

    Erstaunlich aber: danach entlarvst Du Dich selbst, indem Du dann im weiteren Verlauf von „ich“ sprichst
    bzw. im weiteren Verlauf es mir schwer fällt, Dein
    „damit meinte ich eigentlich Euch“ ernst zu nehmen:

    Der Reihe nach: ich schrieb oben als ehrlich gemeinte als FRAGE, was Du dann sogleich als AUSSAGE zitiertest dann/also entstellst, und Du antwortest dann sogleich:

    Also diskutiert man in Darmstadt, Donaueschingen oder auch sonst wo, in den vielen Initiativen/freien Szenen in Deutschland OHNE die “notwendige Selbsterkenntnis”

    Das würde ich tatsächlich mal unterstellen, denn sonst hätte sich dort schon Grundlegendes geändert. Darf man das feststellen? Man darf. Das hat mit Eigenlob nichts zu tun, denn ich habe den Blog nicht als Rettung sondern als Diskussionsort definiert. Nicht mehr, nicht weniger.

    Also scheinst Du nicht nur Darmstadt und Donaueschingen einen Diskurs ohne Selbsterkenntnis zu unterstellen, sondern den vielen freien Szenen in Deutschland gleich mit, und Du und die nmz machen alles besser/haben die nötige „Selbsterkenntnis“, sind die „Neue Musik“-Heiler?
    Naja… ich lass Dir Deine Sichtweise.

    Und was soll dann der beleidigte Schluss noch?:

    Häh? Äh…nein.

    Dein fetter, drittklassiger, cowboyschwuler Unteraffe
    Moritz
    (Verstehst Du’s jetzt?)

    Adieu, an der Stelle klinke ich mich aus,
    Erik

    • eggy sagt:

      Opernglas von rechts, Janson von links – Hilfe!
      Opernglas hat natürlich recht – etwas nicht als ironisch gemeintes nachträglich so zu deklarieren, das bringt’s nicht.
      Aber noch viel schlimmer ist es, wenn Ironie, die nun wirklich mit dem Zaunpfahl daherkommt, nicht als solche erkannt wird.
      Und ich glaube genau dies ist hier der Fall…
      Euer Ober-Unter-Zwischen-schwuler Cowboy-eitles-selbstverliebtes-überhebliches-Affenarschloch
      Moritz
      PS: kümmert euch doch mal lieber um den Metzger-Kommentar von Josef Fritz, das ist nämlich ganz gewiß….ernst gemeint!

  9. Na, als „Linken“ (falls die Anspielung politisch gemeint sein sollte) würde ich mich nicht gerade bezeichnen,
    aber Moritz, Du kannst gerne der Meinung bleiben.

    Bzgl. wer auf was antwortet, da sollte man dies doch
    der Lust der Blogger und der Eigendynamik des Blogs überlassen.

    Den Kommentar von Josef Fritz übrigens, der auch auf Faz Online steht, habe ich dort – Moritz, zu Deiner Beruhigung – mit „unbedeutend“ bewertet. Leuten, die mit ständigen alten und gestrigen Vorurteils-Klischees wie „Schön-Hässlich“, natürlich-unnatürlich an die Neue Musik und deren Rezeption heran gehen, denen noch ein übermäßiges Podium bieten?

    Soll man sich auf eine Polarisierung einlassen, in deren Focus man sich als Komponist selbst nicht sieht und an der man nicht interessiert ist?

    Selbst der Neue Musik-unerfahrene Laie sagt doch heute allenfalls (mit wenigstens höflichem Respekt): zu Neuer Musik finde ich schwer (oder keinen) Zugang. Und gesteht damit ein, dass es die alten Dichotomien, die Herr Fritz herauf beschwor, doch längst nicht mehr gibt.

    Grüße an den selbstverliebt nach Liebe sehnsüchtigen
    Cowboy und meister der Ironie