Die Radiowoche vom 29.11.21–05.12.2021

Im Radio. Foto: Hufner
Im Radio. Foto: Hufner

Ein kleiner Blick in die Radiowoche 48. Wir haben diese wieder etwas aufgetrennt. Die Jazz-Übersicht liegt bei JazzZeitung.de. Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Aber ein paar vielleicht sehr interessante Sendungen dabei. Unter anderem zur Digitalisierung an Musikhochschulen, zu Musik und Klimakrise …

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Die Jazz-Radiowoche gibt es wieder bei der JazzZeitung.

Die Jazz-Radiowoche vom 29.11.21–05.12.2021

 


mo – 29.11.2021


18:05 bis 19:00 | BR-KLASSIK
Dmitrij Schostakowitsch – Eine Hörbiografie (1/10) – Doppeltes Spiel: Erstes Kapitel: Roter Oktober (1917-1925)

Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl, Ulrich Matthes, Thomas Birnstiel, Robert Dölle, Constanze Fennel, Beate Himmelstoß, Shenja Lacher und Hans-Jürgen Stockerl

Teil 2: Dienstag, 30. November 2021, 18.05 Uhr. Er ließ sich nicht gern die Karten schauen. Und er hatte Grund dafür. Über sein eigenes Leben behauptete Schostakowitsch: „Es war ziemlich grau und farblos“. In Wirklichkeit war es das spannendste Komponistenleben des 20. Jahrhunderts. Revolution und Bürgerkrieg, Stalins Terror und der zweite Weltkrieg, die Hoffnungen der „Tauwetter“-Periode und die Erstarrung unter Breschnew: Die ganze tragische Geschichte der Sowjetunion zieht eine Spur durch sein Schaffen. Als scheinbar linientreuer Musikfunktionär spielte er selbst mit – aber seine Musik spricht gegen das Regime, für dessen Opfer und für die Freiheit der Kunst. „Das ist ein Spiel, das übel enden kann“, drohte Stalin dem berühmtesten Komponisten des Landes in der „Prawda“. Kann ein sensibler, zerbrechlicher Mensch all das unbeschadet überstehen? Unter dem Titel „Doppeltes Spiel“ erzählt die neue Hörbiografie das Epos einer Zeit und kommt dem überraschend schillernden Helden auch privat sehr nahe. Die Hauptfigur verkörpert Ulrich Matthes, als Erzähler spricht Udo Wachtveitl.

21:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Musik-Panorama: Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Sergej Lyapunov: 12 Etudes d’exécution transcendante. Florian Noack, Klavier. Aufnahme vom Juni 2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln. Am Mikrofon: Susann El Kassar

Seine Debüt-CD widmete Florian Noack 2013 dem russischen Komponisten Sergej Lyapunov. Ganz selbstbewusst stand darauf Vol. 1, es sollten also weitere CDs mit der Musik dieses heute nur noch wenig bekannten Pianisten und Komponisten folgen. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal konnte Noack sein Herzensprojekt mit Vol. 3 fortsetzen, er hat die zwölf „Études d’exécution transcendantes“ von Lyapunov aufgenommen. Was diese Stücke ausmacht und in welcher Verbindung sie zu den gleichnamigen Études von Liszt stehen, das erklärt der 31-Jährige in der Sendung.

21:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Digitalisierung 3.0 – Musikhochschulen im Wandel

Gast: Philipp Ludwig Stangl, Professor für Künstlerische Medienpraxis und audiovisuelle Gestaltung, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim

Musizieren auf Distanz und intelligente Hybridformate. Mit einem große Pragmatismus haben die Musikhochschulen in der Pandemie die Lehr- und Lernkulturen verändert. Was jedoch wird bleiben? Wie sieht die Musikhochschule der Zukunft aus?

23:03 – 24:00 | Ö1
Preisträgerstück von Christof Ressi bei Wien Modern – Wien Modern 2021. Neues Werk beim Erste Bank Kompositionspreis

Der Erste Bank Kompositionspreis wurde in diesem Jahr an den 1989 in Villach geborenen Komponisten Christof Ressi vergeben. Damit verbunden findet im Rahmen von Wien Modern traditionsgemäß ein Uraufführungskonzert mit dem Klangforum Wien statt. Ressis aktuelles Werk heißt „short stories“ – eine Komposition, die die Grenze zwischen kompositorischer Absicht und Halluzination verschwimmen lässt.

Christof Ressi studierte Komposition und Musiktheorie unter anderem bei Gerd Kühr, Jazzkomposition und Arrangement bei Ed Partyka und Computermusik bei Marko Ciciliani. Er arbeitet in den Bereichen neue Musik, Jazz, experimentelle Elektronik und Medienkunst.

Der Gewinner des Erste Bank Kompositionspreises 2020, Matthias Kranebitter, war im Konzert am 24. November 2021 im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses ebenfalls vertreten: Die Aufführung seines Stücks „Encyclopedia of pitch and deviation“ musste im vergangenen Jahr Corona-bedingt ohne Publikum stattfinden und wurde dieses Jahr wiederholt. Weiters stand an jenem Abend eine österreichische Erstaufführung auf dem Programm: das Streichquartett „emptyloop“ der polnischen Komponistin Aleksandra Gryka. Gestaltung: Philipp Weismann


di – 30.11.2021


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Selfcare-Praktiken in der Neuen Musik

Von Julian Kämper. Selbst(für)sorge ist en vogue: wenn Komponistinnen oder Performer sich in einen bühnenreifen Prozess der Auseinandersetzung mit sich selbst begeben.

Selfcare – das bezeichnet die prophylaktische Erhaltung der körperlichen und mentalen Gesundheit sowie die proaktive Verbesserung der persönlichen Lebensqualität. Achtsamkeitsübungen sowie unzählige Methoden und Coachings, wie das eigene Leben verbessert werden könne, durchziehen den Büchermarkt und das Internet. Und weil #selfcare und ähnliche Hashtags in den sozialen Medien boomen, wird auch klar: Wer Selfcare betreibt, tut das zwar für sich selbst, aber nicht ohne andere auf öffentlichen Plattformen daran teilhaben zu lassen. Neuerdings sind auch auf und am Rande der Konzertbühne diverse Selfcare-Rituale zu beobachten. Ist das Be- und Verhandeln des eigenen Wohlbefindens reine Selbstdarstellung, die sich in der Demonstration persönlich-privaten Glücks und Leids erschöpft? Oder rücken Selfcare-bezogene Arbeiten, in denen sich die Protagonisten mit Verweis auf die eigene Verletzlichkeit von Produktionsbedingungen, Institutionszwängen und Normdruck befreien, in die Nähe eines kritischen Komponierens, weil die ungeschminkte Zurschaustellung der eigenen Situation eine Blaupause für die Infragestellung eines möglicherweise krankenden Gesellschaftssystems sein kann?

00:10 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Franz Lehrndorfer: Variationen über das Lied „Kommet ihr Hirten“ (Franz Lehrndorfer, Orgel); Wilfried Hiller: „Chagall-Zyklus I“ (Giora Feidman, Klarinette; Philharmonisches Kammerorchester München: Michael Helmrath); Max Beckschäfer: Sechs europäische Weihnachtslieder nach alten Weisen (Cornelius Uhle, Bariton; Kazumi Hashimoto, Harfe; Thüringischer Akademischer Singkreis: Ilse Krüger); Dorothee Eberhardt: Sextett (Versus Vox Ensemble München); Rodion Schtschedrin: Klavierkonzert Nr. 5 (Denis Matsuev, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons); Arthur Piechler: „Drei Weihnachtspräludien“, op. 46 (Klaus Linsenmeyer, Orgel)

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Essen NOW!

Neue Werke von Beat Furrer und Annesley Black. In Donaueschingen, bei den „Tagen für neue Musik“, die in diesem Jahr ihren 100sten Geburtstag feiern, hebt das SWR Sinfonieorchester im Oktober zwei neue Orchesterwerke aus der Taufe – und präsentiert sie rund zwei Wochen später beim jungen Festival NOW! in Essen. Die Kanadierin Annesley Black hat ein Doppelkonzert mit dem Titel „Abgefackelte Wackelkontakte“ geschrieben, bei dem das Lupophon, ein modifiziertes Heckelphon, im Mittelpunkt steht. Zudem ist das Orchesterwerk „Tableaux“ von Ernst-von-Siemens-Preisträger Beat Furrer zu hören. Eingerahmt werden diese Novitäten von Stücken mit engstem Donaueschingen-Bezug. 2017 wurde hier „Ez-tér“ (Es-Raum) des Wolfgang-Rihm-Schülers Martón Illés uraufgeführt. Bereits 1960 überraschte hingegen Olivier Messiaen das Publikum mit „Chronochromie“. Immerhin erklingt in diesem farbenreichen Opus eine 18-stimmige „Vogelfuge“!

Márton Illés: Ez-tér – Es-Raum für Orchester | Annesley Black: Abgefackelte Wackelkontakte, Doppelkonzert | Beat Furrer: Tableaux für Orchester | Olivier Messiaen: Chronochromie. SWR Symphonieorchester, Leitung: Brad Lubman. Aufnahme aus der Philharmonie Essen

20:05 bis 21:00 | SWR 2
SWR2 Jazz Session: Eva Klesse Quartett feat. Wolfang Muthspiel

Von Julia Neupert. (Aufzeichnung vom 18. Oktober 2021 beim Festivals Enjoy Jazz, Ludwigshafen). Eva Klesse – so heißt die SWR Jazzpreisträgerin 2021! „Entschieden eindringlich“ – so lobte die Jury ihren Sound und hob außerdem ihre große erzählerische Begabung als Komponistin hervor. Die Schlagzeugerin ist gebürtige Westfälin mit Professur in Hannover und Wohnsitz in Leipzig. Mit ihrem Quartett und Special-Guest Wolfgang Muthspiel feierte Klesse im Oktober ihre Auszeichnung beim Ludwigshafener Preisträgerin-Konzert im Rahmen des Festivals Enjoy Jazz.

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Programmatisch oder enigmatisch? Werktitel in der Neuen Musik

Von Helmut Peters. Der aus dem Sauerland stammende Komponist Enno Poppe ist ein Meister in der Betitelung seiner Werke. Da heißen Stücke „Knochen“, „Rundfunk“, „Feld“ oder „Tonband“. Auch David Philip Hefti nennt eines seiner Stücke „Moments lucides“ (Klare Momente) und wir fragen uns, wie wir diese außermusikalischen Begriffe verstehen und auf die Musik beziehen sollen? Klanglich und inhaltlich stehen uns in dieser Sendung jedenfalls einige Überraschungen bevor.

22:05 Uhr | Deutschlandfunk
Musikszene: „Leb wohl, du schöne Erde!“ – Letzte Werke – Dichtung und Wahrheit

Von Noemi Schneider. Schwanengesang? Opus Ultimum? Opus Summum? Ob vollendet oder unvollendet: „Letzte” Werke sind schwer zu fassen. Nicht selten gehören sie zu den besten und rätselhaftesten Werken der Musikgeschichte, da sie nicht (mehr) von dieser Welt zu sein scheinen. „Die eine Neunte geschrieben haben, stehen dem Jenseits zu nah. Vielleicht wären die Rätsel dieser Welt gelöst, wenn einer von denen, die sie wissen, die Zehnte schriebe. Und das soll wohl nicht so sein”, so Arnold Schönberg 1912 in seiner Prager Gedenkrede auf Gustav Mahler. In dieser Sendung reflektieren Musikerinnen und Musiker unserer Zeit über Requiems, klingende Vermächtnisse – und die eigene Vergänglichkeit. Die Bratschistin Tabea Zimmermann, das Klavierduo Tal & Groethuysen, die Komponistinnen Konstantia Gourzi und Adriana Hölszky, der Cellist Michael Bach, der Komponist Nicolaus Brass und der Musikwissenschaftler Wolfgang Rathert erkunden „letzte” Werke von Johann Sebastian Bach bis John Cage.

23:03 – 24:00 | Ö1
Führendes Berliner Ensemble in Bludenz – Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik (2). Ensemble Mosaik

Die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik 2020 mussten Corona-bedingt um ein Jahr verschoben werden. Vom 7. bis 10. Oktober 2021 präsentierte das Festival sieben Auftragswerke im Rahmen von sechs Konzerten. Das von der Festivalleiterin Clara Iannotta kuratierte Programm erinnerte an wichtige Meilensteine in der Zusammenarbeit zwischen dem Festival und einzelnen Komponist/innen bzw. Ensembles. Den Eröffnungsabend am 7. Oktober 2021 in der Remise Bludenz bestritt das arrivierte Berliner Ensemble Mosaik mit Werken von Sara Glojnaric, Kelley Sheehan, Andrea Mancianti und Joshua Alvarez Mastel. Gestaltung: Stefan Höfel

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: News & Roots

Bright Light – Dark Shadows: Zum 70.Geburtstag von Jaco Pastorius (1.12.1951-21.9.1987): Henning Sieverts erinnert an das amerikanische E-Bass-Genie, in zeitlos guten Aufnahmen mit „Weather Report“, „Word of Mouth“, Pat Metheny, Joni Mitchell u.v.a.


mi – 01.12.2021


00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Chormusik: Eric Ericson Award

Berwaldhallen, Stockholm. Aufzeichnung vom 24.10.2021. Finalkonzert. Schwedischer Radiochor. Leitung: Finalistinnen und Finalisten des Eric Ericson Award

00:10 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Helmut Bieler: Bläserquintett Nr. 2 – „Helle Nachtgedanken“ (Martin Neubauer, Sprecher; Roseau-Quintett); Violeta Dinescu: „… wenn der freude thränen fließen …“ (Wolfgang Boettcher, Violoncello; Ursula Trede-Boettcher, Klavier); Klaus Ospald: „Traumes Wirren …“ (Eberhard Knobloch, Klarinette; Hanspeter Hofmann, Violine; Stefan Danhof, Klavier); Volker Blumenthaler: „Jason-Studie“ (Artus-Quartett); Toni Völker: Schlagzeugkonzert – „Integral“ (Jürgen Heinrich, Schlagzeug; Mitglieder der Staatskapelle Karlsruhe: Frithjof Haas)

19:05 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur
Magazin: Aus dem Scheitern lernen.  Frank Deppe, eine linke Geschichte.

Von Sebastian Friedrich. In diesem Jahr wurde der Marburger Politikwissenschaftler Frank Deppe 80: ein Alt-68er, der linke Wege und Irrwege gegangen ist und der sich intensiv mit dem Scheitern linker Utopien auseinandergesetzt hat.

20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Konzert: Begegnungen mit Helga de la Motte-Haber (2/3)

Von der (Musik-)Psychologie zu einer „Systematischen Musikwissenschaft“. Von Richard Schroetter. (Teil 3 am 08.12.2021)

20:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK
Konzert des Münchener Kammerorchesters

Leitung: Clemens Schuldt. Solist: Steven Isserlis, Violoncello. Anton Eberl: „Die Königin der schwarzen Inseln“, Ouvertüre; Thomas Adès: „Shanty – Over the Sea“; „Lieux retrouvés“; Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur. Aufnahme vom 14. Oktober 2021 im Münchner Prinzregententheater.

„Nachbarn“ lautet das beziehungsreiche Saisonthema beim Münchener Kammerorchester. Damit sind keineswegs nur die Sitznachbarn im Prinzregententheater gemeint, das man ja jetzt endlich wieder besuchen darf. Sondern beispielsweise die weniger bekannten Nachbarn der Wiener Klassiker. So stellte Chefdirigent Clemens Schuldt im Eröffnungskonzert am 14. Oktober 2021 den Titanen Beethoven seinem zeitweiligen Rivalen Anton Eberl gegenüber. Von dem Mozart-Freund dirigierte Schuldt zum Auftakt die Ouvertüre aus Eberls Zauberoper „Die Königin der schwarzen Inseln“, die in die orientalische Märchenwelt von 1001 Nacht entführt. Den Schlusspunkt bildete dann Beethovens symphonischer Erstling, der einen Paukenschlag in der Musikgeschichte markiert. Dazwischen setzten zwei neuere Werke des 50-jährigen britischen Erfolgskomponisten Thomas Adès einen spannenden Kontrast. Erst im Februar war in Australien die attraktive Streicher-Partitur „Shanty – Over the Sea“ uraufgeführt worden, einem Auftragswerk des Münchener Kammerorchesters und weiterer Institutionen. Elegisch dahingleitend, weckt dieses „Seemannslied“ tatsächlich Assoziationen ans Meeresrauschen. Für das 2009 uraufgeführte Cellokonzert „Lieux retrouvés – Wiedergefundene Orte“ von Adès ist der Widmungsträger Steven Isserlis nach München gekommen, dem der exponierte Cellopart zwischen lyrischer Kantabilität, lockerem Swing und aberwitziger Virtuosität inszwischen bestens vertraut ist.

20:30 Uhr | Deutschlandfunk
Lesezeit: Der Gewinnertext des Open Mike

Mitschnitt vom 13. und 14.11.2021 im Heimathafen Neukölln, Berlin. Der Open Mike ist einer der wichtigsten Nachwuchs-Literaturwettbewerbe für deutsch-sprachige Literatur, der als Sprungbrett für junge Autorinnen und Autoren gilt.

Zum 29. Mal konnten sich in diesem Jahr Schreibende, die nicht älter sind als 35 Jahre und noch kein literarisches Buch veröffentlicht haben, mit Texten bewerben, die ebenfalls noch nicht publiziert sein dürfen. Eine Vorauswahl aus den Einreichungen traf eine Vorjury aus deutschsprachigen Verlagen und Agenturen. Dazu gehörten in diesem Jahr Meike Herrmann (Agentur Graf & Graf), Ralph Klever (Klever Verlag), Mona Leitner (Kiepenheuer & Witsch), Annika Spiegel (Das Wunderhorn), Hannes Ulbrich (Piper Verlag) und Piero Salabè (Hanser).

In einem öffentlichen Finale wurden am 13. und 14. November im Heimathafen Neukölln die 20 ausgewählten Texte vorgetragen. Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus den Schriftstellerinnen Olga Martynova, Anja Utler und dem Schriftsteller David Wagner zusammen.

In der „Lesezeit” hören Sie den Siegertext des Open Mike und ein Gespräch mit der ausgezeichneten Autorin oder dem ausgezeichneten Autor.

21:05 bis 22:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: Angular Feelings – Der Schlagzeuger und Komponist Jim Black

Von Niklas Wandt. Der Schlagzeuger und Komponist Jim Black studierte am Berklee College in Boston und wurde anschließend Teil der experimentellen New Yorker Jazzszene. Als Sideman spielte er etwa mit den Saxofonisten Tim Berne und John Zorn, als Bandleader arbeitete er mit seiner Fusionband AlasNoAxis. Seit 2016 lebt Jim Black in Berlin. Mit dem Bassisten Thomas Morgan und dem Pianisten Elias Stemeseder gründete er 2011 das Jim Black Trio – dessen Performances oszillieren beeindruckend zwischen vertrackten Formen, melancholischer, songhafter Einfachheit und offener Improvisation.

22:03 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Hörspiel: Unsere blauen Augen – Von Teresa Dopler

Bearbeitung und Regie: Stefan Kanis. Mit: Birte Schnöink, Jenny Langner, Vincent Redetzki, Christian Friedel, Steffen C. Jürgens, Arnd Klawitter, Gerti Drassl, Udo Kroschwald, Stephan Grossmann, Ellen Hellwig

Komposition: Michael Hinze. Musiker: Juliane Planke, Andreas Uhlmann. Ton und Technik: André Lühr und Christian Grund. Produktion: MDR 2021. Länge: 56’04

Max und Lisa malen sich ihre Zukunft aus. Er könnte das väterliche Unternehmen übernehmen, sie den Supermarkt leiten. Ihr gemeinsames Leben steht eigentlich schon vor ihnen, zum fertigen Glück fehlt eigentlich nur noch das eigene Haus.

Eine Vorgebirgslandschaft unter blauem Himmel. Darin Lisa und Max, voller Zuversicht. Max könnte der neue Chef im väterlichen Unternehmen werden. Lisa könnte den Supermarkt übernehmen. So sicher sieht die Zukunft aus im kleinen Ort Sernitz, fehlt nur noch das eigene Heim. Ein kalifornisches Landhaus aus dem Katalog soll es werden. Mit einer echten Palme, für die der heimische Quittenbaum fallen soll. Die Bauarbeiten beginnen, auch wenn das Budget die 300 Quadratmeter eigentlich nicht hergibt. Noch stehen die Mauern nicht, da bekommt das Fundament schon Risse. Die Natur wehrt sich, und mittendrin stehen die Sernitzer Obstbäume, die sich das Ihrige denken.

Teresa Dopler, 1990 in Oberösterreich geboren, Theaterautorin. Für „Das weiße Dorf“ gewann sie 2019 den Autor:nnenpreis des Heidelberger Stückemarktes. Weitere Theaterstücke: „Unsere blauen Augen“ (2017) und „Was wir wollen“ (2018). Teresa Dopler war Teilnehmerin am Lehrgang FORUM Text 2018- 2020 und nahm 2019 an der Residency for Emerging Playwrights am Royal Court Theatre teil. Sie erhielt u.a. das Stipendium der Literar-Mechana und das Literaturstipendium der Stadt Linz. 2020 produzierte der RBB das Hörspiel „Das weiße Dorf“. Sie lebt in Wien.

23:03 – 24:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen – Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl


do – 02.12.2021


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt

Centralstation. Aufzeichnung vom 04.08.2021 Pamplemousse: SHADOWS | Natacha Diels: „The bridge has no train tracks“ für Ensemble (Uraufführung) | Weston Olencki: „Charon guiding the weary ‘cross the Long River (or, how to care for a dying instrument)“ (Uraufführung) Performance und Video | Bryan Jacobs: „1 to 1 to 1 to 1“ (2021) für Ensemble (Uraufführung) | Andrew Greenwald: „jm, dr, bf, sss, & bh“ (2021) für Violine und Klavier (Uraufführung) | David Broome: „A timid gesture of gratitude“ für Ensemble (Uraufführung)

Ensemble Pamplemousse: David Broome, Klavier; Laura Cocks, Flöte; Natacha Diels, Musikbox; Andrew Greenwald, Schlagzeug; Bryan Jacobs; Marina Kifferstein, Violine; Charlotte Mundy, Stimme, Flöten; Weston Olencki, Posaune

00:10 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Peter Michael Hamel: „Kafka-Weiss-Dialoge“ (Roland Metzger, Viola; Peter Wöpke, Violoncello); David Llywelyn: „Apokalypse“ (Karl Maureen, Orgel); Karl Meister: Fagottkonzert, op. 33 (Karl Kolbinger, Fagott; Münchner Philharmoniker: Karl Meister); Isabel Mundry: „Ferne Nähe“ (Arditti Quartett; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Arturo Tamayo); Hans Posegga: Klavierkonzert (Hans Posegga, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Rudolf Alberth); Wolfgang Edward Rebner: „Skurilia“ (Eduard Brunner, Klarinette; Johannes Fischer, Klavier)

10:08 Uhr | Deutschlandfunk
Marktplatz: Eine Frage der Ehre – Gutes tun im Ehrenamt

Gäste: Eckhard Priller, ehrenamtlicher Leiter des Maecenata Instituts für Forschung im Notprofitbereich in Berlin; PD Dr. Ansgar Klein, Hauptgeschäftsführer; Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Berlin; Sophie Hennis-Hosseini, ehrenamtliches Mitglied; im Vorstand des Allerweltshauses in Köln-Ehrenfeld. Am Mikrofon: Sandra Pfister – Hörertel.: 00800 4464 4464 – marktplatz@deutschlandfunk.de

Die Fluten im Sommer haben gezeigt, wie wichtig ehrenamtliche Helfer sind: Freiwillige der Feuerwehr oder des Technischen Hilfswerks haben teilweise bis zur Erschöpfung mit angepackt.

In Corona-Zeiten wurde zudem viele Menschen noch mehr bewusst, wie wertvoll gemeinsame Aktivitäten im Sportverein, im Chor oder im Seniorentreff sind. Freiwillige haben in der Telefonseelsorge oder in Tierschutzorganisationen die Stellung gehalten. Seit Sommer sind Vereine, kirchliche und soziale Einrichtungen wieder aktiv. Ohne Ehrenamtliche läuft also vieles nicht. Doch obwohl jeder sechste Deutsche über 14 sich freiwillig und unentgeltlich engagiert, melden die Vereine, dass es seit der Corona-Krise immer schwieriger werde, ihre Mitglieder zu halten – auch die Aktiven wie Gruppenleiterinnen oder Sportwarte.

Was motiviert Ehrenamtliche? Wie finden Jüngere wie Ältere etwas, wofür sie sich gerne engagieren? Wie sind Ehrenamtliche während ihrer Tätigkeit geschützt und versichert? Werden sie steuerlich begünstigt? Welche bürokratischen oder praktischen Hindernisse stehen Freiwilligen immer wieder im Weg? Und welche Hilfe und Anerkennung wünschen sie sich? Diese und Ihre Fragen dazu beantworten Experten und Expertinnen im „Marktplatz“ live im Gespräch mit Sandra Pfister.

19:05 bis 20:00 | Deutschlandfunk Kultur
Zeitfragen: Forschung und Gesellschaft – Magazin: Das perfekte Ich

Wie soziale Medien das Körperbild von jungen Menschen verändert. Von Julia Riedhammer

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Braune Bohnen – Wie die Musik zum Kaffee kam

Was wäre unsere Musik ohne Kaffeegenuss? Seit der „braune Türkentrank“ das barocke Europa erobert hat, weht ein aromatischer Hauch von gerösteten Arabica-Bohnen durch Komponistenstuben und Konzertsäle. Johann Sebastian Bach huldigte dem neumodischen Getränk mit seiner berühmten Kaffeekantate, Richard Wagner trank seinen Mokka auf Venedigs Markusplatz. Und wenn wir vom Kaffeehaus reden, dann haben wir einen spezifischen Klang im Ohr, den vom Salonorchester und seinem Stehgeiger. Kaffee animiert und inspiriert. Dank seiner Wirkung hat der coffeinhaltige „Stoff“ so manchem Komponisten über Schaffenskrisen und Einfallslosigkeit hinweggeholfen. Denn ohne einen Schluck Kaffee zur richtigen Zeit sähe das Repertoire der abendländischen Musik sicherlich anders aus. Eine Sendung von Markus Vanhoefer

20:00 | hr2-kultur
Hörbar in concert – Safar Musikalische Erinnerungen an die Blütezeit afghanischer Kultur

Unter dem ersten Taliban-Regime war Musik in Afghanistan so gut wie verboten. Musiker*innen wurden gezwungen ins Exil zu gehen, ihre Instrumente wurden zerstört. Nach 2001 wagten es einige Künstler*innen zurückzukehren und an die großen alten Traditionen dieses Landes anzuknüpfen. Eines der wichtigsten Ensembles war „Safar“.

20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Konzert: Finalekonzert Deutscher Chordirigentenpreis 2021

Sophienkirche Berlin. Aufzeichnung vom 20.11.2021. Robert Schumann: „An die Sterne“ / „Zuversicht“ / „Talismane“ aus: Vier Doppelchöre op.141 | Jonathan Harvey: „Gloria“ / „Sanctus“ / „Benedictus“ / „Agnus Dei“ aus: Missa Brevis | Francisco Guerrero: „Regina caeli“ à 8 / „O sacrum convivium“ à 5 / „O altitudo divitiarum“ | Johann Ludwig Bach: „Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist“ / „Das ist meine Freude“ | Johann Christoph Bach: „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ | Johann Sebastian Bach: „Komm, Jesu, komm“ BWV 229

Christian Raudszus, Violoncello; Annette Rheinfurth, Kontrabass; Christine Kessler, Orgel. RIAS Kammerchor Berlin. Leitung:Julia Selina Blank, Franziska Kuba, John Lidfors

21:30 | hr2-kultur
Skizzen einer anderen Moderne – Der Komponist Dimitri Terzakis Porträtiert von Rainer Nonnenmann

Da er die westlichen Avantgarden für eine Sackgasse hielt, besann sich der griechische Komponist Dimitri Terzakis (*1938) auf die orthodoxen Kirchengesänge des mittelalterlichen Byzanz.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Musik der Gegenwart

Gordon Sherwood: „Seven Songs of Mother Nature“; „Four Romantic Songs“ (Felicitas Breest, Sopran; Masha Dimitrieva, Klavier); Klavierkonzert, Allegro molto, op. 107 (Masha Dimitrieva, Klavier; Bayerisches Landesjugendorchester: Werner Andreas Albert); Sinfonietta, op. 101 (Bayerisches Landesjugendorchester: Werner Andreas Albert)

22:05 Uhr | Deutschlandfunk
Historische Aufnahmen: Franz Liszt und das Geheimnis der Klavierästhetik – Schüler und Anhänger (1/2)

Am Mikrofon: Philipp Quiring. (Teil 2 am 20.1.2022, 22.05 Uhr). Franz Liszt war als Pianist legendär in Europa. Er war es, der völlig neuartige Spieltechniken für sein Instrument entwickelte und das Genre der Konzertparaphrasen erfand. Dies zog Scharen von Klavierbegeisterten aus Europa und den USA an, die sich eine Audienz beim Meister erhofften, um ihm vorzuspielen oder gar von ihm unterrichtet zu werden. Der Klaviermusikforscher und Kurator der British Library, Jonathan Summers, hat Aufnahmeschätze von heute nahezu vergessenen Liszt-Schülern zusammengetragen. Darunter gibt es auch Werke von Eugen d’Albert und Emil von Sauer. Außerdem verweisen Schüler wie José Vianna da Motta oder Moriz Rosenthal mit ihren frühen Liszt-Einspielungen auf das Geheimnis der eigenen romantischen Klangästhetik, die bei Liszt ihren Ursprung hatte.

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
The Voice: Benjamin Clementine

Der Brite hat sich als Obdachloser mit A-Cappella-Gesang auf den Straßen in Paris durchgeschlagen. Dort fiel der Presse seine gefühlsstarke Stimme auf. Mittlerweile sitzt Benjamin Clementine oft am Flügel – mal mit eigenen aufgewühlt-dramatischen Soul-Songs, mal mit chansonartigen Kompositionen, die ihn tief verletzlich zeigen. Und immer mit seinem beeindruckenden Stimmumfang. Die Grenzen zwischen Klassik, Jazz und

Pop gelten nicht für ihn. Zu Clementines Auszeichnungen zählen eine goldene Schallplatte, der französische Grammy ‘Victoire’ und der renommierte britische Mercury Prize.

23:03 – 24:00 | Ö1
Klangvolles Umherschweifen mit Pak Yan Lau  – musikprotokoll 2021. „Wander(E)ars“ von Pak Yan Lau.

Aufgewachsen als Kind chinesischer Einwanderer in Brüssel ist Pak Yan Lau eine Nomadin zwischen den Kulturen. Ihre Inspiration schöpft sie aus den rituellen Musiken Asiens ebenso wie aus den Klangforschungen westlicher Avantgardist/innen. Während ihrer Performances versucht die Künstlerin, sich mit ihren Mitmusiker/innen und dem Publikum, mit dem großen Ganzen zu verbinden. „Wenn das gelingt“, schildert Lau, „dann fühlt sich alles leicht und richtig an. Jeder Hörer, jede Hörerin bringt eine eigene Geschichte mit, aber auf einer universellen Ebene sind wir alle miteinander verbunden.“ Musik nimmt die Gedanken mit auf Reisen – in unterschiedliche Stimmungen, Kulturen und Zeiten. Dabei vermag sie bis in die tiefsten Schichten des Unterbewusstseins vorzudringen, um dort alte Erinnerungen zu wecken.

Mit ihrem neuen Stück „Wander(E)ars“, das im Auftrag des musikprotokoll entstanden ist, spannte Pak Yan Lau mit Hilfe der Ambisonics-Anlage im Grazer Dom im Berg eine wundersam tönende Klanglandschaft auf, in der das Publikum eingeladen war, ziellos umherzuschweifen, – genau das würden wir in unserer leistungsorientierten Gesellschaft nämlich viel zu selten tun. Neben ausgesuchter Field Recordings brachte die Musikerin weiters eine Fülle an Instrumenten und Klangobjekten nach Graz mit, darunter auch ihr Toy Piano, mehrere Gongstäbe und eine Wokalimba. Gestaltung: Susanna Niedermayr

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Jazztime: All that Jazz – Zum 90. Geburtstag des Jazzpianisten Wynton Kelly

Moderation und Auswahl: Marcus A. Woelfle

23:30 bis 00:00 | NDR Kultur
Jazz – Round Midnight: „Kelly at midnite“ – Pianist, Bandleader und Komponist Wynton Kelly (1931 -1971)

Round Midnight ist der Platz für Hintergrundgeschichten, ausführliche Portraits und Talks mit jungen Talenten und Jazz-Legenden.

In der Sendung erzählen Autorinnen und Autoren die Geschichten bekannter Jazz-Titel, gehen der Beziehung von Jazz und klassischer Musik nach und nehmen mit auf spannende Reisen in die Grenzgebiete von Jazz, Tango, Salsa oder Flamenco, in Jazz-Epochen wie Swing, Bebop und Fusion oder in die Geschichte berühmter Labels wie Blue Note und in die Aktualität kultureller und politischer Themen wie Black Lives Matter.


fr – 03.12.2021


00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Höömii – The Voice of the Wind

Von Alfredo Ardia. Kehlkopfgesang: Baatar Suren Chadraabal, Tserendavaa Dashdirj, Sengedorj Nanjid. Stimme: Tserendavaa Dashdirj, Sengedorj Nanjid. Übersetzung: Khaliun Gankhuyang. Begleitung und Übersetzung vor Ort: Huandag Bija, Marima Kuoreli. Ton und Technik: SeaM (Studio für elektroakustische Musik). Produktion: Autorenproduktion 2020. Länge: 49’33. (Ursendung)

Der Klangkünstler und Musiker Alfredo Ardia begibt sich auf die Spuren der mongolischen Gesangstradition „Höömii“, die stark von Naturgeräuschen geprägt ist. Klangkomposition über eine besondere Form der akustischen Mimikry.

Die mongolische Gesangstradition „Höömii“ basiert auf dem genauen Hinhören. Die Entstehungsgeschichte erzählt von Nomaden, die in der Steppe ihrer Umgebung lauschten und Naturgeräusche imitierten. Tierstimmen, Wind und Fluss. Der traditionelle Kehlkopfgesang offenbart bis heute die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur.

Auf den Spuren der Gesangskunst ist der Klangkünstler und Musiker Alfredo Ardia von Ulan Bator bis in die abgelegenen Regionen im Westen des Landes gereist. Er sprach mit Sängern und Lehrern über „Höömii“ und darüber, wie sich gesellschaftliche Veränderungen auf den Gesang, das Land und traditionelle Lebensweisen, etwa das Nomadentum, auswirken.

Alfredo Ardia, geboren 1989 im Süden Italiens, lebt heute als Künstler und Musiker in Köln. Seine Arbeiten sind meist von seiner Umwelt und von Naturgeräuschen inspiriert. Alfredo Ardia komponiert mit Feldaufnahmen, synthetischen Sounds, elektronischen Systemen und selbstgebauten Instrumenten. Seine künstlerische Arbeit umfasst Installationen, Skulpturen, Live-Performances, Sound-scapes sowie audiovisuelle und elektroakustische Kompositionen.

00:10 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Karel Ricánek: Symphonie Nr. 1 (Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks Prag: Vladimír Válek); Fredrik Schwenk: Streichquartett Nr. 1 (Leonardo Quartett); Gordon Sherwood: Klavierkonzert, op. 107 (Masha Dimietrieva, Klavier; Bayerisches Landesjugendorchester: Werner Andreas Albert); Ulrich Stranz: Symphonie Nr. 1 (Raschèr Saxophone Quartet; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Räto Tschupp)

10:08 Uhr | Deutschlandfunk
Lebenszeit: Erschöpft, ermüdet, ausgelaugt – Corona und kein Ende?

Am Mikrofon: Daniela Wiesler. Hörertel.: 00800 4464 4464 – lebenszeit@deutschlandfunk.de

15:05 bis 16:00 | SWR 2
SWR2 Feature: Zwischen Patientenwohl und Ökonomie – Krankenhäuser unter Druck

Von Markus Metz und Georg Seeßlen. Vor 1985 war es untersagt, mit Kliniken Gewinne zu erzielen. Seither wurden die Gesetze gelockert und das Gesundheitswesen auf Marktvernunft getrimmt. Ab 2005 gilt an den deutschen Krankenhäusern ein neues Abrechnungssystem, statt Festbeträgen pro Krankenhaustag werden Diagnosen pauschal vergütet (Fallpauschalen) – nach der Faustregel: je höher der Aufwand, desto mehr Geld fließt. Das heißt, der Druck auf die Kliniken steigt. Dass Krankenhaus-Ärzte ihre Patienten heilen und gleichzeitig mit ihnen Gewinne erzielen sollen, erleben viele als unlösbaren Konflikt – auf Kosten gleichermaßen des schlechtbezahlten Pflegepersonals wie der Patienten.

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Musik ohne Grenzen“ – Barrierefreies Musizieren

Musik gehört zur elementaren Kultur der Menschheit. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 verabschiedet wurde, fordert, „Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft“. Das heißt unter anderem auch, dass alle Menschen einen barrierefreien Zugang zur Musikausübung in allen Formen bekommen sollen – vom Musikunterricht über das Spiel in Laienensembles bis hin zur professionellen Musikerkarriere. Doch wie sieht es in der Realität aus? BR-KLASSIK hinterfragt die aktuelle Situation und zeigt Beispiele, wie Inklusion im Bereich der Musik funktionieren kann. Eine Sendung von Susann Krieger

19:15 Uhr | Deutschlandfunk
Mikrokosmos – Die Kulturreportage: Deutsche Kunstförderung im Ausland – Hinter den Türen der Villa

Von Aureliana Sorrento. Produktion: Deutschlandfunk 2021. Die Villa Massimo in Rom ist ein Ort, dessen Name besonders in den Ohren deutscher Kunstschaffender verheißungsvoll klingt. Denn seit über 100 Jahren werden deutsche Künstlerinnen, Architekten, Schriftstellerinnen und Komponisten hierher eingeladen, um in idyllischer Atmosphäre ihrer kreativen Arbeit nachzugehen. Die Villa, ursprünglich von einem jüdischen Unternehmer gestiftet, gehört der Bundesregierung und bietet den „Rom-Preisträgern“ ein Jahr lang Platz zum Arbeiten und Wohnen. Aber was genau passiert hinter den prunkvollen Mauern? Lange wurde die Institution von ihrer italienischen Nachbarschaft als eine undurchdringliche deutsche Enklave wahrgenommen – seit einigen Jahren bemühen sich die Verantwortlichen aber um Öffnung und Kooperation mit der römischen Stadtgesellschaft. Das freut auch den bildenden Künstler und Rom-Preisträger Carsten Saeger, der unsere Reporterin zu den unzähligen Brunnen Roms führt und Einblicke in seinen künstlerischen Alltag in der Villa gewährt.

19:15 bis 20:00 | SR2 KulturRadio
Diskurs: Green Deal in der Kunst – Kann Kultur klimaneutral sein?

Moderation:Dietrich Brants. (SWR2 Forum vom 04.10.21)

20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Konzert: Rudolfinum Prag – Aufzeichnung vom 09.10.2021

Bohuslav Martinů: Konzert für Violine, Klavier und Orchester H 342 | Wolfgang Rihm: „Ernster Gesang“ für Orchester | Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Josef ŠpaÄek, Violine; Miroslav Sekera, Klavier; Prager Radio-Symphonieorchester; Leitung: Petr Popelka

21:05 Uhr | Deutschlandfunk
On Stage: Zu Hause aufgenommen – Susan Tedeschi und Derek Trucks

Am Mikrofon: Tim Schauen. Es gab (und gibt weiterhin) während der Corona-Pandemie einiges an live ins Internet gestreamter Kultur zu sehen: „Fireside Sessions” nannten Susan Tedeschi und Derek Trucks ihre Streaming-Reihe, die sie – stilecht vor dem Kamin ihres Studios im Gartenhaus ihrer Residenz im US-Bundesstaat Florida – veranstalteten: in kleiner, mittelgroßer und voller Bandbesetzung. Besonders charmant und selten zu hören ist die Duo-Version des Ehepaars, das der Band den Namen gibt: mit elektrischer (Slide-)Gitarre, akustischer Gitarre und dem typischen wehmütigen Gesang von Susan Tedeschi. Derart auf den Nukleus dieser Grammy-prämierten Band heruntergebrochen gibt es deren Songs selten zu hören. Intim, durchlässig im Sound und dennoch voller Gefühl und Spielkunst.

22:05 Uhr | Deutschlandfunk
Lied- und Folkgeschichte(n): Furchtlos in dunklen Zeiten – Die türkische Band BaBa ZuLa

Von Anke Behlert. Seit 20 Jahren gehört BaBa ZuLa zu den wichtigsten Bands der Türkei. Das Ensemble um den Psychedelic-Visionär Murat Ertel nennt seinen Sound Oriental Dub – eine Mischung aus traditionellem anatolischen Folk, Psychedelic Rock, Reggae und eben Dub. Im Zentrum steht eine elektrische Saz, deren Klang mit allerlei Elektrospielereien verfremdet wird. Damit hat BaBa ZuLa in den 90er-Jahren zu seinem eigenen Stil gefunden. Durch den Film „Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul” aus dem Jahr 2005 sind die Musiker auch international bekannt geworden. Auf ihrem neuen Album „Derin Derin” zeigt sich die Band von ihrer bislang experimentellsten und ausschweifendsten Seite.

22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Die Welt des Player Pianos nach Conlon Nancarrow – Zu Besuch bei dem Komponisten Wolfgang Heisig

Von Georg Beck. (Wdh. v. 27.11.2016). Conlon Nancarrow, geboren 1912, gestorben 1997, wird von vielen Komponisten zeitgenössischer Musik verehrt. Er arbeitete für ein Instrument, das schon zu seinen Lebzeiten hoffnungslos antiquiert war: das Selbstspielklavier. Das Ergebnis ist gleichwohl phänomenal. Die 50 „Studies for Player Piano” von Nancarrow entführen in ein klangliches Zauberreich. Und doch lassen sich die Nancarrow-Nachfolger bis heute an einer Hand abzählen. Mitten im digitalen Zeitalter eine Wiedergabe-Apparatur zu favorisieren, die Jahrzehnte vor der Schallplatte erfunden wurde, braucht eine starke Persönlichkeit. Wolfgang Heisig hat sie. Sein Schlüsselerlebnis war eine Deutschlandfunk-Sendung. Nur, dass ein gestörter Mittelwellen-Empfang das Wichtigste verrauscht: den Namen des Komponisten, um den es ging. Niemand kann dem Dresdner Musikstudenten Wolfgang Heisig weiterhelfen. Erst mit der Wende erfährt er, wer und was ihn seinerzeit so fasziniert hatte. Dann geht alles schnell: Kontakt zu Nancarrow selbst, der ihm anerkennend zurückschreibt. Bis heute ist Wolfgang Heisig als Komponist und Phonola-Spieler unterwegs. Unser Autor Georg Beck hat ihn und seine Phonola in Döbeln besucht.

23:00 | hr2-kultur
Doppelkopf Am Tisch mit Andreas Reize, Neuer Thomaskantor

Das Amt des Leipziger Thomaskantors gehört zu den prestigeträchtigsten Positionen im deutschen Musikbetrieb. Jeder Inhaber darf sich „Nachfolger von Johann Sebastian Bach“ nennen. Das Aufsehen war groß, als Ende 2020 Andreas Reize in das Amt gewählt wurde. Denn Reize ist der erste Schweizer, der erste Katholik auf diesem Posten, und er hatte bislang mit dem Leipziger Musikleben herzlich wenig zu tun.

23:03 – 24:00 | Ö1
Mensch-Maschinen-Kompositionen von Veronika Mayr – musikprotokoll 2021. Veronika Mayer in der esc.

Die Wiener Klangkünstlerin und Musikerin Veronika Mayer spielte beim diesjährigen ORF Festival musikprotokoll im steirischen herbst im Grazer Medienkunst-Labor esc elektronische Duo-Stücke: Ihr Partner war eine von ihr programmierte Software künstlerischer Intelligenz. Diese Auftragsarbeiten thematisierten das Hören und besonders Prinzipien des „Machine Learning“ als Prozesse künstlerischer Interaktionen. Davon ausgehend präsentiert der Zeit-Ton weitere Arbeiten von Veronika Mayer.

Veronika Mayer ist in Experimentalelektronik, Klangkunst und Instrumentalmusik tätig. Sie studierte Klavier und Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und war am Wiener ELAK. Seit einigen Jahren unterrichtet sie Klangkunst und Computermusik an der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst. Sie schrieb für das Ensemble Platypus und das Ensemble Reconsil und erhielt Kompositionsaufträge u.a. von wienmodern und heuer vom musikprotokoll.

Die in der esc präsentierten Arbeiten „Humanoid Sounds of Human Signs“ und „Exchange Rates“ fanden im Rahmen des dortigen Schwerpunkts „nothing more human than humanoid“ statt, in dem es um emotionale und alltägliche Beziehungen zwischen Menschen und Maschinen in Form von Robotern, Chatbots oder künstlicher Intelligenz (KI) geht.

Hier dockten Mayers Arbeiten an. Sie sind Teil eines größeren Zyklus, für den sie eine eigene Software-Anwendung bzw. -Oberfläche gebaut hat, die wie ein Spielpartner agiert. So spielten sie und eine KI Duo-Stücke, bei denen – wie in der Improvisation – Zuordnungen, wer was oder wen spielt, immer weiter ineinander verschwammen. Im Zeit-Ton ist die ORF-Aufnahme des Konzerts von Veronika Mayer in der esc zu hören und es gibt Ausschnitte aus früheren Werken, die das breitgefächerte Schaffen der Künstlerin vermitteln. Gestaltung: Heinrich Deisl


sa – 04.12.2021


09:05 bis 09:10 | Deutschlandfunk
Kalenderblatt

Vor 50 Jahren: In Montreux bricht während des Jazz Festivals ein Brand aus

09:05 bis 10:00 | SR2 KulturRadio
FeatureZeit: „Glaube. Lüge. Hoffnung“

Warum der Verschwörungskult QAnon nicht tot zu kriegen ist

14:00 bis 15:00 | rbbKultur
Feature: Die Tschernobyl-Züge von Küstrin-Kietz

Von Robert Dobe. Regie: Felicitas Ott. Produktion: SWR 2021. Nach dem GAU im April 1986 kam radioaktive Strahlung nicht nur als Wolke nach Deutschland, sondern auch auf Rädern: auf Lastwagen, PKW und Zügen. Unter großer Geheimhaltung wurden die Fahrzeuge beim Grenzübertritt in die damalige DDR gewaschen. Zum Beispiel unweit von Küstrin Kietz an der Grenze zu Polen. Heute ist nichts mehr davon zu sehen. Doch die Gerüchte bleiben: Viele Einsatzkräfte der Waschaktion hätten nichts von der Gefahr gewusst und seien später an Krebs gestorben. Wie viel Wahrheit ist noch übrig, 35 Jahre und einen Systemwechsel später?

14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Musik ohne Grenzen“ – Barrierefreies Musizieren

Musik gehört zur elementaren Kultur der Menschheit. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 verabschiedet wurde, fordert, „Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft“. Das heißt unter anderem auch, dass alle Menschen einen barrierefreien Zugang zur Musikausübung in allen Formen bekommen sollen – vom Musikunterricht über das Spiel in Laienensembles bis hin zur professionellen Musikerkarriere. Doch wie sieht es in der Realität aus? BR-KLASSIK hinterfragt die aktuelle Situation und zeigt Beispiele, wie Inklusion im Bereich der Musik funktionieren kann. Eine Sendung von Susann Krieger

17:05 bis 17:55 | Bayern 2
Jazz & Politik: Politisches Feuilleton

Moderation: Lukas Hammerstein. Musikauswahl: Roland Spiegel

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazztime: The Divine – Die Sängerin Sarah Vaughan

Von Bert Noglik. Was den Stimmumfang und das Ausdrucksspektrum anbelangt, so konnte es Sarah Vaughan mit jeder Opernsängerin aufnehmen. Mehr noch: Sie brachte überdies die Erfahrung der schwarzen Kirche ein und schulte ihren Gesang in der Zusammenarbeit mit Instrumentalisten des Bebop wie Dizzy Gillespie oder Charlie Parker. Man bewunderte ihre Flexibilität im Dialog mit Jazzmusikern wie Clifford Brown und verehrte sie als Pop-Ikone. „The Divine“, die Göttliche, wie sie von ihren Fans genannt wurde, vermochte mit ihrer andächtigen Stimme zu verzaubern, aber auch mit frechen Vokalattacken zu faszinieren.

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Revisited Forum neuer Musik 2014 – Aufbrüche, Ahnungen – das Jahr 1914

Werke von Ethel Smyth, Cécile Chaminade, Luigi Russolo, Giacomo Balla, Henry Cowell, Alexej Stanchinsky, Arthur Lourié. ensemble 20/21. Leitung: David Smeyers. Aufnahme vom 3.4.2014 im Museum Ludwig, Köln

Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Was verbindet den Amerikaner Henry Cowell, den Russen Arthur Lourié, die Französinnen Lili Boulanger und Cécile Chaminade sowie die Italiener Luigi Russolo und Giacomo Balla? Was bewegt sie, welchen Zeitgeist spiegelt ihr künstlerisches Tun? Im Eröffnungskonzert eines dem Jahrhundertgedächtnis des Ersten Weltkrieges gewidmeten Forums neuer Musik waren sie alle mit einer Komposition aus dem Kriegsjahr 1914 vertreten. Nostalgisches und radikal Neues stießen dabei aneinander; Fragen nach heutigem Empfinden brachen auf. Für das Programm und den Auftritt im Kinosaal des Museum Ludwig hatte David Smeyers gesorgt. Sein ensemble 20/21 der Kölner Musikhochschule interpretierte die musikalischen Miniaturen in Instrumentierungen aus der Hand von Studierenden, die sich ein Semester lang sowohl mit ästhetischen wie gesellschaftspolitischen Fragen auseinander gesetzt hatten.

23:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Stefan Fricke & Alper Maral Am Grabe – Staffel 7

Moderation: Stefan Fricke. Grabesstille gibt es genauso wenig, wie es nirgends je still ist. Irgendetwas tönt immer. Auch an den Gräbern von Komponistinnen und Komponisten, wo auch immer sie beigesetzt sind, herrscht keine wirkliche Lautlosigkeit.

23:03 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Blaues Rauschen 2021 #2 – Performances beim Festival Blaues Rauschen

Miki Yui führt uns in ihr solarbetriebenes Kunstlabor und bringt Natur und Technik in Dialog. Die Bratschistin Julia Eckhardt lenkt uns in ihren hybriden Stimmassemblagen zurück zu den affektiven Qualitäten von Sprache und Klang und lässt sich von diesen zu instrumentellen Improvisationen animieren.

Die japanische Künstlerin und Komponistin Miki Yui verwebt Samples, Geräusche, Field Recordings und elektronische Sounds aus Solar Synthesizern zu einer fragilen, minimalistischen, organischen Klanglandschaft mit abstrakter und narrativer Kraft. Ihre Musik spielt mit der subtilen Wahrnehmung der Zuhörer*innen, sie lässt Räume und Bilder im Kopf entstehen . Für ihren Auftritt in Dortmund hat Miki Yui ein neues immersives Set mit digitalem Sampler, Synthesizern und Solar-Oszillatoren vorbereitet – ein ausufernder Fluss subtiler und dynamischer, zutiefst hypnotischer Musik aus elektronischen Klängen, Feldaufnahmen und – nicht zuletzt – aus Rauschen.

In „Mother Viola (study#1)“ stellt Julia Eckhardt vom Q-O2 Workspace in Brüssel aufgenommene Sprachfragmente ihrer Komposition für Bratsche gegenüber. Verschiedene Frauenstimmen, unterschiedliche Sprachen. Nicht, was sie sagen und wie sie es sagen, zählt: sondern die nicht-intelligiblen, affektiven Qualitäten: Klang, Ton, Melodie. Sie bilden eine Collage, in der improvisierte Miniaturen und Fieldrecordings vervielfältigt, dekontextualisiert und zeitversetzt miteinander verwoben werden.

rauschen. Von Miki Yui. Aufnahme vom 30. September aus dem Mex-Keller, Dortmund – mother viola (study#1). Von Julia Eckhardt. Aufnahme vom 29. September aus dem Atelier Automatique, Bochum


so – 05.12.2021


15:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur
Interpretationen: Keine Note zuviel, keine Note zuwenig – Federico Mompou und seine Klaviermusik

Gast: Jens Rosteck, Musikpublizist. Moderation: Michael Struck-Schloen

18:00 bis 19:00 | hr2-kultur
Feature | Spielräume der Begegnung: Was es heißt, mit- und füreinander da zu sein | Astrid Nettling

Was eine Ausnahmesituation bei Menschen freisetzen kann, haben wir durch die Pandemie erfahren, die uns aus dem alltäglichen und selbstverständlichen Miteinander herauskatapultiert hat. Nicht um diese Ausnahmesituation soll es gehen, aber dennoch um Erfahrungen, die Menschen machen, wenn sie sich entschieden haben, für andere Menschen da zu sein, und bereit sind, sich auf ein vielleicht noch unerprobtes Mit- und Füreinander einzulassen. Auf eine Begegnung mit Menschen, in der es nicht um Nutzen, Leistung oder Erfolg geht.

Was aber bewegt Menschen zu einem solchen Schritt? Welche Spielräume im Umgang mit- und füreinander können sich dadurch öffnen? Welche ungeahnten Möglichkeiten und Freuden können daraus erwachsen? Und wo liegen zugleich die eigenen Grenzen für ein solches Engagement? Fragen, denen das Feature nachgehen möchte.

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
JazzNow: „Like a Jazz Machine“

Highlights aus den Konzerten des Luxemburger Festivals vom 13. – 16. Mai: Lab Trio / XY Quartet

22:08 – 23:00 | Ö1
Beat Furrer empfiehlt – Beat Furrer präsentiert Aufnahmen, die ihn geprägt und beeindruckt haben

Beim Festival Wien Modern hat das Quatuor Diotima die vier Streichquartette von Beat Furrer aufgeführt. In „Zeit-Ton“ sind ab Montag, 6. Dezember 2021 die Mitschnitte dieses zyklischen Vorhabens zu hören. Am Vorabend präsentiert Furrer in diesem „Zeit-Ton extended“ Musik, die ihn geprägt und beeindruckt hat. Gestaltung: Rainer Elstner

23:03 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: The Electric Guitar in His Life

Die elektrische Gitarre scheint es Hugues Dufourt angetan zu haben. Ihre wandlungsfähigen, manchmal verfremdeten, kaum zu ortenden Töne: Sie verbinden vier sehr unterschiedliche Stücke, die der israelische Gitarrist Yaron Deutsch in verschiedenen Konstellationen für uns eingespielt hat.

L’île sonnante: Der Titel stammt aus Rabelais’ berühmter Passage über die gefrorenen Worte. Dort erklingen die Worte ganz von selbst in der übersteigerten Objektivität einer erstarrten Welt, im Delirium einer akustischen Halluzination. „Die Glocken, die Rabelais so lieb waren, durchqueren auf ihren Flügen ein von der E-Gitarre herauf beschworenes Schlaraffenland, eine trügerische Landschaft, die dem Ende seltsam nahe scheint“. Hommage à Charles Nègre entstand als Musik zu einem Film über den gleichnamigen französischen Fotografen aus dem 19. Jahrhundert. Dufourt setzt ganz auf transparente Klangfarben, um ein „gleichermaßen homogenes und ständig erneuertes Klima zu schaffen“. Bipolare Klangfarben, „die mit der Farbe Sepia zusammenfallen, nicht zu hell sind, sich in einer Art Hell-Dunkel bewegen.“ Cité des Saules ist eine Metapher des Abschieds. „Alles, was zählt, ist der Verräumlichungsprozess“. Es geht um Zwischenräume, aktive Leerstellen, Farbsegmente, Leuchtereignisse, Wechselspiel von Transparenzen, dunkles Grollen. L’Atelier rouge d’après Matisse, das jüngste Opus des Programms, ist das klingende Echo eines Stillebens von Henri Matisse. Gemälde und Gegenstände scheinen in dem Bild wie in einem roten Meer zu schwimmen. Eine „große, gleichmäßig leuchtende Farbfläche, der jeder Eindruck von Tiefe, jedes Verhältnis von Positionen entzogen wurde und an der jede konstruierende Technik scheitert“.

Mit Ausschnitten aus folgenden Werken: Hugues Dufourt: L’Atelier rouge d’après Matisse for Electric Guitar, Piano, Baritone Saxophone and Percussions; Ensemble Nikel | Hugues Dufourt: L’Ile sonnante for Percussion and Electric Guitar; Yaron Deutsch, E-Gitarre; Brian Archinal, Schlagzeug | Hugues Dufourt: La Cité des Saules for Electric Guitar and Electronics; Yaron Deutsch, E-Gitarre | Hugues Dufourt: Hommage à Charles Nègre für Sextett; Yaron Deutsch, E-Gitarre; Brian Archinal, Schlagzeug; Susanne Peters, Flöte; James Aylward, Fagott; Peter Veale, Oboe; Carl Rosman, Klarinette; Leitung: Mariano Chiacchiarini

23:05 bis 00:00 | Bayern 2
Nachtmix

Popcast – Neue Musik aus Deutschland

 

 

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radiofreak der alten schule. transistor, diode, spule, kondensator. ehemals manipulator:in mehrerer rundfunksendungen.

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