Markiert: Detlev Glanert

Biennale 2014 vorbei – letzter Abend, Abbitte, Komponisten als Kritiker

Es ist geschafft. Fast jedes Musiktheater dieses Biennale-Jahrganges gesehen, bis auf Utopien von Schnebel. Die besten Momente erlebte man mehrheitlich in Konzerten, war es das Henze-Philharmoniker-Konzert, sei es das Konzert des Rundfunkorchesters mit einem passionierten und zupackenden Kriegs- und Friedensstück vom Kollegn Schachtner, einer nicht-russischsprachigen Version der Vater-unser-Symphonie von Kollegin...

Ferienkurse in Darmstadt – Flaute in 2012?

Ferienkurse in Darmstadt – Flaute in 2012?

Es ist erstaunlich, wie wenig man gerade von den diesjährigen Darmstädter Ferienkursen vernimmt. Mitblogger Hahn kündigte die Ferienkurse in einem kleinen Beitrag an. Sonst absolute Friedhofsruhe!! Auf Facebook stolpert man über Wortspiele, so dass es z.B. in Darmstadt eine Darmstrasse gäbe. Mancher postet weiter „Ui, Freu – Darmstadt :)“. Oder...

Un rêve d’automne (Donaueschingeneinschub)

Un rêve d’automne (Donaueschingeneinschub)

Plötzlich, an diesem schönen Herbstmporgen, überkommt mich der Entschluss, einen Zug nach Doneaueschingen zu besteigen. Ich weiß auch nicht so recht, warum ich das bisher noch nie getan habe (außer einmal, mit 17, im Gefolge von Gerhard Müller-Hornbach und einigen Frankfurter Kons-Studenten). Aber inzwischen hat sich viel verändert in der Welt, und… ich werde dort natürlich viele Freunde treffen. Außerdem hat Patrick Hahn wie jedes Jahr ein Zimmer zu viel reserviert.

Auf wilden Pfaden – ein Besuch beim Ensemble Sentieri Selvaggi

Auf wilden Pfaden – ein Besuch beim Ensemble Sentieri Selvaggi

Als ich die Einladung des Mailänder Ensembles „Sentieri Selvaggi“ zu einer Aufführung zweier meiner Stücke in Mailand bekam, war ich nicht wenig erstaunt. Italien ist wie wir wissen ein Land mit massiven finanziellen Problemen im Kulturbereich. Unter Berlusconis perfidem Medienregime der Dummheit haben es Opernhäuser, Orchester und natürlich vor allem Ensembles für zeitgenössische Musik extrem schwer. Normalerweise bedeutet dies, dass man sich notgedrungen auf die eigene „Szene“ konzentriert, eigene Komponisten fördert, und es ist relativ selten, dass man von außerhalb eingeladen wird. Tatsächlich war es schon Jahre her, dass ich das letzte Mal eine eigene Aufführung in Italien erlebt hatte.