Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 27.04. bis 03.05.2020

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 18. Themen: Der Kontrabass in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts | Jeunesse „Fast Forward“  | Thomas Ankersmit | Musik für 15 Musiker oder 5 Trios | Für Auge und Ohr – Klangkunst | Otto M. Zykan | Franz Lehár zum 150. Geburtstag | Michael Denhoff zum 65. Geburtstag | Stockhausen und seine Ensembles | Karlheinz Stockhausen „Inori“ ….

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nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben

84 – Interview mit Melina Paetzold übers Üben während der Corona-Krise 21. April 2020

Melina Paetzold erzählt dir wie sie dazu gekommen ist den Blog „beingdoingmusic“ übers Üben zu starten und was sie am Üben fasziniert. Sie teilt mit dir inspirierende Gedanken zum Üben. Gerade jetzt dürfen wir durch das Üben wieder zu uns finden und uns erinnern, warum wir mal begonnen haben Musik zu machen. Dann kann uns […]

83 – Mein Alltag als Musikerin während der Corona-Krise – Woche 6 20. April 2020

Irene Kurka spricht darüber wie traurig sie ist, daß es noch so lange dauern kann, bis sie wieder als Sängerin auftreten darf und welchen Einfluss dies auf Ihr Üben hat. Ferner berichtet sie von neuen Routinen in ihrer Wohnung in Bezug auf „Home Office“ und welche Bedeutung dort drei Tische haben.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


27.04.


21:04 bis 22:00 | rbbKultur
Der Kontrabass in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts

Mit Margarete Zander. Der Kontrabass in solistischer Rolle – das hat es in der Musikgeschichte immer mal gegeben, allerdings nicht allzu oft. Zu wenig schien sich das tiefe Streichinstrument für solistische Aufgaben anzubieten. In der Musik der Gegenwart ist das ein wenig anders. Da sind viele Komponist*innen gerade von dieser tiefen Lage und deren ungeahnten klanglichen Möglichkeiten fasziniert.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Framing – Die Schwierigkeit, aus dem Rahmen zu fallen

Von Michael Rebhahn. Als „Framing“ bezeichnet man den Prozess der Einbettung von Ereignissen, Situationen oder Themen in bestimmte Deutungsraster. Der Kontext generiert die Wahrnehmung – auch in musikalischer Hinsicht. In Michael Rebhahns Sendung kommen ganz verschiedene Positionen und Methoden der Rahmung zur Sprache: von John Cages Entwurf einer gerahmten Stille bis hin zu Malte Giesens aktuellem Musiktheater „FRAME“, in dem Wahrnehmungsveränderungen in der digitalisierten und medial geprägten Welt kommentiert werden.

23:03 – 24:00 | Ö1
Jeunesse „Fast Forward“. Werke von Elisabeth Harnik, Marina Poleukhina und Rojin Sharafi

70 Jahre Jeunesse – dies nimmt die Reihe „Fast Forward“ zum Anlass für zwei Sonderformate ihrer Jeunesse-Komponierenden-Portraits. Frauenpower heißt die Devise. An zwei Terminen stehen jeweils drei Komponistinnen – oder besser gesagt – Composer-Performerinnen- im Zentrum der Höraufmerksamkeit. Am 31. März diesen Jahren trafen im Wiener RadioKulturhaus Elisabeth Harnik und Marina Poleukhina auf die iranische, seit ihrem 17. Lebensjahr in Wien lebende Musikerin und Komponistin Rojin Sharafi, die mit einer elektroakustischen Soloperformance und einem Auftragswerk für das Ensemble Schallfeld bei „Fast Forward“ in die Zukunft blicken ließ. Gestaltung: Nina Polaschegg


28.04.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Dreidimensionale Musik – Der Composer-Performer Thomas Ankersmit

Von Thomas Groetz. Nachdem er mit seinem Saxofon über viele Jahre hinweg Räume in Schwingungen versetzt hat, fokussiert sich der 1979 im Niederländischen Leiden geborene Thomas Ankersmit seit dem neuen Jahrtausend auf analoge Elektronik. Er verwendet den in den frühen 1970er-Jahren entwickelten modularen Serge Synthesizer, mit dem er, unterstützt durch computergenerierte Anwendungen, physikalische und psychoakustische Aspekte des Klanglichen erforscht. Darüber hinaus zielt seine akusmatische Musik, die er in Form von Konzerten oder als Installation verwirklicht, auf haptische, skulpturale Beschaffenheiten des Klangs und auf eine intensive Verknüpfung mit räumlichen und architektonischen Gegebenheiten.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Konstantia Gourzi: „Perseus & Androméda“, op. 78 (Staatsphilharmonie Nürnberg: Joana Mallwitz); Tobias PM Schneid: „sacred landscapes“ (ensemble trioLog münchen); Dorothee Eberhardt: Klaviertrio Nr. 4 (Satori Ensemble); Rudi Spring: Kammersymphonie Nr. 4, op. 87 (Camerata Bern: Rudi Spring); Markus Zahnhausen: „Klingende Zeit“ (Simon Pauly, Bariton; Markus Zahnhausen, Blockflöte; Ryuichi Rainer Suzuki, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Musik für 15 Musiker oder 5 Trios

Von Helmut Peters. Im Raum verteilte, weit voneinander entfernte Musiker sind wir bei Aufführungen Neuer Musik bereits gewohnt. Aber dass ein Komponist die Musiker etwa eines Streichquartetts auf vier verschiedene Hubschrauber verteilt, wie es Karlheinz Stockhausen einst tat, ist eine ebenso überraschende Ausnahme wie die Besetzung von Rudolf Kelterborns „Musik für 5 Trios“, die wir in der „neuen musik“ neben anderen originellen Kammermusikstücken vorstellen.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Für Auge und Ohr – Klangkunst

Von Stefan Fricke. Sie ist in etwa so alt wie „Die Grünen“ und das Ensemble Modern: die Klangkunst. Um 1980 mehren sich die Artefakte, die im Grenzbereich von Musik und bildender Kunst angesiedelt sind, die Hören und Sehen in Klangskulpturen, Klanginstallationen und tönende Räume amalgamieren, die neue ästhetische Erlebnissituationen schaffen. In Ausstellungen, bei Neue-Musikfestivals, im öffentlichen Raum. Klangkunst ist ein weites artistisches Feld, das mittlerweile auch an etlichen Kunst- und vereinzelten Musikhochschulen gelehrt wird. Klangkunst – als Begriff eine Erfindung aus der DDR, womit man allerdings die elektronische Musik meinte – beschreitet ungewohnte audiovisuelle Wege durch die Hülle und Fülle des Alltags, samt und dank seiner ganz normalen Ingredienzen und Raum-Landschaften.

23:03 – 24:00 | Ö1
Nicht nur „Franzzz“: Der Komponist, Sprachkünstler und Pianist Otto M. Zykan

Otto M. Zykan wäre am 29. April 2020 85 Jahre alt geworden. „Dass Komponieren auch wesentlich Handwerk ist, stand für mich immer außer Zweifel. Die Hürde kommerzieller Forderung war eine Herausforderung, die ich gern annahm. Nicht immer aber bestand.“ Der berühmten Komponistenschmiede Karl Schiskes entsprungen, wollte sich Zykan schon sehr bald dem herkömmlichen Konzertbetrieb und der althergebrachten Karriere als Tonsetzer widersetzen. Er musste einen ganz eigenen Weg gehen, es wäre ihm aber nie in den Sinn gekommen, die bei seinem verehrten Lehrer erworbenen strengen Prinzipien völlig zu vergessen, sondern er versuchte sie weiter zu entwickeln, sie sich für sein eigenes kreatives Umgehen mit Musik zurecht zu legen. Die Grenzen der Genres, der Gattungen, auch die zwischen der so genannten „Unterhaltungs-“ und der „Ernsten“ Musik waren ihm nie Hindernis, sondern Anregung. Zeitlebens sah er sich zudem als engagierter Mensch und Künstler: „Ich brenne, wenn ich irgendwo ein unrechtes Verhalten von jemandem sehe, ich brenne, den zu überzeugen, dass er im Unrecht ist. Also: Ich bin in erster Linie ein Mensch der Gesellschaft und erst in zweiter Linie Komponist“, ließ er uns dazu einmal in einem Interview wissen. In Erinnerung bleiben wird überdies der kongeniale Interpret seiner eigenen Werke, die glücklicherweise in mannigfaltigen Aufnahmen überliefert sind. Gestaltung: Hannes Heher


29.04.


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Werner Heider: Drei Miniaturen (Jazzensemble: Peter Fulda); Klaus Treuheit: „Volatility Investigated“ (Charlotte Walterspiel, Gunter Pretzel, Viola; Klaus Treuheit, Klavier); Steffen Schorn: „Three pictures“ (Roger Hanschel, Steffen Schorn, Saxofon; Raschèr Saxophone Quartet); Peter Fulda: „Prime & decay“ (Peter Fulda Quartett); Stefan Poetzsch: „Violin Suite/Etüde“ (Stefan Poetzsch, Viola); Matthias Schmitt: Sechs Miniaturen (Katarzyna Mýcka, Marimbaphon); Hubert Hoche: „Natural Forces“ (Mathias von Brenndorff, Flöte; Martina Beck, Klarinette; Wolfgang Heinrich, Posaune; Diana Drechsler, Violine; Marta Klimasara, Perkussion); Siegfried Fink: „Beat the beat“ (Bernd Kremling, Schlagzeug)

20:04 bis 21:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Wo die Lerche singt – Franz Lehár zum 150. Geburtstag

Zur Feier seines 150. Geburtstages erklingen heute die schönsten und schrägsten Interpretationen von Lehárs Operetten- und Filmschlagern. Wir hören aber auch einmal in seine Klavierlieder und sinfonische Dichtungen hinein.

Franz Lehár gilt als einer der bedeutenden Vertreter der Silbernen Operettenära von 1900-1940. Seine Stücke erzählen von der Kraft der Liebe („Der Graf von Luxemburg“) und gipfeln in Frohsinn und Heiterkeit („Die lustige Witwe“), verzichten aber auch gerne mal auf das übliche Happy End („Der Zarewitsch“, „Das Land des Lächelns“).

21:04 bis 22:00 | rbbKultur
Der Komponist, Dirigent und Sänger HK Gruber

Mit Andreas Göbel. Lange galt er als „enfant terrible“ der Neue Musik-Szene. HK Gruber ist ein Spezialist darin, in avancierte moderne Kompositionstechniken immer auch Stilmittel aus der klassischen und volkstümlichen Wiener Musiktradition einfließen zu lassen – bis hin zu seinen Auftritten als Chansonnier.

21:17 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: Make me feel – mit dem Vokalensemble Pop-Up aus Detmold

Von Petra Rieß. Das Detmolder Vokalensemble Pop-Up gewann 2018 den Deutschen Chorwettbewerb. Das 30köpfige Ensemble wird von Anne Kohler geleitet und ist 2020 als einer von 25 Chören weltweit zum World Symposium on Choral Music nach Auckland eingeladen.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: ensemble recherche in Ravensburg (1)

Christian Mason: „Zwischen den Sternen“ für Ensemble (2019). (Konzert vom 20. März 2020 im Konzerthaus Ravensburg). Begriffe der Wahrnehmung optischer Eindrücke wie „Leuchten“ oder „Glänzen“ werden gerne zur Beschreibung der Musik von Christian Mason herangezogen. Bei seinem Stück „Zwischen den Sternen“ liegen solche Assoziationen besonders nahe. Diese Musik, sagt Mason, ist inspiriert vom überwältigenden Eindruck des Sternenhimmels und mit den Implikationen, die damit verbunden sind: den immensen Entfernungen, den Lichtpunkten von Sternen, die längst verloschen sind und der Verlorenheit des Individuums in dieser Unendlichkeit.

23:03 – 24:00 | Ö1
Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das Ulrichsberger Kaleidophon. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


30.04.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Der Schweizer Schlagzeuger Christoph Brunner im Gespräch mit Carolin Naujocks

Stuart Saunders Smith: „Blue Too“ für Drumset | Jean-Charles François: „Fragments II“ für präparierte kleine Trommel | Alfred Zimmerlin (*1955): „Weiße Bewegung II“ für Violoncello, Klavier und Schlagzeug | Annette Schmucki: „und durch. figuren. unter ruhe/punkten“ für Trommel solo. Cécile Olshausen, Violoncello; Petra Ronner, Klavier; Christoph Brunner, Schlagzeug. (Wdh. vom 14.05.2015)

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Peter Jona Korn: „Idyllwild“, Ouvertüre (Münchner Rundfunkorchester: Werner Andreas Albert); Richard Trunk: „Eine kleine Serenade“, op. 55 (Njagul Tumangelov, Violine; Münchner Rundfunkorchester: Rudolf Alberth); Alfred Artmeier: „Guitarismen“ (Johannes Tappert, Gitarre); Wilhelm Killmayer: „Pas de deux classique“ (Münchner Rundfunkorchester: Wilhelm Killmayer); Mark Lothar: Concertino (Rupert Kreipl, Karlheinz Hahn, Anton Baumgärtler, Klaus Sass, Klarinette; Münchner Rundfunkorchester: Kurt Eichhorn); Kurt Graunke: Symphonie Nr. 2 (Symphonie-Orchester Graunke: Kurt Graunke)

20:00 bis 22:00 | NDR Kultur
NDR Radiophilharmonie: Giancarlo Guerreoro zu Gast in Hannover

Richard Wagner: Vorspiel zum 1. Aufzug aus „Lohengrin“ Paul Hindemith: Der Schwanendreher, Konzert nach alten Volksliedern für Viola und Orchester | Ottorino Respighi: Fontane di Roma, Sinfonische Dichtung | Bela Bartok: Der wunderbare Mandarin, Suite. Nils Mönkemeyer, Viola / NDR Radiophilharmonie / Ltg.: Giancarlo Guerrero. Aufzeichnung vom 18./19. Februar 2016 im Großen Sendesaal des NDR in Hannover

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Strophen und Orchesterlieder – Michael Denhoff zum 65. Geburtstag

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
selbstLAUT: Roswitha von den Driesch / Jens-Uwe Dyffort, Ortserkunder

Orte und Räume sind ihr Metier. Diese erkundet das Künstlerteam Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort mit Hilfe von Klängen.

Sie tragen Sounds in Räume, an Plätze, an Gebäude, in Straßen, in Alleen. So definieren sie das nach Gestalt/Umgestaltung fragende Objekt und sein Interieur, seine Umgebung neu. Die beiden Klangkünstler, die seit 1996 zusammen arbeiten und in Berlin leben, verändern mit ihren Erkundungen und Akustischen Architekturen die Lebenswelt: überraschend und anregend anders.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Der Krieg geht zu Ende

75 Jahre Ende des zweiten Weltkriegs. Chronik für Stimmen Januar bis Mai 1945. Von Walter Kempowski und Walter Adler. SWR Fassung des gleichnamigen 12-stündigen Radiotags Teil 4/5: Ende April 1945. Mit: Jürgen Holtz, Ingo Hülsmann, Benno Iffland, Corinna Kirchhoff, Tessy Kuhls u. v. a. Regie: Walter Adler. (Produktion: hr/SWF/NDR/BR 1995)

Walter Kempowskis „Geschichte von unten“ über die Zeit vor 75 Jahren, als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Ende April trafen sich bei Torgau an der Elbe erstmals sowjetische und amerikanische Einheiten und am 30. April beging Hitler im Berliner Führerbunker Selbstmord.

23:03 – 24:00 | Ö1
Donaueschinger Musiktage 2019. Rdeča Raketa und Billy Roisz.

Rdeča Raketa – Rote Rakete – das sind die aus Slowenien stammende Blockflötistin, Sängerin und Elektronikerin Maja Osojnik und der Kärntner Slowene Matija Schellander, Kontrabass und Elektronik. Beide sind aus der Wiener Experimentalszene nicht mehr wegzudenken. Immer wieder arbeiten sie mit Literat/innen zusammen, oder mit der Videokünstlerin Billy Roisz. Eigene Texte, Sprache, analoge wie digitale Klänge, Field Recordings, all dies fließt ein in ihre Musik, die in ihren Projekten nicht frei improvisiert ist, sondern klaren Konzepten, erarbeitet in gemeinsamer Probenarbeit folgt. Die SWR2 Jazzredaktion hatte das Trio 2019 zur NOWJazzSession im Rahmen der Donaueschinger Musiktage eingeladen. Gestaltung: Nina Polaschegg


01.05.


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Location Podcasts – Musik für Bushaltestellen, Bibliotheken und Parkbänke

Produktion: EBU Ars Acustica Group 2020. Länge: ca. 54’30. (Ursendung). Manche Orte gibt es überall. Aber überall klingen sie ein bisschen anders. Die EBU Ars Acustica Group macht Bushaltestellen, Bibliotheken und Parkbänke zu Stationen einer akustischen Reise durch Europa. Podcatcher an, Kopfhörer auf und los geht’s.

Eine Bushaltestelle sieht aus wie eine Bushaltestelle – ganz gleich, ob sie in Schweden steht oder in Sizilien. Ihr Klang aber kann sehr unterschiedlich ausfallen. Dasselbe gilt für Bibliotheken oder Parkbänke. Deshalb nutzt die EBU Ars Acustica Group diese Orte als Einstiegspunkte für eine akustische Europareise:

Laden Sie sich unsere „Location Podcasts“ herunter, begeben Sie sich zu einer Bushaltestelle, Parkbank oder Bibliothek Ihrer Wahl und setzen Sie den Kopfhörer auf. Wir beamen Ihre Ohren ans andere Ende des Kontinents.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Christof Weiß: „Drifting Colors“ (Symphonisches Blasorchester Unterpleichfeld: Mathias Wehr); Eberhard Klemmstein: Sonate (Eberhard Klemmstein, Viola; Oda Schmidt, Klavier); Uwe Strübing: „Artotop“, op. 100 (Nürnberger Symphoniker: Alexander Shelley); Toni Völker: „Traumgesang“ (Felix Drake, Violoncello); Waldram Hollfelder: Schlagzeugkonzert (Michael Albert, Schlagzeug; Bayerisches Landeszupforchester: Gerhard Vogt); Franz Hofmann: Hornquintett (Wolfgang Lintner, Horn; Gregory Rogers, Alexander Steinberger, Violine; Martin Lemberg, Viola; Caroline Moldaschl, Violoncello); Franz Theodor Reizenstein: „Capriccio“ (Nürnberger Symphoniker: Alexander Shelley)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Audienz in Ischl: Klaus Mann zu Gast beim letzten Operettenkönig – Ein Reenactment zum 150. Geburtstag von Franz Lehár

Von Stefan Frey. Im Mai 1945 reist Klaus Mann, Sohn des Nobelpreisträgers Thomas Mann, als Sonderkorrespondent der amerikanischen Soldatenzeitung Stars and Stripes durch das kriegszerstörte Europa. Er besucht nicht nur sein Elternhaus in München, sondern auch Richard Strauss in Garmisch und Franz Lehár in Bad Ischl. Die beiden erfolgreichsten Komponisten ihrer Epoche hatten sich mit den Nazis arrangiert und waren nicht emigriert. Doch während Strauss vor allem sich selbst bemitleidet, ist Klaus Mann von der „entwaffnenden Arglosigkeit“ Franz Lehárs irritiert. Denn Hitlers Lieblingskomponist und seine jüdische Frau empfangen ihn mit offenen Armen zur Audienz in ihrer Ischler Villa. „Ein gutaussehender Herr von 75 Jahren“ hält hier als letzter Operettenkönig Hof und berichtet offen über seine bewegte Biographie von der „Lustigen Witwe“ bis zum „Land des Lächelns“, von der Österreichisch-Ungarischen Monarchie bis zum Dritten Reich. Nur über eines mag er nicht sprechen: „Bitte keine Politik! Politik ist ein schmutziges Geschäft…“

Stefan Frey hat das von Klaus Mann verschriftlichte Interview rekonstruiert und mit anderen erhaltenen Interviews Lehárs zu einem Reenactment ergänzt, also einer authentischen Nachstellung dieser historischen Begegnung mit Johannes Silberschneider als Franz Lehár und Stefan Wilkening als Klaus Mann.

20:00 bis 22:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Eine Große Nachtmusik

Auch im Jahr 2019 begann das Musikfest Bremen mit der „Großen Nachtmusik“. Im Großen Saal der Glocke war diesmal das Philharmonische Orchester Rotterdam zu Gast, dessen Leiter Lahav Shani auch als Solist im Klavierkonzert von Mozart auftrat. Illustrer Gast beim berühmten Violinkonzert von Max Bruch war die norwegische Geigerin Vilde Frang, und ergänzt wurde das Gesamtprogramm des Orchesters durch zwei glanzvolle Stücke des 20. Jahrhunderts.


02.05.


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Audienz in Ischl: Klaus Mann zu Gast beim letzten Operettenkönig

22:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik – nexus [29]: Stockhausen und seine Ensembles [3]

Karlheinz Stockhausen: Oben und Unten, Theaterstück für Mann, Frau, Kind und 4 Instrumentalisten / Intensität für Ensemble / Setz die Segel zur Sonne für Ensemble / Kommunion für Ensemble / Litanei für Sprecher oder Chor / Es für Ensemble / Goldstaub für Ensemble / Ankunft für Sprecher oder Sprech-Chor, aus „Aus den sieben Tagen“, 15 Textkompositionen für Intuitive Musik

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner | Hessen hören 40 – Heiko Plank: Südklang (Kortelshütte)

Der Musiker Heiko Plank (*1964) lebt im südlichsten Zipfel Hessens, in Kortelshütte, einem Stadtteil von Oberzent im Odenwald-Kreis. Die Charakteristika seiner Klangwelten schöpft er aus seiner Intuition…

19 Stadtteile – eine neue Stadt: Oberzent im Odenwald: der Fläche nach ist der Ort der drittgrößte in Hessen … und realisiert sie vor allem mit dem von ihm erfundenen, gitarrenähnlichen Instrument namens „plank“, das ihm als „plankist“ allerlei neue Klangeffekte ermöglicht. In seinem Hessen-Hören-Beitrag kombiniert er die „plank“-Potenziale mit Sounds, die ihn tagtäglich umgeben: die 11-Uhr-Glocke des Dorfgemeinschaftshauses, die eigene CNC-Fräse während der Arbeit an einer weiteren „plank“, Publikumsapplause von verschiedenen Veranstaltungen, Sprachfetzen von Freunden und Bekannten, ein Wasserfall und vor allem die Ruhe des Odenwalds samt Insektensummen und dem Fließen des Neckars…


03.05.


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Kriegsende 1945 – Klänge aus Ruinen

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, ging der Krieg zu Ende. Zertrümmerte Städte und zerstörte Seelen hat er hinterlassen. Deshalb sind es keineswegs nur Jubeltöne, mit denen das Kriegsende gefeiert wird.

In vielen Musikwerken aus dieser Epoche klingt die Düsternis der überstandenen Zeit nach. Es spricht sich Erleichterung darüber aus, dass der Schrecken vorbei ist. Und es wird ein zaghafter Blick in die noch unsichere Zukunft gewagt.

22:00 bis 00:00 | NDR Kultur
Soirée: „Tierische“ Kammermusik

Luciano Berio: „Opus Number Zoo“ für Bläserquintett | Gottfried von Einem: „Von der Ratte, vom Biber und vom Bären“, Serenade op. 84 | Ludwig Thuille: Sextett B-Dur für Klavier und Bläserquintett op. 6 | Francis Poulenc: Sextett für Holzbläser und Klavier op. 100.

Leonie Bumüller, Flöte / Mirjam Budday, Oboe;  Susanne Geuer, Klarinette; Maike Schieferecke, Fagott / Ivo Dudler, Horn. Aufzeichnung vom 27. Oktober 2019 im Kleinen Sendesaal des NDR in Hannover

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Klassikwelt in concert: Sonne des Südens

Unter der Leitung des in Russland geborenen Dirigenten Mikhail Agrest spielten die Bremer Philharmoniker Werke von Gioacchino Rossini, Edouard Lalo, Igor Strawinsky und Edward Elgar. Was der Brite nun mit der Sonne des Südens zu tun hat, erfahren Sie am Schluss des Konzerts. Unterstützt wurde das Orchester beim Lalo von der britischen Geigerin Chloe Hanslip, die der Symphonie espagnole einen wunderbar intensiven, aber auch einfühlsamen Klang verlieh.

22:08 – 22:55 | Ö1
Olga Neuwirth präsentiert Werke von Luigi Nono

Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth erhielt durch den italienischen Komponisten Luigi Nono wesentliche Anregungen. In ihrem eigenen Werk hat sie sich in vielfältiger Weise mit dem Schaffen Nonos auseinandergesetzt. Etwa im dem Stück „Les Encantadas“, das die klanglichen Parameter einer Aufführung von Nonos „Prometeo“ in der Chiesa di San Lorenzo von Venedig mit Computerhilfe akustisch nachbaut. Damit kann die spezielle Akustik dieses Ortes in jeden Konzertsaal der Welt verpflanzt werden. In diesem „Zeit-Ton extended“ stellt Olga Neuwirth Werke von Luigi Nono vor, die ihr besonders wichtig sind. Gestaltung: Olga Neuwirth und Rainer Elstner

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Meilensteine der Moderne (25): Karlheinz Stockhausen „Inori“

Karlheinz Stockhausen: Inori, Anbetungen für 2 Pantomimen und Orchester. „Die neue Funktion der Musik muss eine religiöse sein“, hatte Karlheinz Stockhausen bereits früh verkündet. Doch erst in den 1970er Jahren trat, bestärkt durch die Begegnung mit Ostasien, die geistlich-spirituelle Orientierung seiner Musik deutlich zutage.

In „Inori“ verbindet Stockhausen 1973 erstmals Musik mit Gebets-Gesten und Gebärden, die er aus verschiedenen Religionen entlehnte. Mit seiner Zeremonie irritierte er seine Avantgarde-Kollegen, die damals eher auf die politische Dimension der Kunst fixiert waren. Kein Wunder, dass Stockhausens abendfüllendes Werk bei der Uraufführung in Donaueschingen auf deutliche Kritik, ja Ablehnung stieß. Die Zeit war damals noch nicht reif für solch extensive musikalische Meditationen.

Einige, wie Wolfgang Rihm, wurden durch „Inori“ indessen nachhaltig beeindruckt: „Wie etwas wird, wie etwas ist, wie etwas vergeht – ohne dass es lehrhaft vorgeführt würde, sondern indem an seinem Werden, Sein und Vergehen Teilhabe möglich ist -, das ist wohl kaum mit einer größeren Klarheit komponierbar“.

 

 

Erstellt die Radioumschau. Freak.

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