Markiert: Michael Rebhahn

Authentisch und Identitär – Neue Musik zwischen Patriotismus und Aufklärung

Das Politische steht seit den letzten fünf Jahren wieder verstärkt im Zentrum der Neuen Musik. Den Ruf nach mehr Gehalt erhob Mahnkopf schon 1998. Vergleicht man zentrale Begriffe von damals und heute mit Forderungen der „Identitären Bewegung“, fragt man sich, ob nicht dringendst andere Terminologien in der Neuen Musik gefordert...

Exklusiv – Peter Babniks Gesamtwerk nun im Juliane Klein Verlag

Der Neue-Musik-Betrieb taugt immer wieder für Unerwartetes, wie die „Neue Musik“ ja selbst 2015 immer noch das Neue, eben Unerwartete für sich reklamiert. Wir alle kennen und lieben seit den 2010er Ferienkursen in Darmstadt die selbstgereimten Texte und selbstgesungene Musik Peter Babniks. Unvergessen die zweisprachigen Fassungen des „Darmstadt Songs„, die...

Diesseits Überwindung der Postmoderne oder zuerst das Wort vor der Musik

Gordon Kampe, mein geschätzter Opernheld aus Essen, fordert zurecht musikgeschichtliche Einordnung der Komponierhaltung der DIESSEITIGKEIT (Hannes Seidl, Maximilian Marcoll, etc.) ein, reisst in der NZFM 6/13 s.34 Gehalts-Linien von Jean Cocteau, John Cage bis Damon Albarn an, zusammengefasst: Leben und Kunst entgrenzt, Einflüsse aus der Tradition und den popularen Mehrheitsmusiken....

Endlich Entgrenzug – weg mit dem Unglücklichsein im Anblick der Freiheit! Entwurf einer anderen Musik

Endlich Entgrenzug – weg mit dem Unglücklichsein im Anblick der Freiheit! Entwurf einer anderen Musik

Wer im Badblog die letzte Zeit Moritz‘ DOGMA-Diskussion oder Johannes Kreidlers Genre-Gedanken dazu verfolgte, konnte in den Kommentaren sehen, wie sich unsere Komponistenzunft um diesen Begriff streitet, ihn einschliesslich mir dankbar aufschnappt, als wären wir Fische und hielten in einem sauerstoffarmen Gewässer den Wurm am Angelhaken für reinste Luft. In einer...

Lars van Triers “Dogma”, angewendet auf Musik von heute (1)

Lars van Triers “Dogma”, angewendet auf Musik von heute (1)

Im Jahre 1995 veröffentlichten Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen das “Dogma”-Manifest für ein neues Kino, eine Mischung aus PR-Stunt und spielerischem Umgang mit der Idee eines “Kunstmanifestes” in der Tradition von z.B. Dada oder Futurismus.

Kann man aus der Neuen Musik austreten?

Kann man aus der Neuen Musik austreten?

Nachdem Arno Lücker schon die Initiative „Ausstieg Neue Musik e.V.“ gegründet hat (anscheinend quillt das Postfach schon über mit Enitrittsgesuchen) und es inzwischen fast schon zum guten Ton bei Komponisten gehört, auf gar keinen Fall „Neue Musik-Komponist“ sein zu wollen (auch wenn gerade das Arditti-Quartett ihr neues Streichquartett mit dem Titel „…Resonanz/Fragment 3: kryptische Topoi…“ in Donaueschingen spielt), komme ich nicht umhin, auf den schlichtweg brillianten Vortrag von Michael Rebhahn hinzuweisen, den er dieses Jahr in Darmstadt gehalten hat: „Hiermit trete ich aus der Neuen Musik aus“.